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Produktbild: Mutters Sprache

Mutters Sprache Die Schwerkraft der Herkunft; 1. Auflage mit Farbschnitt — Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

20196

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2025

Verlag

Leykam

Seitenzahl

282

Maße (L/B/H)

21,2/13,9/3 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Eisblau / Cognac

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8369-2

Beschreibung

Rezension

»Wlada Kolosowa schafft es, Menschen aus meiner Welt literarisch lebendig zu machen. Nach wenigen Seiten bin ich nicht nur Teil der Gechichte, sondern will unbedingt wissen, was diese Frauen noch erleben werden.«
ELINA PENNER
»Ein Roman, so aktuell, so akut, so zart und voller Entdeckungen. Große Empfehlung!«
Christine Ellinghaus, EMOTION
»Ein Buch, das man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte und danach aber gleich am liebsten weiter verschenken möchte!«
Josephine Mosch, MDR KULTUR
»"Mutters Sprache“ ist kein gefälliger Roman, sondern bietet einen schonungslosen Blick auf Sprachverlust, Mutterschaft und das Ringen um emotionale Heimat. Kolosowa gelingt dabei das Kunststück, Schwere mit Ironie zu durchdringen – ein Erzählton, der gleichermaßen irritiert wie fesselt.«
Simone Klein, bn bibliotheksnachrichten
»[...] Wlada Kolosowa, selbst in Nikel aufgewachsen und als Teenagerin nach Deutschland gezogen, schafft es in Mutters Sprache, all das zu einer eindrücklichen und einfühlsamen Erzählung zu verweben. Mutterschaft ist dabei die Konstante, die alles zusammenhält und zugleich auseinanderfallen lässt.«
Naz Küçüktekin, Augustin

Produktdetails

Verkaufsrang

20196

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.08.2025

Verlag

Leykam

Seitenzahl

282

Maße (L/B/H)

21,2/13,9/3 cm

Gewicht

448 g

Farbe

Eisblau / Cognac

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7011-8369-2

EU-Ansprechpartner

Leykam Buchverlagsges.m.b.H. & Co. KG
Dreihackengasse 20
8020 Graz
AT
office@leykamverlag.at

Herstelleradresse

Leykam Buchverlagsges.m.b.H. & Co. KG
Lichtenauergasse 1/8
1020 Wien
AT
office@leykamverlag.at

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  • Karina

    aus Wiesbaden

    5/5

    08.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wer bin ich

    Ich liebe es, wie mein Lesejahr 2026 beginnt. Gleich zum Auftakt steige ich mit einer Cover-Schönheit ein - und dann ist es auch noch inhaltlich ein Volltreffer. Ich bin echt zufrieden. In 'Mutters Sprache' von Wlada Kolosowa begleiten wir drei Frauen mit russischen Wurzeln auf ihrem Weg zur und durch gewollte wie ungewollte Mutterschaften. Der Roman erzählt von Tragödien und Entwurzelung, von queerer Sehnsucht, tiefer Liebe und stellt immer wieder die großen Fragen: Woher komme ich? Und wo gehöre ich hin? Dabei werden sowohl die politische Lage in Russland als auch das Thema Mutterschaft ohne Beschönigung und fernab der rosarote Brille beleuchtet. Lisa ist frischgebackene Mutter - und plötzlich beginnt ihre bis dahin so fest verankert 'deutsche' Fassade zu bröckeln. Die lange verdrängten russischen Wurzeln kommen wieder zum Vorschein. Ihre Hebamme Aljona spielt dabei eine entscheidende Rolle: Sie vermittelt Lisa ein Gefühl von Heimat und weckt zugleich eine bislang unbekannte Begierde. Aus unterschiedlichen Motiven heraus begeben sich die beiden gemeinsam auf eine Reise zurück nach Nikel, Lisas Geburtsort jenseits des Polarkreises - dorthin, wo um Soldaten geworben wird. Parallel dazu erfahren wir von Aljonas Vergangenheit, und auch Taja, Lisas Mutter, konfrontiert uns mit ihrer eigenen Geschichte - eine die sprachlos macht. Umso schmerzhafter ist es, dass Taja diese Sprachlosigkeit gegenüber ihrer Tochter und deren Herkunft bewahrt. Dieser Roman spiegelt eindrücklich die Zerrissenheit mehrerer Generationen von Frauen wider, denen durch politische Umstände und nicht zuletzt durch patriarchale Strukturen und Denkweisen ihre Identität genommen wurde. Ein beeindruckendes Buch, dem ich aus voller Überzeugung eine ganz klare Leseempfehlung ausspreche.

