Produktbild: Wir dachten, wir könnten fliegen

Wir dachten, wir könnten fliegen 19 Geschichten über den Verlust der Arten und die Kraft der Literatur - »Eine erhellende, beglückende Leseerfahrung.« Denis Scheck

5

6,99 € 27,99 € *

inkl. gesetzl. MwSt.

*befristete Preissenkung des Verlages.


Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

22.10.2025

Illustriert von

Barbara Dziadosz

Herausgeber

Matthias Jügler

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

6442 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641338756

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
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  • Seitennummerierung folgt dem gedruckten Werk
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • Landmark-Navigation vorhanden
  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

22.10.2025

Illustriert von

Barbara Dziadosz

Herausgeber

Matthias Jügler

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

256 (Printausgabe)

Dateigröße

6442 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783641338756

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  • Magdalena

    aus Köln

    5/5

    07.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein (nicht nur literarisches) Schmuckstück

    Die Anthologie „Wir dachten, wir könnten fliegen“ wurde von Matthias Jügler herausgegeben. Sie enthält 19 Geschichten über den Verlust der Arten und die Kraft der Literatur, die von renommierten deutschsprachigen und internationalen Autoren und Autorinnen verfasst wurden. Mir haben die Geschichten folgender Autor*innen am besten gefallen: John Ironmonger, Elena Fischer, John Burnside, T.C. Boyle, Alex Capus, Melanie Raabe und Daniela Dröscher (Aufzählung in der Reihenfolge, in der sie abgedruckt sind). Ganz besonders möchte ich die wundervolle Aufmachung des Buches mit wunderschönen Illustrationen von Barbara Dziadosz hervorheben. In seinem Vorwort erläutert Matthias Jügler seinen Beweggrund für die Herausgabe der Anthologie: „Laut WWF sterben jeden Tag 150 bis 200 Pflanzen- und Tierarten aus. Angesichts des Massenaussterbens wollte ich etwas tun, also lud ich Autorinnen und Autoren ein, die ich seit Jahren schätze, über je eine ausgestorbene Tier oder Pflanzenart zu schreiben, um diese für die Dauer der Lektüre wieder zum Leben zu erwecken.“ John Ironmonger erzählt von der Begegnung mit der hundertjährigen Martha Trelawney, die ihm die Geschichte ihrer amerikanischen Vorfahren erzählt, die Taubner waren. Im 19. Jahrhundert gab es im Mittleren Westen sehr viele Männer, die von der Taubenjagd lebten. Sie jagten und töteten Wandertauben, bis sie ganz ausgerottet wurden. Das Ende der Wandertauben war nicht nur auf das Jagen zurückzuführen, sondern vor allem auf eine Praxis, die „Squabbing“ genannt wurde – junge Vögel wurden aus ihren Nestern geholt und zu Taubenpastete verarbeitet. In Elena Fischers Geschichte reproduziert ein Sohn für seine sterbende Mutter den Duft ihrer Lieblingspflanze, den hawaiianischen Berghibiskus. John Burnside schreibt eine berührende Geschichte über den Riesenalk (Pinguinus impennis). Diese Vögel waren in Neufundland bis hin zur Küste Norwegens beheimatet. Sie wurden von Walfängern und Seefängern als Nahrungsmittel genutzt und ihre Federn dienten als Ersatz für Daunenfedern. Herzzerreißend ist Alex Capus‘ Geschichte über den chinesischen Flussdelfin, der in Folge der Industrialisierung in China ausgestorben ist. An den Ufern des Jangtse wurden 400.000 Chemiefabriken gebaut, deren Abflussrohre direkt in den Fluss mündeten. Fische und Delfine starben einen qualvollen Tod. Melanie Raabe schreibt über den St.-Helena-Olivenbaum, aus dessen Blättern ein Mittel gegen Depressionen hergestellt wurde. Daniela Dröscher hat für ihre Geschichte den Formosanischen Wolkenleopard ausgewählt. Der Regenwald, das Zuhause der Großkatzen, wurde abgeholzt, Großwildjäger hatten es auf ihr Fell abgesehen. Sie schreibt über Katzen in der Literatur, wie den Schneeleoparden in Ernest Hemingways Schnee auf dem Kilimandscharo und den Leoparden in Trophäe von Gaea Schoeters und erinnert an die Stummfilmdiven der Zwanzigerjahre, die mit einem Leoparden an der Leine den Sunset Boulevard hinabstolzierten. Gerne empfehle ich euch diese wunderschöne Anthologie weiter und bin sicher, dass jede*r darin Geschichten finden wird, die sein bzw. ihr Herz berühren wird.

