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Produktbild: Wilde Häuser

Wilde Häuser

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.03.2026

Herausgeber

Claudia Glenewinkel + weitere

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,3/13,1/2,2 cm

Gewicht

395 g

Farbe

Terracotta

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Claudia Glenewinkel + weitere

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96999-493-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.03.2026

Herausgeber

Verlag

Steidl Verlag

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

21,3/13,1/2,2 cm

Gewicht

395 g

Farbe

Terracotta

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

  • Claudia Glenewinkel
  • Hans-Christian Oeser

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96999-493-1

Herstelleradresse

Steidl GmbH & Co.OHG
Düstere Straße 4
37073 Göttingen
DE

Email: mail@steidl.de

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  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    10.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr atmosphärisch

    WILDE HÄUSER Colin Barrett CT: 19.03.26 Im Westen Irlands liegt die Kleinstadt Ballina in angespannter Stimmung: Das Wochenende des großen Festivals steht bevor. Nicky und ihr Freund Doll besuchen eine Party. Es wird Whiskey getrunken, geknutscht und gestritten — bis Doll die Feier wütend verlässt und nie zu Hause ankommt. Erst einige Tage später wird klar, dass er von zwei Kleinganoven entführt wurde. Doll soll für seinen Bruder Cillian geradestehen, den Kleindealer der Stadt, der bei seinem Boss noch eine offene Rechnung hat. Die Entführer, Gabe und Sketch Ferdia, verstecken Doll im Haus von Dev. Der gutmütige junge Mann hat vor einem Jahr seine Mutter verloren und verlässt seitdem kaum noch das Haus, außer für Spaziergänge mit dem Hund. Dev war schon immer ein Außenseiter. Freunde hatte er nie, obwohl er sich immer danach sehnte. Nun scheint sich ihm endlich die Möglichkeit zu bieten, Teil einer Gruppe zu sein. Doch seine Sanftmütigkeit steht ihm dabei immer wieder im Weg. Wie die Geschichte endet, solltet ihr besser selbst herausfinden. Colin Barretts neuester Roman Wild Houses wurde mehrfach nominiert und ausgezeichnet. Unter anderem stand er auf der Longlist des Booker Prize 2024. Die liebe @carola und ich sind in unserem ersten #buddyread nahezu atemlos durch die Seiten geflogen und tief in das düstere Drogenmilieu Ballinas eingetaucht. Barrett zeichnet seine Figuren nicht mit großen bildhaften Beschreibungen, sondern erschafft vielmehr eine bedrückende Atmosphäre, die ihre Hoffnungslosigkeit spürbar macht. Ähnlich wie in den Büchern von Claire Keegan aus dem Steidl Verlag dominiert auch hier eine allgegenwärtige Perspektivlosigkeit. Fazit: Ein spannender und atmosphärischer Roman, der das Leben im Westen Irlands eindrucksvoll einfängt. Fesselnd geschrieben, auch wenn ich mir beim Plot am Ende noch etwas Größeres gewünscht hätte. Große Leseempfehlung! 4,5/5

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    4/5

    22.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wilde Häuser, wilder Ritt

    Doll English wird entführt, die zwei Kleinstadt-Gauner Gabe und Sketch Ferdia bringen den Jungen raus aus der Stadt zu ihrem Cousin Dev Hendrick, der seit dem Tod seiner Mutter zusammen mit deren Hund ziemlich zurückgezogen lebt. Dolls Freundin Nicky macht sich auf die Suche nach ihm und bald steckt sie mittendrin in dem Schlamassel, den der Bruder ihres Freundes ausgelöst hat und muss eine Entscheidung treffen, um zu dessen Rettung beizutragen. - »Er wusste, von außen betrachtet wirkte alles klein und armselig, aber er hatte einen Weg gefunden, sein eigenes Leben zu leben. Und dann waren die Ferdias gekommen. Hatten sich Stück für Stück in sein Leben eingeschlichen und jetzt auch noch den Jungen mitgebracht. Ihr Eindringen hatte alles aus dem Gleichgewicht gebracht.« (Seite 111) - Das war ein wilder Ritt, dieser Einblick in die wilden Häuser. Erst geschah die Tat, dann erfuhr ich die Einzelheiten davor und letztendlich den Grund für dieses ganze Durcheinander, das folgte. Wer waren die Menschen, die beteiligt waren, wie kamen sie dahin, wo sie gelandet sind? Kaputte Existenzen, beschädigte Seelen und skrupellose Männer - dies alles vermischt, ergab eine interessante Geschichte über das Leben und ein bisschen auch dessen Sinn. Einmal falsch abgebogen und schon ist das Unglück da, auch dann, wenn man sich aus allem raushält, auch dann, wenn man damit nichts zu tun haben will. Das Böse findet seinen Weg, das Gute aber möchte ebenso dahin. Lesenswert!

