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Lilianas unvergänglicher Sommer »Ein aufwühlendes Buch ... und eine Aufforderung an uns alle, genauer hinzusehen.« Tobias Wenzel, NDR Kultur

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27,50 €

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

42588

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.07.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

20,9/13,5/3,3 cm

Gewicht

418 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

2. Druckaufl. 2025

Originaltitel

El invencible verano de Liliana

Übersetzt von

Johanna Schwering

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96674-9

Beschreibung

Rezension

»Ein literarischer Aufschrei, der hoffentlich nicht ungehört bleibt« Nürnberger Zeitung, 07. August 2025 ("Nürnberger Zeitung")
»Über den Zauber solcher Schwellenerfahrungen gebietet nur die Literatur. Er macht dieses Buch zu mehr als einer aktivistischen True-Crime-Story. ›Lilianas unvergänglicher Sommer‹ ist ein Buch des Schmerzes und des Trostes zugleich. Aus der Reise ins Totenreich wird ein Lebensroman. In seinem Licht zeigt sich die strukturelle Seite der Gewalt, von der er handelt, nur umso unerträglicher« Stefan Kister, Stuttgarter Zeitung, 21. Juli 2025 ("Stuttgarter Zeitung")
»›Lilianas unvergänglicher Sommer‹ ist ein aufwühlendes Buch, das tief berührende Porträt einer ermordeten Frau und eine Aufforderung an uns alle, genauer hinzusehen.« Tobias Wenzel, NDR Kultur, 21. Juli 2025 ("NDR Kultur")
»›Lilianas unvergänglicher Sommer‹ ist ein kämpferisches Buch. Ein Buch gegen die Ignoranz, mit der Femizide in Mexiko immer noch unter den Tisch gekehrt werden. Gleichzeitig ist es trotz der vielen zitierten Texte Lilianas weniger ein Buch über sie als über die Autorin, ihre Schwester.« Fokke Joel, Taz, 19. Juli 2025 ("taz")

Produktdetails

Verkaufsrang

42588

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.07.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

336

Maße (L/B/H)

20,9/13,5/3,3 cm

Gewicht

418 g

Farbe

Anthrazit

Auflage

2. Druckaufl. 2025

Originaltitel

El invencible verano de Liliana

Übersetzt von

Johanna Schwering

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96674-9

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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Das Unverständliche literarisch auszuhalten

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 16.12.2025

Bewertungsnummer: 2678877

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Lilianas unvergänglicher Sommer“ ist kein Buch, das man einfach liest. Es ist ein Buch, das einen festhält, das nachhallt, das sich dem schnellen Urteil entzieht. Cristina Rivera Garza schreibt über den Mord an ihrer Schwester Liliana – und zugleich über die Unmöglichkeit, diesen Mord jemals zu verstehen oder zu „erklären“. Neunundzwanzig Jahre nach dem Femizid kehrt die Autorin aus den USA nach Mexiko zurück, um Einsicht in die Ermittlungsakten zu erhalten. Was folgt, ist ein kafkaeskes Ringen mit der Bürokratie, mit verschwundenen Dokumenten und einer Justiz, die versagt hat. Doch dieses Buch ist weit mehr als ein Bericht über institutionelles Scheitern. Es ist ein hybrides Erinnerungsbuch, das Archivmaterial, Briefe, Zeug*innenstimmen, poetische Passagen und essayistische Reflexion miteinander verbindet. Besonders stark ist die literarische Form. Rivera Garza erzählt nicht linear, sondern tastend, fragmentarisch, suchend. Zunächst stehen die Akten im Zentrum, dann die Briefe Lilianas, später die Stimmen von Freundinnen und Kommilitoninnen. Gegen Ende treten die Eltern zu Wort, bevor schließlich die Autorin selbst spricht. Diese letzten Passagen gehören zu den eindringlichsten, die ich seit Langem gelesen habe. Es gibt Stellen, die man kaum lesen kann, ohne dass die Augen brennen. Die Trauer wird nicht erklärt – sie wird körperlich erfahrbar. Gerade weil Rivera Garza so literarisch schreibt, entfaltet das Buch seine große emotionale Wirkung. Es ist gefühlvoll, ohne sentimental zu sein. Präzise, ohne kalt zu werden. Die Sprache sucht nach einem Ausdruck für etwas, das sich eigentlich jeder Sprache entzieht: den Verlust eines geliebten Menschen durch Gewalt. Immer wieder ringt der Text mit der Frage, wie man schreiben kann, ohne zu verraten – und wie man erinnern kann, ohne zu vereinnahmen. In den Stimmen der Freundinnen und Weggefährtinnen wird Liliana häufig als außergewöhnlich beschrieben – klug, lebendig, beliebt, von vielen geliebt. Diese beinahe ikonische Darstellung hat mich kurz innehalten lassen. Nicht, weil sie unglaubwürdig wäre, sondern weil sie letztlich nicht entscheidend ist. Ein Femizid bleibt ein Femizid – unabhängig davon, wie besonders, klug oder liebenswert eine Frau war. Gerade diese  Überhöhung macht noch einmal schmerzhaft deutlich, wie falsch jede implizite Logik ist, die Wert oder Bedeutung eines Lebens gegeneinander aufrechnen will. Vielleicht liegt genau darin die verstörende Wirkung dieser Passagen. Lilianas unvergänglicher Sommer liefert keine Antworten, keine Erlösung, keinen Abschluss. Es bleibt bei der Ungerechtigkeit, bei der Leerstelle, bei der Trauer. Doch genau darin liegt seine literarische Kraft. Dieses Buch zeigt, was Literatur vermag, wenn sie sich der Trauer wirklich aussetzt: erinnern, aushalten, widersprechen. Es ist ein stilles, wütendes, zutiefst menschliches Buch – und eines, das man nicht so schnell wieder loswird. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

