Produktbild: Wenn die Sonne untergeht

Wenn die Sonne untergeht Familie Mann in Sanary | Der Nr. 1-Bestseller über Thomas Mann und seine Familie im Exil

87

22,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

4397

Erscheinungsdatum

22.10.2025

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

336 (Printausgabe)

Dateigröße

7682 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783104916965

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

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  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Verkaufsrang

4397

Erscheinungsdatum

22.10.2025

Verlag

Fischer E-Books

Seitenzahl

336 (Printausgabe)

Dateigröße

7682 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783104916965

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  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    08.12.2025

    eBook (ePUB 3)

    Ein Sommer in Sanary

    Schweren Herzens sagt Thomas Mann ja, als seine Frau und die Kinder ihn überredeten, Deutschland zu verlassen. Er konnte es nicht verstehen. Als über die Grenzen des Reiches geschätzter Autor und Nobelpreisträger muss er seine Heimat verlassen? Das Haus an der Poschingerstraße in München war das Zuhause der Familie Mann. Und das seit etlichen Jahren. Was für Thomas Mann und seine Frau absurd und nicht realistisch war, erkannten ihre Kinder Erika und Klaus sehr schnell. Deutschland wurde zunehmend faschistisch und Hitler sowie seine Anhänger wollten alle Juden vertreiben. Es spielte dabei keine Rolle, ob sie wohlhabend oder geschätzt waren. Sobald sich bei Nachforschungen herausstellte, dass sie in ihrer Ahnenreihe einen Menschen jüdischen Glaubens hatten, wurden sie gedemütigt und verfolgt. Thomas Mann kann sich nur schwer mit seiner gezwungenen Ortsveränderung abfinden. Er glaubt fest daran, dass dieser „verrückte Hitler“ und seine Anhänger nicht lange ihr Unwesen treiben werden. Wenn er jedoch die Gespräche seiner Nachbarn und Autorenkollegen so hört, dann wird ihm Angst und Bange. Nicht nur sein Bruder Heinrich und Lion Feuchtwanger sprechen aus, was eigentlich alle fürchten. Deutschland ist dem Niedergang geweiht. „Wenn die Sonne untergeht“ beschreibt eindrücklich, was 1933 im kleinen Fischerort Sanary sur Mer vor sich ging. Der Autor versteht es ausgezeichnet, das Seelenleben des großen Autors zu offenbaren. Alleine das Wort „Behagensminderung“ kannte wohl kaum jemand vor dem Lesen des Buches. Herr Mann war ein Mensch, der seine Marotten hatte und nur eine sehr geduldige Ehefrau kam damit klar. Die Kinder hatten Respekt vor ihm. Nur Erika wusste, wie sie dem „ Zauberer“ begegnen konnte. Wieder einmal hat mich der Autor Florian Illies ausnahmslos überzeugt. Seine Recherchen waren mit Sicherheit sehr umfangreich. Immer mal wieder würzte er das ernste Thema von Verfolgung und Flucht mit seinem unvergleichlichen Humor. Beim Lesen war mir nicht nur die Familie Mann sehr nahe. Auch alle, die in diesem Sommer 1933 Zuflucht in Frankreich suchten.

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    21.11.2025

    eBook (ePUB 3)

