Die Künstlerin Amelie betreibt in München einen Laden für Wollwaren. Mit ihrer kleinen Schafherde und dem Rauhaardackel Josef verbringt sie den Advent auf dem Künstlerweihnachtsmarkt im Englischen Garten. Die weihnachtliche Atmosphäre wird jäh unterbrochen, als am Nikolausmorgen ein Toter vor Amelies Schäferwagen liegt. Nur die Schafe haben gesehen, wer Sepp, den Wurstbrater vom Viktualienmarkt, dort abgelegt hat. Schnell fällt der Verdacht auf die Veganer, aber Amelie verfolgt eine andere Spur und greift dabei zu unkonventionellen Mitteln.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Zauberberggast
aus München
3/5
20.12.2025
eBook (ePUB 3)
Wer zu Weihnachten einen cosy…
Wer zu Weihnachten einen cosy Krimi sucht, der weich und kuschelig wie Schafwolle anmutet, perfekt für alle ist, die kein Fleisch essen und/oder sich für Tierrechte einsetzen und München als Schauplatz lieben, der ist mit “Die wunderbaren Schafe der Amelie und der Tote im Englischen Garten” an der exakt richtigen Stelle. Erst als ich das hier schreibe, geht mir ein Licht auf, an welchen französischen Feelgood-Film der doch recht lange Titel angelehnt ist. Ich habe scheinbar eine ebenso lange Leitung, aber das nur am Rande. Es gibt wohl kaum eine größere Kluft als die zwischen vegan lebenden und Fleisch konsumierenden Menschen. Amelie, die Protagonistin des Romans, steht sozusagen zwischen den Welten: als Vegetarierin konsumiert sie Tierprodukte und verkauft in ihrem “Laden für Galanteriewaren” neben selbstgemalten Schaf-Bildern sogar die Wolle, die ihre kleine Mini-Schafherde ihr liefert. Aber Fleisch isst sie keines, schon seit sie ein Kind ist. Befreundet ist sie sowohl mit dem Wurstbrater Sepp, der eigentlich keiner sein möchte, als auch mit der Veganerin Fiona. Als Amelies Herde als Kulisse für den veganen Weihnachtsmarkt im Englischen Garten dient und sie dort im Schäferwagen übernachtet, findet sie Sepp eines Nachts tot in einer Feuerschale vor. Zum Glück kennt sie den netten Polizisten Konrad, der ihr sofort zur Seite steht. Und natürlich hat sie ihre Schafe. Sind sie so intelligent wie die Professorin der Tiermedizin meint und können sogar einen Mörder überführen? Ja, dieser Krimi ist so “cosy” heimelig, dass man oftmals mehr als ein Auge zudrücken muss, was den “Realitätsabgleich” anbelangt. Es wird gesagt, dass Amelie wenig verdient und das florierende Weihnachtsgeschäft braucht, um über die Runden zu kommen. Wie kann sie sich dann die Miete für den Laden in der Münchner Innenstadt (!) leisten? Außerdem für ihre Wohnung am Kolumbusplatz und für die Unterbringung der Schafe in Daglfing? Und zusätzlich einen Schäferwagen? Keine Ahnung was die Dinger kosten, aber sie ist Künstlerin und Wollverkäuferin und verdient sich unregelmäßig ein bisschen was dazu, wenn die Schafe als Streicheltiere/Attraktion gebucht werden. Aber ein stabiles Einkommen ist was anderes… Auch die Personenbeschreibungen sind für meinen Geschmack unzureichend - was mir vor allem bei Konrad negativ aufgefallen ist. Die Hintergründe des Kennenlernens und der Status Quo die genaue Art des Verhältnisses (Freundschaft, Liebesbeziehung, etc.) zwischen ihm und Amelie bleiben lange im Dunkeln. Am Anfang ist zum Beispiel überhaupt nicht klar, ob die beiden etwas “miteinander haben”. Sein Alter wird nicht angegeben, er könnte auch ein kurz vor der Pensionierung stehender Polizist sein, der gar nicht auf Frauen steht. Nach und nach wird dann langsam klar, dass sie Interesse am jeweils anderen haben. Ganz anders hingegen verhält es sich mit der erzählten Atmosphäre, die ist absolut stimmig und gut beschrieben. In Gedanken bin ich die Schauplätze abgegangen und habe oft genickt, weil ich Dinge wiedererkannt habe. Gefallen hat mir außerdem der fast schon philosophische Tiefgang, den ich bei einem solchen Krimi nicht erwartet habe. Es wird an vielen Stellen über Fragen des Lebens einerseits und der Moral andererseits philosophiert: “Darf man Tiere töten?” ist nur eine davon, aber sie steht sicherlich im Mittelpunkt der Handlung. Auch die Forschungsreihe darüber, ob Schafe Menschen auf Fotos erkennen, ist wohl einer realen englischen Studie entnommen. Als Autorin von “Rauhnachtsbüchern” kennt sich Christine Rechl auch mit der Weihnachtszeit aus und die Cover-Illustration stammen ebenfalls von der Autorin selbst. “Die wunderbaren Schafe der Amelie” ist ein überraschend tiefsinniger Krimi über Tierrechte, Fleischersatzprodukte, Weihnachtsmarktumsätze und die Konsumroutinen der Münchner Bussi-Bussi-Gesellschaft. Die Spannung steht hier definitiv nicht im Vordergrund und wer solche “gutmütigen” Krimis mag, sollte hier zugreifen.
