»Erstklassige Unterhaltung und Spannung wie wir sie nur von Jo Nesbø kennen.« NRK
Minnesota, 2016: Ermittler Bob Oz ist seit dem Unfalltod seiner dreijährigen Tochter nicht mehr er selbst. Seine Frau verlässt ihn, Freunde ziehen sich zurück. Allein die knallharte Ermittlerarbeit lässt ihn seine Dämonen für einige Stunden vergessen: Oz jagt einen Mörder, der einen Rachefeldzug gegen Drogenbosse und Waffenhändler in Minneapolis führt. Und immer ist der ihm einen Schritt voraus, trickst Kameras aus, hinterlässt irreführende Spuren. Erst als bekannt wird, dass er einen Anschlag auf den Bürgermeister plant, kann Oz ihm eine Falle stellen. Doch wer stellt hier wem eine Falle?
»Ein absolut atemberaubender Fall vor einem mehr als realistischen Hintergrund. Und doch ist Minnesota von der ersten bis zur letzten Zeile vor allem eins: große Unterhaltung!« Dagsavisen
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Super Spannend
Mel aus Bickenbach am 07.05.2026
Bewertungsnummer: 3132116
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Minnesota von Jo Nesbø
Minnesota ein US Amerikanischer Bundesstaat oder auch ein Bundesstaat in dem ein Unheilvolles Verbrechen geschehen ist.
Der Ermittler Bob Oz mit seinen Norwegischen Eigenschaften und der Tierpräparators der doch immer irgendwie seinen weg kreuzt.
Drogen und Drogenbosse mit denen man nicht arbeiten sollte und doch lauern sie an jeder Ecke.
Mein Fazit: Was ein dunkler und unheilvoller Krimi. Ich habe mich gleich gefühlt als wäre ich in dem Eiskalten Minnesota gefangen. In dem die nachte zu ei werden und man selbst kaum weiß ob man gut oder böse ist. Besonders das Ende blieb mir lange in Erinnerung. Wie viel leid muss man aushalten um so zu handeln? Trotzdem gibt es ein Happy End, was für mich gut zu ertragen war.
Ich kann das Buch nur empfehlen und es wird auch nicht das letzte Jo Nesbø Buch für mich gewesen sein.
Vergebung
Michael Sterzik aus Wallenhorst am 04.05.2026
Bewertungsnummer: 3128882
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Kriminalliteratur hat sich längst von der reinen, mechanischen Tätersuche emanzipiert. Sie fungiert heute als Seismograph für menschliche Abgründe. Es lohnt sich, genauer zu betrachten, warum der gebrochene Ermittler – der klassische Anti-Held – eine derart magnetische Anziehungskraft auf uns ausübt. Oft ist er ein physisches und psychisches Wrack, gezeichnet von einer beinahe rituellen Selbstzerstörung durch Alkohol, Drogen oder flüchtige Affären. Doch diese Laster sind keine bloßen Requisiten, sie sind Symptome einer tief verwurzelten Tragik. Meist liegt der Kern seiner Zerrissenheit in einem unverzeihlichen Verlust oder einer drückenden Schuld verborgen. Dieser Ermittler polarisiert, er ignoriert Dienstvorschriften und bricht gesellschaftliche Konventionen. Doch genau diese ungeschönte, rohe Imperfektion macht ihn zutiefst menschlich. Wir empfinden Sympathie für ihn, weil er unsere eigenen, tiefsten Ängste vor dem Scheitern und dem Verlust verkörpert – und trotzdem jeden Tag aufs Neue aufsteht, um sich dem Bösen entgegenzustellen.
Transatlantische Seelenverwandtschaft: Von Oslo nach Minneapolis Jo Nesbø hat diesen Archetyp mit seinem legendären norwegischen Kommissar Harry Hole meisterhaft geprägt. Für seinen Stand-Alone-Thriller „Minnesota“ wählt er jedoch bewusst einen radikalen Tapetenwechsel: Er verlässt die kühle Melancholie Skandinaviens und taucht ein in das pulsierende, zerrissene Herz der Vereinigten Staaten des Jahres 2016. In diesem ungewöhnlichen Setting präsentiert er uns Ermittler Bob Oz. Vergleicht man Hole und Oz, offenbart sich schnell eine tiefe, transatlantische Seelenverwandtschaft. Auch Bob Oz ist ein Getriebener, laut, unangenehm und von einer tiefen Melancholie umhüllt. Für beide Männer ist ihr Beruf kein Karriereweg, sondern ein existenzieller Rettungsanker, der sie davor bewahrt, endgültig in den Strudel ihrer eigenen Dämonen gerissen zu werden.