    Eine Leseempfehlung

    „Die Gefahr ist sicherer als die Sicherheit!“ Zu Autor Florian Illies habe ich, ebenso wie zur Familie Mann ein zwiespältiges Verhältnis. Der Besuch der Buch Wien, bei der ich Florian Illies bei einem Interview zu seinem neusten Buch erleben durfte, hat mich dazu bewogen, mich sowohl mit ihm selbst, als auch mit der Familie Mann nochmals zu beschäftigen. Florian Illies lässt in diesem, seinem neusten Buch die Monate Februar bis September 1933, die für die Familie Mann (und Tausende andere) weitreichende Folgen haben wird, Revue passieren. Er lässt uns einen Anteil haben am Leben der Familie Mann, das in diesen Monaten zu einem Leben in absoluter Fassungs- und Hilflosigkeit erstarrt. Dabei verabsäumt er nicht, darzustellen, wie sich - vor allem Thomas Mann - in einer Blase von Egozentrik und Selbstgefälligkeit befindet, aus der es kaum ein Entrinnen gibt. Wie ein Herrscher gebietet er seinen Kindern Erika und Golo, Manuskripte, Briefe, Geld sowie zahlreiche Wertgegenstände aus der Münchener Villa nach Sanary-sur-Mer, wo sie aktuell leben, zu schaffen. Beide bemühen sich, stets auch in Gefahr zu sein von der Gestapo verhaftet zu werden, doch der Dank oder wenigstens eine Anerkennung ihrer Leistungen seitens des Vaters bleibt aus. Obwohl die Familie Mann ihr Schicksal mit Dutzenden anderer Literaten wie Eva Herrmann, Aldous Huxley, Lion Feuchtwanger, Arnold Zweig usw. teilt, scheint Thomas Mann vor allem persönlich beleidigt zu sein. Er, der Literaturnobelpreisträger von 1929 wird einfach ausgebürgert und mit Verhaftung bedroht! Manns Empörung ist deutlich spürbar, gleichzeitig verschließt er, im Gegensatz zu seinem Bruder Heinrich seine Augen vor den politischen Umwälzungen in Deutschland. Dies führt letztendlich zu einem Konflikt zwischen Thomas Mann und seinem Sohn Klaus, für dessen Empfinden Thomas nicht eindeutig genug Stellung gegen das NS-Reich bezieht. Geschickt zeigt uns Autor Florian Illies wie die Mitglieder der Familie Mann mit dem Gefühl der Entwurzelung umgeht. Dazu zitiert er aus zahlreichen Briefen und Tagebüchern, anhand derer er die Charaktere der Familienmitglieder beschreibt. Das schließt unter anderem die Drogensucht von Klaus mit ein. Ehrlich gesagt ist mir nach wie vor kein Familienmitglied so richtig sympathisch, am ehesten Katja Mann, geborene Pringsheim, die im Hintergrund die Fäden in der Hand hält. Das Buch ist keine durchgehende Biografie der Familie Mann. Eine solche würde wohl den Rahmen sprengen. Das Buch ist eine mehrmonatige Momentaufnahme, die manchmal kühl beobachtend und durchaus ironisch ist. Immer wieder sorgen Aussprüche von Thomas Mann bei mir für Kopfschütteln, wenn er sich beinahe weinerlich um seinem zurückgelassenen Besitz sorgt und die verlorene Bequemlichkeit beklagt. Schmunzeln musste ich bei der Vorstellung, Thomas und Heinrich Mann gehen hanseatisch, sommerlich gekleidet am Stand von Sanary spazieren - weißer Dreiteiler bei 30 Grad im Schatten. Sehr gut gefällt mir der Abschnitt „danach“, in dem die weiteren Lebenswege der einzelnen Familienmitglieder gut und prägnant zusammengefasst sind. So wird Thomas Mann später in Zürich alle seine Bücherkisten und (fast) all seine geliebten Dinge wiederfinden. Nur seine Heimat, die hat er verloren. „Wir sind eine erlauchte Versammlung - aber einen Knacks hat jeder.“ schreibt Thomas Mann in seinem Tagebuch. Dem ist wohl wenig hinzuzufügen. Fazit: Ich bin nach wie vor kein großer Fan der Familie Mann, doch diese unterhaltsame Lektüre hat sie mir ein wenig zugänglicher gemacht. Gerne gebe ich hier 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • leseleucht

    aus Alfter

    5/5

    20.03.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mit vielen Zwischentönen

    Florian Illies hat sich wieder einmal einem historischen und einem kulturgeschichtlichen Stoff in Hochkonzentrat gewidmet: ein Sommer im Jahre 1933, von Mai bis September, in Sanary sur Mar. Die erste Station von Thomas Mann und seiner Großfamilie im Exil im exzentrischen Kreis von Intellektuellen und Künstlern, die vor den Nazis geflohen sind oder einfach auch nur einen Sommer an der Küste des Mittelmeers mit dem typischen Charme und Flair verbringen sollen. Mit feiner Ironie beschreibt Florian Illies insbesondere die Schrullen, wenn man es so nennen will, des Großbürgerlichen Thomas Mann, der auch in den Unbilden des Exils seinen gewohnten Komfort als Nobelpreisträger, erfolgreicher, international bekannter Autor und in die wohlhabende Familie Pringsheim Eingeheirateter zu genießen verlangt. Fast zynisch klingen seine Klagen über die Unbequemlichkeit der Reise nach Sanary, wenn man bedenkt, wie andere aus Deutschland geflohen sind und wieder anderen diese Flucht gar nicht erst gelang und sie in die Konzentrationslager verschickt wurden. Der ganze Kreis an exzentrischen, schillernden Figuren, der sich um die Familie Mann schart oder – wie die beiden Kinder Klaus und Erika – zur selben gehören entlockt dem Autor immer wieder ein paar ironische Seitenhiebe auf Befindlichkeit, Eitelkeiten und auch Selbstverliebtheiten, denen die Empathie für die Gefühlslage anderer gänzlich abgeht. Seien es Thomas Manns eigene Kinder, wie der ungewollte Sohn Michael oder der nicht ganz ernst genommene Golo, die darunter leiden, oder betrogene Ehefrauen und ausrangierte Geliebte, die manch anderer Gast in Sanary auf dem Gewissen hat. Zugleich macht Illies die zunehmenden Repressalien der Nazis gegenüber den jüdischen Bürgern sowie den Andersdenkenden oder unkonventionell lebenden Künstlern und Intellektuellen und die damit beginnende Atmosphäre von Bedrohung, Angst und Schrecken gut fühlbar. Dem entgegen setzt er beinahe poetisch die Stimmung in Sanary sur Mar, der warme Sommer, der auch ein Stück weit noch Unbeschwertheit und Genuss der französischen l‘art de vivre verspricht, die Villa, sagenhaft am Meer gelegen, die viel Komfort bietet, der intellektuelle Austausch in der Künstlergemeinde, die Treffen und Feiern, die Tagesroutinen, Sport und Vergnügungen, die bisweilen die Exilsituation vergessen lassen. Mit großem Vergnügen lauscht man der großartigen Stimme von Stephan Schad, der genau den richtigen Ton für dieses Buch trifft. Die Fülle an Informationen und Details, die Florian Illies hier zusammengetragen hat, machen es zwar bisweilen nicht ganz einfach, alles mitzubekommen und mitzubehalten – man muss schon mit Konzentration folgen -, aber dennoch kann man immer wieder mühelos einsteigen und sich auf ein neues Kapitel aus diesem Sommer einlassen. Dieses (Hör-)Buch verbindet eine Unmenge an Detailwissen mit viel Atmosphäre und großem Unterhaltungswert.

