Lady Trent ist die herausragendste und erfolgreichste Drachenforscherin der Welt. Einst war sie ein junges Mädchen, vernarrt in Bücher und lernbegierig, das den erstickenden Konventionen ihrer Zeit trotzte und ihren guten Ruf, ihre Zukunft und ihre zarte Haut aufs Spiel setzte, um ihre wissenschaftliche Neugier zu befriedigen. Nun endlich liegt die wahre Geschichte dieser beispiellosen Pionierin vor. In ihren eigenen Worten berichtet Lady Trent über ihre aufregende Expedition in die Berge von Vystrana, wo sie die erste von vielen historischen Entdeckungen machte, die sie und die Welt für immer verändern sollten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.1/5.0
Bookster_001
5/5
06.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine Frau findet ihren Weg
Seit sie klein war gab es für Isabella nur Drachen, Drachen und noch mehr Drachen. Sie zu erforschen und zu beobachten waren seit jeher ihr größtes Glück.
Doch die Geschichte spielt zu einer Zeit, in der es für Frauen nur wichtig war, wen sie heiraten würden. Spannende Abenteuer, wie das Erforschen von Drachen, gehörten ganz sicher nicht zu einem passenden Zeitvertreib für junge Damen.
Unsere Lady Trent hatte dann aber das Glück, einen Mann zu heiraten, der sie auf eine Drachen-Expedition mitnimmt.
So beginnt die Geschichte von Lady Trents Memoiren.
Jetzt in hohen Alter erzählt sie uns von ihren Abenteuern.
Das besondere: Der Leser, also wir, werden manchmal auch direkt angesprochen, was ich sehr erfrischend fand.
Ich hatte damals bereits die Reihe gelesen. Nun kam sie aber als Neuausgabe nochmal raus, mit einem wundervollen Farbschnitt in Schuppenoptik. Zum Abschlussband spendiert uns Crosscult dann noch einen wunderschönen Schuber, in dem alle Bände ein zu Hause finden.
soulcritique
Thalia Book Circle Community
5/5
04.04.2026
Buch (Taschenbuch)
mutige Frau, die Wissenschaft mit Empathie und Witz verbindet
Lady Trent ist eine nationale Heldin und erzählt in den Memoiren ihre erste Expedition mit zarten neunzehn Jahren, sowie den Weg dahin, aus Sicht einer alten Dame.
Die Welt erinnert an die Industrialisierung in England. Es gibt Debütanninen, Frauen sind halt das, was sie damals waren – nettes Beiwerk. In dieser Zeit wächst Lady Trent Isabella auf, ein Wirbelwind mit unbändiger Neugier und einer Manie für Drachen. In dieser Welt existieren diese wunderbaren Wesen auch und Lady Trent ist bekannt für Ihrer Studien zu den fantastischen Wesen.
Das Buch ist in vier Teile unterteilt und vierundzwanzig Kapitel. Die Kapitel sind sehr charmant mit Stichpunkten umschrieben und statt zu spoilern, hat man Lust zu erfahren, was sich hinter den Stichpunkten verbirgt. So flog ich nur durch die Seiten und hab das Buch an zwei Tagen durchgelesen.
Auch wenn es der erste überarbeitete Band ist, kann man sagen, dass das Ende eher damit endete, dass wie im ersten Band schon angeteasert, Lady Tent auf mehr als einer Expedition gehen wird.
Sprachlich ist das Buch nie mit einer Länge und ich fand den leicht britischen, schwarzen Humor sehr witzig.
Dazu beitrugen noch die Illustrationen von Todd Lockwood, sie sind wirklich wunderschön
Thematisch wird in der Expedition, klassische Abenteuer und wissenschaftlichen Erkundigungen beschrieben, immer aus der Sicht von Lady Tent, die immer wieder an damaligen gesellschaftlichen Grenzen stieß, weil es nicht ‘schicklich’ für die Frau war.
Dieses Buch ist jetzt nicht sehr komplex, aber ich fand es wie eine Wohlfühldecke und ich mochte das Abenteuer und freue mich noch mehr von Lady Tent zu lesen.
