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Wir. Ein dystopischer Roman. Jevgenij Samjatin

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

10152

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.05.2025

Verlag

Aionas Verlag

Seitenzahl

164

Maße (L/B/H)

19/12/1,2 cm

Gewicht

181 g

Farbe

Aquamarin

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

My

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96545-105-6

Beschreibung

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10152

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

02.05.2025

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Aionas Verlag

Seitenzahl

164

Maße (L/B/H)

19/12/1,2 cm

Gewicht

181 g

Farbe

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Deutsch

ISBN

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Urtext der modernen Dystopie – Wir ist Orwells Inspiration zu 1984

Bewertung am 19.09.2025

Bewertungsnummer: 2600618

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als ich "Wir" zum ersten Mal aufschlug, erwartete ich ein historisches Kuriosum – ein frühes Experiment der Science-Fiction, das vielleicht interessant, aber schwer zugänglich sein würde. Was ich fand, war etwas ganz anderes: ein Roman, der mich mitten ins Mark traf. Samjatins Welt, in der Menschen nur noch Nummern sind, wo jeder Gedanke sichtbar, jeder Impuls überwacht und jede Abweichung ausgemerzt wird, hat mich auf erschreckende Weise an unsere Gegenwart erinnert. Schon nach wenigen Seiten fühlte ich mich an Orwells 1984 erinnert – und je weiter ich las, desto klarer wurden die Parallelen. Der allsehende Blick des Wohltäters in Wir wirkt wie der Vorläufer von Big Brother. Der Gläserne Palast, in dem niemand ein Privatleben kennt, lässt an Orwells Teleschirme denken. Und wie bei Winston in 1984 erwacht auch in D‑503, dem Protagonisten, ein innerer Konflikt – das leise Aufbegehren gegen eine Welt, die alles kontrollieren will: Gedanken, Gefühle, sogar Träume. Doch "Wir" geht in mancher Hinsicht noch weiter. Es beschreibt nicht nur ein totalitäres System, sondern eine komplett durchrationalisierte Welt, in der der Mensch zur mathematischen Größe wird. Die Sprache ist oft fragmentiert, fast fiebrig – aber gerade das verleiht der Geschichte eine fast visionäre Intensität. Ich fühlte mich beim Lesen oft unwohl, aber auch seltsam gebannt. Es ist, als würde man ein verlorenes Manuskript aus der Zukunft lesen. "Wir" ist nicht nur die Wurzel aller modernen Dystopien – es ist eine erschreckend klare Vision, die trotz ihres Alters von über hundert Jahren kaum Staub angesetzt hat. Wer "1984" gelesen hat, sollte unbedingt zu Samjatin greifen. Für mich war es eine düstere, aber lohnende Reise in eine Zukunft, die uns näher ist, als wir glauben wollen.

Urtext der modernen Dystopie – Wir ist Orwells Inspiration zu 1984

Bewertung am 19.09.2025
Bewertungsnummer: 2600618
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Als ich "Wir" zum ersten Mal aufschlug, erwartete ich ein historisches Kuriosum – ein frühes Experiment der Science-Fiction, das vielleicht interessant, aber schwer zugänglich sein würde. Was ich fand, war etwas ganz anderes: ein Roman, der mich mitten ins Mark traf. Samjatins Welt, in der Menschen nur noch Nummern sind, wo jeder Gedanke sichtbar, jeder Impuls überwacht und jede Abweichung ausgemerzt wird, hat mich auf erschreckende Weise an unsere Gegenwart erinnert. Schon nach wenigen Seiten fühlte ich mich an Orwells 1984 erinnert – und je weiter ich las, desto klarer wurden die Parallelen. Der allsehende Blick des Wohltäters in Wir wirkt wie der Vorläufer von Big Brother. Der Gläserne Palast, in dem niemand ein Privatleben kennt, lässt an Orwells Teleschirme denken. Und wie bei Winston in 1984 erwacht auch in D‑503, dem Protagonisten, ein innerer Konflikt – das leise Aufbegehren gegen eine Welt, die alles kontrollieren will: Gedanken, Gefühle, sogar Träume. Doch "Wir" geht in mancher Hinsicht noch weiter. Es beschreibt nicht nur ein totalitäres System, sondern eine komplett durchrationalisierte Welt, in der der Mensch zur mathematischen Größe wird. Die Sprache ist oft fragmentiert, fast fiebrig – aber gerade das verleiht der Geschichte eine fast visionäre Intensität. Ich fühlte mich beim Lesen oft unwohl, aber auch seltsam gebannt. Es ist, als würde man ein verlorenes Manuskript aus der Zukunft lesen. "Wir" ist nicht nur die Wurzel aller modernen Dystopien – es ist eine erschreckend klare Vision, die trotz ihres Alters von über hundert Jahren kaum Staub angesetzt hat. Wer "1984" gelesen hat, sollte unbedingt zu Samjatin greifen. Für mich war es eine düstere, aber lohnende Reise in eine Zukunft, die uns näher ist, als wir glauben wollen.

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von Jewgenij Samjatin

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