Diese Graphic Novel erzählt die Geschichte des jungen Christen Walter Klingenbeck. Er gehörte der Pfarrjugend St. Ludwig in München an und leistete mutig Widerstand gegen Hitler. Mit 17 Jahren wurde er denunziert und verhaftet. 1943 wurde er 19-jährig von den Nazis ermordet.
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Bewertung
5/5
09.06.2026
Buch (Taschenbuch)
Absoluter Lesetipp über einen wichtigen Widerstandskämpfer der NS-Zeit
Kritik: Zeichen setzen gegen Hitler! (Marie Geißler
2026, München: Verlag Michaelsbund)
Inhalt
Die Graphic Novel „Zeichen setzen gegen Hitler!“ ist ein
beeindruckendes Werk, das zeigt, wie moderne Kunst Stellung gegen
Rechtsextremismus beziehen kann. Nach dem ersten Durchlesen sind
wir vor allem von dem Mut Walter Klingenbecks begeistert. Da
passende Farben für die dunkle Zeit verwendet wurden, wirkt die
Graphic Novel intensiv. Durch die vielen Szenenwechsel scheint das
Buch wie ein durchdachter Mix aus verschiedenen Perspektiven, die
alle eine gemeinsame Botschaft haben: Zivilcourage.
Besonders positiv ist uns aufgefallen, dass das Buch nicht belehrend
wirkt. Statt langer Texte nutzt die Zeichnerin starke Symbole und
Metaphern, die die Gefahren von Diskriminierung sofort greifbar
machen. Die kreativen Aktionen Klingenbecks machen das Lesen sehr
kurzweilig und regten nicht nur zum Nachdenken über das eigene
Handeln im Alltag an, sondern haten das Interesse durchgängig durch
die ganze Geschichte.
Visuelle Darstellung und Sprache
Die Bilder sind meist dunkel und schlicht, mit wenig Farbe. Das
verstärkt Angst, Kontrolle und Bedrohung im Nationalsozialismus.
Gesichter und Körpersprache sagen oft mehr aus als ein Text. Die
Sprache ist knapp, sachlich und ohne Pathos. Gerade diese
Zurückhaltung zeigt, wie mutig selbst kleine Handlungen des
Widerstands waren.
Lesetipp
„Zeichen setzen gegen Hitler“ ist ein absoluter Lesetipp, weil die
Graphic Novel zeigt, dass Widerstand nicht immer laut oder
spektakulär sein muss. Das Buch macht deutlich, wie viel Mut
selbst kleine Handlungen im Nationalsozialismus erfordert
haben. Durch die Kombination aus Text und Bildern wird die
Atmosphäre der Angst, aber auch der Hoffnung sehr eindrucksvoll
vermittelt.
Gerade für junge Leserinnen und Leser ist diese Form besonders
zugänglich, weil komplexe historische Zusammenhänge
verständlich und emotional dargestellt werden. Die Geschichte
regt dazu an, über Zivilcourage, Verantwortung und eigenes
Handeln nachzudenken – nicht nur damals, sondern auch heute.
Ein kleiner Kritikpunkt ist höchstens, dass die einzelnen Kapitel
sehr kurz sind. Manchmal hätten wir uns gewünscht, noch tiefer
in eine Geschichte einzutauchen. Insgesamt ist es aber ein
extrem wichtiges und mutiges Buch, das beweist, dass Comics
ein ernstzunehmendes Medium für politische Bildung sind.
Fazit
Zusammenfassend ist „Zeichen setzen gegen Hitler“ eine
eindrucksvolle und wichtige Graphic
Novel, die Geschichte auf eine moderne und berührende Weise
erzählt. Sie zeigt, dass auch kleine Zeichen des Widerstands eine
große Bedeutung haben können. Besonders gut gefallen hat mir,
dass das Buch nicht beschönigt, sondern ehrlich zeigt, wie
schwierig und gefährlich es war, sich gegen das NS-Regime zu
stellen. Deshalb eignet sich diese Graphic Novel sehr gut für den
Schulunterricht, für BookTube oder für alle, die sich mit dem
Thema Nationalsozialismus aus einer persönlichen Perspektive
auseinandersetzen möchten. Ein Buch, das nach dem Lesen noch
lange zum Nachdenken anregt.
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