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Produktbild: Aue

Aue Roman

14

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Nein

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

13.05.2025

Verlag

Alfred Kröner Verlag

Seitenzahl

487 (Printausgabe)

Dateigröße

773 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Jana Grohnert

Sprache

Deutsch

EAN

9783520630919

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

13.05.2025

Verlag

Alfred Kröner Verlag

Seitenzahl

487 (Printausgabe)

Dateigröße

773 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Jana Grohnert

Sprache

Deutsch

EAN

9783520630919

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  • meerblick

    5/5

    17.07.2025

    eBook (ePUB 3)

    Traumata von Generationen und indigenen Völkern

    Becky Manawatu erzählt in ‚‘Aué‘ eine schmerzliche, traurige Geschichte über das Geschwisterpaar Árama und Taukiri, die ihre Eltern verloren haben und damit den Halt in ihrem Leben. Während der achtjährige Ámara bei seiner Tante und dem gewalttätigen Onkel auf einer abgelegenen Farm in Neuseeland unterkommt, sucht Taukiri mit seinen siebzehn Jahren sein Seelenheil durch Flucht vor der Heimat. Er reist quer durchs Land ohne feste Arbeit und macht auch vor dem kriminellen Drogenmissbrauch keinen Halt. Ámara findet in Beth, der Nachbarstochter, eine Freundin. Die Geschichte wird nicht linear erzählt. Man taucht immer wieder in verschiedene Zeitebenen und Erzählperspektiven ein, sodass man erst nach und nach ein Verständnis für die familiären Zusammenhänge bekommt, für die Suche nach den Wurzeln und schließlich auch das schwere Leid der Maori, der Ureinwohner Neuseeland, verstehen lernt. Der Buchtitel, der ein Synonym für wehklagen, weinen ist, weist auf den Schwerpunkt dieses außergewöhnlichen Romans. Er liest sich nicht flott dahin, sondern verlangt nach Aufmerksamkeit, verleitet zum Nachdenken, schenkt großen Lesegenuss durch seinen einzigartigen Sprachstil und Erkenntniszuwachs über das Leben von Menschen, die am anderen Ende unserer Erde wohnen. Meine Leseempfehlung spreche ich sehr gern an dieser Stelle aus.

  • KöB Wallhalben

    aus Südwestpfalz

    5/5

    05.07.2025

    eBook (ePUB 3)

    Ein Buch wie das Meer: rau, schön, unvergesslich

    „Auē“ von Becky Manawatu hat mich tief berührt und zugleich erschüttert. Für mich ist es genau das, was ein perfekter Sommerroman im besten Sinn sein kann: einer, der mit großer Intensität von Sonne, Meer und Natur erzählt – und dabei umso deutlicher zeigt, wie sehr Licht und Schatten im Leben zusammengehören. Schon das Cover hat mich mit seiner Schlichtheit und Symbolkraft angesprochen. Es passt wunderbar zu diesem Roman, der so viel vom Ozean erzählt, der zugleich Freiheit und Bedrohung bedeutet. Die Geschichte von Taukiri und Ari, zwei Maori-Brüdern, die nach dem Verschwinden ihrer Eltern jeder auf eigene Weise mit Schmerz und Schuld kämpfen, ist erschütternd ehrlich und zutiefst menschlich. Manawatus Sprache ist ein Ereignis: mal weich und poetisch, dann wieder roh und wuchtig, voller Sprachbilder, die nachhallen. Ich habe mich oft gefühlt, als würde ich selbst am Strand sitzen, das Salz auf den Lippen schmecken und den Schmerz dieser Familie spüren. Besonders beeindruckt haben mich die Figuren. Ari, so verletzlich und zugleich stark, und Taukiri, dessen Flucht so nachvollziehbar ist – sie sind keine Helden, sondern echte Menschen, mit Fehlern, Träumen und einer tiefen Sehnsucht nach Liebe und Zugehörigkeit. Für mich ist dieses Buch deshalb interessant, weil es einen Einblick in das Leben der Maori gibt, jenseits folkloristischer Klischees. Es erzählt von familiären Wunden, Gewalt, aber auch von Freundschaft, kleinen Hoffnungen und dem Mut, sich dem Leben zu stellen. Ein Roman, den ich unbedingt weiterempfehlen möchte – an alle, die Geschichten suchen, die nach Salz, Tränen und Sonne schmecken und lange im Herzen bleiben.

