5., völlig neu bearbeitete und wesentlich erweiterte Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-503-24157-6
Eine solide Basis für das Studium der germanistischen Mediävistik Die Neubearbeitung dieses erfolgreichen Lehrbuchs bietet viele Innovationen, ohne das Bewährte aufzugeben: Mit zentralen Texten und Autoren der höfischen Literatur sowie der Wissens- und Gebrauchsliteratur von der 2. Hälfte des 12. bis zum 14. Jahrhundert wird das facettenreiche Panorama der mittelhochdeutschen Literatur in seinem kulturellen Kontext mit einem reichhaltigen Bildmaterial entfaltet.Die Textauswahl und das Bildprogramm sind gegenüber den Vorauflagen stark erweitert. Neue Tabellen und Schaubilder fokussieren in zeitgemäßer Form ausgewählte Spezifika des Mittelhochdeutschen als ‚vremeder sprâche‘. Traditionelle Bereiche der Grammatik wie Lautwandel und Morphologie werden dabei ebenso thematisiert wie der Umgang mit Handschriften und unterschiedlichen Schreibsprachen sowie Text-Bild-Zusammenhängen. In einem herausnehmbaren Begleitheft wird darüber hinaus eine Kurzgrammatik zur Verfügung gestellt. Alle Haupttexte stehen überdies konsequent als Audioaufnahme zur Verfügung.Das Lehrbuch basiert auf aktuellen Erkenntnissen der Deutschdidaktik und der Leseforschung: Leseverstehen und Übersetzen werden in einem auf Progression angelegten Ansatz gefördert. Dabei werden durchgehend grundlegende Themen und aktuelle Forschungsfelder der germanistischen Mediävistik behandelt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Brigitte Ecker BA
aus Wien
4/5
06.12.2013
Buch (Taschenbuch)
Eine sehr gute Einführung für eine Germanistik-Lehrveranstaltung
Mittelhochdeutsch ist für Deutschsprachige an sich keine Fremdsprache, wird aber von Germanistikstudierenden als solche empfunden, vor allem, da es zumindest in österreichischen und deutschen Gymnasien praktisch nicht behandelt wird. Hier wird versucht, mit den Methoden des Faches Deutsch als Fremdsprache die Schwierigkeiten beim Erlernen des Mittelhochdeutschen abzubauen.
Die einführende Literatur befindet sich nicht am Endes des Buches, sondern am Ende des ersten Kapitels(S. 25f)
Eine Karte mit den Ablautreihen der starken Verben auf der einen und Präteritopräsentien auf der anderen ist vorne im Buch eingelegt.
Der Aufbau der Kapitel ist nicht einheitlich. Überall wird jedoch von einem Text ausgegangen, einen hohen Prozentsatz kenn man aus dem Literaturunterricht der Sekundarstufe I namentlich oder in Übersetzung ins Neuhochdeutsche. Die Strophe I des Kapitels 1 ist die einzige Passage, die man im Deutschunterricht in der Sekundarstufe I und II kennen lernt und die nur sehr oberflächlich erklärt wird.
Meist schließen sich Wortschatz, Grammatik, Übungstext und Realientext an.
Schriftgrad und –typ sind sehr angenehm. Merksätze sind grün unterlegt, Realientexte grau. Informative und zahlreiche Abbildungen, Tabellen und Grafiken ergänzen den Text. Siglen am Rand erleichtern das Lernen.
Für ein germanistisches Lehrbuch dieser Art ist der Text sehr verständlich geschrieben. Kenntnisse aus dem Deutschunterricht der Oberstufe des Gymnasiums sind Mindestanforderungen, günstiger wären Kenntnisse einer AnfängerInnenlehrveranstaltung für Germanistik.
Positiv hervorzuheben ist der Extraband mit didaktischen Hinweisen und Lösungen, der unentbehrlich für das Lernen ist. Marginalien weisen auf die Seitenzahlen im Hauptband hin, besonders positiv hervorzuheben ist der Umstand, dass die AutorInnen die Vorschläge der LeserInnen der ersten Auflage aufgegriffen haben, besonders bei der Erstellung des neu heraus gebrachten Begleitbandes.
Die Realienteile enthalten sehr interessante Informationen.
Die Qualität des Buches sieht man schon daran, dass es nach zwei Jahren neu aufgelegt werden musste.
Das Buch verfolgt einen völlig neuen und originellen Ansatz, der bei nicht mehr gesprochenen Sprachen erst selten angewendet wird. Dieser Ansatz ist originell, aber auch bei anderen Sprachen problematisch. Das Heraussuchen der Informationen war leider sehr mühsam. Im Unterricht soll einem etwas beigebracht werden und wo man sich nicht einen hohen Prozentsatz der Informationen mühsam zusammensuchen muss. Ich würde nie auf diese Art und Weise eine lebende oder tote Sprache unterrichten (früher Nachhilfelehrerin für Deutsch, Latein und Altgriechisch und seit einigen Jahren VHS-Dozentin für Latein, Altgriechisch, Althebräisch, Phönikisch-Punisch, Alt- und Reichsaramäisch mit einer Kurzeinführung ins Hieroglyphische). Ein Vokabelverzeichnis am Ende des Buches wäre wünschenswert gewesen. Ich bin aus diesem Grund an mehreren Stellen „ausgestiegen“ und musste im Lösungsteil nachsehen. Allerdings wird der Stoff nicht kontinuierlich schwieriger, es wird stellenweise wieder leichter. Die Kapitel sind nach Themenkreisen und anscheinend nicht nach dem Schwierigkeitsgrad angeordnet.
Die Anschaffung des Begleitbandes zur Bewältigung des Stoffes und zur Kontrolle der Übungen ist dringendst zu empfehlen. Mit Erfolg kann man mit dem Buch nur mit Lehrer arbeiten, für das Selbststudium ist es trotz des hervorragenden Begleitbandes zu schwierig.
Der Einsatz in einschlägigen Germanistik-Lehrveranstaltungen kann ich sehr empfehlen, jedoch aufgrund der angeführten Kritikpunkte leider nur vier Punkte vergeben.
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