Ein tröstlicher Roman, der an kalten Tagen wärmt wie eine gute Nudelsuppe.
Jeden Morgen, noch bevor die Sonne aufgeht, bereitet Ah Hock die beste Nudelsuppe der Stadt zu. Anis, Kreuzkümmel, Galgantwurzel und das rauchige Aroma des Holzofens sind nur einige der geheimen Zutaten des Rezepts, das von Generation zu Generation weitergegeben wird. Doch Ah Hock ist älter geworden, die Suppe gelingt ihm nicht mehr so wie einst - und sein Sohn hat kein Interesse, den Familienbetrieb fortzuführen. Vor Jahren hat er seine malaysische Heimat verlassen, um im fernen Hongkong die Kunst der Sushi-Zubereitung zu erlernen.
Als Ah Hocks sechzigster Geburtstag naht, kehrt sein Sohn endlich zurück. Doch bald brechen zwischen den beiden alte Konflikte auf. Denn während Ah Hock darauf bedacht ist, dass alles bleibt, wie es immer war, träumt Wei Ming von neuen kulinarischen Kreationen. Als ein Geschäftsmann droht, Ah Hocks Lebenswerk zu zerstören, müssen Vater und Sohn sich fragen, was wirklich zählt.
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Eine Geschichte, die nachhallt
Bewertung aus Hagen am 23.01.2026
Bewertungsnummer: 3023238
Bewertet: eBook (ePUB 3)
Morgens im Laksa Café beinhaltet 416 Seiten. Jeden Morgen, noch bevor die Sonne aufgeht, kocht Ah Hock die beste Nudelsuppe der Stadt. Sie basiert auf einem Geheimrezept, es ist Laksa, cremig und würzig zugleich, mit ausgewählten Zutaten, die von Generation zu Generation weiter gegeben wurden. Nun ist Ah Hock älter geworden, die Suppe gelingt ihm nicht mehr so wie einst und sein Sohn hat kein Interesse, den Familienbetrieb zu übernehmen. Er hat vor 8 Jahren die Heimatstadt in Malaysia verlassen, um im fernen Hongkong die Kunst der Sushizubereitung zu erlernen. Zum 60sten Geburtstag des Vaters kommt er zurück, aber aus anderen Gründen. Die Freude hält sich in Grenzen. Die alten Konflikte brechen auf. Sein Sohn Wei Ming würde gerne einiges verändern, Ah Hock möchte, dass alles bleibt, wie es ist. Als ein Geschäftsmann droht, Ah Hocks Lebenswerk zu zerstören, müssen Vater und Sohn sich fragen, was wirklich für sie zählt.
Es ist der Debütroman der Autorin. Der Schreibstil ist leicht, locker, flüssig und unterhaltsam. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, der Leser kann ihre Handlungen gut nachvollziehen. Die Schauplätze werden bildhaft dargestellt, man fühlt sich, als wäre man selbst vor Ort. Man kann vieles gut nachempfinden und erlebt mit den Hauptcharakteren deren Höhen und Tiefen mit. Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, von Vater und Sohn. Seine Kindheit, seine Flucht aus China, sein schwer erarbeitetes Lebenswerk, für das er lebt. Seine Ehe und seine Familie, für die er alles machen würde und seine Suppe, die an erster Stelle für ihn steht. Sein Sohn ist anders, erinnert sich an die Kindheit, in der der Laden seines Vaters im Vordergrund stand. Er erinnert sich, dass die Mutter ihn sehr lieb hatte. Jetzt als junger Mann möchte er etwas erleben, die Welt sehen, sich entwickeln, experimentieren, auch in der Küche. Es gelingt ihm nicht immer, aber er hat Ziele und Träume. Die will er in Hongkong umsetzen und dort leben. Nun wird es tiefgründiger im Laufe der Geschichte, Vater-Sohn-Probleme kommen zum Vorschein, die strenge, konservative Erziehung, die Fluchterfahrungen, ein anderes Land, andere Probleme. Die Konkurenz der kleinen Geschäfte gegen die moderne Welt. Die Mutter, die versucht es auszubalancieren, die ihre Träume und Wünsche beiseite gelegt hat, um für ihre kleine Familie zu sorgen und den beiden Männern gerecht zu werden, um keinen zu beleidigen oder missachten. Oft stößt sie an ihre Grenzen. Es bringt den Leser zum Nachdenken, was wir vom Leben erwarten, wo wir hinwollen, welche Traditionen sich weiter zu pflegen lohnen, wann man nachlassen und sich den Neuheiten stellen sollte, um nicht auf einer Stelle zu bleiben. Die Familie, die Liebe, die Freundschaft sind wichtig, sollte man nie aus den Augen verlieren, egal, was im Leben passiert. Die Familienwurzeln sind es, die uns prägen. Es ist eine Geschichte, die so leise ist, aber sehr laut nachhallt. Mir hat es sehr gut gefallen, vergebe 4 Sterne und eine Weiterempfehlung.
