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Produktbild: O du mein Österreich

O du mein Österreich (K)eine Lobeshymne. (K)eine Lobeshymne. Über die Frage, wer hinter den österreichischen Hymnen steht

2

15,00 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Ja

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

26.10.2024

Verlag

Verlag Anton Pustet

Seitenzahl

128 (Printausgabe)

Dateigröße

2473 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783702581183

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

26.10.2024

Verlag

Verlag Anton Pustet

Seitenzahl

128 (Printausgabe)

Dateigröße

2473 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783702581183

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Braucht Österreich noch Landeshymnen?

Wolfgang Neubacher aus 5203 Köstendorf am 01.12.2024

Bewertungsnummer: 2354420

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bereits einleitend stellen die 3 Herausgeber klar: ".... allzu viele Persönlichkeiten, die Hymnenmelodien oder -texte schufen, vertraten offensiv ein inhumanes Weltbild, das heute Strafverfolgung nach sich zöge...." Hymnen gibt es bereits seit der Antike - anfänglich Lob- und Preishymnen, meist auf Götter und Helden. Im Christentum verschwanden die Götter und Helden, an ihre Stelle traten Gott, Heilige und Märtyrer. Die große Zeit der Nationalhymnen war das 19. Jahrhundert (Entstehung der Nationalstaaten); viele Hymnen sind daher auch militärischen Ursprungs. Gemeinsam ist vielen (Landes-)Hymnen: "...Das eigene Land ist immer das Schönste und die es bewohnen sind immer 'die Besten'". Eine rühmende Ausnahme bildete die Hymne der Ex-DDR, die eine Friedenshymne war (in der Theorie). Die 3 Autoren nehmen sich der Landeshymnen von 8 österreichischen Bundesländern an (Wien hat keine). Das Ergebnis ist oft eher erschütternd - was die Entstehung, aber vor allem den Text betrifft. Die burgenländische Hymne zB stammt aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts und war das Ergebnis einer Ausschreibung der "Vaterländischen Front"; der Komponist war ein aktiver Nazi. Da nur die deutsche Volksgruppe darin vertreten ist, wagte der Musiker Christian Kolonovits eine Neuinterpretation mit kroatischen und ungarischen Textteilen sowie solchen in Romanes. Der Text der niederösterreichischen Landeshymne stammt von Franz Karl Ginzkey, einem überzeugten Deutschnationalen mit einer Nähe zum Nationalsozialismus. Die steirische Landeshymne "laboriert seit dem 1. Tag ihres Daseins ganz faktisch an Realitätsverweigerung" - in ihr kommen Flüsse wie die Save vor. Franz Stelzhamer, der Verfasser der oberösterreichischen Landeshymne, war ein wütender Antisemit in Prosa und Lyrik - der Jude "sei ein abtreibungsresistenter Riesenbandwurm"(!) Es würde den Rahmen sprengen, auf alle 8 Landeshymnen näher einzugehen. Generell gilt: Praktisch sind fast alle Hymnen eigentlich aus der Zeit; verteidigt werden sie vor allem von FPÖ und ÖVP; manche sind musikalisch äußerst anspruchsvoll. Beherrschen alle die (konservativen) Verteidiger ihre eigene Landeshymne - eine interessante Frage?! Ein sehr erhellendes Buch!

Braucht Österreich noch Landeshymnen?

