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Two women, linked by the cards
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spannende Time-Slip-Novel!
Bewertung aus Oberursel am 11.08.2025
Bewertungsnummer: 2563972
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Cooles Cover, spannender Klappentext – und da ich schon mal eine „time-slip-Novel“ von Ms Marchant begeistert gelesen habe, habe ich hier zugeschlagen :-). Ich mag diese Art von Plot, wenn sich auf zwei zeitlichen Ebenen Geschichten entspannen, die dann peu à peu zusammengeführt werden. Wir haben hier wieder eine Ebene im hier und jetzt, und eine, die ein paar Jahrhunderte zuvor an etwa den selben Schauplätzen spielt, und in denen jeweils eine starke Frauengestalt die Hauptrolle spielt. Die beiden Protagonistinnen sind also durch die Jahrhunderte hinweg miteinander verbunden. Okay, das Rad hat die Autorin mit diesem Aufbau ihres Romans nicht neu erfunden – muss aber auch nicht, die Geschichte war auf jeden Fall per se neu und hat mich gefesselt!
Wir sind (hauptsächlich) in London, und in der heutigen Zeit spielt Beatrice die Hauptrolle. Sie ist neu nach Hampstead gezogen und hat hier einen Shop für Tarotkarten und -lesungen eröffnet. Beim Auspacken ihrer Umzugskisten findet sie ein lang vergessenes Kartendeck, das sich über die Generationen hinweg in ihrer Familie vererbt hat. Historisch, alt, somit wertvoll – aber nicht wirklich brauchbar, denn eine Karte fehlt. Der Teufel. Beatrice beschließt, diese Karte zu suchen....
Die zweite zeitliche Ebene spielt 1644. Die Italienerin Portia ist vor 15 Jahren mit ihrer Tochter Vittoria und Freundin Maria unter dramatischen Umständen von Mailand nach London geflüchtet, und verdient ihren Lebensunterhalt mit Tarotlesungen. Allerdings nicht nur – sie hilft auch anderen Frauen in Nöten zur Flucht bei häuslicher Gewalt, und als Erkennungszeichen dient hier eine spezielle Tarotkarte....die des Teufels.
Soviel kann man durchaus zum Plot verraten, es ist schon relativ schnell klar, dass die Tarotkarten die Verbindung zwischen den Erzählsträngen sind – faszinierend und spannend wird es, die Reise der beiden Frauen mitzuverfolgen. Und die Teufelskarte steht, so haben wir Leser es jetzt gelernt, für die große Frage, was ist echt und was ist Illusion im Leben? Eine Frage die sich Portia und Beatrice selbst immer wieder stellen müssen....
Mein Leseeindruck: Sehr sehr spannend. Ich fand vor allen den historischen Part interessant. Ein Haushalt nur aus Frauen, der sich in diesen Zeiten gut durchschlägt, ist per se schon mal faszinierend, und Portia hat schon ein paar sehr coole Sachen gemacht. Der Roman war insgesamt – erwartungsgemäß bei der Autorin :-) - sehr flüssig und mitreißend geschrieben, und die Geschichte hat mich abgeholt. Wir hatten in beiden Erzählsträngen auch eine Lovestory, und zwar jedes mal ohne großes überflüssiges Drama, was mir auch sehr gut gefallen hat, das war jeweils schön, romantisch, passend – und die Romantik hat sich wie gesagt gut in den Rest der Story eingepasst. Es ging hier um die Karten und die Verbindung der beiden Frauen zueinander und um die Dinge, die Frauen bewegen können, um die persönliche Freiheit, und die Liebesgeschichten waren nett „drumherum“, aber der Roman hätte wunderbar auch ohne funktioniert.
Ja, insgesamt eine richtig gute Story, ein toller Roman, der mich wunderbar unterhalten hat. Ich freue mich auf Ms Marchants nächste Bücher!
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