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Produktbild: Kapitalismus

Kapitalismus Geschichte einer Weltrevolution | Unter den "100 Notable Books of 2025" der NEW YORK TIMES

2

34,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

11.11.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

1280 (Printausgabe)

Dateigröße

50064 KB

Übersetzt von

Helmut Dierlamm + weitere

Sprache

Deutsch

EAN

9783644000339

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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  • Navigation über vorher / nachher Elemente
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  • entspricht der Vorgabe WCAG v2.1
  • entspricht der Vorgabe WCAG Level AA

Erscheinungsdatum

11.11.2025

Verlag

Rowohlt eBooks

Seitenzahl

1280 (Printausgabe)

Dateigröße

50064 KB

Übersetzt von

  • Helmut Dierlamm
  • Werner Roller
  • Sigrid Schmid
  • Thomas Stauder

Sprache

Deutsch

EAN

9783644000339

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Warum Kapitalismus plötzlich weh tut – und klug macht

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 13.01.2026

Bewertungsnummer: 2979682

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kapitalismus – dieses Wort liegt sonst so trocken im Mund wie Kreidestaub. Bei Sven Beckert schmeckt es plötzlich nach Zucker, Schweiß, Geld, Gewalt und Hoffnung zugleich. Dieses Buch fühlt sich nicht an wie Wirtschaftsgeschichte, sondern wie eine Weltreise durch Jahrhunderte, bei der man ständig denkt: Verdammt, genau hier leben wir gerade. Keine europäische Erfolgsgeschichte mit Siegel und Schleife, sondern ein globales Geflecht aus Kaufleuten, Plantagen, Fabriken, Kanonenbooten und Kontobüchern. Beckert zeigt, wie Kapitalismus nicht einfach „passiert“ ist, sondern gemacht wurde – mit Macht, mit Zwang, mit Ideen und mit Blut. Während man noch über Baumwolle und Zucker stolpert, steht plötzlich die Klimakrise im Raum und schaut einen unangenehm ruhig an. Besonders stark: die Klarheit. Komplexe Zusammenhänge werden nicht plattgebügelt, sondern entwirrt. Das Buch fordert Aufmerksamkeit, ja, aber es belohnt sie reichlich. Immer wieder diese inneren Momente: kurz innehalten, Kaffee abstellen, hochschauen und denken, wie absurd normal Ausbeutung über Jahrhunderte geworden ist – und wie tief sie bis heute wirkt. Natürlich ist das kein Wohlfühlbuch. Manche Passagen sind schwer, manche brutal ehrlich, manche fast zornig. Doch genau darin liegt seine Kraft. Beckert rechnet nicht nur ab, er öffnet Denkfenster. Kapitalismus erscheint hier weder als reiner Bösewicht noch als glorreicher Held, sondern als menschengemachtes System mit gewaltigen Folgen – und damit auch mit Verantwortung. Am Ende bleibt ein leises, unbequemes Gefühl zurück. Eines, das bleibt. Und Bücher, die das schaffen, verdienen Respekt.

Warum Kapitalismus plötzlich weh tut – und klug macht

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 13.01.2026
Bewertungsnummer: 2979682
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kapitalismus – dieses Wort liegt sonst so trocken im Mund wie Kreidestaub. Bei Sven Beckert schmeckt es plötzlich nach Zucker, Schweiß, Geld, Gewalt und Hoffnung zugleich. Dieses Buch fühlt sich nicht an wie Wirtschaftsgeschichte, sondern wie eine Weltreise durch Jahrhunderte, bei der man ständig denkt: Verdammt, genau hier leben wir gerade. Keine europäische Erfolgsgeschichte mit Siegel und Schleife, sondern ein globales Geflecht aus Kaufleuten, Plantagen, Fabriken, Kanonenbooten und Kontobüchern. Beckert zeigt, wie Kapitalismus nicht einfach „passiert“ ist, sondern gemacht wurde – mit Macht, mit Zwang, mit Ideen und mit Blut. Während man noch über Baumwolle und Zucker stolpert, steht plötzlich die Klimakrise im Raum und schaut einen unangenehm ruhig an. Besonders stark: die Klarheit. Komplexe Zusammenhänge werden nicht plattgebügelt, sondern entwirrt. Das Buch fordert Aufmerksamkeit, ja, aber es belohnt sie reichlich. Immer wieder diese inneren Momente: kurz innehalten, Kaffee abstellen, hochschauen und denken, wie absurd normal Ausbeutung über Jahrhunderte geworden ist – und wie tief sie bis heute wirkt. Natürlich ist das kein Wohlfühlbuch. Manche Passagen sind schwer, manche brutal ehrlich, manche fast zornig. Doch genau darin liegt seine Kraft. Beckert rechnet nicht nur ab, er öffnet Denkfenster. Kapitalismus erscheint hier weder als reiner Bösewicht noch als glorreicher Held, sondern als menschengemachtes System mit gewaltigen Folgen – und damit auch mit Verantwortung. Am Ende bleibt ein leises, unbequemes Gefühl zurück. Eines, das bleibt. Und Bücher, die das schaffen, verdienen Respekt.

