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Produktbild: Ich bin Anna

Ich bin Anna Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.07.2025

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

17,7/11,3/2,2 cm

Gewicht

254 g

Farbe

Messing / Bordeaux

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856819-4-5

Beschreibung

Rezension

»Schnitzler hätte diese Konstellation nicht besser fassen können.«Andrea Seibel, Welt am Sonntag






»Zu dem wunderbaren Einblick in die medizinische Arbeit gesellt sich berührende Familiengeschichte und das Porträt einer jungen Frau zwischen Konvention und Rebellion.« Theresa Demski, Rheinische Post






»Ein ebenso unterhaltsamer wie lehrreicher Einblick in die Entwicklung der Psychoanalyse.« Klaus Rimpel, Münchner Merkur

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.07.2025

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

17,7/11,3/2,2 cm

Gewicht

254 g

Farbe

Messing / Bordeaux

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856819-4-5

Herstelleradresse

Kanon Verlag Berlin GmbH
Belziger Straße 35
10823 Berlin
DE

Email: info@kanon-verlag.de

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  • Bewertung

    aus Stockerau

    5/5

    07.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Faszinierende Zeitreise

    Wenn es gelingt, sich auf diese Zeitreise einzulassen, kann man eintauchen in die Welt von Anna Freud und ihrem Vater. Die Charaktere und der Zeitgeist ist sehr gut herausgearbeitet. Mich hat dieses Buch begeistert.

  • Bewertung

    5/5

    21.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

    Gefühle werden im Hause Freud wenn, nur sehr Verhalten gezeigt. Zu sehr ist das Psychoanalytische präsent. Der Vater Sigmund ist fast nur Gast in seiner Familie, kommt nur zu den Mahlzeiten hinüber, pünktlich auf die Minute um dann wieder in seiner Praxis zu verschwinden. Ganz therapeutisch ist er eher wortkarg und interessiert sich mehr für seine antiken als für seinen Nachwuchs. Von den sechs Kindern ist Anna, die Jüngste, die Wissbegierige, die in die Fußstapfen ihres großen Vaters und damit ihre Rolle findet . Am fiktiven Patienten „Stadtlober“ lernt sie ohne sein Wissen, im Austausch mit dem Vater die Grundlagen der Psychoanalyse. Später begibt sie sich in Therapie, um eigenen Dämonen zu begegnen. Im letzten Teil erleben wir die Repressalien der Nazis gegen Familie Freud, und alte Rechnungen sollen beglichen werden, bis diese mit dem schwer Kranken nach London flüchtet, damit er in Freiheit sterben kann. Das Besondere ist die Machart dieses Romans. Wir schauen durch zwei paar Augen, auf die jeweils andere Person. Wir erleben die Kapitel mit gleicher Bezifferung im Wechsel von Vater und Tochter erzählt. Sie wissen nicht viel voneinander und teilen doch viel mehr Zeit als die anderen Familienmitglieder miteinander. Die unterschiedlichen Sichtweisen, die sich in der Summe dann doch so ähneln, sind unglaublich intensiv beschrieben. Ganz feiner Humor bisweilen vermischt mit rührenden Szenen, verbirgt sich auch zwischen den Zeilen. Zum Beispiel, als der, von der Kindererziehung eher unberührte, Vater mit der kleinen Anna alleine im Haus bleibt und er sich einem Malheur gegenüber sieht. Obwohl er es kaum zeigen kann, merkt man doch immer wieder, dass er seine Kinder sehr liebt. Die Therapie, die Anna bei ihrem Vater macht, ist in Dialogform verfasst. Im letzten Teil, 1938, als die Nationalsozialisten die Familie Freud ins Visier nehmen, spricht nur noch Anna. Und die Vergangenheit holt sie ein. Mir hat dieses Buch unglaublich gut gefallen. Wie ein Tanz erzählt sich die Geschichte, mal führt die eine, mal der andere. Der Ausschnitt aus dem Leben Sigmund Freuds verrät uns dabei sehr viel über ihn. Das ES und das ÜBER- ICH haben sein ICH fest im Griff. Der Blick über die jüngste Tochter ist faszinierend. Die junge Frau ist reflektiert und sucht nach Lösungen für ihre Probleme. Dabei wirkt der liebevolle Blick auf ihren wortkargen Vater anrührend. Und ihre Erkenntnis am Ende hat mir ein breites schmunzeln entlockt. Ein wahrer Lesegenuss. Tom Saller lebt und arbeitet als Psychotherapeut und Psychologe, bei mir um die Ecke. Er hat also nicht nur die Gabe Fiktion und Fakten gekonnt miteinander zu verbinden, sondern guckt auch als Kollege Herrn Freud über die Schulter. Das erklärt für mich, warum der Roman so leicht und doch so gehaltvoll ist. Große Empfehlung für alle, die mehr über Sigmund und Anna Freud erfahren wollen, ohne schwere Kost konsumieren zu müssen

