Produktbild: Die acht Leben der Frau Mook

Die acht Leben der Frau Mook Roman

10

18,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

15039

Erscheinungsdatum

10.07.2025

Verlag

Unionsverlag eBooks

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

2330 KB

Originaltitel

8 Lives of a Century-Old Trickster

Übersetzt von

Karen Gerwig

Sprache

Deutsch

EAN

9783293311961

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

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15039

Erscheinungsdatum

10.07.2025

Verlag

Unionsverlag eBooks

Seitenzahl

(Printausgabe)

Dateigröße

2330 KB

Originaltitel

8 Lives of a Century-Old Trickster

Übersetzt von

Karen Gerwig

Sprache

Deutsch

EAN

9783293311961

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  • Eva

    5/5

    31.05.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Rollenspiel ums seelische Überleben

    Dieser kunstvolle Roman spannt einen Bogen über ein Jahr­hundert ko­rea­ni­scher Ge­schich­te. Die Phase der destruktiven Einflussnahme Japans wird von der Teilung des Landes nach 1945 abgelöst, gefolgt vom Koreakrieg bis hin zum andauernden Status Quo. Die politischen Rahmenbedingungen werden jedoch nur touchiert, stattdessen bewegt sich Mirinae Lee zwischen Erlebnissen ihrer Protagonistin im dramatischen 21. Jahrhundert Koreas. Gewalt Unterdrückung, Elend und Ausbeutung wiederholen sich in jedem politischen System und werden damit als brutales, machtbesessenes, skrupelloses Narrativ entlarvt. Frau Mook wohnt im Seniorenheim und erzählt der Ich-Erzählerin ihre Lebensgeschichte. Sie versieht die Stationen ihres Lebens mit 8 Etiketten: Sklavin. Flucht­künst­lerin. Mör­derin. Terro­ristin. Spio­nin. Ge­liebte. Mutter. Ob sie auch eine Hochstaplerin ist, bleibt zunächst ungewiss. Frau Mook erweist sich als raffinierte Geschichtenerzählerin, die in Charaktere eintaucht, ihre eigenen Motive seziert und die Ereignisse frei von Schuldzuweisungen detailliert beobachtet. Und damit wird die Biografie Frau Mooks stellvertretend für die Erfahrungen vieler Frauen. Sie stehen unter Fremdherrschaft, erfüllen Rollen, erleben Kriege, Gewalt und Unterdrückung, erdulden Vergewaltigungen und Stigmatisierung, sterben und leben weiter in den Leben der anderen. Die Protagonistin wechselt Identitäten als wären es Sprachen, übernimmt Verantwortung und stellt sich dem Widerspruch von Konsequenz und Überlebensstrategie. Die Protokollantin wird die reflektierende Instanz. Aus Verrat, Lüge und Brutalität macht Mirinae Lee einen raffinierten Roman, der mit den Trugbildern der Erinnerung spielt. Schönste Sätze fangen das Grauen ein, zerstörerische Kraft fließt aus den Seiten wie Musik. Die Geschichten, die wir uns und anderen erzählen, lindern den Schmerz wie ein Trostpflaster. Dabei steht nichts weniger als das Menschsein auf dem Spiel. Frau Mook widersteht Ideologien, verlässt sich auf ihren Intellekt und trotzt den schier unmenschlichen zumutungen des Lebens. Sie entscheidet sich für das Leben, getragen von Werten, die sich über menschengemachte Rollen und Identitäten erheben: Loyalität, Liebe und eine tiefe, grenzensprengende Humanität. Die acht Leben der Frau Mook ist Abenteuerroman, feministisches Protokoll, Verwirrspiel, eine Geschichte von Krieg, Vertreibung, Flucht, der Schönheit der Sprache und zeitenüberdauernder Liebe. Manchmal brauchen wir die Kunst des Geschichtenerzählens, um nicht an der Wirklichkeit zu zerbrechen.