Bob Oz: Ein Leben im Echo der Tragödie Das Jahr 2016 in Minneapolis markiert für Oz den absoluten Tiefpunkt. Seit dem tragischen Unfalltod seiner erst dreijährigen Tochter ist sein Leben zu einer Ruine verkommen. Die Ehe hielt dem unerträglichen Schmerz nicht stand, das soziale Netz aus Freunden ist längst zerrissen. Oz wandelt als Geist durch sein eigenes Leben. Nur in der knallharten, kompromisslosen Ermittlungsarbeit findet er noch Momente der Klarheit. Die Jagd nach Kriminellen bietet ihm die einzige Möglichkeit, den ohrenbetäubenden Lärm seiner eigenen Schuldgefühle für wenige Stunden zum Schweigen zu bringen. Er schlägt physisch wie psychisch permanent über die Stränge, doch gerade dieses völlige Fehlen von Selbsterhaltungstrieb macht ihn zu einem brillanten, furchtlosen Ermittler.
Das Duell der Schatten: Psychologie statt Pulverdampf Ein derart komplexer Charakter erfordert einen ebenbürtigen Antagonisten. Nesbø konfrontiert Oz mit einem Mörder, der keinen blinden Terror sät, sondern einem hochgradig kalkulierten Rachefeldzug folgt. Die Opfer: Drogenbosse und Waffenhändler. Dieser Täter agiert mit erschreckender Präzision auf Augenhöhe des Chefermittlers. Er trickst moderne Überwachungssysteme aus, platziert chirurgisch genau irreführende Spuren und scheint dem traumatisierten Oz immer einen fatalen Schritt voraus zu sein. Nesbø verzichtet hierbei auf plakative Gewaltexzesse und ermüdende Schießereien. Die eigentliche Spannung des Romans destilliert sich aus der psychologischen Raffinesse dieses Katz-und-Maus-Spiels und den unheimlich dichten, messerscharfen Dialogen. Als schließlich ein geplanter Anschlag auf den Bürgermeister von Minneapolis aufgedeckt wird und Oz eine Falle stellt, verschwimmen die Grenzen vollends: Wer ist hier der Jäger, wer der Gejagte?
Gesellschaftsstudie im Gewand eines Thrillers Was „Minnesota“ letztlich zu einem herausragenden Werk macht, ist Nesbøs Fähigkeit, den Thriller als Vehikel für einen tiefschürfenden gesellschaftspolitischen Diskurs zu nutzen. Der Autor schlüpft in die Rolle eines scharfsinnigen Beobachters und nimmt die amerikanische Kultur, insbesondere im politisch aufgeladenen Jahr 2016, ins Visier. Der Roman seziert mit analytischer Präzision die tiefen Grauzonen der amerikanischen Waffengesetze. Nesbø zwingt den Leser, sich mit den hochaktuellen und oft paradoxen Fragen des US-amerikanischen Selbstverständnisses auseinanderzusetzen:
• Das Recht auf Waffen: Wie legitim ist das tief verankerte Recht eines jeden Amerikaners, eine Waffe zu kaufen, zu tragen und im Zweifel auch einzusetzen?
• Schutz oder Gefahr: Ab welchem Punkt kippt das Motiv, sich und seine Liebsten beschützen zu wollen, in eine tödliche Bedrohung für die Gesellschaft um?
• Moralische Ambivalenz: Wo verläuft die feine, oft unsichtbare Grenze zwischen verhältnismäßiger Notwehr und blinder Selbstjustiz?
Nesbø agiert dabei durchaus als moralische Instanz, ohne jedoch in platte Vorverurteilungen zu verfallen. Er nutzt das Genre des Spannungsromans meisterhaft, um ein hochbrisantes Zeitgeschehen in ein packendes, literarisches Kammerspiel zu übersetzen.
Fazit
Psychologisch spannendes und persönliches Duell zwischen Gut und Böse, die faktisch auch Freunde hätten sein können. Formvollendet konzipiert – und eine Atmosphäre, der man sich nicht entziehen kann.
Michael Sterzik
Meinung aus der Buchhandlung
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Jo Nesbø hat mit Minnesota einen neuen Kriminalroman verfasst der sowohl gesellschaftskritisch als auch äußerst spannend ist. Unser Protagonist, der uns wohl in neuen Bänden wieder begegnen wird, erinnert mich sehr stark an einen altbekannten Helden Nesbøs. Ich bin sehr gespannt, wie sich die Serie weiterentwickelt!
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Spannung und Tiefgang - ein echt guter Nesbo wieder - auch wenn er langsam anläuft - wir so nach und nach immer mehr über den Ermittler Bob Oz erfahren, seine Geschichte und seine Situationen - entwickelt sich der Fall gut und es wurden einige Wendungen eingebaut. Mir hat das Hören dieses Nesbo Krimis gut gefallen.
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