Bewertung
aus Bad Säckingen
5/5
01.02.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein Schafskrimi zur Weihnachtszeit
Während bereits Werbung für die Verfilmung von Glennkill, dem wohl berühmtesten Schafskrimi gemacht wird, verzaubern mich die wunderbaren Schafe der Amelie erneut mit der Intelligenz der Schafe. Zwar wird das Buch nicht aus der Perspektive der Schafe erzählt, aber sie nehmen doch viel Raum in der Geschichte ein, denn sie haben einen Mord beobachtet.
Sepp, der Wurstbrater vom Viktualienmarkt, der eigentlich ganz gerne auch mal eine vegane Bratwurst heimlich verspeist hat, wurde am Nikolausmorgen auf dem Künstlerweihnachtsmarkt im Englischen Garten tot aufgefunden. Leider können die Schafe nicht sprechen, zumindest nicht in einer Sprache, die wir Menschen verstehen und so macht es sich Amelie zur Aufgabe, Licht in das Dunkel der Ermittlungen zu bringen.
Auch wenn ich eine Wollallergie habe, in Amelies kleinem Laden würde auch ich fündig werden. Die junge Künstlerin ist empathisch und trotz ihrer unkonventionellen Lebensweise sehr sympathisch und liebenswürdig, eine Freundin, wie man sie sich nur wünschen kann.
Ich genieße den Ausflug auf den Weihnachtsmarkt, kann den Geruch von Glühwein und gebrannten Mandeln fast schon riechen und lasse mich gerne von dieser Geschichte berühren.
Interessant finde ich, dass Schafe sich sehr gut Gesichter merken können und welche Möglichkeiten sich daraus ergeben.
Amelie und ihre wunderbaren Schafe haben sich in mein Herz geblökt und ich hoffe sehr, dass dies kein Einzelband bleibt und noch viele weitere Abenteuer von Amelie und ihren Schafen auf mich warten.
Michaela Weber
aus Weimar
5/5
02.12.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine spannenderund humorvoller Weihnachtskrimi
Amelie verbringt den Advent mit ihrer Schafherde und ihrem Rauhaardackel Josef auf einem Künstlerweihnachtsmarkt im Englischen Garten. Amelie übernachtet im Schäferwagen, sie möchte ihre Schafe nicht alleine lassen. Am Nikolausmorgen liegt der Metzger Sepp tot vor ihrem Wagen,er wurde ermordet.Keiner hat was mitbekommen-außer die Schafe von Amelie.Konrad, ein befreundeter Polizistvon Amelie , übernimmt den Fall.Und auch Amelie beginnt auf eigene Faust zuermitteln….
DieAutorin Christine Rechl hat einen fließendenund spannenden ,humorvollenSchreibstil.Ihre Cozy Crime Weihnachtsgeschichte hat mir super gefallen.Sehr gerne5 Sterne und noch mehr davon.
Bewertung
5/5
28.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Wie ein freiwilliger Sog
Die Dialoge, die Beschreibungen der Stimmungen und der Orte/Personen laden zum sich Einkuscheln und immer noch ein Kapitel mehr zu lesen, ein. Ich kam mir vor, wie eine stille Beobachterin, der nichts entgeht….viele wesentliche Lebensthemen finden „nebenbei“ und doch präsent ihren Platz. Ein herrlicher Krimi zum darin Versinken und auch ein wenig zu besinnen.
Tina K.
aus Mülheim
5/5
21.11.2025
eBook (PDF)
Ein wunderbarer Krimi
Die wunderbaren Schafe der Amelie
und der Tote im englischen Garten
Ein Weihnachtskrimi von Christine Rechl
Bisher war mir die Autorin nicht bekannt, aber dieses wunderschöne Cover hat mich auf den Krimi aufmerksam gemacht. Dazu noch ein interessanter Titel und den passenden Klappentext, da konnte ich nicht widerstehen.
Zudem liebe ich Weihnachtskrimis. Dass es sich sogar als ein Krimi herausstellt, der mich als Vegetarierin zudem anspricht fand ich sehr zutreffend.
Ich habe geschmunzelt, mitgefiebert, viel gelernt aber auch ein Tränchen vor Rührung vergossen.
Es ist ein Weihnachtskrimi, der sich wunderbar für die Adventszeit eignet. Sollten Sie ihn verschenken, bitte mit ein paar selbstgebackenen Plätzchen. Aber mehr möchte ich nicht verraten.
Ich hoffe auf eine Fortsetzung mit Amelie und ihren Schafen.
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