  • mari_liest

    5/5

    04.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein kluges & wichtiges Buch

    „Wir dachten, wir könnten fliegen“ hat mich aufgrund von Empfehlungen auf Instagram neugierig gemacht – eine war die von Regina Denk. Beim Reinschnuppern hat mich dann der Ansatz und die Herangehensweise neugierig gemacht. Jügler hat 19 Autor*innen eingeladen, jeweils über eine ausgestorbene Tier- oder Pflanzenart zu schreiben – jedoch nicht als Sachtext, sondern literarisch. So entstehen kurze Texte über Wesen, die einmal Teil unserer Welt waren und heute unwiederbringlich verschwunden sind. Ich fand diese Idee wirklich spannend. Statt trockener Fakten bekommt jede Art eine eigene Atmosphäre, eine Erinnerung, manchmal fast so etwas wie eine Stimme. Manche Texte bleiben nah an der Geschichte der Tiere, andere sind poetischer oder erzählerischer – gerade diese Mischung macht den Band besonders. Wenn man ein bisschen nachliest, merkt man auch: Jügler wollte bewusst kein belehrendes Buch über Artensterben machen. In Interviews wird oft gesagt, dass es ihm eher darum ging, literarische Räume zu öffnen – Räume, in denen man begreift, was verloren gegangen ist. Und genau das funktioniert erstaunlich gut. Beim Lesen hatte ich das Gefühl, durch eine kleine literarische Sammlung ausgestorbener Leben zu gehen: Beutelwolf, Dodo, Wandertaube bis zum Kaspischen Tiger. Manche Texte haben mich mehr gepackt als andere, insgesamt fand ich das Buch wirklich klug und ungewöhnlich, im positiven Sinn. Große Liebe für die Stellersche Seekuh. Kein klassischer Erzählband – eher eine literarische Erinnerung daran, dass unsere Welt einmal größer war. Und dass vieles davon unwiederbringlich verloren ist. Ich wünsche dem Buch viele begeisterte Leser*innen.

  • MarieOn

    5/5

    14.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Von ausgestorbenen Tieren und Pflanzen