  • Bewertung

    5/5

    09.06.2025

    eBook (ePUB 3)

    Anspruchsvoll und intensiv

    ‚Aue‘- ich glaube ich habe nie ein emotional schwierigeres Buch gelesen, eines das mich so sehr aufgerüttelt hat. Vieles spielt sich zwischen den Zeilen ab, poetisches versucht der Handlung zwar etwas an Schwere zu nehmen und doch ist es auch sehr fordernd und direkt. Die Handlung setzt sich wie ein Puzzle zusammen, nach und nach gewinnt man an Informationen und beginnt Zusammenhänge zu erahnen ohne diese je in Gänze erfassen zu können. Es steckt so viel in diesem Werk, dass es einfach mehrfach gelesen gehört. Doch all diesen Schmerz auszuhalten fiel mir nicht immer leicht. Es ist definitiv kein Buch für zwischendurch und nicht für jeden geeignet, wer sich jedoch auf diese Geschichte einlassen kann, wird sie sicher nie mehr vergessen.

  • Rina

    aus Mannheim

    5/5

    04.06.2025

    eBook (ePUB 3)

    Roh und fordernd

    Aue“ von Becky Manawatu war für mich ein sehr intensives, aufwühlendes und schwer verdauliches Buch. Es erzählt die Geschichte von Ari, einem achtjährigen Jungen, der nach dem Tod seiner Eltern von seinem älteren Bruder Taukiri zu Verwandten gebracht wird. Taukiri lässt ihn dort zurück und verschwindet. Man merkt sofort, dass Taukiri völlig überfordert ist mit dem, was passiert ist. Seine Flucht wirkt nicht herzlos, sondern wie ein verzweifelter Versuch, selbst irgendwie zu überleben und das was geschehen ist zu verarbeiten. Er glaubt, dass Ari bei Tante Kat und Onkel Stu in Sicherheit ist – was sich jedoch bald als Trugschluss herausstellt. Was mich sehr berührt hat, war, wie Ari mit alldem umgeht. Er ist noch so jung, vermisst seinen Bruder schrecklich, hofft auf Anrufe, erinnert sich an seine Nanny, sucht Halt – und gleichzeitig versucht er, irgendwie mit der neuen Situation klarzukommen. Seine Freundschaft zu Beth ist einer der wenigen Lichtblicke. Die beiden geben sich gegenseitig Halt. Das Buch wird nicht nur aus Aris Sicht erzählt, sondern auch aus Taukiris – und später auch aus anderen Perspektiven, zum Beispiel von Jade und Toko. Anfangs ist nicht ganz klar, wie alles zusammenhängt, aber nach und nach fügen sich die Puzzleteile zusammen, und man erkennt, dass hier viele Leben durch Schmerz und Trauma miteinander verbunden sind. Die Themen, die angesprochen werden, sind heftig. Wirklich heftig. Es geht um häusliche Gewalt, Missbrauch, Trauer, Drogenmissbrauch , familiäre Zerrüttung, - und das nicht nur in einer Generation, sondern über viele hinweg. Was ich an der Sprache besonders mochte, war, wie roh und kraftvoll sie sein konnte und gleichzeitig poetische Momente hatte. Der Stil ist kraftvoll, direkt, manchmal fast schon brutal, aber auch voller Gefühl. Es gibt Szenen, die sind schwer auszuhalten – nicht unbedingt explizit beschrieben, aber so, dass man sie deutlich spürt. Ich musste öfter Pausen machen, um das Gelesene zu verarbeiten. Zur Mitte hin habe ich mich manchmal gefragt, was die Autorin mir eigentlich sagen möchte, denn alles wirkte so hoffnungslos – ganz gleich, welches Schicksal man betrachtet. Glückliche Momente gibt es nur selten, und selbst diese scheinen unter einem Zeitlimit zu stehen. Zum Ende hin konnte es mich dann doch überzeugen und hat mich emotional vollkommen gepackt. Ich musste wirklich schlucken, besonders weil so viele dieser Schicksale unverschuldet sind. Es sind teilweise noch Kinder und Jugendliche, die in Situationen hineingeboren werden, für die sie nichts können – und das über Generationen hinweg. Es fühlt sich an wie ein Zirkel, aus dem kaum jemand ausbrechen kann. Es gibt kein wirkliches Happy End – und das hätte auch nicht gepasst. Das Ende war heftig und raubt den letzten Funken von Unschuld, der vielleicht noch zwischen den Zeilen zu finden war. Ich würde das Buch nicht uneingeschränkt jedem empfehlen. Man sollte wissen, dass es sehr schwere Themen behandelt und emotional sehr fordernd ist. Es hat mich tief berührt und wird mich noch eine ganze Weile beschäftigen. Für mich ist Ari der eigentliche Held dieser Geschichte – ein Kind mit so viel Herz, so viel Mut. Das ging mir wirklich sehr nah. Ich glaube, das Ende werde ich so schnell nicht vergessen.

