Die Kunsthistorikerin Gwen Morris reist in den englischen Lake District, um die Gemälde und Antiquitäten einer alten Familienfreundin zu begutachten. Auf Longdale Manor lernt sie David Bradford kennen, den Enkel der Besitzerin, der das Anwesen in ein exklusives Hotel verwandeln will. Als Gwen das einhundert Jahre alte Tagebuch einer jungen Frau namens Charlotte und einen kunstvoll geschnitzten Hirtenstab entdeckt, den sie schon einmal auf einem Foto ihrer verstorbenen Mutter gesehen hat, begibt sie sich auf die Suche nach Antworten … Eine faszinierende Geschichte von zwei Frauen auf einer Glaubensreise, die Vergangenheit und Gegenwart auf wundervolle Weise miteinander verwebt.
Ausgezeichnet mit dem „Carol Award 2024“ in der Kategorie „Historische Romane“.
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Große Leseempfehlung!
MeineKleineBuecherecke am 02.12.2025
Bewertungsnummer: 2668267
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Für mich ist nach diesem Roman klar: Carrie Turansky gehört nun zu den Autorinnen, wo ich jedes Buch, das erscheint, lesen werde. Ihr Schreibstil ist fesselnd und ihr Erzählstil so bildstark, dass man das Gefühl hat, selbst alles zu erleben, von dem sie erzählt.
Die Geschichte in „Das Tagebuch von Longdale Manor“ ist wunderschön und hat mich – wie viele der christlichen Romane heuer – sehr berührt.
Auf zwei Zeitebenen erzählt, lernen wir einerseits Gwen Morris – eine junge Kunsthistorikerin aus London – und andererseits Charlotte Harper – ebenfalls eine junge Frau, die vor 100 Jahren lebte – kennen.
Zuerst scheint es, als verbünde die zwei Frauen nichts, doch schon bald wird klar, dass dem nicht so ist…
Aber von Anfang an:
Gwen hat einen Fehler bei einer Bewertung eines Gemäldes gemacht und dadurch den Zorn und die Enttäuschung ihres Großvaters und gleichzeitig Arbeitgebers auf sich gezogen. Um die Wogen zu glätten und ihr auch noch mal eine Chance zu geben, sich zu beweisen, wird sie in den englischen Lake District geschickt. Dort soll sie die Gemälde und Antiquitäten einer alten Freundin ihres Großvaters begutachten und für den Verkauf vorbereiten.
Fest entschlossen, ihrem Opa zu zeigen, dass sie eine gute Kunsthistorikerin ist und diesen Job verdient, reist sie sofort ab. Vor Ort trifft sie nicht nur auf die alte Lilly, sondern auch auf deren gutaussehenden Enkel David Bradford. Dieser hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Anwesen von Longdale Manor zu erhalten und um dies zu erreichen, möchte er es in ein Luxushotel verwandeln.
Anfangs kommen Gwen und David nicht gut miteinander aus und ihre gegensätzlichen Ansichten verursachen eine Spannung zwischen den beiden, die die Arbeit nicht unbedingt leichter macht.
Doch sie arrangieren sich – vor allem um Lillys Willen halber – doch bald schon auch, weil sie anfangen, die Motive des anderen besser zu verstehen. Es dauert nicht lange und die beiden mögen sich immer mehr…
Und wo kommt nun Charlotte Harper ins Spiel?
Diese lernen wir kennen, als Gwen anfängt, in einem alten Tagebuch zu lesen, das sie in einem der Räume auf Longdale Manor gefunden hat. Das Schicksal der jungen Frau berührt sie so sehr, dass sie kaum mehr aufhören kann, die Einträge zu lesen. Doch nicht nur das, sie entdeckt auch noch einen alten Hirtenstab im Haus von Lilly. Einen, der genau so aussieht, wie der, den ihr Vater auf dem Foto mit ihrer Mutter hält. Das einzige Foto übrigens, das sie von ihm hat. Denn Gwen hat ihren Vater nie kennengelernt…
Welche Rollen dieser Hirtenstab und das Tagebuch in dem Leben beider Frauen spielen und warum diese für die Geschichte von absoluter Relevanz sind, das müsst ihr dann aber schon selbst herausfinden!
Ich bin von diesem Roman jedenfalls restlos begeistert und kann ihn euch von Herzen empfehlen!
Die Autorin verwebt die Geschichten von Gwen und Charlotte auf wunderbare Weise miteinander und malt ein Bild von Vergebung, der wunderbaren Vaterliebe Gottes und einem Neubeginn – geprägt von Glauben und Annahme.
Fehltritte und Vergebung
agnes.bookworld aus Heiligenhaus, NRW am 06.11.2025
Bewertungsnummer: 2646913
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
In diesem Roman nimmt Carrie Turansky die Leser mit in die Jahre 1912 und 2012 mit. Abwechselnd erzählt sie von Charlotte und Gwen doch was verbindet sie?
1912 begegnen die Leser Charlotte. Nach dem Tod ihres Vaters entdeckt sie ein Familiengeheimnis und gerät in eine Glaubenskrise. Das Vertrauen in eine männliche Person fällt ihr ebenfalls schwer. Da beginnt sie ein Tagebuch zu schreiben und diesem all ihre Gefühle anzuvertrauen.
100 Jahre später im Jahre 2012, entdeckt Gwen, eine Historikerin, dieses Tagebuch. Nach Longdale Manor wurde sie von ihrem Großvater geschickt, um dort historische Gegenstände zu begutachten. Was zunächst auf Gwen wie eine Strafe wirkt, verändert sich, als sie in diesem alten Tagebuch anfängt zu lesen.
Den Schreibstil von Turansky finde ich fließend und angenehm sowie Bildreich. Die Zeitebenen waren klar erkennbar und man wusste direkt zu Kapitelbeginn in welches die Autorin die Leser entführt. Das beschriebene Leben im Jahre 1912 wirkte auf mich authentisch und lebendig. Der christliche Glaube spielt eine zentrale Rolle und prägt die Geschichte. Die Figuren waren glaubwürdig, sympathisch und ihre Gefühle für mich persönlich nachvollziehbar. Die Botschaft des Romans ist den Vätern vergeben, sowie Schuld loslassen und Vertrauen in Gottes Führung finden. Auch wird aufgewiesen dass die Väter verletzen und Fehler machen, Gott jedoch nicht.
Für mich war dies eines der besten Bücher, die ich bisher von Carrie Turansky gelesen hatte. Wer historische Romane mit Gegenwartsbezug und einer starken Glaubensbotschaft mag, wird mit diesem Buch wunderbare Lesestunden erleben.
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