Produktbild: Wer die Toten stört

Wer die Toten stört Historischer Thriller über Grabräuber, Serienkiller und den unbändigen Wunsch nach Wissen und medizinischen Fertigkeiten. Historischer Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

28.11.2025

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

415 (Printausgabe)

Dateigröße

1158 KB

Auflage

1. Auflage 2025

Originaltitel

The Resurrectionist

Übersetzt von

Axel Franken

Sprache

Deutsch

EAN

9783751784146

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Erscheinungsdatum

28.11.2025

Verlag

Lübbe

Seitenzahl

415 (Printausgabe)

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1. Auflage 2025

Originaltitel

The Resurrectionist

Übersetzt von

Axel Franken

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Deutsch

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9783751784146

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  • Melanie Schuldner

    aus Friedrichsdorf

    5/5

    21.12.2025

    eBook (ePUB)

    Tolles Buch über die Anfänge der Medizin

    Dieser Krimi beschreibt die Anfänge der Medizin. Viele Arten und Praktiken würden heute nicht bestehen, wenn man es damals nicht auf die ein oder andere Art ausprobiert hätte . Auch die Story von James und Nye ist sehr schön aufgebaut. Man liest über ihre Liebe aber es ist nie drüber oder zu spicy. Dieses Debüt ist sehr gelungen und ein Lob an die Autorin.

  • Gertie G.

    aus Wien

    5/5

    30.11.2025

    eBook (ePUB)

    Eine klare Leseempfehlung!

    James Willoughby, ein junger verarmter Adeliger, will sich seinen Traum, Arzt zu werden, erfüllen und stürzt sich im Jahr 1828 im schottischen Edinburgh voller Begeisterung, aber mit einer entsetzlichen Naivität, in das Studium. Eiegtnlich hat er wenig Vorstellung, was ihn erwartet. Zum einem wird theoretischer Unterricht geboten und zum anderen müssen praktische Kenntnisse an echten Leichen in privaten Anatomieschulen erworben werden. Doch die kosten extra Geld. Geld, das James nicht hat. Ein Studienkollege bietet einen Ausweg und wenig später gerät James in die Untiefen des Leichenhandels. Zunächst werden nur vor kurzem Bestattete aus den Friedhöfen der Stadt entwendet. Als die Nachfrage nach frischen Leichen das Angebot übersteigt und eine neue Gruppe von Leichenräubern mitmischt, die auch nicht davor zurückschreckt, Menschen zu ermorden, wird es für James gefährlich. Meine Meinung: Hintergrund dieses historischen Krimis ist die Tatsache, dass es für die anatomischen Studien zu wenig Leichen gegeben hat. Damals durften nur die Körper hingerichteter Verbrecher für Sektionen verwendet werden. Man behilft sich unter stillschweigender Duldung der Anatomen damit, die Körper frisch bestatteter Menschen zu stehlen. Leichenraub wird damals lediglich als Vergehen bewertet. Die Autorin hat rund um die wahre Geschichte der Leichenräuber William Burke und William Hare, die in den Jahren 1827 und 1828 insgesamt 16 Morde begangen haben, um die frischen Leichen an den Anatomen Robert Knox zu verkaufen. Die im Krimi beschriebene Mary Patterson sowie Darf Jamie sind ebenfalls reale Opfer von Burke und Hare. Dieser Krimi ist recht authentisch beschrieben, zeigt er doch die Lebenswirklichkeiten der damaligen Gesellschaft auf. So erwartet die Familie von James, dem jüngsten Sohn, dass er die Schulden, die der verstorbene Vater hinterlassen hat, dadurch begleicht, dass er eine Stelle als Kaufmann antritt. Die anderen Familienmitglieder wie Bruder und Schwester frönen ihrem üblichen Lebensstil. James will aber unbedingt Arzt werden. Allerdings geht er die Sache mit einer Naivität an, die schon wirklich peinlich und schier unglaublich wirkt. Doch im Laufe der Geschichte entwickelt er sich von einem schüchternen Außenseiter zu einem tatkräftigen jungen Mann. Geschickt verknüpft die Autorin die historischen Fakten mit Fiktion. Dabei gelingt es ihr, die Lebensumstände der unterschiedlichen Protagonisten sehr gut darzustellen. Selbst der trockene britische Humor findet seinen Platz. Fazit: Gerne gebe ich diesem historischen Krimi, der uns in das Medizinstudium im 19. Jahrhundert entführt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Lesenswert

    aus Bielefeld

    5/5

    28.11.2025

    eBook (ePUB)