Wolfgang Neubacher aus 5203 Köstendorf am 01.12.2024
Bewertungsnummer: 2354420
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bereits einleitend stellen die 3 Herausgeber klar: ".... allzu viele Persönlichkeiten, die Hymnenmelodien oder -texte schufen, vertraten offensiv ein inhumanes Weltbild, das heute Strafverfolgung nach sich zöge...." Hymnen gibt es bereits seit der Antike - anfänglich Lob- und Preishymnen, meist auf Götter und Helden. Im Christentum verschwanden die Götter und Helden, an ihre Stelle traten Gott, Heilige und Märtyrer. Die große Zeit der Nationalhymnen war das 19. Jahrhundert (Entstehung der Nationalstaaten); viele Hymnen sind daher auch militärischen Ursprungs. Gemeinsam ist vielen (Landes-)Hymnen: "...Das eigene Land ist immer das Schönste und die es bewohnen sind immer 'die Besten'". Eine rühmende Ausnahme bildete die Hymne der Ex-DDR, die eine Friedenshymne war (in der Theorie). Die 3 Autoren nehmen sich der Landeshymnen von 8 österreichischen Bundesländern an (Wien hat keine). Das Ergebnis ist oft eher erschütternd - was die Entstehung, aber vor allem den Text betrifft. Die burgenländische Hymne zB stammt aus den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts und war das Ergebnis einer Ausschreibung der "Vaterländischen Front"; der Komponist war ein aktiver Nazi. Da nur die deutsche Volksgruppe darin vertreten ist, wagte der Musiker Christian Kolonovits eine Neuinterpretation mit kroatischen und ungarischen Textteilen sowie solchen in Romanes. Der Text der niederösterreichischen Landeshymne stammt von Franz Karl Ginzkey, einem überzeugten Deutschnationalen mit einer Nähe zum Nationalsozialismus. Die steirische Landeshymne "laboriert seit dem 1. Tag ihres Daseins ganz faktisch an Realitätsverweigerung" - in ihr kommen Flüsse wie die Save vor. Franz Stelzhamer, der Verfasser der oberösterreichischen Landeshymne, war ein wütender Antisemit in Prosa und Lyrik - der Jude "sei ein abtreibungsresistenter Riesenbandwurm"(!) Es würde den Rahmen sprengen, auf alle 8 Landeshymnen näher einzugehen. Generell gilt: Praktisch sind fast alle Hymnen eigentlich aus der Zeit; verteidigt werden sie vor allem von FPÖ und ÖVP; manche sind musikalisch äußerst anspruchsvoll. Beherrschen alle die (konservativen) Verteidiger ihre eigene Landeshymne - eine interessante Frage?! Ein sehr erhellendes Buch!

Braucht Österreich heute noch Hymnen?

Gertie G. aus Wien am 14.10.2024

Bewertungsnummer: 2316275

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Autoren Christoph Janacs, Ludwig Laher und Gerhard Ruiss gehen in diesem interessanten Buch dem Wesen eines patriotischen Hymnos generell, sowie dem der österreichischen Landeshymnen und der österreichischen Bundeshymne im Speziellen nach. Österreich, ein Land, eine Nationalhymne, neun Bundesländer, doch nur acht haben eine Landeshymne - vom Burgenland bis Vorarlberg. Nur Wien hat keine. Die Autoren gehen auf die jeweilige Herkunft von Text und Melodie sowie das Entstehungsjahr der Hymnen ein. Dabei betrachten sie kritisch, dass man nach wie vor, Werke von Komponisten und Textern, die der NS-Diktatur sehr nahe standen, spielt. Sie zu identitätsstiftendem Brauchtum hochstilisiert. Hat das mit dem falsch verstandenen Selbstbewusstsein und Föderalismus zu tun? Doch nicht nur Texte aus der Zeit des NS-Unrechtsregimes werden nach wie vor gesungen. Ziemlich reaktionär sind jene Hymnen der Steiermark und Tirols, beide 1844 entstanden: Die Steirische Landeshymne träumt nach wie vor vom „Wendenland bis an das Bett der Sav“ sowie vom „Rebenland im Tal der Drav“ (beides heute Slowenien). Und jene von Tirol, die Andreas Hofer (1767-1810), der aus dem Passaiertal (heute Südtirol) stammt, verehrt, hat auch schon einen grauen Bart. Der Text, der österreichischen Bundeshymne, der von Paula von Peradovic (1887-1951) stammt, ist sogar mehrmals Thema von Gerichtsverhandlungen gewesen. Darf man den Text einer Bundeshymne dem aktuellen gesellschaftlichen Gegebenheiten anpassen? Oder muss/soll er gleich ganz neu geschrieben werden? Damit könnte dem politische Gezerre um „Töchter und Söhne“, Vater-/Mutter- oder Heimatland, Brüder- oder Jubelchöre ein Ende bereitet werden. Die ungeübten und selten des (welcher Fassung auch immer) Textes sicheren Sängerinnen und Sänger stolperten dann auch nicht mehr über das „verrückte“ Versmaß. Könnte die notgedrungen wortlose Hymne Spaniens (die verschiedenen Regionen konnten sich auf keinen gemeinsamen Text einigen) ein Vorbild sein? Noch einmal zurück zu Wien: Wien ist ja bekanntlich anders. Dennoch hat sich 2007 ein Politiker des BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) für eine eigene Wiener Hymne stark gemacht. Der Donauwalzer, den man gemeinhin als Wiener Hymne ansieht, gelte nicht (Man(n) kann dazu nicht marschieren). Passend zu Falcos 50. Geburtstag am 19. Februar 2007 wäre doch „Vienna Calling“ ein passendes Werk. Oder doch nicht? Das Ende vom Lied? Wien hat nach wie vor keine eigene Hymne. Geht sie irgendjemandem wirklich ab? Fazit: Gerne gebe ich dieser kurzweiligen Reise durch Österreichs Hymnen 5 Sterne.

