Kannst du ihn in dein Leben lassen, selbst wenn dein Herz gebrochen ist? Schon eine halbe Ewigkeit begleitet Lexie ihr Glas der Wünsche, das ihre tief verborgenen Sehnsüchte enthält. Und fast genauso lange hat sie ihren Vater weder gesehen noch gesprochen. Als sie unerwartet die Nachricht seines plötzlichen Todes erreicht, ist sie zunächst am Boden zerstört. Doch Lexies Vater hat ihr ein Vermächtnis hinterlassen: Ein Jahr lang soll sie gemeinsam mit Theo sein florierendes Reiseunternehmen in Bath leiten. Theo, der nicht nur unfassbar gutaussehend, sondern auch unwiderstehlich ist … Er könnte Lexies Herz aus Eis zum Schmelzen bringen. Was sie jedoch nicht weiß: Ihr Vater hat nicht nur sein Erbe, sondern auch ein großes Geheimnis vor ihr verborgen. Ungekürzte Lesung mit Judith Mosler
9h 46min
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Über das Loslassen und Weitergehen
ancla_books4life aus Schwerte am 01.02.2026
Bewertungsnummer: 3032884
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Willst du wieder leben oder nur überleben?“
**** Mein Eindruck ****
In dieser Geschichte begleiten wir Flo und seine Freundin Betty auf dem Weg in seine Heimat zu seinen Eltern. Das Verhältnis scheint zunächst gut zu sein – mehr weiß Betty allerdings nicht. Erst nach und nach wird ihr und uns Lesenden bewusst, welcher Vergangenheit sich Flo stellen muss und wie stark ihn seine Kindheit bis ins Erwachsenenalter hinein geprägt hat. Die Geschichte ist nah am Zahn der Zeit und spiegelt innere Muster wider, die viele von uns kennen: eine Generation, der es schwerfiel, Liebe zu zeigen, und eine nachfolgende Generation, die mehr Liebe gebraucht hätte – und im Erwachsenenalter oft kaum loslassen kann, um wirklich nach vorn zu schauen. Das Buch hält dabei keinen Spiegel mit erhobenem Zeigefinger vor, sondern regt sanft zur Selbstreflexion an. Innerhalb der Erzählung finden sich Gedanken und Impulse, die Selbsterkenntnis fördern und lange nachwirken. Betty und Flo sind sympathische, nahbare Figuren. Wie tief man sich selbst emotional involviert, bleibt den Lesenden überlassen. Dennoch sollte man dieses Buch mit etwas Vorsicht lesen, wenn man sich gerade in einer sehr schweren persönlichen Phase befindet. Es ersetzt keine professionelle Hilfe – erhebt diesen Anspruch jedoch auch zu keiner Zeit.
Ich hätte mir stellenweise mehr Zeit mit der Geschichte und den Figuren gewünscht. Der Fokus liegt klar auf der Bedeutsamkeit der Themen und weniger auf einer ausgedehnten Erzählung, wodurch sich das Tempo für mich manchmal etwas ruckelig anfühlte – zu schnell, zu viel auf einmal. Dennoch kommt das, was gesagt werden möchte, sehr klar zur Geltung und hat in mir etwas zum Klingen gebracht.
**** Empfehlung? ****
Ein nachdenkliches Buch für Leser:innen, die sich mit Herkunft, Prägung und emotionalem Weitergehen auseinandersetzen möchten. Es lädt zum Innehalten ein und kann wichtige Denkanstöße geben.
Ein emotionaler Roman voller Wärme, Hoffnung und innerem Wachstum
Kathrin Wagner von Katis-Buecherwelt aus Witten am 21.01.2026
Bewertungsnummer: 3018726
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Zum Cover:
Schon beim ersten Blick hat mich das Cover sofort in eine winterliche Wohlfühlstimmung versetzt. Besonders der perlmuttfarbene Überzug, der im Licht zart schimmert und die Farben lebendig wirken lässt, macht das Buch zu einem echten Blickfang. Das sanfte Grün, durchzogen von funkelnden Lichtpunkten, Schneeflocken und einem Hauch von Magie, erinnert an einen leuchtenden Dezemberhimmel. Wunderschön harmoniert dazu der weiße, geschwungene Titelschriftzug, der sich elegant und weich in diese Farbwelt einfügt.
Im unteren Bereich öffnet sich eine romantische Winterkulisse: eine verschneite Brücke, ein alter Laternenmast und ein Paar, das sich liebevoll in den Armen hält. Dieser ruhige Moment voller Nähe verstärkt das warme, verträumte Gesamtgefühl des Covers.
Ein stimmiges, atmosphärisches Cover, das mich mit seinem perlmuttfarbenen Glanz und der winterlichen Gestaltung sofort angesprochen hat.