    Medizin und Verbrechen im Jahr 1828

    "Wer die Toten stört" von A. Rae Dunlap ist eine gelungene Mischung aus historischen Tatsachen und Fiktion. Edinburgh 1828: Der aus guten Verhältnissen stammende James Willoughhby kommt von Oxford nach Edinburgh, um dort Medizin zu studieren. Die Möglichkeiten, direkt an der Universität anatomische und chirurgische Studien zu betreiben, sind mangels Leichen nicht möglich. Lediglich private Institute bieten gegen Geld diese Möglichkeit. Allerdings werden hier die Leichen nicht auf legale Weise beschafft, was James allerdings aus Naivität niicht erkennt.. Nachdem er Nye MacKinnon kennengelernt hat, stolpert er zunächst unwissentlich, dann aber bewusst in ein düsteres Geschäft. Er betätigt sich als Leichenräuber, auch um sich Geld für Unterkunft und Studium zu verdienen. Alles läuft gut bis zu dem Tag, an dem sie ins Visier der (historisch verbürgten) Serienmörder Burke und Hare sowie dem Mediziner Knox (ebenfalls historisch verbürgt) geraten. So ganz nebenbei entwickelt sich zwischen James und Nye eine zu dieser Zeit natürlich verbotene Liebesgeschichte. Aufgrund meiner Liebe zu Edinburgh und medizinischen Interesses habe ich zu diesem historischen Roman gegriffen und wurde nicht enttäuscht. Die Autorin versteht es sehr geschickt, Historie und Fiktion miteinander zu verknüpfen. Hierzu bedient sie sich einer sehr bildhaften Sprache, die die Lesenden nicht nur ins damalige Edinburgh versetzen, sondern auch die medizinischen Beschreibungen vor dem geistigen Auge erscheinen lassen. Diese Details sind nichts für Weicheier! Ich fand mich sofort mitten im Geschehen und habe den Roman genossen. Die düstere Atmosphäre ist fühl-, greif- und riechbar beschrieben.. Die Reise in eine Zeit, in der die Schere zwischen arm und reich nicht nur aufgrund von Geld, sondern auch mit Vorurteilen gegenüber den armen Menschen existiert. Ein Adliger oder berühmter Arzt sagt die Wahrheit, ein armer Mensch lügt! Auch die Beziehung zwischen James und Nye mit all den damit verbundenen Schwierigkeiten hat die Autorin gut herausgearbeitet. Ich mochte die beiden Hauptprotagonisten. Frauen spielen in diesem Roman bis auf zwei Personen eine untergeordnete Rolle, ebenfalls der damaligen Zeit entsprechend. Was mich erschüttert hat ist, dass es sich um historische Tatsachen handelt. Von Burke, Hare und Knox hatte ich vorher noch nie etwas gehört. In der Zwischenzeit habe ich herausgefunden, dass es sogar Filme über diese zweifelhaften Herrschaften gibt. Ich empfehle diesen Roman gerne weiter, nicht nur an Edinburgh-Fans, sondern auch an alle, die sich für das Erlernen medizinischer Fachkenntnisse in der Zeit vor 200 Jahren interessieren. Der Roman bekommt von mir 5 Sterne!

  • Magnolia

    5/5

    28.11.2025

    eBook (ePUB)

    Spannend, makaber - gewürzt mit britischem Humor

    Wie kommt A. Rea Dunlap dazu, in ihrem historischen Thriller „Wer die Toten stört“ über Grabräuber und Serienkiller zu schreiben? Es waren Burke und Hare, Schottlands berüchtigste Serienmörder, von denen sie erstmals in einem Podcast erfahren hatte. Sie ist abgetaucht in eine Zeit, in der Grabräuber sich eine rechtliche Grauzone zunutze machten, um Leichen zu Studien- und Lehrzwecken zu beschaffen und diese gewinnbringend zu verkaufen. William Burke und William Hare hatten als West Port murders traurige Berühmtheit erlangt, sie trieben in den Jahren 1827/28 in Edinburgh/Schottland ihr Unwesen. Zunächst aber treffe ich auf den jungen, doch ziemlich unbedarften James Willoughby, der nach Edinburgh kommt, um Medizin zu studieren. Er ist begierig, alles über die Anatomie des menschlichen Körpers zu erfahren. Knochen, Muskeln, Nervenbahnen, innere Organe – alles erweckt seine Aufmerksamkeit. Bald hält er ein Skalpell in Händen, vor ihm auf dem Tisch eine menschliche Leiche. Widrige Umstände sind es, die ihn zu Nye MacKinnon treiben und dieser ist es, der ihn in zweifelhafte Machenschaften einführt. Dieser historische Thriller vereint Wahres mit Fiktion. Neben Burke und Hare sind es noch so einige historische Personen, die mit den fiktiven Figuren, allen voran James und Nye, vermischt sind. Die Grabräuber betrieben ihr in jeglicher Hinsicht schmutziges Geschäft, ihre Abnehmer waren die medizinischen Fakultäten, die enormen Bedarf an Leichen hatten, die allein durch Körperspender nicht gedeckt werden konnten. Zugegebenermaßen habe ich zuvor weder von den Grabräubern an sich noch von Burke und Hares mörderischen Geschäften gehört. Umso erstaunter bin ich, wie Dunlap diese kriminellen Umtriebe als makabres Gaunerstück präsentiert, ohne dabei würdelos zu sein. Sie hat mich zweihundert Jahre zurückversetzt, sie hat die gesellschaftlichen Normen und das Miteinander auf verschiedenen Ebenen gut eingefangen. Der feine britische Humor blitzt dabei stets durch, sie lässt diese gar schauerliche Geschichte James Willoughby erzählen, dessen Wunsch, sich medizinisches Wissen anzueignen, nicht ohne die notwendigen Studien am menschlichen Körper machbar ist. „Wer die Toten stört“ ist ein spannender, auf Tatsachen beruhender historischer Roman, der trotz der makabren Thematik einen guten Einblick in die Umstände der anatomischen Studien gibt.