  • Edda

    aus Hamburg

    5/5

    21.02.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gute Unterhaltung mit Denkanstößen

    84 jährig blickt Anna Freud nach Erhalt einer Todesanzeige auf ihr Leben zurück. „Die Arbeit hat mein Leben bestimmt getreu dem Vorbild Vaters“, sinniert sie und leitet durch diesen Satz schon in eine komplizierte Thematik ein. Sie war die Tochter von Sigmund Freud, dem Entdecker und Entwickler der Psychoanalyse. Sie ist das Kind, dass sich hingebungsvoll den Erkenntnissen des Vaters gewidmet und sein Werk weitergeführt hat. Sie wird später selber Analytikerin, hilft vor allem Kindern. Rückblickend nach Wien kurz vor dem ersten Weltkrieg beginnt der Roman. Anna damals Anfang 20, unbeholfen, unsicher und kränkelnd. Aus ihres Vaters Sicht wild und ungebärdig, andererseits, was stets gelobt wird, brav und vernünftig. Von Mutters Seite erlebte sie Distanziertheit und Emotionslosigkeit. Sie entschließt sich vorerst Lehrerin zu werden. „Eine überschwängliche Unterstützung bei der Berufswahl sah seitens des Vaters anders aus, der feste Glaube an die Widerstandsfähigkeit der eigenen Tochter ebenso.“ Auch im gewählten Beruf zeigten sich bei ihr Müdigkeit und Schwäche – etwas hielt sie davor zurück ganz ins Leben zu treten, um es in vollen Zügen zu erleben. Sie hat allerdings weibliche Unterstützer, die ihr nahestehen. Als ein junger Patient Freuds Praxis betritt, ist auch Anna interessiert an den Studien und darf bei dem Vater an diesem Fall die Analyse lernen. Herr Stadlober hat Erblindungserscheinungen, die zeitweise auftreten und dann wieder verschwinden. Ergänzend zu Annas und Sigmunds Erzählungen, die sich abwechseln und den Fortgang des Buches interessant gestalten, erfährt man die politische Lage in Österreich und Deutschland. Als der Thronfolger Österreichs, Franz Ferdinand in Sarajevo 1914 ermordet wurde, in dessen Folge der 1. Weltkrieg ausbrach, änderte sich auch die Welt der Freuds. Die Brüder von Anna leisteten Kriegsdienst, Freud entdeckte Thanatos, den Todestrieb. Anna findet vorerst Gefallen an Ludwig Stadlober, doch durch einen Ohnmachtsanfall ausgelöst, bittet sie ihren Vater, sie zu therapieren. Stadlober taucht im späteren Geschehen wieder auf und die Fäden und Ereignisse des Romans ziehen sich zusammen und lassen eine klug entscheidende selbstbewusste Anna handeln. Mir hat gut gefallen dass Anna Freud ein Roman gewidmet wird. Tom Saller hat mithilfe seiner umfangreichen Recherchen eine interessant gewebte Geschichte erfunden, die so hätte sein können, die ganz und gar stimmig ist, spannend aufgebaut mit vielen Informationen über psychologische Fachbegriffe sowie das damalige politische und gesellschaftliche Umfeld. Freud: „So betrachtet ließ sich die Erfindung einer neuen Psychologie durchaus als Akt des Widerstandes deuten, des Widerstandes gegen die Welt, in der ich gezwungen war, zu leben.“ Die feinsinnige Erzählung gibt viele Denkanstöße und ehrt die Anfänge über das, was dem aufgeklärten Menschen heute, 100 Jahre später, wie selbstverständlich in die Bewusstheit und Denkweise eingegangen ist.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    06.08.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Anna's Weg