  • Almut Scheller-Mahmoud

    aus 21109 Hamburg

    5/5

    28.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Im Dschungel von Who is who einer geteilten Nation

    Eine Angestellte in dem Seniorenheim Golden Sunset hatte die Idee, Nachrufe für die einzelnen Bewohner zu schreiben und so entsteht ihr enger Kontakt zu Frau Mook, einer fast Hundertjährigen. Aufgeteilt in acht Kapitel wird hier die politische Geschichte eines geteilten Landes und die biografische Zerrissenheit der Protagonisten aufgezeigt. Die Lebensfolgen sind nicht chronologisch und somit oftmals verwirrend. Man braucht Zeit und Geduld, muss oft zurück blättern, um sich nicht in diesem Dschungel zu verlieren. Die Hauptprotagonistinnen sind Yongmal und Minhee, deren Herkunft und Geheimnisse zu entschlüsseln sind. Eine verwirrende Vielzahl an dramatis personae in immer wieder wechselnden Szenarien, Konstellationen und Orten geben diesem koreanischen Roman ein ganz eigenes Gepräge. Man wird mit der Geschichte Nord-und Süd-Koreas konfrontiert, eines bis heute geteilten Landes, mit der japanischen Besatzung und der zumindest für Südkorea erfolgten Befreiung durch die Amerikaner. Es gibt grausame Szenen, aber auch tröstliche und liebevolle, Männer spielen fast keine Rolle, und wenn, dann hauptsächlich eine gewalttätige, grausame bis auf die Ehemänner der zwei Protagonistinnen, einem Maßschneider der nordkoreanischen Elite und einem amerikanischen Staatsbürger mit asiatischen Wurzeln. Ein beschämendes, grausames Kapitel der japanischen Besatzungszeit,´das der sog. Trostfrauen, wird nicht ausgespart. An die 200.000 Frauen wurden entführt, gefangen genommen, misshandelt, missbraucht, zwangsprostituiert, um den Soldaten zu jeder Zeit, für jeden perversen“Genuss“ zur Verfügung zu stehen.Bis heute hat Japan das Unrecht zwar anerkannt und auch eine gewisse Entschädigungssumme gezahlt, lehnt aber die volle rechtliche Verantwortung sowie personalisierte Wiedergutmachungen ab. Der Roman beleuchtet die Kraft von Frauen, unter widrigsten Umständen am Leben zu bleiben, sich neu zu erfinden, Überlebensstrategien zu entwerfen. Wie auf einem Jahrmarkt der Identitäten, wie in einem Spiegelkabinett einer Kirmes mit Verzerrungen. Meisterhaft geschrieben mit ausufernder Phantasie werden hier Frauenschicksale., mitunter fast ein wenig skurril, hoch interessant die geophagischen Einsprengel, in kriegerischen und politisch brisanten Zeiten zum Leben erweckt. Das Precht’sche Zitat “Wer bin ich, und wenn ja, wie viele? passt wie maßgeschneidert. Und läßt über die. eigene(n) Identität(en) nachdenken. Oder?

  • V

    aus München

    5/5

    11.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Für Fans asiatischer Literatur

    Wer gerne moderne asiatische Literatur liest und sich für andere Länder und Geschichte interessiert, ist hier genau richtig. Es wird ein ganzes Leben, eingebettet in die Zeitgeschichte, erzählt, die Lesenden werden gut unterhalten und erfahren sehr viel. Es hat mich etwas an den Roman Pachinko erinnert, der ebenfalls über einen langen Zeitraum dem Schicksal seiner Protagonist*innen folgt.