Fazit:
Das Buch ist für jeden zu empfehlen, der gerne Bücher mit feministischen Grundtönen liest, Abenteuer von Frauen. Es geht nicht vor allem nur um Drachen, sondern auch Intrigen und etwas naturkundliche Ausschweifungen. Alles ist aufgrund der großartigen Übersetzung und des ‘feinen britischen Humors’ leicht zu lesen.
lauras_garden_of_books
5/5
02.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Ich muss sehen, wohin mich meine Flügel tragen können
»Es ist, als sei ein Drache in mir. Ich weiß nicht, wie groß sie ist. Vielleicht wächst sie noch. Aber sie hat Flügel und Kraft und ich kann sie nicht in einem Käfig halten. Sie wird sterben. Ich werde sterben. Ich weiß, dass es nicht bescheiden ist, solche Dinge zu sagen, aber ich weiß, dass ich zu mehr fähig bin, als mir das Leben in Scirland erlauben würde. Es ist in Ordnung, wenn Frauen Theologie oder Literatur studieren, aber nichts so Raues und Gefährliches wie das hier. Und doch ist es genau das, was ich will. Selbst wenn es hart ist, selbst wenn es gefährlich ist. Das ist mir egal. Ich muss sehen, wohin mich meine Flügel tragen können.« (S.177)
Lange war ich mir unschlüssig, ob diese Fantasy-Reihe etwas für mich ist. Die schöne Neuauflage von Lady Trents Memoiren hat es aber dank des Verlags auf meinen Lesestapel geschafft und ich könnte CrossCult nicht dankbarer sein!!♥️ Warum nochmal war ich mir unsicher bei dieser Reihe?!? Ich kann es euch echt nicht mehr sagen, denn meine Vorbehalte waren total unbegründet! Lady Trent, die wir in diesem ersten Band zunächst als Isabel kennenlernen ist so eine coole Socke, um das mal ganz umgangssprachlich auszudrücken Die in die Jahre gekommene renommierte Wissenschaftlerin erzählt uns „Geneigten Lesern“ im amüsierten Plauderton, wie sie als 7-jähriges Mädchen schon voller naturwissenschaftlichem Wissensdurst war, das Werk „Eine allgemeine Drachenkunde“ entdeckte und ihre Faszination für diese Geschöpfe geboren war. Wie sie sich als 14-jähriges Mädchen als Junge verkleidet der Jagd eines Wolfsdraken anschloss, damit sie endlich mal einen echten Drachen sehen würde. Und wie sie schließlich einen Mann heiratet, der ihre Faszination teilt und sie sich mit ihm auf eine Expedition nach Vystrana begibt, um den Felswyrm zu studieren.
Der Erzählton ist nicht nur locker, sondern macht auch unglaublich Spaß, die Kommentare von Lady Trent zu ihrem Erlebten oder geschriebenen Wort sind zu köstlich. Hier ein Beispiel „Wenn sie so wollen, geneigter Leser, können Sie ihre Vorstellung nun mit einer dramatischen Orchesterbegleitung ergänzen. Ich schlage etwas in Moll und einer ominösen Tonart vor, weil mir genau das durch den Kopf ging, als mir klar wurde, wie sehr ich mich als Bücherwurm bloßgestellt hatte.“ (S.54)
Die Erzählung ist zum einen „wholesome“, gen Ende aber auch sehr spannend, ereignisreich und auch emotional.
Es ist die Geschichte einer Frau, die aus den für sie vorgesehenen Geschlechter-Konfessionen ausbricht und entgegen der Gesellschaftlichen Normen einen Naturwissenschaftlichen Beruf ergreift und ihrer Passion folgt - getrieben von Entdeckertum, Herz und Verstand.
Super stark, super fesselnd, super unterhaltsam - eine grandiose Mischung, von der ich unbedingt mehr lesen möchte!
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
28.03.2026
Buch (Taschenbuch)
<Die Gebeine der Drachen
Lady Trent wuchs in der feinen Gesellschaft auf, doch ihr Interesse an Naturwissenschaften und speziell der Drachen-Forschung war schon als Kind wenig ladylike. Verheiratet überredet sie ihren Mann zur Teilnahme an einer Expedition, auf der sie ihn natürlich begleitet. Jahrzehnte später schreibt die inzwischen etablierte Expertin ihre Memoiren nieder.
