Ökonomische Politik (spezielle Volkswirtschaftslehre) nach Vorlesungen gehalten im Wintersemester 1907/08 an der Universität München
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- Deutsch ausgewählt
92,50 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
13.06.2025
Verlag
MetropolisSeitenzahl
331
Maße (L/B/H)
22,3/14,8/2,4 cm
Gewicht
526 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7316-1600-9
Nach kürzeren Professuren in Straßburg, Wien und Leipzig wechselte Brentano 1891 an die Universität München. Von 1891 an bis zu seiner Emeritierung 1914 las er dort mehrmals die Woche eine Stunde „Allgemeine Volkswirtschaftslehre“ und im Anschluss jeweils eine Stunde „Ökonomische Politik“. Über die wirtschaftspolitische Vorlesung existiert eine sorgfältig erstellte Vorlesungsmitschrift, die hiermit transkribiert vorgelegt wird. Sie enthält durchaus Überraschungen. So liegt der Schwerpunkt der Vorlesung auf der Agrarpolitik, wohl Folge des Umstandes, dass die Staatswissenschaftliche Fakultät in München von Forstleuten dominiert wurde, die eine entsprechende Akzentsetzung verlangten. Man darf auch nicht vergessen, dass um diese Zeit noch 45% der Bevölkerung in Bayern von der Landwirtschaft lebten und die Agrarwirtschaft der größte Wirtschaftszweig war. Diskutiert werden u.a. institutionelle Regelungen in der Landwirtschaft wie Eigentumsformen und Erbrecht, Bewirtschaftungsweisen, landwirtschaftliche Genossenschaften und andere Kooperationsformen, „Leutenot“ und Zuwanderungsfragen, Bodenpreise, Grundrente und Bodenerträge, Schutzzollpolitik und Getreidezölle.
Ansonsten behandelt Brentano in gewohnter historisch-praktischer Manier die Verhältnisse in Handwerk, Hausindustrie und Manufakturen, zeichnet die Entwicklung der gewerblichen Ordnung von den Zwängen der Zünfte bis zur Einführung der Gewerbefreit nach und rückt schließlich die Fabriken und die Lage des Industrieproletariats, die sogenannte „Arbeiterfrage“, in das Zentrum der Betrachtung. Dabei ging es ihm wie immer zum einen um die Untersuchung der vielfältigen Missstände, und zum anderen um Mittel zu deren Abhilfe, etwa mittels der Arbeiterschutzgesetzgebung.
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