Auf dem 2 Blick ein kleines Juwell
Nordseekrabbe2502 am 09.02.2026
Bewertungsnummer: 3040402
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Morgens im Laksa Cafe
Janet Tay
Inhalt Bild 2
Ich muss sagen, ich brauchte für dieses Buch 2 Anläufe. Als ich es das erste Mal zur Hand genommen habe, war es das ich nicht warm mit der Geschichte wurde. Ich hatte keine Verbindung zu den Charakteren und auch irgendwie hat mich die Handlung nicht abgeholt. Also habe ich es erstmal zur Seite gelegt. Da ich das Gefühl hatte- ich muss der Geschichte eine 2. Chance geben. Da der Klapptext mich doch auch angesprochen hat. Also habe ich es einige Tage später nochmal versucht – und zack ..ich war sowas von in der Geschichte.
Dies hier ist das perfekte Beispiel, das jede Geschichte ihre Zeit hat. Und gerade dieses Buch, entfaltet sich so richtig- wenn man sich komplett drauf einlässt.
Dies ist eine Geschichte, die in der Ruhe – die Stärke hat. Gerade zwischen den Zeilen passiert hier so viel und man merkt die Wirkung der Geschichte um so deutlicher.
Die Charaktere sind so wunderbar, dass sie einem tief ins Herz gehen und auch lange nach dem Lesen noch dortbleiben.
Das Essen ist hier der Zentrale Punkt und die Sprache der Gefühle. Tradition – Laksa gegen Veränderung Sushi. Denn Stillstand waren oder mutig sein?
Hier Hock und seinen Sohn Wei Ming durch ihre Geschichte zu begleiten und der Kampf, um Traditionen zu behalten – aber auch nicht die Augen zu verschließen vor was Neuem. War superemotional und hat mich tief berührt.
Es ist ein so schöner tiefer Roman, der mich wirklich komplett mitgenommen hat. Ich war gedanklich mit bei den beiden und habe den Geschmack der Suppe im Mund gehabt. Ich habe mit ihnen gelitten und gekämpft ..
Und bin soo dankbar, dass ich diesem Buch eine 2. Chance gegeben habe. Dieses Buch ist ein Highlight. Und es ist ein Buch was Dir sagt- wann Du bereit bist es zu lesen um sich dann komplett zu enfalten .
Meinung aus der Buchhandlung
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„Morgens im Laksa Café“ ist ein leiser, warmer Roman über Familie, Tradition und die Frage, wie viel Veränderung man zulassen kann, ohne sich selbst zu verlieren. Janet Tay erzählt mit viel Feingefühl von der schwierigen Beziehung zwischen Vater und Sohn und verbindet kulinarische Sinnlichkeit mit emotionaler Tiefe. Die Geschichte entfaltet ihre Wirkung nicht durch große Dramen, sondern durch Zwischentöne, Erinnerungen und Nähe zu den Figuren. Ein tröstliches, atmosphärisches Buch, das nachhallt wie der Duft einer guten Suppe – ruhig, ehrlich und wohltuend.
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