Das Unverständliche literarisch auszuhalten

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 16.12.2025
Bewertungsnummer: 2678877
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

„Lilianas unvergänglicher Sommer“ ist kein Buch, das man einfach liest. Es ist ein Buch, das einen festhält, das nachhallt, das sich dem schnellen Urteil entzieht. Cristina Rivera Garza schreibt über den Mord an ihrer Schwester Liliana – und zugleich über die Unmöglichkeit, diesen Mord jemals zu verstehen oder zu „erklären“. Neunundzwanzig Jahre nach dem Femizid kehrt die Autorin aus den USA nach Mexiko zurück, um Einsicht in die Ermittlungsakten zu erhalten. Was folgt, ist ein kafkaeskes Ringen mit der Bürokratie, mit verschwundenen Dokumenten und einer Justiz, die versagt hat. Doch dieses Buch ist weit mehr als ein Bericht über institutionelles Scheitern. Es ist ein hybrides Erinnerungsbuch, das Archivmaterial, Briefe, Zeug*innenstimmen, poetische Passagen und essayistische Reflexion miteinander verbindet. Besonders stark ist die literarische Form. Rivera Garza erzählt nicht linear, sondern tastend, fragmentarisch, suchend. Zunächst stehen die Akten im Zentrum, dann die Briefe Lilianas, später die Stimmen von Freundinnen und Kommilitoninnen. Gegen Ende treten die Eltern zu Wort, bevor schließlich die Autorin selbst spricht. Diese letzten Passagen gehören zu den eindringlichsten, die ich seit Langem gelesen habe. Es gibt Stellen, die man kaum lesen kann, ohne dass die Augen brennen. Die Trauer wird nicht erklärt – sie wird körperlich erfahrbar. Gerade weil Rivera Garza so literarisch schreibt, entfaltet das Buch seine große emotionale Wirkung. Es ist gefühlvoll, ohne sentimental zu sein. Präzise, ohne kalt zu werden. Die Sprache sucht nach einem Ausdruck für etwas, das sich eigentlich jeder Sprache entzieht: den Verlust eines geliebten Menschen durch Gewalt. Immer wieder ringt der Text mit der Frage, wie man schreiben kann, ohne zu verraten – und wie man erinnern kann, ohne zu vereinnahmen. In den Stimmen der Freundinnen und Weggefährtinnen wird Liliana häufig als außergewöhnlich beschrieben – klug, lebendig, beliebt, von vielen geliebt. Diese beinahe ikonische Darstellung hat mich kurz innehalten lassen. Nicht, weil sie unglaubwürdig wäre, sondern weil sie letztlich nicht entscheidend ist. Ein Femizid bleibt ein Femizid – unabhängig davon, wie besonders, klug oder liebenswert eine Frau war. Gerade diese  Überhöhung macht noch einmal schmerzhaft deutlich, wie falsch jede implizite Logik ist, die Wert oder Bedeutung eines Lebens gegeneinander aufrechnen will. Vielleicht liegt genau darin die verstörende Wirkung dieser Passagen. Lilianas unvergänglicher Sommer liefert keine Antworten, keine Erlösung, keinen Abschluss. Es bleibt bei der Ungerechtigkeit, bei der Leerstelle, bei der Trauer. Doch genau darin liegt seine literarische Kraft. Dieses Buch zeigt, was Literatur vermag, wenn sie sich der Trauer wirklich aussetzt: erinnern, aushalten, widersprechen. Es ist ein stilles, wütendes, zutiefst menschliches Buch – und eines, das man nicht so schnell wieder loswird. Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil.