  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    20.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Acht Leben, unzählige Wahrheiten

    Ein Leben reicht nicht, um all das erlebt zu haben – genau das denkt man ständig bei Frau Mook. Jede Seite wirft eine neue Identität in den Raum, ein neues Schicksal, einen neuen Abgrund. Pflegeheim, alte Dame, brüchige Stimme – und plötzlich öffnen sich Welten, die nach Blut, Angst, Hoffnung und Überleben riechen. Diese Frau behauptet, alles gewesen zu sein: Opfer und Täterin, Liebende und Verräterin, Mutter und Hochstaplerin. Klingt maßlos übertrieben, fühlt sich aber erschreckend echt an. Während man noch versucht, Wahrheit von Fantasie zu trennen, zieht das Buch einen längst weiter. Nordkorea, Südkorea, Indonesien, China – Geschichte wird hier nicht erklärt, sondern durchlebt, mit schmutzigen Händen und pochendem Herzen. Besonders stark ist dieses ständige Misstrauen. Stimmt das alles? Lügt sie? Lügt sie sich selbst an? Genau dieses Spiel macht süchtig. Jede Episode fühlt sich wie ein eigenes Leben an, und doch fügt sich alles zu einem großen, melancholischen Bild zusammen: ein asiatisches Jahrhundert voller Gewalt, Umbrüche und verlorener Unschuld. Leicht ist das nicht. Manche Passagen schlagen hart zu, andere sind leise und traurig, fast zärtlich. Humor blitzt selten auf, wirkt dann aber umso menschlicher. Am Ende bleibt das Gefühl, einer Frau begegnet zu sein, die mehr ertragen hat, als ein Mensch eigentlich tragen kann. Und der Gedanke, dass Wahrheit manchmal weniger wichtig ist als das Überleben.

  • Buch_im_Koffer

    aus Münster

    5/5

    29.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Fesselnde, harte Lebensgeschichte in Korea

    Eine Frau, fast 100 Jahre alt, gibt in einem Pflegeheim in Südkorea einer Angestellten acht Worte. Acht Worte, die ihr Leben zusammenfassen: „Sklavin. Fluchtkünstlerin. Mörderin. Terroristin. Spionin. Geliebte. Und Mutter.“ Und die junge Frau lauscht gebannt den Lebenserinnerungen der Frau Mook. Oder sind es am Ende nur Hirngespinste? Denn: Was ist die achte Rolle? Die nun folgenden acht Kapitel sind an Spannung kaum zu überbieten. Zu jedem ihrer Worte gibt Frau Mook einen Teil ihres Lebens preis, verrät dunkle Geheimnisse, teilt die furchtbarsten Erlebnisse, die man Menschen antun kann, offenbart kleine und große Lügen, liebevolle Momente und schicksalshafte Begegnungen. Die Kindheit im Norden Koreas vor der Teilung, das Leben als Trostfrau für die japanischen Besatzer, eine Ehe unter den Augen Nordkoreanischer Spione. Warum ich diesen Roman einfach nicht zur Seite legen konnte? Zum einen gewährt Mirinae Lees Roman einen emotionalen und gleichzeitig verstörenden, grausamen Einblick in ein Land, seine Bewohner und seinen Machtapparat. Zum anderen schildert die Autorin die acht Stationen im Leben Frau Mooks so einschneidend, so tiefgreifend und intensiv, dass man schier das Gefühl hat, dabei zu sein. Szenen, in denen ich das Atmen vergesse, vor Entsetzen Tränen in den Augen habe, dann wieder lächle und kleine Momente des Glücks genieße. Und dann ist da noch der Einblick in nahezu 100 Jahre Geschichte – aus einer Region, die mir persönlich relativ fremd ist – die mir nur in Fragmenten bekannt ist, hier aber eine übergeordnete, wenngleich nicht chronologische Einordnung erfährt. Dieser Roman hat es in sich. Einmal angefangen entwickelt er eine Dynamik und Spannung, der man sich nicht entziehen kann. Ein Roman, der in jedem Falle noch lange nachhallt. Und am Ende werdet ihr nie wieder ein prägnantes Muttermal ansehen können, ohne an Frau Mook zu denken – oder ihr ertappt Euch dabei, die Erde in Eurem Garten zu probieren.

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