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Und mittendrin der Birnbaum Roman | Die Geschichte einer dramatischen Rettung, ein Roman über Schuld und Vergebung, über Liebe und Freundschaft

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2026

Abbildungen

Bei Abbildungen bitte Rücksprache mit Herstellung

Verlag

dtv

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21/12,8/3,2 cm

Farbe

Vanille / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28492-9

Beschreibung

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

17.09.2026

Abbildungen

Bei Abbildungen bitte Rücksprache mit Herstellung

Verlag

dtv

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

21/12,8/3,2 cm

Farbe

Vanille / Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-423-28492-9

Herstelleradresse

dtv Verlagsgesellschaft
Tumblingerstraße 21
80337 München
DE

Email: produktsicherheit@dtv.de

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  • Philiene

    aus Süsel

    5/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verdrängte Schuldgefühle

    Und mittendrin der Birnbaum ist ein Roman der lange nachhalt. Er erzählt die Geschichte einer Freundschaft die in der dunkelsten Zeit des zwanzigsten Jahrhunderts nicht sein durfte. Er erzählt von einer Dorfgemeinschaft die einfach beschlossen hat Unrecht zu vergessen und zu verdrängen. Und von einer jungen Frau die gegen das Vergessen arbeitet. Die Protagonistin ist allerdings nicht jene junge Frau, ihr Name ist übrigens Pina, sondern Dora, Dora ist am Ende ihres Lebens angekommen und zieht jetzt zurück in den Ort ihrer Kindheit. Durch Pina wird sie auf vier Stolpersteine aufmerksam gemacht, die an die Familie von Doras Kindheitsfreundin erinnern. Aber Fanny fehlt, es sind nur vier Steine obwohl die Familie fünf Mitglieder hatte. Im Dorf scheint das niemanden aufgefallen zu sein, aber ist das wirklich so? Es leben noch Menschen die Fanny gekannt haben, kann es sein das alle sie vergessen haben? Dora und Pina beginnen in der Vergangenheit zu graben, wobei Pina die treibende Kraft ist und Dora sehr zurückhaltend. Eine spannende Suche beginnt. Und damit wird eine Geschichte aufgedeckt wie sie wohl überall in Deutschland vorgekommen sein könnte. Es geht um Verblendung und Verdrängung. Es geht um ein Dorf das gemeinsam schweigt, es geht um eine Kinderfreundschaft die plötzlich verboten war. Vor allem aber geht es um alte Schuld. Und die Frage was aus Fanny wurde. Ein wahnsinnig gutes Buch das im Gedächtnis bleibt.

  • Bewertung

    5/5

    24.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Verrat einer Freundschaft

    Und mittendrin der Birnbaum ist eine aufwühlende Geschichte, die sich mit einem der dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte beschäftigt. Dora steht am Ende ihres Lebens und nimmt all ihren Mut zusammen. Sie zieht in ihrer alten Heimat Hausen in ein Altersheim und begibt sich auf die Spuren ihrer Vergangenheit. Kaum angekommen, lernt sie ein junges Mädchen kennen, das im Haus ihrer damaligen besten Freundin Fanny wohnt. Doch Fanny war Jüdin, und Dora hat ihre Freundschaft damals verraten und ihr nicht geholfen. Gemeinsam arbeiten Pina und Dora die Geschichte auf, und Dora muss sich der Frage nach ihrer eigenen Schuld durch Unterlassen stellen. Ich finde die Geschichte sehr gelungen und das Thema durch die aktuellen gesellschaftlichen Tendenzen wichtiger denn je. Dora reflektiert ihr eigenes Handeln sehr eindringlich, und das Gefühl von Schuld und Scham wird authentisch dargestellt. Die Geschichte kann per se kein schönes Ende finden, und für mich war es absolut angemessen und stimmig. Ein Buch, das berührt und eine wichtige Botschaft hinterlässt.

