Produktbild: The Paris Express

The Paris Express A Novel

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Simon + Schuster LLC

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,9/13,7/2,1 cm

Gewicht

236 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-1-66808-280-5

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.03.2026

Verlag

Simon + Schuster LLC

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,9/13,7/2,1 cm

Gewicht

236 g

Sprache

Englisch

ISBN

978-1-66808-280-5

Herstelleradresse

Libri GmbH
Europaallee 1
36244 Bad Hersfeld
DE

Email: gpsr@libri.de

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Sehr unterhaltsamer historischer Roman

Johanna aus München am 12.06.2026

Bewertungsnummer: 3166280

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„A railway carriage is as intimate as a dinner party, but one with no host and guests assembled at random.” „The Paris Express“ (2025) ist eine kurzweilige, historischen Ereignissen nachempfundene Geschichte über eine Bahnfahrt. Ein Roman in sieben Haltestellen. Es geht vom „Monaco des Nordens“, von Granville in der Normandie, nach Paris. Die Geschichte spielt im Jahr 1895. Die Zugreise - ein klassisches literarisches Setting: das ganze Leben auf engstem Raum. Hier ist das als Gesellschaftsroman und Zeitbild interpretiert. Eine Anarchistin steigt in Granville ein. Sie hat eine selbstgebastelte Bombe in ihrem Henkelmann. Keiner weiß es. Eine Schicksalsgemeinschaft sitzt nichtsahnend im Zug. Fahrer und Heizer drücken aufs Tempo. Man könnte einen Thriller vermuten, einen Kriminalroman wie „Mord im Orient-Express“ (1934) von Agatha Christie. So verfährt Emma Donoghue aber nicht. Sie entfaltet vielmehr ein Panorama der französischen Gesellschaft zur Jahrhundertwende, verwebt historische und erfundene Figuren und erzählt dazu die aufregende Geschichte der Expressfahrt nach Paris, wie sie sich abgespielt haben könnte. Wenn man sich die Spannung nicht verderben will, googelt man die tatsächlichen historischen Abläufe erst nach der Lektüre. Und seiner Klasse (zugtechnisch wie gesellschaftlich) entkommt man auch nicht. Natürlich ist die Dritte Klasse am dichtesten bevölkert. Da sitzt die bretonische Fischersfrau, die ihre Austern für Paris im Gepäck hat, neben der alten Exilrussin, die schon bald ahnt, was das Mädchen mit den aufrührerischen Reden in ihrer „Warmhaltebox“ mit sich führt. Im Nachbarwaggon verkauft ein fliegender Händler aus dem Kaffee-Tank, den er auf dem Rückenträgt, heißen, später lauwarmen Kaffee, mit Aufpreis für Milch und Schnaps. Der irische Autor John Millington Synge traut sich kaum, die schöne Annah Lamor anzusprechen, das mondäne Halbweltmädchen aus Paris, das auch mal Modell für Gauguin war. Es gibt belgische Tagelöhner, einen kambodschanischen Studenten, einen Priester, einen Missionar, einen unbegleiteten kleinen Jungen … Und fast jeder und jede hat eine Geschichte (auch der Fahrer, der Heizer und die beiden Zugbegleiter) – auch wenn sie nur zwei Sätze lang ist. … Ein sehr unterhaltsamer, gesellschaftskritischer Roman, der auch dazu anregt, sich mit den historischen Figuren zu beschäftigen, die Donogue so fein beschreibt. Manchmal habe ich über der Fülle der Figuren beim Wechsel des Waggons etwas den Überblick verloren, aber immer wiedergefunden. Schließlich können die Passagiere im Abteil ja nicht verloren gehen.

Sehr unterhaltsamer historischer Roman

Johanna aus München am 12.06.2026
Bewertungsnummer: 3166280
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

„A railway carriage is as intimate as a dinner party, but one with no host and guests assembled at random.” „The Paris Express“ (2025) ist eine kurzweilige, historischen Ereignissen nachempfundene Geschichte über eine Bahnfahrt. Ein Roman in sieben Haltestellen. Es geht vom „Monaco des Nordens“, von Granville in der Normandie, nach Paris. Die Geschichte spielt im Jahr 1895. Die Zugreise - ein klassisches literarisches Setting: das ganze Leben auf engstem Raum. Hier ist das als Gesellschaftsroman und Zeitbild interpretiert. Eine Anarchistin steigt in Granville ein. Sie hat eine selbstgebastelte Bombe in ihrem Henkelmann. Keiner weiß es. Eine Schicksalsgemeinschaft sitzt nichtsahnend im Zug. Fahrer und Heizer drücken aufs Tempo. Man könnte einen Thriller vermuten, einen Kriminalroman wie „Mord im Orient-Express“ (1934) von Agatha Christie. So verfährt Emma Donoghue aber nicht. Sie entfaltet vielmehr ein Panorama der französischen Gesellschaft zur Jahrhundertwende, verwebt historische und erfundene Figuren und erzählt dazu die aufregende Geschichte der Expressfahrt nach Paris, wie sie sich abgespielt haben könnte. Wenn man sich die Spannung nicht verderben will, googelt man die tatsächlichen historischen Abläufe erst nach der Lektüre. Und seiner Klasse (zugtechnisch wie gesellschaftlich) entkommt man auch nicht. Natürlich ist die Dritte Klasse am dichtesten bevölkert. Da sitzt die bretonische Fischersfrau, die ihre Austern für Paris im Gepäck hat, neben der alten Exilrussin, die schon bald ahnt, was das Mädchen mit den aufrührerischen Reden in ihrer „Warmhaltebox“ mit sich führt. Im Nachbarwaggon verkauft ein fliegender Händler aus dem Kaffee-Tank, den er auf dem Rückenträgt, heißen, später lauwarmen Kaffee, mit Aufpreis für Milch und Schnaps. Der irische Autor John Millington Synge traut sich kaum, die schöne Annah Lamor anzusprechen, das mondäne Halbweltmädchen aus Paris, das auch mal Modell für Gauguin war. Es gibt belgische Tagelöhner, einen kambodschanischen Studenten, einen Priester, einen Missionar, einen unbegleiteten kleinen Jungen … Und fast jeder und jede hat eine Geschichte (auch der Fahrer, der Heizer und die beiden Zugbegleiter) – auch wenn sie nur zwei Sätze lang ist. … Ein sehr unterhaltsamer, gesellschaftskritischer Roman, der auch dazu anregt, sich mit den historischen Figuren zu beschäftigen, die Donogue so fein beschreibt. Manchmal habe ich über der Fülle der Figuren beim Wechsel des Waggons etwas den Überblick verloren, aber immer wiedergefunden. Schließlich können die Passagiere im Abteil ja nicht verloren gehen.

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The Paris Express

von Emma Donoghue

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