  • MarieOn

    4/5

    06.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dicht und atmosphärisch

    Dev liegt auf dem Sofa, die Kopfhörer auf den Ohren. Schräg gegenüber im Sessel, den früher seine Mutter für sich beanspruchte, die Promenadenmischung Georgie. Ein in die Jahre gekommener räudiger Köter mit schlechter Laune, fettem Überbiss und immerzu flehentlichem Blick. Georgie hat seiner verstorbenen Mutter gehört und war nie Devs Freund. Da er jedoch akzeptiert, dass Dev nun das Sagen hat und Herr über das Dosenfutter ist, führt er Devs Befehle aus, sofern sie energisch genug herausgebellt kommen. Schluss jetzt!, dämmt Dev Georgies Gekläffe ein. Die Scheinwerferlichter eines Autos gleiten über die Wohnzimmerwände. Dev steht auf und schiebt die Vorhänge zur Seite. Er erkennt den Wagen seines Cousins Gabe Ferida. Er hält an, steigt aus, gefolgt von seinem Bruder Sketch. Sie zerren einen Jugendlichen von der Rückbank und scheuchen ihn zur Hintertür. Dev öffnet und sieht in ein blasses Gesicht. Sketch ist zwei Jahre älter als Dev. Seine trainierten Oberarme sind übersät mit Tätowierungen. Sein Kinn ist kantig, die blauen Augen leuchten launisch. Wenn ihm danach ist, zieht er Schwachköpfen eins über. Gabe ist vierzig, sieht aber zehn Jahre älter aus. Er besteht aus Haut und Knochen. Sein langes vernarbtes Gesicht rahmt die tief in den Höhlen liegenden Augen ein. Zehn Jahre Heroin hatten ihm übel mitgespielt. Gar nicht einfach in der tiefsten Provinz Irlands so draufzukommen. Sie arbeiten für einen Typen namens Mulrooney. Kommen immer mal wieder bei Dev reingeschneit und bringen Pakete, die Dev dann wahlweise im Keller oder der Scheune unterbringt, bis sie wieder abgeholt werden. Dev bekommt dafür ein bisschen Geld. Jetzt sitzt der Junge in seiner Küche, weil sein Bruder die Feridas abgezockt hat. Dreizehn Riesen schuldet er Mulrooney und Sketch und Gabe werden sie eintreiben, egal wie. Fazit: Colin Barrett, mehrfach ausgezeichneter Autor, hat das Porträt dreier Kleinstadtganoven gezeichnet. Die Feridabrüder verticken Drogen, der behäbige Cousin Dev bietet sein Haus als Lager an. Eigentlich will Dev, der keine sozialen Kontakte hat, nur seine Ruhe. Doch dann schleppen sie ihm eine Geisel ins Haus, um von dessen Bruder zu erpressen, was ihnen zusteht. Die Mutter der Geisel setzt seinen Bruder unter Druck, der das Dilemma zu verantworten hat. Ich erfahre Devs Hintergründe und warum er unter Panikattacken leidet. Im Laufe der Geschichte nimmt die Geisel Einfluss auf den konfliktscheuen Dev und rettet damit ihr Leben. Der Autor hat die Gabe, szenisch zu schreiben, was die Geschichte atmosphärisch und dicht macht. Manchmal wurden mir die detaillierten Umgebungsbeschreibungen etwas viel, dennoch liest sich das Buch, als würde man einen Film schauen. Das war gute Unterhaltung und für alle Krimifans, die einen besonderen Schreibstil mögen genau das richtige Buch. Nicht zu vergessen, das Cover, die gesamte Umschlaggestaltung ist, wie bei allen gebundenen Steidl Büchern wieder ein besonderes Zusatzbonbon.

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