Ein großer Wurf

Hans-Peter Büttgenbach aus Langenfeld am 06.01.2026

Bewertungsnummer: 2694285

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

“Kapitalismus. Geschichte einer Weltrevolution” heißt das monumentale Werk von Sven Beckert. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein großer Wurf. So wie der von Karl Marx für die Politische Ökonomie, oder Paul Kennedy über ökonomische Konflikte oder Joseph Schumpeter über die Theoriegeschichte der Ökonomik, präsentiert Beckert eine detaillierte historische Perspektive der globalen Wirtschaft. Dabei ist er immer zuerst Historiker, dann Ökonom. Die Ökonomik mache nämlich die Entfernung von Geschichte, Gesellschaft und Klassen selbst zum Programm. Das ist teils wahr. Sofort wird auch klar, daß der Blickwinkel von Beckert nicht eurozentrisch ist und die Rolle der “negativen” Institutionen - Kolonialismus, Sklaverei, Monopole, Privilegien etc. - deutlicher betont wird als üblich. Institutionen dominieren die wirtschaftshistorische Diskussion (Acemoglu, Mokyr, North u. a.) ja schon länger, allerdings im Wesentlichen die “guten” und jüngeren Einrichtungen wie Tausch, Verträge, Eigentum, Rechte etc. Die Diskussion des Wandels dieser Institutionen von böse zu gut - z. B. Sklaverei zum Arbeitsvertrag - gelingt dabei ohne konventionelle marxistische o. ä. ideologische Begleitmusik. Eine lange Sicht überlagert auch nicht dauernde Wirkungen von Kolonialismus und Sklaverei. Der Autor sieht wie Schumpeter und Marx sehr genau die unbändige Kraft des Kapitalismus - und seine Kosten. Der Kapitalismus erwächst hier historisch aus vielen verstreuten Kapitalinseln, die - klar hierarchisch geordnet - durchweg von Europäern kontrolliert werden. Die detaillierte Beschreibung dieser unzähligen Plätze - Handelsstädte, Plantagen, Manufakturen, Textilmühlen, Stahlkombinate - und deren Vernetzung ist bemerkenswert. Solingen, Elberfeld und Völklingen zählen bspw. zu diesem großen Archipel des Kapitals. Erst diese Struktur führe seit dem 18. Jahrhundert zum Epizentrum des Kapitalismus in England und lässt andere Regionen wie China zurück. Deutschland und die USA folgen in dieser Position. Die Rolle des Staates als Garant und Helfer des Kapitalismus wird durchweg betont. Je nach Kultur und politischer Verfassung entstehen unterschiedliche Systeme oder Regime. Eine enge Verbindung zwischen Demokratie und Markt wird dabei nicht konstatiert, die Anpassungsfähigkeit des Kapitals in jedweder Konstellation sticht hervor. Planwirtschaft wird in der Breite am Beispiel Indien dargestellt, ‘der Neoliberalismus’ durchweg als utopisches Übel deklassiert (mit Chile als Beispiel). Dieser, der in vier Spielarten (Freiburger Schule, “Chicago Boys”, Österreichische Schule, Virginia School) auftrete, ist am Ende dann für nahezu alle Übel der Welt verantwortlich, was auch angesichts der akribischen Zusammenstellung der Entwicklungslinien des Kapitalismus dann doch zu simpel ist. Kommentare zum Ganzen kommen denn auch weniger von v. Hayek, v. Mises oder Stigler, sondern von Musil, dos Passos und Neruda. Das unlösbare Problem der Integration von Geschichte und Ökonomik handhabt der Autor nur unzureichend, weil er es durchweg einseitig auflöst. Die weithin geteilte Kritik an formalen mikroökonomischen Preis- und Mengenpuzzles à la Marshall und ihrer Implikationen greift deutlich zu kurz. Die knapp 1300 Seiten bieten dutzende Abbildungen und Grafiken, die lockern den ohnehin nicht trockenen Text weiter auf, die Quellenangaben sind sehr ausführlich. Alles in allem bleibt diese Geschichte des Kapitalismus ein großer Wurf!