  • Bewertung

    aus Quickborn

    5/5

    19.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht schwarz, noch weiß, manchmal leuchtend blau

    Dieser Roman von Ute Mank hat mich sehr bewegt, Erinnerungen können böse Folter sein, Scham und Schuld ein Leben lang schlummern, aber nie vergehen. Diese Erfahrung macht Dora, als sie mit Mitte achtzig ihren Lebensmittelpunkt zurück nach Hausen verlegt, in ein Seniorenheim, in das Dorf, in dem sie aufgewachsen ist und in das sie nie zurückwollte. Aber das Leben spielt seine eigenen Stücke, nicht alle sind Wunschkonzerte. Dora, großgeworden in der Nazizeit, erzogen zu Pflicht, Gehorsam und dem Willen, alles gut und richtig zu machen, hat eine Schulfreundin Fanny, die Jüdin ist. Zu Beginn ihrer Freundschaft sieht weder Dora noch jemand anderes darin ein Problem, aber je härter und unnachgiebiger die neuen Gesetze angewendet werden, umso gefährdeter ist Doras Freundin, ist deren Familie, sind es alle jüdischen Familien im Ort. Und so kommt es, dass Dora sich zurückzieht, immer seltener zu Besuch geht und dann vollkommen aus Hausen verschwindet, um Lehrerin zu werden. Was derweil in Hausen geschieht, kümmert sie nicht mehr so sehr, sie ist mit dem Studieren beschäftigt, sieht eine große Zukunft vor sich. Als das Nazireich zusammenbricht, endet auch ihre Studienzeit und sie kehrt nach Hausen zurück, erfährt, was im Dorf während ihrer Abwesenheit geschehen und auch, dass Fanny verschwunden ist. Kurz nagt das schlechte Gewissen an ihr, aber wieder ist es das eigene Wohl und Wehe, das bei Dora im Vordergrund steht, sie verlässt Hausen, am liebsten auf Nimmerwiedersehen. Das ist das, was der Leser weiß, das Dorfleben wird geschildert, die Schulzeit, die kleinen Freuden, aber auch der Druck durch das Naziregime. Alles andere liegt im Dunkeln, tief im Inneren der noch Lebenden versteckt. 70 Jahre später wird bei Dora plötzlich alles wieder aufgewühlt, sie lernt das Mädchen Pina kennen, das herausgefunden hat, dass sie in jenem Jokop’s Haus wohnt, in dem Fannys jüdische Familie lebte, dass sie sogar ihr ehemaliges Zimmer bewohnt, dass ihre Großeltern dieses Haus „günstig“ erworben haben. Dora sieht, dass vor dem Haus vier Stolpersteine liegen, zwei Erwachsene, zwei Kinder. Aber es waren drei Kinder, ein Stolperstein für Fanny fehlt. Hier treffen Dora und Pina das erste Mal aufeinander, daraus wird eine ungewöhnliche Freundschaft. Im Dorf aber sehen nicht alle mit Begeisterung auf die plötzlich entfachte Recherchelust, schon die Beschreibung der Widerstände gegen die Verlegung der Stolpersteine machte klar, dass viele die Vergangenheit lieber ruhen lassen würden. Aber es gibt auch die anderen, die sich erinnern und die Erinnerung bewahren wollen. Beim Lesen empfinde ich immer wieder die eine Frage als bedeutend, wie hätte ich mich verhalten während der Nazizeit? Als die Mauer fiel, war ich 35 Jahre alt, für mich gab es eigentlich nur gut und böse, schwarz und weiß. Vater, 10 Jahre KZ, war gut; Mutter, ausgegrenzt wegen ihrer jüdischen Abstammung, war gut; Großmutter, hat meine Mutter gerettet, war gut; mein Großvater wurde in Auschwitz ermordet, war gut; ehemalige Wehrmachtsangehörige oder SS-Leute kannte ich nie, ehemalige NSDAP-Mitglieder auch nicht. So dachte ich jedenfalls. Eine aus heutiger Sicht recht ärmliche Einstellung, aber seit 1989 habe ich die Gelegenheit genutzt, recherchiert und gelernt, viel gelesen, vieles neu bewertet. Dazu gehört auch die Erfahrung, dass zwei Brüder meines Vater seine kommunistische Widerstandarbeit nicht guthießen, einer fiel später bei Stalingrad, der andere wurde am 1. Mai 1933 Mitglied der NSDAP (da war mein Vater gerade bei der SA in Schutzhaft und wurde gefoltert). Recherchen können sehr schmerzhaft sein und viele Überraschungen bergen. Aber wie ich mich in der Nazizeit verhalten hätte, wäre ich ein deutsches BDM-Mädel gewesen, ich weiß es bis heute nicht zu beantworten. Und wäre ich rechtzeitig geflohen vor der Deportation, wenn ich damals ein jüdisches Mädchen gewesen wäre? Alles hypothetisch. Jeder sollte ehrlich genug sein, denn nicht in jedem steckt ein Held. Fazit: Das Buch „Und mittendrin der Birnbaum“ zeigt mit feinen Charakterisierungen der Hauptpersonen, aber auch der im Hintergrund bleibenden „Alltagshelden“, wie kompliziert das Leben und das Entscheiden zu damaliger Zeit war. Das Blau in Fannys ehemaligem Zimmer ist Pinas Blick auf eine bessere Zukunft. Eines der ehrlichsten Bücher, das ich zu dieser Thematik gelesen habe. Ich empfehle es sehr! 5 Sterne. Diese Rezension gibt meine eigene Meinung wieder und wurde nicht mit Hilfe von KI erstellt.

