Todesfälle, die zunächst kein Verbrechen vermuten lassen, mysteriöse Begegnungen, ein schweigsamer Künstler, ein rätselhafter Verkehrsunfall, ein glasklarer Mord.
Alles steht miteinander in Verbindung. Diese Zusammenhänge sind für die Ermittler schwer zu durchschauen, zumal auch ein Mord nahe der Königsallee in Düsseldorf damit zu tun hat. Es geht um den internationalen Kunsthandel und seine Auswüchse. Fälschungen, Betrug, schmutziges Geld, das in den legalen Wirtschaftskreislauf eingebracht wird. Fabio Fameo, Tommaso Caruso und Francesca Giardi sind im Pustertal unterwegs. Eine interessante Schlossherrin aus diesem Tal hilft.
Dieser Krimi führt die Leser in die Städte Bruneck, Brixen und Meran.
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Kunstfälschung, Geldfälschung, Erpressung, Mord... packend und atemberaubend
Petra Sch. aus Gablitz am 02.06.2018
Bewertungsnummer: 1108054
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Kurz zum Inhalt:
Commissario Fabio Fameo von der Polizia di Stato in Bozen hofft, dass er sich endlich mit seinem geliebten Thema Geldwäsche befassen kann, da ihm der Vizequestore einen zusätzlichen Kollegen, den jungen Eduard Thaler, zur Seite stellt.
Doch was der Vizequestore eigentlich will, erschüttert Fameo: er und seine Kollegen, Francesca Giardi und Eduard Thaler, sollen in Richtung Kunstfälscher-Ring ermitteln, worum die Freundin des Vizequestore, die Kunstexpertin Gräfin Victoria von Emeri, gebeten hat.
Und dann sind da auch noch zwei männliche Leichen, die scheinbar eines natürlichen Todes gestorben sind, und nichts mit dem Fall zu tun haben...
Meine Meinung:
"Der Schein betrügt" ist der 4., eigenständig zu lesende, Teil der Reihe um Commissario Fameo. Die Handlung hängt auch viel mit dem Vorgänger-Band "Wie du mir so er dir" zusammen, kann aber trotzdem problemlos ohne Vorkenntnisse eigenständig gelesen werden.
Man trifft viele alte Bekannte aus den vorigen Bänden: Fameos Assistentin Francesca Giardi, seine Frau Elisabeth, seinen Freund und 'Kollegen' von den Carabinieri, Thommaso Caruso und dessen Frau Anna, und den Vizequestore - dessen Namen man erstmalig erfährt.
Und dann gibt es den eifrigen und sehr hilfreichen neuen Kollegen Eduard Thaler. Der kommt aus dem Pustertal, in dem die Handlung hauptsächlich spielt, und dort ist es wie so oft: jeder kennt jeden, und den Einheimischen wird geholfen. Daher kann er viele hilfreiche Informationen sammeln, ohne die Fameo nicht so weit gekommen wäre.
Nicht nur in beruflicher Hinsicht ändert sich mit dem neuen Kollegen in diesem Band einiges für Fameo, sondern auch im privaten Bereich gibt es Neues für die Zukunft.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und schnell zu lesen, die Charaktere sind detailliert ausgearbeitet, und der Spannungsbogen wird konstant aufrecht gehalten.
Trotz vieler handelnder Personen und neuer Wendungen ist die Geschichte nicht verwirrend - sie lässt einen miträtseln und im Dunklen tappen.
Ralph Neubauer hat es wieder wunderbar geschafft, die italienische Gegend so gut zu beschreiben, dass man sich fühlt, als wäre man dort. Somit kann man sich alles noch besser vorstellen.
Sehr witzig habe ich gefunden, dass der Autor am Ende des Buches als er selbst einen Gastauftritt hat.
Am Ende des Krimis gibt es einen Glossar, der nochmals die italienischen Polizeistrukturen beschreibt, was sehr hilfreich ist, da die Polizei in Italien ganz anders aufgebaut ist als in Deutschland oder Österreich. Auch innerhalb des Buches gibt es für einzelne spezielle Begriffe immer wieder erklärende Fußnoten.
Das Cover finde ich diesmal leider nicht ganz so gelungen, es ist etwas unscheinbar. Trotzdem passt es irgendwie zur Geschichte, da altes Holz eine Rolle spielt.
Fazit:
Unterhaltsamer und spannender 4. Teil um Commissario Fabio Fameo in malerischer italienischer Kulisse. Eindeutige Leseempfehlung!
Ein Leckerbissen für Südtirol-Fans
Bewertung aus Hamburg am 04.04.2018
Bewertungsnummer: 1095104
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
"Der Schein betrügt" ist der 4. Band einer Reihe von Südtirol-Krimis vom Autor Ralph Neubauer, die man aber gut ohne die Vorgänger zu kennen, einzeln lesen kann.
Aber manchmal wäre es sicherlich gut, sich mit dem Klappentext vorher zu beschäftigen: "Dieser orts- und detailsichere Südtirol
-Krimi kommt in einer fußgängergemächlichen und raumabtastenden Blickweise Schritt für Schritt dem Geschehen näher." Fußgängergemächlich, ja, das stimmt - und ich hätte mir anfangs eine kleine Lesekrise erspart: es war gut geschrieben, ich erfuhr viel über die handelnden Personen, die
Landschaftsbeschreibung war ausgezeichnet... aber ein Krimi?
Dann nahm das Geschehen an Fahrt auf, wurde richtig spannend, ich fühlte mich immer besser unterhalten. Wir Leser erfuhren viel über den internationalen Kunsthandel, Fälschungsmöglichkeiten, Geldwäsche und die Verstrickungen innerhalb der Kunstszene.
Einige der handelnden Personen wuchsen mir ans Herz, so z.B. Elisabeth und ich wartete förmlich darauf, dass bei Fabio im privaten Bereich endlich der "Groschen" fiel... Mit anderen Menschen konnte ich nicht recht warm werden...
Bis zum fulminanten Schluss blieb der Spannungsbogen erhalten, deshalb war leider meine Enttäuschung umso größer, dass am Ende ein "loser Faden" nicht ordentlich verknüpft wurde - schade!
Nichtsdestotrotz werde ich mindestens noch ein Buch dieser Serie lesen, da Freunde große Südtirol-Fans sind - und es gibt ein Band, in dem Fabio in ihrem bevorzugten Urlaubsgebiet ermittelt!
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