    Anna Freud und Sigmund Freud. Die eigene Tochter als Patientin. Trotz eigener Befangenheit. Ist halt eine andere Zeit. Wäre heute nicht mehr denkbar und würde auch nicht so stattfinden. Zumindest nicht als Fall. Sonst kann ich mir das schon vorstellen, denn das eigene Sezieren kann man schlecht abstellen und wenn dann noch das Thema Liebe dazukommt. Nun gut. Zurück zum Buch. Vor einigen Jahren habe ich von Tom Saller „Wenn Martha tanzt“ gelesen und ich habe dieses Buch um Weimar und das Bauhaus noch gut in Erinnerung. Dass Tom Saller in der Psychiatrie/Psychologie tätig ist, macht das Ganze dann noch etwas runder. Und dann das Thema Anna Freud und Sigmund Freud, da ich selbst ebenso seit vielen Jahren mein Arbeitsfeld in der Psychiatrie gefunden habe, ist dieses Thema natürlich richtig verlockend. Tom Saller vermag diese Geschichte, dieses reale Geschehen in eine Fiktion umzusetzen und er vermag das durchaus spannend zu gestalten. Als Tochter eines Psychiaters, und noch dazu dieses Psychiaters zu leben ist sicher nicht vollkommen einfach gewesen. Von daher ist der Lebensweg der Anna Freud absolut interessant und in ihrem Werdegang für mich noch erstaunlicher, hätte ich Herrn Freud da schon eine größere Intervention zugedacht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Anna‘s Weg dem Vater zugesagt hat. Vielleicht liege ich hier auch falsch und ich lasse zu viel eigene Vorurteile hier einfließen, aber diese Vorurteile sind sicher nicht unbegründet. Ein interessantes Buch, welches wunderbar unterhält und genauso brillante Einblicke in eine Familie gestattet und genauso auch geschichtlich ein Leckerbissen ist. Eine schöne Mischung. Ich kann es hier nur absolut empfehlen und sagen lest dieses Buch. Passt es doch mehrfach in die heutige Zeit, zeigt es doch das Erstarken der Rechten damals und ihren Umgang mit der Gewalt, dies ist nur für diejenigen als Hinweis zu lesen, die vergessen haben, zu welcher Gewalt die Rechten in der Lage sind. Und es zeigt einen Blick in das queere Leben, das es natürlich immer schon gab, das nicht nur heute laut ist und das schon immer ein Teil der Menschheit war. Auch wenn das die ewig gestrigen Betonköpfe am besten vergessen würden. Am liebsten würden sie das Queere von der Erde tilgen, vergesst das nicht. 

  • meerblick

    4/5

    06.06.2024

    eBook (ePUB 3)

    Einblicke in das Leben von Anna und Siegmund Freund

    Anna ist die Letztgeborene der insgesamt sechs Kinder im Hause Freud. Sie blickt auf ihr Leben zurück als ihr eine Todesanzeige eines Menschen zugestellt wird, mit dem sie ein zwiegespaltenes Verhältnis verband. Sowohl der Begründer der Psychoanalyse als auch Anna selbst erzählen aus ihrem Leben, ihrem beruflichen Werdegang und der Arbeit mit dem Patienten Ludwig Stadlober. Das Vermächtnis seiner Arbeit, die im Kollegenkreis nicht ganz unumstritten ist, möchte Freud unbedingt weitergeben. Und Anna scheint die Richtige zu sein. Es ist ein Roman, der Einblicke in die Anfänge der Analyse des menschlichen Unterbewusstseins liefert. Tom Saller, selbst vom Fach, schildert mit viel Einfühlungsvermögen und sprachlich gewandt von Annas Selbstfindung, ihrer Entwicklung von der ewig Kränkelnden zur selbstbewussten, starken Frau.

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