Meine Meinung:
“Mein Dezember mit dir” von Emily Stone hat mein Herz tief berührt – von der ersten Seite an wusste ich, dass mich hier eine ganz besondere Reise erwartet.
Lexie war mir von Beginn an sehr sympathisch. Ihre offene, mutige Art zieht einen sofort hinein – auch wenn ich ihre kleinen Notlügen gegenüber ihrer Mutter und ihrer Freundin nicht immer ganz nachvollziehen konnte. Besonders ihr Schmerz über die Trennung ihrer Eltern war greifbar und sehr berührend. Ebenso ihre innere Zerissenheit gegenüber ihrer Halbschwester Rachel, die eine ganz andere Version ihres gemeinsamen Vaters erlebt hat. Dies zu akzeptieren, fiel Lexie sichtlich schwer – und genau das machte sie menschlich.
Wunderschön zu beobachten war, wie zwischen den Schwestern Stück für Stück ein zartes Band entsteht. Ein Band, das aus Unsicherheit wächst, durch Verständnis stärker wird und irgendwann zu echter Nähe führt.
Rachel selbst ist eine sehr emotionale Figur, deren Trauer tief unter die Haut geht. Auch sie trägt ihr eigenes Päckchen mit sich herum und hofft zugleich – vielleicht sogar unbewusst – auf Unterstützung von Lexie. Die Dynamik zwischen den beiden hat mich oft bewegt.
Theo hingegen steht als engagierter Mitarbeiter mitten im Druck der Firma. Er möchte Richards Erbe bewahren – koste es, was es wolle – und fühlt sich verpflichtet, seinen Platz gut auszufüllen. Lexies anfängliche Ablehnung gegenüber der Firma macht es ihm nicht leicht, und doch wächst zwischen ihnen langsam ein zarter Funken der Zuneigung. Die Liebesgeschichte entwickelt sich ruhig, natürlich und mit wunderbaren prickelnden Momenten.
Ein echter Herzenscharakter war für mich Ange – die gute Seele von R+L Travels. Sie hält alles zusammen, unterstützt jeden, und ohne es zu erzwingen, bringt sie Lexie und Theo durch liebevolle Schubs-Momente immer wieder auf den richtigen Weg.
Besonders gefallen haben mir die gemeinsamen Reisen nach Frankreich, Madrid und Island. Die Beschreibungen waren so bildhaft, dass ich das Gefühl hatte, gemeinsam mit Lexie durch kleine Gassen zu schlendern, neue Kulturen zu entdecken oder in einem Café innezuhalten. Diese Reiseelemente haben der Geschichte eine unglaublich lebendige Tiefe gegeben.
Auch das Treiben in der Firma selbst war spannend zu verfolgen. Zu sehen, wie Lexie sich immer mehr darauf einlässt, Verantwortung übernimmt und beginnt, sich um die Mitarbeiter zu sorgen, fand ich sehr authentisch. Ihre Entwicklung war nicht immer glatt, sondern geprägt von Ecken und Kanten – doch genau das macht sie so überzeugend.
Besonders berührt hat mich das Wunschglas, eine liebevolle Tradition zwischen Lexie und ihrem Vater Richard. So einfach, und doch so zauberhaft. Ein Glas voller kleiner Wünsche, Erinnerungen und Hoffnungen – ich kann mir gut vorstellen, selbst so ein Glas zu führen.
Das Buch ist kein klassischer Weihnachts- oder Winterroman, sondern begleitet seine Figuren über ein ganzes Jahr hinweg. Dadurch entsteht ein intensiver, natürlicher Verlauf, der Themen wie zweite Chancen, Trauer, Abschiednehmen und Neuanfänge sehr feinfühlig miteinander verbindet.
Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und vor allem emotional. Ich war beim Lesen komplett drin, habe mitgefiebert, mitgefühlt und an vielen Stellen innegehalten. Die Nebenfiguren fügen sich stimmig ein und geben der Geschichte zusätzlichen Tiefgang.
Diese Story hat mein Herz wirklich berührt – und ich denke, sie wird noch lange in mir nachklingen. Ich habe mich unglaublich wohl und angekommen in dieser Welt gefühlt und möchte definitiv mehr von der Autorin lesen.
Fazit:
Ein emotionaler Roman voller Wärme, Hoffnung und innerem Wachstum. Mit authentischen Charakteren, wunderschönen Reiseszenen und einer berührenden Familiengeschichte, die lange nachhallt. Das Wunschglas ist das besondere i-Tüpfelchen, das dieser Geschichte eine magische Note verleiht. Ein Buch, das mich tief berührt hat und das ich von Herzen weiterempfehlen kann.
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