Braucht Österreich heute noch Hymnen?

Gertie G. aus Wien am 14.10.2024
Bewertungsnummer: 2316275
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Die Autoren Christoph Janacs, Ludwig Laher und Gerhard Ruiss gehen in diesem interessanten Buch dem Wesen eines patriotischen Hymnos generell, sowie dem der österreichischen Landeshymnen und der österreichischen Bundeshymne im Speziellen nach. Österreich, ein Land, eine Nationalhymne, neun Bundesländer, doch nur acht haben eine Landeshymne - vom Burgenland bis Vorarlberg. Nur Wien hat keine. Die Autoren gehen auf die jeweilige Herkunft von Text und Melodie sowie das Entstehungsjahr der Hymnen ein. Dabei betrachten sie kritisch, dass man nach wie vor, Werke von Komponisten und Textern, die der NS-Diktatur sehr nahe standen, spielt. Sie zu identitätsstiftendem Brauchtum hochstilisiert. Hat das mit dem falsch verstandenen Selbstbewusstsein und Föderalismus zu tun? Doch nicht nur Texte aus der Zeit des NS-Unrechtsregimes werden nach wie vor gesungen. Ziemlich reaktionär sind jene Hymnen der Steiermark und Tirols, beide 1844 entstanden: Die Steirische Landeshymne träumt nach wie vor vom „Wendenland bis an das Bett der Sav“ sowie vom „Rebenland im Tal der Drav“ (beides heute Slowenien). Und jene von Tirol, die Andreas Hofer (1767-1810), der aus dem Passaiertal (heute Südtirol) stammt, verehrt, hat auch schon einen grauen Bart. Der Text, der österreichischen Bundeshymne, der von Paula von Peradovic (1887-1951) stammt, ist sogar mehrmals Thema von Gerichtsverhandlungen gewesen. Darf man den Text einer Bundeshymne dem aktuellen gesellschaftlichen Gegebenheiten anpassen? Oder muss/soll er gleich ganz neu geschrieben werden? Damit könnte dem politische Gezerre um „Töchter und Söhne“, Vater-/Mutter- oder Heimatland, Brüder- oder Jubelchöre ein Ende bereitet werden. Die ungeübten und selten des (welcher Fassung auch immer) Textes sicheren Sängerinnen und Sänger stolperten dann auch nicht mehr über das „verrückte“ Versmaß. Könnte die notgedrungen wortlose Hymne Spaniens (die verschiedenen Regionen konnten sich auf keinen gemeinsamen Text einigen) ein Vorbild sein? Noch einmal zurück zu Wien: Wien ist ja bekanntlich anders. Dennoch hat sich 2007 ein Politiker des BZÖ (Bündnis Zukunft Österreich) für eine eigene Wiener Hymne stark gemacht. Der Donauwalzer, den man gemeinhin als Wiener Hymne ansieht, gelte nicht (Man(n) kann dazu nicht marschieren). Passend zu Falcos 50. Geburtstag am 19. Februar 2007 wäre doch „Vienna Calling“ ein passendes Werk. Oder doch nicht? Das Ende vom Lied? Wien hat nach wie vor keine eigene Hymne. Geht sie irgendjemandem wirklich ab? Fazit: Gerne gebe ich dieser kurzweiligen Reise durch Österreichs Hymnen 5 Sterne.

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O du mein Österreich

von Christoph Janacs, Ludwig Laher, Gerhard Ruiss

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