Nel 1997 due gruppi di ricerca - uno diretto da Anton Zeilinger a Vienna, l'altro da Francesco De Martini a Roma - riuscirono a teletrasportare un singolo fotone, cioè a trasferire lo stato fisico da una particella a un'altra particella lontana dalla prima. Un'impresa che fino ad allora sembrava un'idea strampalata, concepibile solo in un film di fantascienza. Per ora nessuno sa se il teletrasporto si potrà realizzare anche per atomi e molecole, o addirittura per oggetti macroscopici; ma questo primo passo dischiude orizzonti inimmaginabili fino a pochi decenni fa. In questo libro, l'autore fa il punto sulla fisica quantistica, indicando i rivoluzionari effetti che contraddicono radicalmente la nostra esperienza sensoriale.
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Raumzeitreisender
aus Ahaus
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16.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Zwischen Wirklichkeit und Möglichkeit - die seltsame Welt der Quantenphysik
Ich glaube nicht, dass Robert Musil in seinem Klassiker "Der Mann ohne Eigenschaften" an die Besonderheiten der Quantnenphysik gedacht hat, als er thematisierte, dass es neben einem Wirklichkeitssinn auch einen Möglichkeitssinn geben muss, aber er bewegte sich in einer (literarischen) Begriffswelt, die zur Quantenphysik passt. Ohne Beobachtung existieren keine Eigenschaften; durch Beobachtung konkretisiert sich eine Wirklichkeit aus einem Fundus an Möglichkeiten.
Physikprofessor Anton Zeilinger hat mit seinen "Teleportations"-Experimenten die Quantenphysik in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Mittels verschränkter Photonen übertrug er Quantenzustände von einer Seite der Donau zur anderen Seite. Um halbwegs zu verstehen, was dort experimentell gezeigt wurde, ist es erforderlich, sich mit den Eigenheiten der Quantenphysik zu beschäftigen. Das Buch liefert die notwendigen Grundlagen in allgemein verständlicher Form ohne Formeln.
Die Quantenphysik ist so merkwürdig, dass Albert Einstein, einer der Wegbereiter dieser Theorie, sich Zeit seines Lebens weigerte, diese als letztgültige Beschreibung der realen Welt anzuerkennen. Ihm behagte nicht, dass der Zufall, und zwar kein subjektiver, sondern ein objektiver Zufall, Einzug in die Wissenschaft gehalten hatte. Dennoch hat die Quantentheorie bislang sämtliche Falsifikationsversuche unbeschadet überstanden.
Autor Zeilinger erläutert den Welle-Teilchen-Dualismus, geht kurz auf die historische Entwicklung ein (Elektromagnetismus, Hohlraumstrahlung, Schrödingergleichung, Heisenbergsche Unschärfebeziehung etc.), thematisiert ausführlich das Doppelspaltexperiment und erläutert typische Begriffe aus der Quantenphysik wie Superposition, Verschränkung, Dekohärenz und Komplementarität.
Die Ausführungen zum Doppelspaltexperiment sind recht dominant, führen aber dazu, dass die Eigenarten der Quantenphysik deutlich werden. Dafür kommen die (denkbaren) Anwendungen (Quantencomputer, Quantenkommunikation, Quantenkryptographie etc.) etwas zu kurz. Zum Thema Komplementarität und der philosophischen Einordnung empfehle ich ergänzend das Buch "Der Teil und das Ganze" von Heisenberg.
Anton Zeilinger präsentiert sich als sachlicher Aufklärer schwieriger naturwissenschaftlicher Erkenntnisse. Er ist weniger der fesselnde Vermittler wie z.B. Feynman oder Gribbin. Auch habe ich bildhafte Beschreibungen, wie sie für Greene typisch sind, vermisst. Dennoch gilt: Seine allgemeinverständlichen Ausführungen überzeugen und es ist positiv festzuhalten, dass er zahlreiche Experimente beschreibt und nicht zu (esoterischen) Grenzüberschreitungen neigt, auch wenn das Thema dazu verleiten könnte.
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