Jack Rigel will Schriftsteller werden. Kein Leichtes für einen unerfahrenen einundzwanzigjährigen Studenten aus Omaha, Nebraska, der noch zu Hause wohnt und dessen alleinerziehende Mutter ihm ständig in den Ohren liegt, er möge doch Priester werden, um die Familie von allen Sünden reinzuwaschen. Als Jack über ein Stipendium für einen Studienaufenthalt im Vatikan stolpert, zögert er nicht lange. Im Ledermantel durch Rom zu schlendern und in Cafés rauchend tiefsinnige Gedanken in sein Moleskine zu kritzeln, das erscheint ihm verlockend. In Italien landet Jack auf dem harten Boden der Tatsachen: Seine Sprachkenntnisse sind miserabel, und ohne Geld kann man sich auch in Rom keine tiefsinnigen Gedanken in Cafés leisten. Vielleicht sind seine Träume nie mehr gewesen als das: Träume. Als er gerade aufgeben und nach Hause fliegen will, stolpert Jack plötzlich auf ein Filmset und dort über den Engel von Rom: Angelina Amadio, die alternde, in seinen Augen aber noch immer wunderschöne Schauspielerin, die ihn in ihrer Rolle als sexy Kannibalin im Programmkino von Omaha einst erstmals an seinem Katholizismus zweifeln ließ. Was Jack noch nicht ahnt: Sein ganz persönlicher Engel wird ihm erst noch erscheinen.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
melange
aus Bonn
5/5
27.08.2025
eBook (ePUB 3)
Eine schöne, kurze Geschichte…
Eine schöne, kurze Geschichte Zum Inhalt: Jack beginnt ein Stipendium in Rom in einem Priesterseminar, trägt sich aber lieber mit dem Gedanken nach Art eines kosmopolitischen Schriftstellers durch die Straßen zu wandeln, statt sein Latein zu vertiefen. Durch einen Zufall stolpert er in eine Filmproduktion, lernt einige Beteiligte kennen und wird Teil der Maschinerie. Mein Eindruck: Was für eine schöne, berührende Geschichte. Man lacht, man weint und ist immer am Puls Jacks und der Zeit. Die einzelnen Szenen sind wunderbar herausgearbeitet, so dass sich das Kopfkino von ganz allein einstellt. Die Charaktere absolut liebenswert, selbstironisch und keine kurz erwähnte Wegwerfware, - der Autor hält für viele eine Zukunft bereit. Dieses Buch ist eine kurzweilige Perle, schimmernd aber vergänglich, weil es viel zu schnell gelesen ist. Aber während man diese Geschichte verinnerlicht, hat man den Himmel auf Erden – in Rom. Mein Fazit: Unbedingt lesenswert, da großartig
melange
aus Bonn
5/5
27.08.2025
eBook (ePUB 3)
Eine schöne, kurze Geschichte
Zum Inhalt:
Jack beginnt ein Stipendium in Rom in einem Priesterseminar, trägt sich aber lieber mit dem Gedanken nach Art eines kosmopolitischen Schriftstellers durch die Straßen zu wandeln, statt sein Latein zu vertiefen. Durch einen Zufall stolpert er in eine Filmproduktion, lernt einige Beteiligte kennen und wird Teil der Maschinerie.
Mein Eindruck:
Was für eine schöne, berührende Geschichte. Man lacht, man weint und ist immer am Puls Jacks und der Zeit. Die einzelnen Szenen sind wunderbar herausgearbeitet, so dass sich das Kopfkino von ganz allein einstellt. Die Charaktere absolut liebenswert, selbstironisch und keine kurz erwähnte Wegwerfware, - der Autor hält für viele eine Zukunft bereit.
Dieses Buch ist eine kurzweilige Perle, schimmernd aber vergänglich, weil es viel zu schnell gelesen ist. Aber während man diese Geschichte verinnerlicht, hat man den Himmel auf Erden – in Rom.
Mein Fazit:
Unbedingt lesenswert, da großartig
Silke - Buchgespür -
5/5
08.02.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Charmant, kurzweilig und intelligent
Jack Rigel ist 21 Jahre alt und lebt in Omaha. Er liebt Bücher und träumt davon, Schriftsteller zu werden, doch seine Mutter hat andere Pläne und wünscht sich, dass er Priester wird. Als Jack überraschend ein Stipendium erhält, um ein Jahr lang Latein in Rom zu studieren, reist er in die Ewige Stadt und taucht in eine Welt ein, die ihm fremd und überwältigend erscheint. Zwischen Sprachproblemen, Geldsorgen und Einsamkeit versucht er, seinen Platz zu finden. In Rom begegnet er der italienischen Schauspielerin Angelina Amadio, die ihn sofort fasziniert, und trifft außerdem auf Ronnie Tower, einen Schauspieler, der ihm Türen öffnet. Jack gerät in die Nähe eines Filmsets und erlebt Rom aus einer völlig neuen Perspektive, während sich sein Leben Schritt für Schritt verändert
Mal ehrlich. Brauchen wir nicht alle zwischendurch ein Buch, das einfach kurzweilig ist, leicht, mit klugem Witz, Herz, interessanten Figuren und einem traumhaften Setting?
Dann empfehle ich ganz klar „Der Engel von Rom“.