  • Rina

    aus Mannheim

    4/5

    16.12.2025

    eBook (ePUB)

    Zwischen Skalpell und Moral

    James Willoughby verlässt sein behütetes Leben in Oxford, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Neben dem theoretischen Wissen möchte er sich jedoch auch praktische Erfahrung aneignen. Die Plätze an den chirurgischen Privatschulen sind allerdings stark begrenzt. Und obwohl James geschickt mit dem Skalpell umzugehen weiß, wird seine Moral bald auf eine harte Probe gestellt. Aus finanzieller Not wendet er sich an Nye, den Assistenten und Sekretär einer dieser Schulen, und erkennt dabei, dass sich hinter der angesehenen akademischen Fassade ein düsteres Geschäft mit den Toten verbirgt. Nur langsam begreift James, worauf er sich eingelassen hat. Die Geschichte war anders, als ich sie erwartet hatte, und lässt sich nur schwer einem Genre zuordnen. Sie ist eine Mischung aus historischem Roman, True Crime und queerer Romance. Besonders gut gefallen hat mir das historische medizinische Setting. Es beleuchtet einen Teil der Medizingeschichte, den wir heute kaum hinterfragen -nämlich woher damals die Leichen stammten, die für Sektionen und den medizinischen Fortschritt verwendet wurden. Auch die realen Ereignisse, an denen sich das Buch orientiert, waren mir zuvor nicht bekannt. Atmosphärisch erinnert der Roman ein wenig an einen Jack the Ripper Roman, allerdings mit deutlich weniger Spannung. Damit hatte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet, denn Cover und Klappentext vermitteln eher den Eindruck eines historischen Spannungsromans. In gewisser Weise ist es das auch, doch der Fokus liegt woanders: auf der queeren Liebesgeschichte, den Protagonisten, dem Universitätsleben und den nächtlichen Ausgrabungen. Das ist gleichzeitig mein größter Kritikpunkt. Ich habe immer wieder darauf gewartet, dass die Spannung noch anzieht, doch die Momente, die es gab, wurden meiner Meinung nach zu schnell aufgelöst. Sehr gefallen hat mir dagegen die Liebesgeschichte. Gerade diese Selbstverständlichkeit hat mich positiv überrascht-trotz der Tatsache, dass Homosexualität zur damaligen Zeit beim Erwischtwerden im schlimmsten Fall mit der Todesstrafe geahndet wurde. James macht im Laufe der Handlung eine deutliche Entwicklung durch: vom naiven Adelsspross zu einem jungen Mann, der für seine Träume und Gefühle einsteht. Er verliert seine Unschuld in dunklen Spelunken und durch die tägliche Konfrontation mit dem Tod. Auch seine Freunde mochte ich, selbst wenn sie insgesamt eher blass geblieben sind. Zusätzlich stellt die Geschichte eine interessante moralische Frage: Ist es moralisch vertretbar, für den medizinischen Fortschritt und zum Schutz zukünftiger Generationen sprichwörtlich über Leichen zu gehen? Ein Thema, das ich sehr diskussionswürdig finde. Insgesamt ist Wer die Toten stört eine schöne queere Romance in einem historischen, akademischen Setting. Auch wenn ich mir stellenweise mehr Spannung gewünscht hätte, habe ich das Buch wirklich gerne gelesen - vor allem James und Nye waren für mich großartige und einprägsame Charaktere.

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