Wenn sich die Schatten des Bösen über das Königreich Lómea legen, werden vier jungen Menschen eine Prophezeiung erhalten, die von einer beinahe vergessenen Macht niedergeschrieben wurde. Die Schrift gibt aber nicht nur Anlass zur Hoffnung, sondern prophezeit auch einen Verräter unter den Auserwählten, der dem Gift des Schattenkönigs erliegen wird. Seit vielen Dekaden dringt es schon in die Tiefen des Landes vor und macht nicht einmal vor den Göttern Halt.
Kann es den Auserwählten um Fenin gelingen, gegen das Böse zu bestehen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
5/5
14.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fesselnde Story mit Vorfreude auf mehr
Die Geschichte ist von Beginn an fesselnd und einvernehmend. Das Buch beschreibt die Geschichte von Fenin sehr ausführlich und gibt viele Blicke in sein Leben, Herausforderungen und Entscheidungen, die er sich stellen muss. Zum Ende wird durch den Autor nochmal Spannung aufgebaut mit einem guten Ausblick auf weitere Geschichten.
Definitiv empfehlenswert!
Hannah
4/5
05.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannende Reise, die sich leider am Anfang etwas zieht
Der Autor hat mir das Buch vorab zukommen lassen. Meine Meinung beeinflusst das aber nicht.
“Fenin - Wähle dein Schicksal” handelt allerdings nicht nur vom namensgebenden Fenin, sondern auch von drei weiteren Protagonist:innen, die gemeinsam mit Fenin auserwählt werden, um das Land Lómea zu retten, nachdem der Schattenkönig es langsam aber sicher die Macht im Land an sich reißt. Zwei von den Auserwählten bekommt eine besondere Aufgabe zuteil: Einer hat das Potenzial, das Land zu vereinen und den Frieden zu sichern, der andere wird die anderen verraten und könnte das Land final dem Untergang weihen.
Die Protagonist:innen könnten alle kaum unterschiedlicher sein. Was sie allerdings vereint, ist, dass sie alle aus ihrer Heimat fliehen müssen. Fenin verlässt gemeinsam mit seinem besten Freund John sein Dorf nach einem tödlichen Unfall, Emiras wird als kleines Kind vom Stadtherren gefangen genommen und schafft es, mithilfe des Wächters Tiuri aus dem Gefängnis zu fliehen. Nael ist der Sohn von Graf Stallion, der sich allerdings nicht wirklich für seinen Sohn interessiert und schlussendlich seinen Lehrer einsperrt, was Nael dazu bringt zu fliehen. Und Ofelia flieht vor ihrem gewalttätigen Vater. Diese doch eher tragischen Schicksale sorgen dafür, dass man um so mehr mit den vier Auserwählten mitfiebert und sich schlussendlich fragt, wer der vier die Gruppe verraten wird.
Ich muss zugeben, bei der Story rund um Ofelia, besonders weil es sich dabei um ziemlich harte Themen handelt (Suchtkrankheit, häusliche Gewalt, Missbrauch), hätte ich mir vorab eine kleine Contentwarnung gewünscht, sodass man ungefähr weiß, worauf man sich einlässt. Besonders vor dem Hintergrund, dass sich das Buch eher im Jugendbereich ansiedelt. Allerdings muss man dazu auch sagen: Ich habe eine Vorabversion des Buchs gelesen, es kann also sein, dass das in der verlegten Fassung nachgeholt worden ist.
Die Idee, wie die unterschiedlichen Handlungsstränge funktionieren, ist für mich auch super spannend. Ich würde sie erst einmal in zwei Kategorien unterteilen: die Reise der vier Auserwählten in das Land Meletyalda und die Handlung in Meletyalda. Die Handlung dreht sich vor allem um Fenin, daher auch der Name der Story. Während der Reise “weben” sich die Handlungsstränge ziemlich nahtlos in die Haupthandlung ein. Das geschiet vor allem durch die allwissende Erzählperspektive. Nicht nur die Perspektiven- auch die Ortswechsel stören den Lesefluss gar nicht.
Für mich hat sich der Teil mit der Reise aber etwas gezogen. Fenin erlebt an sich schon sehr viel auf den ersten 400 Seiten, dazu kommen die Hintergrundgeschichten der anderen drei, plus ein Rückblick auf Ethan … Ich weiß, dass das alles für die Story relevant ist, aber ich habe mir hier und da doch etwas weniger Action gewünscht :D. Dieses Gefühl legt sich aber in Meletyalda, ab da gefällt mir der Pace und die Menge der Action ziemlich gut.
Der Schreibstil war für mich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Die Sätze sind etwas länger und komplexer, als ich gewohnt bin (was nichts Schlechtes ist) und auch die Erzählerperspektive war vorerst ungewohnt (die meisten Bücher, die ich lese, sind aus einer personalen Perspektive). Aber das ist keine Kritik, nur eine kleine Anmerkung am Rande. Ich hab mich schnell reingefunden und mag vor allem die Bildsprache im Buch sehr.
Nach dem Lesen brennen mir noch einige Fragen unter den Fingern, sodass ich mich freue, dass Marcel Band 2 schon geschrieben hat, hehe. Denn ich brauche Antworten!
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