    Die Ure gehen den Menschen von jeher aus dem Weg. Die gutmütigen Kolosse bleiben lieber unter sich. Zuerst haben sie sich höflich aus Vorderasien zurückgezogen, dann aus Südeuropa. Elche, Wisenten und Wildpferde sind ihnen die liebsten Nachbarn. In Masowien haben sie noch ein unberührtes Fleckchen gefunden mit Flechten an Baumstämmen, sattgrünem Moos, Fichten und Eschen. Die dichten Blätterdächer der riesigen Eichen bieten ihnen Schutz und der Mensch hält sich von den Sümpfen fern. Doch allmählich gibt es dort immer lichtere, trockenere Stellen, auch Felder, Häuser und Zäune. Menschen brennen alles nieder und zünden sich gegenseitig an. Nervös sind die Uren, kommen gar nicht mehr zur Ruhe, stehen geduckt unter nächtlichem Himmel, warten auf das Morgengrauen, das die Wiesen neblig benetzt und die Pflanzen schön knackig macht. Auf diese schmackhafte Morgenstunde machen sie sich immer aufmerksam. Aber warte! Der Ure erwacht aus seiner tüdeligen Trägheit, fragt sich, wann er zuletzt seinesgleichen gesehen hat. Er wird doch nicht der letzte seiner Art sein? Julia Schoch „Das Feld räumen“ Sie wollten per Schiff nach Japan, um den letzten Honshü-Wolf zu besichtigen. Nun aber saßen sie in einer Pension herum Madame Chafroid, Dottore Malessere, Mister Eugene Crapulence und sie. Sie lasen, spielten Karten, tranken einen kurzen Scharfen und bemerkten, dass sie beobachtet wurden. Mein Herr, rief sie, wenn sie unsere Gesellschaft suchen, müssen sie sich schon etwas bemühen, denn nur durch Glotzen ward noch nie ein festes Band geknüpft … Katerina Polandjan und Henning Fritsch „Die letzte Mazurka Fazit: Matthias Jügler (Maifliegenzeit) hatte die Idee, Geschichten über ausgestorbene Tiere und Pflanzen erzählen zu lassen und hat einen Rundruf gestartet. Die von ihm geschätzten Autorinnen und Autoren ließen sich schnell von seinen Ambitionen überzeugen und so schufen sie 19 Kurzgeschichten. Das Ganze ist liebevoll gestaltet und wird von Bildern der Illustratorin Barbara Dziadosz untermalt. Jede Geschichte widmet sich einem Tier oder einer Pflanze, das/die ein großer Verlust für unser Ökosystem ist. Die Autor*innen haben sich mit dem Wegbrechen des Lebensraumes und der Ausrottung durch den Menschen auseinandergesetzt und ernste, komische, schräge, alles in allem aber liebevolle Beiträge geleistet. Der Auerochse findet einen Raum, die Wandertaube, der Riesenalk und viele mehr. Die Erzähler*innen sind T.C. Boyle, Alex Capus, Daniela Dröscher, Clemens J. Setz, Caroline Wahl, Iris Wolff und viele andere und geben einen schönen Vorgeschmack auf ihre Schreibkünste. Ein wundervoller Erzählband, den man auch gut zu Weihnachten verschenken kann.

  • Bewertung

    4/5

    27.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So wichtig

    Dieses Buch beinhaltet 19 literarische Texte zum Thema Artensterben. Dabei geht es nicht nur um ausgestorbene oder fast ausgestorbene Tiere, sondern auch um Pflanzen. Bekannte Autoren hat sich der Herausgeber hier dazu geholt. So finden wir Beiträge von Daniela Dröscher, Carolin Wahl, T. C. Boyle, Iris Wolff und viele weitere. Die Geschichten könnten kaum unterschiedlicher sein. Mal gibt es etwas skurrile, witzige Geschichten, andere sind eher melancholisch oder auch anklagend. Sie spielen in verschiedenen Zeiten, aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Mich hat ja schon das Vorwort tief berührt. Lt. WWF sterben jeden Tag 150 - 200 Pflanzen- und Tierarten aus. Das ist kaum vorstellbar. Natürlich hat da auch die Evolution ihre Finger mit im Spiel aber die meisten Arten sterben einfach durch uns Menschen aus. Das lässt sich nicht verleugnen. Wir zerstören Lebensräume, bauen immer noch mehr Fabriken, die Gift in die Umwelt lenken. Die Geschichten haben mir alle gut gefallen. Gerade die Geschichten um den chinesischen Flussdelfin und den Riesenalk fand ich sehr bewegend. Die Verbindung in dem Buch zwischen Wissenschaft und Poesie fand ich richtig stark. Überhaupt die Idee eine Sammlung an Texten zum Thema Artensterben zu veröffentlichen, finde ich grandios. Ich hoffe sehr dieses Buch erreicht ganz viele Leser und das Thema Umwelt rückt mehr in den Fokus. Ich empfehle dieses Buch allen Lesern, die sich für Artenschutz und überhaupt für die Tierwelt interessieren.

  • Bewertung

    aus Haltern am See

    3/5

    04.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Flussdelfine und Deutsch*innen

    In der Geschichte mit den Flussdelfinen steckt auf wenigen Seiten eine ganze Menge lesenswerter Gedanken. Übersprungen habe ich den Schuppenkehlmoho. Da ist für mein Empfinden mit "Deutsch*innen" unlesbarer ideologischer Überbau vertreten.

Kundinnen und Kunden meinen

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