Marie Brennan erzählt ihre Fantasy-Reihe in Form einer Autobiografie ihrer Protagonistin. Auch wenn sie die Gegebenheiten sowohl von den Namen als auch den dargestellten Gesellschaftsstrukturen her an das Großbritannien des 19. Jahrhunderts anlehnt, siedelt sie die Geschichte doch in einer reinen Fantasy-Welt an. Das Ziel der Expedition in den Lebensraum der Drachen erinnert sehr an den äußersten Süden des damaligen russischen Zarenreichs, wo dieses an orientalische Gegenden grenzt. Zumindest in diesem Band stellen die Drachen allerdings eher den Aufhänger der Story dar, die sich ansonsten an klassische Abenteuer-Romane anlehnt. Der primäre Unterschied zu diesen liegt hauptsächlich darin, dass hier eine Frau im Mittelpunkt steht. Dass diese in der dargestellten, ans reale 19. Jahrhundert angelehnten, Epoche anfangs Schwierigkeiten hat, sich gegen die außer ihr ausschließlich männlichen Expeditionsteilnehmer durchzusetzen, wird ausführlich thematisiert. Am Ende scheinen die Weichen für den weiteren Lebensweg der Protagonistin gestellt. Da darf man auf die Fortsetzung gespannt sein.
Die vorliegende Veröffentlichung wird ausdrücklich als „Neue Edition“ bezeichnet. Worin die Veränderungen liegen, konnte ich nicht ermitteln. Wurde das Original überarbeitet oder nur die deutsche Übersetzung? Allerdings fällt auf, dass ältere Rezensionen, die sich auf die alte Edition beziehen, teilweise deutlich negativer ausfallen. Eventuell wurden diese Kritiken bei der Neuveröffentlichung berücksichtigt.
Die in der 1. Person erzählte Geschichte wird durch eine Reihe an Illustrationen von Todd Lockwood ergänzt.
Fazit:
Die Abenteuer eine Lady in den Lebensräumen der Drachen verbinden Elemente des klassischen Abenteuer-Romans mit Fantasy-Themen.
Rina
aus Mannheim
4/5
18.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Drachen, Forschung und eine starke junge Frau
Isabella wächst, wie viele junge Frauen in der viktorianischen Zeit, mit der Erwartung auf, irgendwann die Ehefrau eines gut situierten Mannes zu werden. Doch eigentlich möchte sie lieber Drachen erforschen. Schon seit ihrer Kindheit ist sie von ihnen fasziniert, und obwohl sich das für eine junge Dame nicht gehört, lässt ihr Vater ihr heimlich die Freiheit, dieser Leidenschaft nachzugehen.
Die Jahre vergehen und schließlich kommt der Zeitpunkt, an dem sie einen Heiratskandidaten wählen soll. Auch hier lässt ihr Vater ihr freie Hand. Zum Glück entscheidet sie sich für jemanden, der selbst wenig von den strengen gesellschaftlichen Konventionen hält. Als sich dann die Gelegenheit ergibt, ihren Mann auf eine Forschungsreise zu begleiten, zögert sie nicht lange – und damit beginnt ein echtes Abenteuer.
Auf der Reise passiert einiges. Nicht nur Drachen, sondern auch viele andere Gefahren begegnen der Forschungsgruppe. Und mittendrin ist immer Isabella mit ihrer Neugier und ihrem Mut. Ich mochte sie als Charakter wirklich sehr. Ihre Leidenschaft für die Forschung, ihre Wissbegier und ihr Aufbegehren gegen die damaligen Rollenbilder haben sie für mich unglaublich sympathisch gemacht.
Auch die Männer um sie herum haben mir gefallen. Vor allem ihr Vater und ihr Ehemann haben sie, soweit es die damaligen Möglichkeiten zuließen, in ihrer Leidenschaft unterstützt.
Die Drachen als Forschungsobjekt fand ich ebenfalls super interessant. In dieser Welt gehören sie ganz selbstverständlich dazu, ähnlich wie bei uns Elefanten oder Tiger. Wer hier zusätzlich eine große Liebesgeschichte erwartet, sollte aber wissen, dass der Fokus eher auf Abenteuer und Forschung liegt. Genau diese Mischung plus das viktorianische Setting hat mir persönlich richtig gut gefallen.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, auf welche Forschungsreisen wir Isabella noch begleiten werden.
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