Ein großer Wurf

Hans-Peter Büttgenbach aus Langenfeld am 06.01.2026
Bewertungsnummer: 2694285
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

“Kapitalismus. Geschichte einer Weltrevolution” heißt das monumentale Werk von Sven Beckert. Auf den ersten Blick wirkt es wie ein großer Wurf. So wie der von Karl Marx für die Politische Ökonomie, oder Paul Kennedy über ökonomische Konflikte oder Joseph Schumpeter über die Theoriegeschichte der Ökonomik, präsentiert Beckert eine detaillierte historische Perspektive der globalen Wirtschaft. Dabei ist er immer zuerst Historiker, dann Ökonom. Die Ökonomik mache nämlich die Entfernung von Geschichte, Gesellschaft und Klassen selbst zum Programm. Das ist teils wahr. Sofort wird auch klar, daß der Blickwinkel von Beckert nicht eurozentrisch ist und die Rolle der “negativen” Institutionen - Kolonialismus, Sklaverei, Monopole, Privilegien etc. - deutlicher betont wird als üblich. Institutionen dominieren die wirtschaftshistorische Diskussion (Acemoglu, Mokyr, North u. a.) ja schon länger, allerdings im Wesentlichen die “guten” und jüngeren Einrichtungen wie Tausch, Verträge, Eigentum, Rechte etc. Die Diskussion des Wandels dieser Institutionen von böse zu gut - z. B. Sklaverei zum Arbeitsvertrag - gelingt dabei ohne konventionelle marxistische o. ä. ideologische Begleitmusik. Eine lange Sicht überlagert auch nicht dauernde Wirkungen von Kolonialismus und Sklaverei. Der Autor sieht wie Schumpeter und Marx sehr genau die unbändige Kraft des Kapitalismus - und seine Kosten. Der Kapitalismus erwächst hier historisch aus vielen verstreuten Kapitalinseln, die - klar hierarchisch geordnet - durchweg von Europäern kontrolliert werden. Die detaillierte Beschreibung dieser unzähligen Plätze - Handelsstädte, Plantagen, Manufakturen, Textilmühlen, Stahlkombinate - und deren Vernetzung ist bemerkenswert. Solingen, Elberfeld und Völklingen zählen bspw. zu diesem großen Archipel des Kapitals. Erst diese Struktur führe seit dem 18. Jahrhundert zum Epizentrum des Kapitalismus in England und lässt andere Regionen wie China zurück. Deutschland und die USA folgen in dieser Position. Die Rolle des Staates als Garant und Helfer des Kapitalismus wird durchweg betont. Je nach Kultur und politischer Verfassung entstehen unterschiedliche Systeme oder Regime. Eine enge Verbindung zwischen Demokratie und Markt wird dabei nicht konstatiert, die Anpassungsfähigkeit des Kapitals in jedweder Konstellation sticht hervor. Planwirtschaft wird in der Breite am Beispiel Indien dargestellt, ‘der Neoliberalismus’ durchweg als utopisches Übel deklassiert (mit Chile als Beispiel). Dieser, der in vier Spielarten (Freiburger Schule, “Chicago Boys”, Österreichische Schule, Virginia School) auftrete, ist am Ende dann für nahezu alle Übel der Welt verantwortlich, was auch angesichts der akribischen Zusammenstellung der Entwicklungslinien des Kapitalismus dann doch zu simpel ist. Kommentare zum Ganzen kommen denn auch weniger von v. Hayek, v. Mises oder Stigler, sondern von Musil, dos Passos und Neruda. Das unlösbare Problem der Integration von Geschichte und Ökonomik handhabt der Autor nur unzureichend, weil er es durchweg einseitig auflöst. Die weithin geteilte Kritik an formalen mikroökonomischen Preis- und Mengenpuzzles à la Marshall und ihrer Implikationen greift deutlich zu kurz. Die knapp 1300 Seiten bieten dutzende Abbildungen und Grafiken, die lockern den ohnehin nicht trockenen Text weiter auf, die Quellenangaben sind sehr ausführlich. Alles in allem bleibt diese Geschichte des Kapitalismus ein großer Wurf!

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