Ganz nah dran…

Bewertung aus Aachen am 24.10.2025

Bewertungsnummer: 2634688

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Selten habe ich so lange für ein Buch gebraucht. Aber keineswegs, weil es so langatmig war!!! Im Gegenteil. Dieses Buch ist so intensiv und tief gehend, wie Buchstaben auf Papier nur sein können. Dabei versucht Cristina Rivera Garza so sachlich, wie möglich, über das Leben und den Tod ihrer Schwester Liliana zu berichten. Frei von Klagen und ohne pathetisch zu werden, gelingt ihr dieses eindringliche Porträt einer jungen, lebensfrohen Frau, die einem grauenvollen Schicksal erlag. Ich dachte, ich sei die richtige Person für dieses Buch, da ich beruflich bedingt schon viel zu viele Akten über Femizide gelesen und mit zahlreichen Tätern intensiv über diese gesprochen habe. Auch gab es in meinem persönlichen Umfeld bereits zwei Morde an jungen Frauen, die auch mein Leben geprägt haben. Und wer von uns Damen war noch nicht selbst Opfer sexuell motivierter Übergriffe?!? Aber auf dieses Buch kann man nicht gefasst sein! Völlig unaufgeregt schafft die Autorin eine solche Fusion von Eindringlichkeit, Intimität, Lebendigkeit und Tiefgang, dass es einerseits schwer zu ertragen und andererseits faszinierend ist, da man sich so sehr mit Opfer und Angehörigen identifizieren kann, dass man die Geschichte selbst durchlebt. Schaurig schön verarbeitet die Autorin Durchlebtes in ihrer Niederschrift des Verbrechens an ihrer quirligen, klugen und vor allem lebendigen Schwester. Warnen sollte man allerdings vor dem Klos im Hals, den man auch Tage danach noch nicht los wird…

Ganz nah dran…

Bewertung aus Aachen am 24.10.2025
Bewertungsnummer: 2634688
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Selten habe ich so lange für ein Buch gebraucht. Aber keineswegs, weil es so langatmig war!!! Im Gegenteil. Dieses Buch ist so intensiv und tief gehend, wie Buchstaben auf Papier nur sein können. Dabei versucht Cristina Rivera Garza so sachlich, wie möglich, über das Leben und den Tod ihrer Schwester Liliana zu berichten. Frei von Klagen und ohne pathetisch zu werden, gelingt ihr dieses eindringliche Porträt einer jungen, lebensfrohen Frau, die einem grauenvollen Schicksal erlag. Ich dachte, ich sei die richtige Person für dieses Buch, da ich beruflich bedingt schon viel zu viele Akten über Femizide gelesen und mit zahlreichen Tätern intensiv über diese gesprochen habe. Auch gab es in meinem persönlichen Umfeld bereits zwei Morde an jungen Frauen, die auch mein Leben geprägt haben. Und wer von uns Damen war noch nicht selbst Opfer sexuell motivierter Übergriffe?!? Aber auf dieses Buch kann man nicht gefasst sein! Völlig unaufgeregt schafft die Autorin eine solche Fusion von Eindringlichkeit, Intimität, Lebendigkeit und Tiefgang, dass es einerseits schwer zu ertragen und andererseits faszinierend ist, da man sich so sehr mit Opfer und Angehörigen identifizieren kann, dass man die Geschichte selbst durchlebt. Schaurig schön verarbeitet die Autorin Durchlebtes in ihrer Niederschrift des Verbrechens an ihrer quirligen, klugen und vor allem lebendigen Schwester. Warnen sollte man allerdings vor dem Klos im Hals, den man auch Tage danach noch nicht los wird…

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Lilianas unvergänglicher Sommer

von Cristina Rivera Garza

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