Moni Kosinsky und Mathe, das passt auf den ersten Blick gar nicht zusammen. Denn Moni ist Anfang 50, hat diverse Nebenjobs und hütet voller Selbstaufgabe ihre drei Enkel, während Tochter Püppi beim Discounter an der Kasse sitzt. Aber trotzdem erfüllt sie sich einen Lebenstraum und beginnt, Mathematik zu studieren. Auch für Oscar, einen Überflieger mit autistischen Zügen aus gutbürgerlichem Hause, ändert sich alles, als er im Hörsaal auf Moni trifft – denn obwohl die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten, findet er in ihr eine Freundin, die seinem Leben eine entscheidende Wendung gibt.
Selten habe ich mich so amüsiert und gleichzeitig lebhafte Bilder eines teilweise abstrusen Geschehens sofort vor Augen gehabt. Einfach eine tolle Geschichte von Mut und dem Nicht-Verzagen im Leben.
Ich und höhere Mathematik? Sagen wir so: Wir pflegen seit Jahrzehnten eine respektvolle Fernbeziehung. Umso erstaunlicher, dass ausgerechnet ein Roman voller Zahlen, Formeln und mathematischer Gedankengänge bei mir für derartige Begeisterung sorgen würde.
«Pi mal Daumen» hat mich komplett erwischt.
Oscar ist ein mathematisches Ausnahmetalent, herrlich eigen, sozial nicht unbedingt mit serienmässig eingebautem Navigationssystem ausgestattet – und in meinem Kopf sass beim Lesen verdächtig oft Sheldon Cooper mit am Tisch. Dann trifft er auf Moni, die mit Anfang fünfzig noch einmal beschliesst, Mathematik zu studieren und damit so ziemlich das Gegenteil von Oscar verkörpert.
Und diese Kombination ist einfach grossartig.
Ich habe gelacht, mitgedacht, gestaunt und mich zwischendurch tatsächlich freiwillig mit Mathematik beschäftigt.
Alina Bronsky schafft etwas, das ich bei Büchern besonders liebe: Ihre Figuren dürfen speziell, schrullig, widersprüchlich und wunderbar menschlich sein, ohne dass ihre Eigenheiten permanent erklärt oder entschuldigt werden müssen. Der Humor ist trocken, klug und manchmal so herrlich beiläufig, dass mich manch ein Satz erst zwei Sekunden später erwischt hat.
Und unter all dem Witz steckt aber auch unglaublich viel zwischenmenschliche Wärme. Es geht um selbstlose Hilfsbereitschaft, Vorurteile, unterschiedliche Lebenswelten, Begabung, Bildung und darum, dass ein Mensch manchmal ganz anders sein kann, als unsere vorschnell aufgestellte Gleichung behauptet.
Vielleicht ist genau das meine liebste Erkenntnis aus diesem Buch: Man muss einen Menschen nicht vollständig analysieren können, um ihn grossartig zu finden.
Meine Leseempfehlung? Unbedingt! Und zwar ausdrücklich auch für Menschen, die beim Wort «Mathematik» normalerweise bereits innerlich nach dem Notausgang suchen. Für alle, die trockenen Humor, herrlich eigenwillige Figuren und ungewöhnliche zwischenmenschliche Geschichten mögen, geht meine Rechnung jedenfalls ganz wunderbar auf: volle Punktzahl!
Bewertung
5/5
20.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
potentielles Lieblingsbuch
Ich bin selbst Mathematik-Studentin und fand dieses Buch einfach grandios! Der Alltag, die Charaktere... es war wirklich sehr treffend beschrieben und dabei spannend und total witzig. Sehr kurzweilig.
Dieses Buch ist eine ganz klare Empfehlung!
Bewertung
5/5
28.02.2026
Gebrauchtbuch (Gebundene Ausgabe)
Endlich wieder lachen!
Dieses Buch ist wundervoll geschrieben! Ich lache selten, wenn ich lese, Alina Bronsky hat mich allerdings oft zum Lachen gebracht. Ich empfehle jeder Person dieses Buch, die ‘anders’ sein mag.
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5/5
12.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Diese Rechnung geht auf!
Moni und Oscar, zwei ganz verschiedene Menschen (Alter, Status), treffen auf der Universität im Fachgebiet Mathematik aufeinander.
Eine Geschichte über eine sehr, sehr ungewöhnliche Freundschaft.
Ich mag diesen warmherzigen, teils witzigen Schreibstil.
Wer noch dazu in Mathematik dazulernen will, kommt hier voll auf seine Rechnung.
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5/5
01.09.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Außergewöhnliche Freundschaft.
Moni ist dreifache Oma, bedient viele Klischees, hat ein großes Herz und wagt es mit ihren 50 Jahren heimlich Mathematik zu studieren. Im Hörsaal wird sie zunächst belächelt, dann ist sie der Star der Vorlesungen. Sie freundet sich mit dem 16-jährigen Oscar an, der scheinbar aus einer anderen Welt stammt. Eine sehr witzige, berührende Geschichte voller Herzenswärme.
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4/5
05.12.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn zwei Welten aufeinandertreffen
Hierbei handelt es sich um eine äußerst interessante Konstellation: ein junges Genie aus gutem Hause und eine emphatische Frau in reifen Jahren aus der unteren Mittelschicht treffen im Mathematik-Studium aufeinander. Ersterer fühlt sich dazu berufen, aus seiner Kommilitonin ein persönliches Sozialprojekt zu machen und hilft ihr durchs Studium, wobei er nicht an ihren Erfolg glaubt - oft ziemlich unbeholfen, da es ihm an Sozialkompetenzen mangelt. Im Laufe der Geschichte aber merkt der junge Student, dass mehr in ihr steckt als nur Hausfrau, Oma und Teilzeitkraft zu sein. Es ist sehr unterhaltsam und leicht zu lesen.
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4/5
31.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Erfrischend anders
Wer hätte gedacht, dass ein Buch über Mathematik so herzerwärmend sein kann? Monis Freundschaft mit dem Mathegenie Oscar ist witzig, herzlich und vor allem erfrischend anders. Ein Roman über Freundschaft, Familie, Mathematik und den Mut seinen eigenen Weg zu gehen. Denn wie Monis Geschichte zeigt ist es nie zu spät seinen Traum zu verwirklichen.
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4/5
16.08.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der Traum vom Mathestudium!
Moni ist bereits 3fache Oma, hat mehrere Jobs und liebt schrille Outfits und Makeup. Oscar ist 16, hochbegabt & leicht authistisch. Beide haben den großen Traum vom Mathestudium. Oscar ist anfangs noch sehr skeptisch, doch mit der Zeit muss er feststellen, dass er die Vorurteile revidieren muss. Und dass Moni mehr drauf hat, als er dachte.
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