  • Bewertung

    5/5

    18.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Geschichte über Erinnerung, Schuld und Verantwortung

    Im Mittelpunkt des neuesten Romans von Ute Mank steht Dora, die nach dem Tod ihres Mannes in ihren Heimatort Hausen zurückkehrt. Vor dem Haus ihrer jüdischen Freundin entdeckt sie vier Stolpersteine, der Name ihrer Freundin Fanny fehlt. Gemeinsam mit der jungen Pina, begibt sich Dora auf eine Reise in die Vergangenheit und lässt die schmerzlichen Erinnerungen und Schuldgefühle zu, die sie lange Jahre verdrängt hat. Dank der Hilfe eines Dorfbewohners offenbart sich Dora allmählich was mit Fanny passiert ist. Es ist auch nach so vielen Jahren immer noch unbegreiflich, wie die Nazis eine ganze Nation manipulieren konnten. Wie jüdische Menschen als Feinde deklariert wurden, ihnen Hab und Gut weggenommen wurde und sie zum Schluss auch noch ihr Leben lassen mussten. Und die Dorfgemeinschaft hat ignoriert und geschwiegen. Nur wenige haben ihre Menschlichkeit bewahrt und sich nicht verblenden lassen. Ein Buch das unter die Haut geht und dem ich viele Leser wünsche

  • Teddy12

    aus Viernheim

    5/5

    17.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    längst vergangene Aufarbeitung

    Das Buch "Und mittendrin der Birnbaum" von Ute Monk hat mich mit seinem sanften und einfühlsamen Schreibstil auf Anhieb in seinen Bann gezogen. Er basiert auf zwei Zeitebenen und nach und nach, wie bei einem Puzzle erahnt man das hinter der Geschichte sehr viel mehr steckt. Es ist kein Buch das große Action verbreitet sondern eher mit leisen Zwischentönen berührt. Nach dem Tod ihres Mannes kehrt Dora in ihr Heimatdorf zurück. Dort erinnert sie alles an ihre frühere Freundin Fanny und sie erfährt erst jetzt nach vielen Jahrzehnten was damals wirklich passiert ist. Mit der jungen Pina begibt sie sich auf Spurensuche und nach und nach decken sie die Geschehnisse über Fanny auf. Der Roman ist sehr tiefgründig und bewegend. Ein sehr gelungenes Werk über tiefe Freundschaft, deutsche Geschichte, Verrat, Verdrängen und Wegschauen.

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