Die Story ist denkbar simpel. Ein junger Mann aus Omaha, Nebraska, beginnt ein Lateinstudium in Rom, weil er seiner einstigen Flamme beweisen möchte, dass auch er es nach Italien geschafft hat, obwohl er nicht aus reichen Verhältnissen stammt. Sein Professor, der sich vom zugeknöpften Lateinfreak zum überraschend humorvollen Filmliebhaber entpuppt, merkt allerdings ziemlich schnell, dass Jack der lateinischen Sprache eigentlich kaum mächtig ist.
Pleite, verloren und ziemlich traurig stolpert Jack eines Tages in ein Filmset, sieht dort eine atemberaubende Schauspielerin und wird kurz darauf von einem anderen Amerikaner aus seiner prekären Lage gerettet. Finanzielle Rettung inklusive, denn Ronnie engagiert ihn spontan als Übersetzer. Dumm nur, dass Jack Italienisch leider auch eher so auf „Ferienniveau“ beherrscht.
Da sind wir nun.
Welche urkomischen Situationen sich allein aus dieser Konstellation ergeben, könnt ihr euch vorstellen. Aber es ist nicht nur der Humor, der diesen Text so charmant macht. Es sind vor allem die Romancharaktere, die man sofort ins Herz schließt.
Jack, der klassische „Normal Guy“, der eine unfassbare Chance bekommt und fast gezwungen wird, sie zu ergreifen. Hilfsbereit, bescheiden, warmherzig und trotzdem innerlich ständig begleitet von dieser alten Angst, dass seine Zukunft irgendwie schon vorher verloren ist.
Ronnie, ein Baum von Mann, gutmütig, tollpatschig, Schauspieler, völlig überzeugt von sich selbst und genau deshalb einfach herrlich amüsant.
Angelina, glamourös und gleichzeitig überraschend bodenständig. Eine Frau, die mit ihrem Alter ganz selbstverständlich umgeht und Jack gegenüber keinerlei Allüren zeigt.
Ein Trio, das kannst du dir wirklich nicht ausdenken.
Die Sprache ist schnörkellos, was perfekt passt, weil der Witz genau davon lebt. Keine große literarische Akrobatik, sondern pointiert, leichtfüßig und genau im richtigen Moment warm.
Der Plot Twist am Ende wird vermutlich nicht das Leben der Lesenden verändern, aber er ist nett, intelligent und erleuchtend, so wie das ganze Buch. Und als Jack dann auch noch den wahren Gedanken hinter seiner Erfahrung und seinem Bestreben erkennt, wurde es mir beim Lesen erst so richtig warm um Herz.
Anna
5/5
20.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Highlight!
Der Engel von Rom ist herrlich zu lesen. Tiefgründigkeit und Humor legen hier einen fulminanten Tanz aufs Parkett. Für alle, die eine außergewöhnliche Abzweigung in der Handlung zu schätzen wissen, und die sich einer emotionalen Achterbahnfahrt zwischen Lachen und Weinen gewachsen fühlen. Für mich ein Highlight!
lex
5/5
21.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Warmherzige, amüsante Kurzgeschichte
Zuerst dachte ich, der Autor würde locker dem Erzählmuster eines Adoleszenzromans folgen – nur eben innerhalb einer längeren Kurzgeschichte von 130 Seiten. Ich rechnete mit typischen Problemen und Gedanken an der Schwelle zum Erwachsenwerden, auch wenn der Protagonist bereits 21 Jahre alt ist.
Eigentlich ist es an keiner Stelle so gekommen, wie ich erwartet hatte, und auch der Engel von Rom war nicht der, für den ich ihn zunächst hielt.
Jack Rigel geht – wie er selbst sagt – als „unfertiges Projekt“ für ein Jahr zum Lateinstudium nach Rom. Der schüchterne Jack hat hohe Erwartungen an diese Reise. In Gedanken sieht er sich schon als bewunderten Kosmopoliten und gefragten Schriftsteller. Dann die Ernüchterung: Jack ist der schlechteste Lateinstudent in seinem Kurs, und das Geld geht ihm bald aus. Sein Leben nimmt eine plötzliche Wendung, als ein alternder TV-Star ihn um einen Gefallen bittet.
Ich fand die Geschichte wirklich sehr amüsant, und ich bin eigentlich kein Fan von Kurzgeschichten. Aber diese ist lang genug, um sich in die Figuren hineinzufinden. Der Schreibstil ist klar, scharfsinnig und hat Witz.
Weil der Spaß darin besteht, sich überraschen zu lassen, möchte ich nicht spoilern. Es ist eine Geschichte über Identität, Selbstermächtigung, über Handreichung und das Glück des Zufalls, in dem die Figuren sich ständig von den an sie geknüpfte Klischees und Erwartungen entfernen – ein bisschen modernes Märchen, ein bisschen Coming-of-Age.
Die Geschichte erschien 2022 in einer englischen Kurzgeschichtensammlung, bei Kampa ist sie als Einzelbuch veröffentlicht. Der Verkaufspreis von 20 Euro ist der einzige Wermutstropfen.
Einen „Engel von Rom“ wünscht man allen seinen Freunden – geistreiche Unterhaltung für die Dauer einer kürzeren Zugreise. Und ein schönes Geschenk für junge Menschen, die nach der Schule ihren eigenen Weg suchen.
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