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Unsere Abende

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.09.2025

Verlag

Albino Verlag, Salzgeber Buchverlage GmbH

Seitenzahl

624

Maße (L/B/H)

20,2/13,6/4,8 cm

Gewicht

830 g

Farbe

Senf / Dunkelbraun

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Joachim Bartholomae

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86300-394-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

11.09.2025

Verlag

Albino Verlag, Salzgeber Buchverlage GmbH

Seitenzahl

624

Maße (L/B/H)

20,2/13,6/4,8 cm

Gewicht

830 g

Farbe

Senf / Dunkelbraun

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Joachim Bartholomae

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-86300-394-4

Herstelleradresse

Albino Verlag
Wilhelmine-Gemberg-Weg 6 HausK
10179 Berlin
DE

Email: info@salzgeber-buchverlage.de

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Schmerzhafte Erfahrung

Bewertung am 22.11.2025

Bewertungsnummer: 2660535

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein langweiliger Hollinghurst, ist das möglich? Leider ja, und das muss jedem weh tun, der diesen Autor liebt. Belanglose Dialoge, blasse Figuren, unglaublich viele Namen ohne Person dahinter, Bezüge zur Zeitgeschichte, die dermassen schwach angedeutet sind, dass sie fast verschwinden. Nichts wird wirklich vertieft und auf den Punkt gebracht, alles wirkt verwischt und verdünnt. Das kann man natürlich dem mangelnden Talent des Ich-Erzählers anlasten, der ein grossartiger Schauspieler sein soll und sich leider aufs Schreiben verlegt hat. Aber damit wird das Buch auch nicht besser. Der Plot? Kaum vorhanden. Young man meets old money, das Brideshead-Schema, das man schon von der "Schönheitslinie" kennt, wird hier erneut aufgegriffen. Der Protagonist ist ein halber Burmese und schwul, die Intersektionalität lässt grüssen. Eine nebulöse Internatsgeschichte, angedeutete Quälereien, dann die Eliteuniversität. Kein Abschluss, dafür Schauspielerei, der Graus des experimentellen Theaters der 1970er-Jahre. Dann muss man irgendwie hinnehmen, dass es doch in Richtung Stratford und Westend geht. Warum, erfährt man nicht. Man hüpft durch die Jahrzehnte, vom Geburtsjahr 1948 zum Romaneinstieg 1961, Tingelei in den 1970ern, von Aids ist die Rede, also 1980er, schliesslich der Brexit und Corona. 2020 hört die Geschichte auf. Eine sehr traurige Geschichte alles in allem, ein leeres Leben mit einigen trüben Lichtern wie bei Flauberts "Education Sentimentale". Was auch fehlt, ist die bei Hollinghurst sonst so bestechende Präzision im Schaffen von Situationen und in der Beschreibung. "Genauigkeit und Seele" wie bei Robert Musil. Oder die unverblümte Schilderung sexueller Aktivitäten bis ins Detail. Hier alles nicht vorhanden. Was bleibt, ist eine gewisse Gepflegtheit der Sprache. Was auch bleibt, ist die Hoffnung, dass dies ein einmaliger Aussetzer war. Und die Liebe zu Hollinghurst.

Schmerzhafte Erfahrung

Bewertung am 22.11.2025
Bewertungsnummer: 2660535
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Ein langweiliger Hollinghurst, ist das möglich? Leider ja, und das muss jedem weh tun, der diesen Autor liebt. Belanglose Dialoge, blasse Figuren, unglaublich viele Namen ohne Person dahinter, Bezüge zur Zeitgeschichte, die dermassen schwach angedeutet sind, dass sie fast verschwinden. Nichts wird wirklich vertieft und auf den Punkt gebracht, alles wirkt verwischt und verdünnt. Das kann man natürlich dem mangelnden Talent des Ich-Erzählers anlasten, der ein grossartiger Schauspieler sein soll und sich leider aufs Schreiben verlegt hat. Aber damit wird das Buch auch nicht besser. Der Plot? Kaum vorhanden. Young man meets old money, das Brideshead-Schema, das man schon von der "Schönheitslinie" kennt, wird hier erneut aufgegriffen. Der Protagonist ist ein halber Burmese und schwul, die Intersektionalität lässt grüssen. Eine nebulöse Internatsgeschichte, angedeutete Quälereien, dann die Eliteuniversität. Kein Abschluss, dafür Schauspielerei, der Graus des experimentellen Theaters der 1970er-Jahre. Dann muss man irgendwie hinnehmen, dass es doch in Richtung Stratford und Westend geht. Warum, erfährt man nicht. Man hüpft durch die Jahrzehnte, vom Geburtsjahr 1948 zum Romaneinstieg 1961, Tingelei in den 1970ern, von Aids ist die Rede, also 1980er, schliesslich der Brexit und Corona. 2020 hört die Geschichte auf. Eine sehr traurige Geschichte alles in allem, ein leeres Leben mit einigen trüben Lichtern wie bei Flauberts "Education Sentimentale". Was auch fehlt, ist die bei Hollinghurst sonst so bestechende Präzision im Schaffen von Situationen und in der Beschreibung. "Genauigkeit und Seele" wie bei Robert Musil. Oder die unverblümte Schilderung sexueller Aktivitäten bis ins Detail. Hier alles nicht vorhanden. Was bleibt, ist eine gewisse Gepflegtheit der Sprache. Was auch bleibt, ist die Hoffnung, dass dies ein einmaliger Aussetzer war. Und die Liebe zu Hollinghurst.

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von Alan Hollinghurst

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