Lilly Gebert ist die Stimme einer neuen Generation. Sie weiß: Da draußen gibt es so viel mehr! Das Einzige, was uns von dieser Fülle abhält, ist unser Mangel an Vorstellungskraft und Sehnsucht. Wenn beides fehlt, bleiben wir im ewigen Film des nicht gelebten Lebens hängen. Damit dieser Film endlich endet und unsere Lebendigkeit zurückkehren kann, stellt sich die Frage: Was befeuert sowohl Vorstellungskraft als auch Sehnsucht?Lilly Gebert zufolge sind es Formulierungen und zu Geschichten aufgetürmte Worte, die uns erkennen lassen, was eigentlich möglich wäre. Diese Worte werden nicht durch den Verstand gefiltert, sondern erreichen direkt unsere Seele. Indem sie auf solche Weise in uns erklingen, ist es uns möglich wiederzufinden, was wir bereits verloren glaubten: unseren Lebenswillen. Und mit ihm auch das, wonach wir uns eigentlich sehnen: Verbindung. Eine Form von innerer Nähe zu dem, was das Leben, aber auch uns einst auszumachen vermochte: Vielfalt, Komplexität und Eigensinn. Eine Enzyklopädie der neuen Zeit, die auf perfekte Weise Ratio mit Emotio verbindet und so einen Türöffner für Veränderung bildet hin zu mehr Liebe und Fülle im Leben.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Wertingen
5/5
13.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sein statt Haben
Ein Buch, eine Enzyklopädie, die vom Leser sehr viel abverlangt, manchmal mehr als anstrengend ist. Die Autorin gehört der jungen Generation an. Und in alphabetisch angelegten Kapiteln zeigt sie uns ein Leben auf, das schon lange von uns als solches nicht mehr wahrgenommen wird. Sie erklärt mit Hilfe von Dichtern, Philosophen, Politikern und religiösen Führern ein Leben, das von uns heute nicht mehr so gelebt wird. Wir kennen keine Grenzen, wollen immer mehr Haben, doch das Mehr tut uns einfach nicht gut und wir vergessen den Ursprung des Seins und verlieren uns in uns selbst. Nur durch Konsum meinen wir unseren inneren Frieden finden zu können. Vielfach verweist sie auf die Bücher von Fromm, der schon damals eine sehr interessante Meinung vertreten hat. Aber auch Ashram wird hier zitiert. Die inneren Werte werden übersehen oder gar nicht mehr erkannt, nur noch das Oberflächliche hat Wert. Ist uns unsere Leben denn so gleichgültig. Ich hebe hier nur einige Themen hervor: Empfindsamkeit, Entwurzelung, Gemeinschaft, Gottlosigkeit, Präsenz, Puritanismus, Schicksal, Schmerz, um nur einige zu nennen. Jedwedes Thema wird ausführlich behandelt und am Ende einiger Kapitel wird uns dann eine Frage gestellt. Ein sehr in die Tiefe gehendes Buch, das sich mit dem Leben und dem Sinn des Seins sehr gründlich auseinandersetzt. Ein wirklich sgroße Leistung der jungen Autorin.
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