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Rechts und links Zur Karriere einer folgenreichen Unterscheidung in Geschichte und Gegenwart

Aus der Reihe zu Klampen Essays
2

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.10.2025

Herausgeber

Anne Hamilton

Verlag

Zu Klampen Verlag

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

18,6/12,5/2,2 cm

Gewicht

282 g

Farbe

Creme

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9873704-3-4

Beschreibung

Rezension

»Die originelle Studie ist mit ihrer prägnanten Mannigfaltigkeit fürwahr ein Kleinod. (…) Selten hat der Rezensent auf einem derart knappen Raum so dichte Informationen erhalten.« Eckhard Jesse in: Die Welt, 22. Oktober 2025
»eine unbedingt lesenswerte Darstellung der Kulturgeschichte des wohl wichtigsten politischen Begriffspaars der Moderne« Sebastian Ostritsch in: Die Tagespost, 20. November 2025
»(M)an (wird) diesen Essay mit Gewinn lesen – sofern es darum geht, (…) politisch brisante Begriffe mit historischem Wissen und analytischer Präzision zu schärfen.« Konrad Paul Liessmann, Besondere Empfehlung des Monats Dezember 2025, Sachbücher des Monats von Die Welt, rbb, NZZ und ORF
»Peter Hoeres zeigt in seinem aufschlussreichen Großessay auf, dass neben ideologischen Kriterien die allgegenwärtige Rechts-links-Unterscheidung sich durch die gesamte Menschheitsgeschichte zieht.« Kleine Zeitung, 14. Februar 2026

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.10.2025

Herausgeber

Anne Hamilton

Verlag

Zu Klampen Verlag

Seitenzahl

216

Maße (L/B/H)

18,6/12,5/2,2 cm

Gewicht

282 g

Farbe

Creme

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9873704-3-4

Herstelleradresse

Klampen, Dietrich zu
Röse 21
31832 Springe
DE

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  • Bewertung

    aus Wien

    5/5

    19.06.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Längst überfällig

    Ein grandioses, längst überfälliges Werk. Geradlinig geschrieben, sachlich, vollumfänglich belegt, mit horizonterweiterndem Literaturverzeichnis. Daher halte ich mich nicht länger mit Lobeshymnen auf. Zwei Elemente möchte ich kritisieren. Das erste ist rein persönlich: Aus meiner Sicht ist die heutige „Linke“ (also nicht die historische bis etwa zu den Siebzigerjahren) nur verständlich, wenn man ihr von vornherein kognitive Defizite unterstellt. Mit anderen Worten: Zum umfänglichen Denken reicht es bei den Vertretern der Linken nicht. Hat man das bei der Betrachtung und Beurteilung ihrer Positionen verinnerlicht, erklären sich viele ihrer Standpunkte sozusagen automatisch. Etwa: die Bezeichnung „bunte Vielfalt“ für Millionen eingewanderte, Demokratiefeinde, Frauenverächter, Gewalttäter etc. Das zweite Element ist auffällig: Zu Recht kritisiert Hoeres „den undifferenzierten Sammelbegriff rechts, mit dem von Liberaldemokraten bis Rechtsradikalen so ziemlich alles gemeint sein kann“ (166). An anderer Stelle fällt er allerdings selber auf einen „undifferenzierten Sammelbegriff“ herein, der von der „Linken“ mit voller Absicht diffamierend verwendet wird. Das ist der Begriff „Ausländerfeind“, der ein gleichermaßen „undifferenzierter Sammelbegriff“ ist, wie der Begriff „rechts“ schlechthin. Aus der Sicht des autochthonen Bürgers besteht nämlich die gesamte Welt jenseits des eigenen Staates aus „Ausländern“ – und allen gegenüber ist er feindlich, also „ausländerfeindlich“ eingestellt? Das ist er mitnichten! Was er nicht will sind Einwanderer in einen ohnehin schon vielfach übervölkerten Staat, die von den Erträgnissen dieses Staates und der darin arbeitenden Bürger leben wollen. Der Bürger ist daher – allenfalls – migrationsfeindlich, und das zurecht. Mit rechtsnationaler „Ausländerfeindlichkeit“ hat das überhaupt nichts zu tun. Diese Unterscheidung wird von der „Linken“ natürlich nicht getroffen, um mit dem an Nazis erinnernden „Ausländerfeind“ wahllos und ungehindert diffamieren zu können. Bitte in einer zweiten Auflage korrigieren! Abseits davon: ein großartiges Werk.

  • LichtundSchatten

    5/5

    08.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Peter Hoeres analysiert die…

    Peter Hoeres analysiert die historische Entwicklung der Begriffe „rechts“ und „links“ von biblischen Wurzeln über die Französische Revolution bis zur Gegenwart. Er argumentiert, dass „rechts“ kulturell lange positiv besetzt war und warnt vor der normativen Zuspitzung des Schemas als Gefahr für den Rechtsstaat. Erhellend für mich war die Tatsache, dass ab 1909, also noch im Kaiserreich, von der SPD der „Kampf gegen Rechts“ aufgenommen wurde und bis heute weiter geführt wird. Kennzeichnend bleibt dies: „Der rechte Gegner war nicht scharf umrissen, eine genaue Abgrenzung fehlte.“ Wie diffus der auch von Gerhard Schröder betitelte Aufstand der Anständigen gegen Rechts grundiert war, zeigt die damalige Tat. Am 2.10.2000 wurde ein Anschlag auf eine Düsseldorfer Synagoge verübt, von 2 arabischstämmigen Männern. Paul Spiegel ordnete diese Tat damals umstandslos sofort dem Rechtsextremismus zu. Rechts ist heute alles, was Linken nicht gefällt und adressiert mithin alle Probleme, die sie nicht lösen können oder wollen. Selbst Gerhard Schröder wollte 20 Jahre nach diesem Vorgang, der ihn damals im Kampf gegen Rechts weiter bestärke, nicht korrigieren. Besonders interessant aktuell: der Kulturstaatsminister, ein Konservativer, nutzt den Kampf gegen Rechts auch zur Vermeidung von Problemen, die ihm von Links bis Rechts vorgehalten werden. Alles sei eine Kampagne, die von der AfD orchestriert gegen ihn geführt werde. Der Autor fordert, dass „rechts“ wieder als legitime politische Orientierung anerkannt wird — also nicht automatisch moralisch verdächtigt — und warnt vor der sozialen und politischen Wirkung des pauschalen „Kampfes gegen Rechts“. Damit möchte Hoeres, polarisierende Debatten wieder versachlichen. Ein gutes Ziel, Ich glaube allerdings nicht mehr an diese Chance. Der Begriff Rechts scheint mir von der SPD und den Linken, auch Grünen, völlig verbrannt. Dies hängt auch mit ideologischen Angriffen gegen den Begriff Kapitalismus zusammen, die von Linken geführt werden. Ein wachsender Teil der Bevölkerung bemerkt aber diese universellen Angriffe ohne Substanz und wendet sich angewidert ab. Links wird stehen bleiben und bald die eigene Unfähigkeit für jeden nachvollziehbar demonstrieren. Tatsächlich stehen Linken heute jene Menschen gegenüber, die den Laden am Laufen halten, die Unternehmer oder Angestellte, Handwerker und Gewerbetreibende sind. Sie sind es leid, als Rechte diffamiert zu werden und werden den Scheiternden vermitteln, wie es geht. Durch Kreativität und Erschaffen neuer Freiräume - gegen einen vereinnahmenden, Steuern verschlingenden Staat.

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