  • Bewertung

    aus Heyerode

    5/5

    05.02.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Herausragend

    Herausragender Roman - der mich ins Jahr 1933 entführte. Die politische Lage Deutschlands in den Blick nehmend, die sich immer weiter zuspitzt hat mich die Geschichte der Familie Mann mitgerissen, hineingerissen zwischen die Buchdeckel. Die Flucht, welche die Familie Mann und ihre sechs Kinder durch Zufall nach Frankreich führt, ist sehr lebendig und glaubwürdig geschildert. Der historische Hintergrund ist perfekt eingebunden. Wir befinden uns in Sanary-sur-Mer, es ist Sommer und wir fühlen mit den Manns. Sehr detailliert und nachvollziehbar werden die Charaktere der Eltern und die der Kinder dargestellt, die sehr unterschiedlich sind. Wie die einzelnen Charaktere mit ihren Handlungen und Gefühlen sich neu orientieren im Exil, das wird literarisch sehr intensiv und ansprechend dargestellt. Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen versehen. Ein wunderbar zu lesendes Buch, eine Geschichte, die sich entfaltet und spannungsintensiv zu lesen ist bis zum Schluss. Das Flair der Zeit und der Örtlichkeiten einfangend. ABSOLUT GELUNGEN !!! #wenndiesonneuntergeht #FlorianIllies #fischerverlag #FamilieMann #heidizengerling

  • Bewertung

    5/5

    17.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Atmosphärisch und inspirierend

    Kurzkommentar: Sehr atmosphärische und inspirierende Einblicke in das ausserordentlich interessante Leben der Familie Mann. Macht grosse Lust mehr über die einzelnen Mitglieder dieser Familie zu erfahren und andere Bücher des Autors zu entdecken. Sehr empfehlenswert!

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    Flora S.

    Thalia Leoben – LCS

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    5/5

    15.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schriftsteller im Exil

    "Wenn die Sonne untergeht" ist eine Erzählung über die berühmte Schriftstellerfamilie des Thomas Mann und behandelt die 1930er Jahre, insbesondere die Zeit, die die Familie im Exil im französischen Ort Sanary verbringt. Sie trifft dort auf weitere schillernde SchriftstellerInnen und KünstlerInnen, die ebenfalls ihre Heimat wegen des grausamen Naziregimes verlassen mussten. Sehr eindrücklich wird die Betroffenheit über die Entwicklung in Deutschland und darüber, wie sich ehemalige Freunde und Geliebte dem Nationalsozialismus mit Begeisterung zuwenden, beschrieben. Sehr spannend sind auch die einzelnen Fluchtgeschichten, man liest sie mit angehaltenem Atem. Auch die komplizierten Beziehungen der einzelnen Familienmitglieder zueinander werden durchleuchtet. Bis auf Elisabeth leiden alle Kinder unter der Strenge des Vaters und wünschen sich doch so sehr seine Aufmerksamkeit. Berichte über heiße Affären und kleine Skandale unter den Kurzzeit-BewohnerInnen von Sanary kommen nicht zu kurz und sorgen trotz des erschütternden Hauptthemas für Unterhaltung. Ich habe in diesem Buch sehr viel über die damalige Zeit und deren Künstler erfahren und möchte es unbedingt weiterempfehlen!

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