  • Marapaya

    4/5

    14.07.2025

    eBook (ePUB 3)

    Schmerz und Schuld

    Bücher aussuchen ist bei mir eine komplexe Angelegenheit und stark von meinen Gefühlen bestimmt. In der Regel gibt das Cover den Ausschlag, ob ich ein Buch in der Auslage überhaupt in die Hand nehme oder ganz liegen lasse. Dann lese ich den Klappentext und blättere einmal grob durch das ganze Buch. In 9 von 10 Fällen lege ich das Buch dann trotzdem wieder zurück. Meistens weiß ich eigentlich, welches Buch ich holen möchte und stöbere trotzdem ausgiebig durch das gesamt Angebot. Manchmal springt mir aber auch ein Buch ins Auge, dass ich unbedingt haben und lesen möchte, ohne dass ich genau sagen kann, warum. Becky Manawatus Roman „Auē“ ist solch ein Buch. „Auē“ bedeutet in der Sprache der Maori weinen, klagen, stöhnen, heulen oder wird auch als ein Ausdruck des Erstaunens oder der Verzweiflung verwendet ähnlich unserem „Oh je“ oder „O weh“ im Deutschen. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich diese Begriffserklärung beim Aussuchen zur Kenntnis genommen habe. Ich habe offensichtlich nur „Familienprobleme, Rauschen des Meeres und Gitarre“ abgespeichert. Bei der Lektüre wurde der Titel dann schnell Programm. Ich habe teilweise Rotz und Wasser geheult und wirklich ständig die Luft angehalten oder „O weh“ gedacht. Dieser Roman ist so schwer auszuhalten und gleichzeitig so schwer aus der Hand zu legen. Manawatu erzählt hier eine Familiengeschichte, die in einen Strudel von Gewalt und Verzweiflung hineingezogen wird und dabei ist, sich fast völlig zu verlieren. Im Mittelpunkt steht der 8jährige Ari und sein großer Bruder Taukiri. Traumatisiert vom tragischen Verlust der Eltern muss Ari sich nicht nur in seinem neuen Zuhause bei Tante und Onkel eingewöhnen, sondern sich auch von Taukiri verabschieden, der mit dem Auto und seinem Surfbrett der Situation durch Flucht zu entkommen versucht. Ihm bleibt auch keine andere Wahl, denn für ihn gibt es kein Zuhause mehr. Nur eine verschollene leibliche Mutter, an die er sich gar nicht wirklich erinnern kann und ein diffuses Gefühl von Schuld und Trauer. In wechselnden Perspektiven und auf verschiedenen Zeitebenen erzählt Manawatu die Familiengeschichte von Ari und Taukiri. Zeigt auf, wie Gewalt und Hass die Fronten verhärten können und nachgegebenen Rachegefühlen unumkehrbare Entwicklungen in Gang setzen. Sie zeigt aber auch, wie stark die Trauer eine Familie belasten, verändern und den Blick für das Wesentliche verschließen kann. Am stärksten müssen darunter die Kinder leiden. Manawatu gelingt es meisterlich vor allem die kindliche Perspektive Aris darzustellen. Sie hat mich mit ihrer Prosa vollständig in den Bann gezogen und stachelt mich gegen alle Erwachsenen auf, die ausschließlich mit sich selbst beschäftigt scheinen und das Wohl des Kindes völlig aus dem Blick verlieren. Die Lektüre von „Auē“ war intensiv, verstörend und tief berührend. Einige Szenen haben sich regelrecht eingebrannt und ich bin sehr dankbar, dass ich dieser Form von Gewalt bisher nur in ihrer fiktiven Form begegnen musste.

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