  • Eternal-Hope

    aus Österreich

    5/5

    22.12.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Reise durch die vielen Facetten der Mutterschaft in einem konservativ-autoritären Staat

    Lisa ist als Kind mit ihrer Mutter aus der Russischen Förderation nach Deutschland ausgewandert. Nun hat sie selbst gerade mit ihrem Partner eine kleine Tochter bekommen. Da erfährt sie, dass ihre russische Hebamme Aljona demnächst in den hohen Norden Russlands fahren will, ins Grenzgebiet bei Nikel, nahe dem Weißmeer. Dieselbe Gegend, aus der auch Lisa stammt, und in der immer noch ihre sehr alte Oma lebt, die ihr telefonisch mitteilt, dass sie wahrscheinlich nicht mehr lange zu leben hat. So entschließt sich Lisa, gemeinsam mit Aljona und mit der kleinen Babytochter Eva die Reise in die Gegend über dem Polarkreis anzutreten. Wir befinden uns in der Gegenwart, nach dem Beginn der russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, also in einer Zeit, in der man nicht mehr so einfach von Deutschland direkt nach Russland fliegen kann. Wer nach Russland möchte, muss teure Flüge über die Türkei buchen oder - wie diese Frauen es machen - nach Helsinki oder ins Baltikum fliegen und von dort mit dem Bus weiter nach St. Petersburg fahren, von wo aus Züge weiter in den Norden fahren. Eine anspruchsvolle Reise mit einem kleinen Baby, auch wenn man Russisch kann. Zumindest muss Lisa aber als Frau im konservativen Russland der Gegenwart nicht fürchten, an die ukrainische Front geschickt zu werden. Es ist eine Zeit, in der auch wegen dieser Gefahr aus dem Ausland fast nur Frauen die Reise nach Russland wagen und diese sehen dann in Russland allgegenwärtig Plakate mit Propaganda für den Einsatz an der Front, denn dieser sei extrem gut bezahlt und nur dann sei man ein echter Mann, wird verbreitet. Auch den Frauen wird eine klare Rolle zugeschrieben: die Verbesserung der enorm niedrigen Geburtenrate: in Werbespots vermitteln süße Kinder die Botschaft, wie schön es wäre, wenn es wieder mehr von ihnen geben würde. Homosexuelle Menschen wiederum werden im Russland der Gegenwart verfolgt: sie stehen ständig mit mindestens einem Bein im Gefängnis, denn "Propaganda für nicht-traditionelle Partnerschaften" ist unter der aktuellen Regierung strafbar geworden. Zwei Frauen in einer lesbischen Beziehung trauen sich auf der Straße kaum einander zu umarmen, denn das ist gesellschaftlich nur Verwandten oder Heterosexuellen gestattet. Unglaublich, wie schnell sich eine Gesellschaft, die noch vor gar nicht so langer Zeit das lesbische Frauenduo t.A.T.u. zum Eurovision Songcontext schicken konnte, nun in eine extrem konservative und autoritäre Richtung entwickelt hat! Bei der Lektüre lernt man also wie nebenbei sehr viel über die Atmosphäre und das Leben im Russland der Gegenwart, aber nicht nur darüber: insgesamt gibt es drei Erzählstränge: den von Lisa, den von Aljona und den von Taja. Während Lisas und Aljonas Perspektiven in der jetzigen Zeit spielen, nimmt Taja uns mit in das Leben als junge Frau in Russland in der Zeit unmittelbar nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion: als alte Verbindungen und Privilegien nichts mehr galten, die Wirtschaft erst einmal zusammenbrach, viele Menschen im Rahmen von Privatisierung und Pyramidenspielen alles verloren, eine kurze Zeit der Anarchie, aber auch der Möglichkeit zur starken Gesellschaftskritik herrschte, aber auch viel Gewalt verbreitet war. Im hohen Norden mit all seinen klimatischen Einschränkungen und geringen wirtschaftlichen Perspektiven war das Leben noch eine Spur härter als in vielen anderen Regionen. Ein Thema, das sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, ist das der Mutterschaft in ihren vielen Facetten: nicht nur Lisa als junge Mutter und Teil eines heterosexuellen Paares, sondern auch unkonventionelle Familienstrukturen, lesbische Liebe, Leihmutterschaft, Samenspende, künstliche Befruchtung und vieles andere sind Teil der Erzählung und werden differenziert und facettenreich betrachtet. Dabei ist insgesamt eine sehr spannende und gut lesbare Geschichte entstanden, bei der man wie nebenbei sehr viel lernt, zum Nachdenken angeregt wird und gleichzeitig bestens unterhalten wird. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich habe es mit viel Freude und Interesse gelesen. Die Einblicke in das Leben in der russischen Polarregion waren sehr interessant für mich und wirkten auch authentisch geschildert, von einer Autorin, die selbst aus dieser Region stammt. Die momentanen Entwicklungen in Russland machen sehr nachdenklich und zeigen auf, wie wichtig es ist, für Freiheit und Vielfalt in unserer Gesellschaft in Mitteleuropa einzutreten, solange das noch möglich ist. Insgesamt kann ich dieses wichtige und gut geschriebene Buch einer breiten Leserschaft wärmstens empfehlen. Auch für mich wird es sicher nicht das letzte Buch dieser großartigen Autorin gewesen sein.

  • Bewertung

    aus Villach

    5/5

    09.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wichtige Themen werden hier verhandelt

    isa, Mutter der erst zwei Monaten alten Eva, ist mit neun Jahren mit ihrer eigenen Mutter aus Russland nach Deutschland emigriert. Aljona ist eine russische Hebamme in Deutschland und muss plötzlich zurück nach Russland, sie wird dort dringend gebraucht. Auch Lisa möchte ihre sterbende russische Großmutter ein letztes Mal sehen. Also beschließen beide zurück in ihre ehemalige Heimat zu reisen. Auf dieser Reise wird die Vergangenheit Schicht um Schicht freigelegt – großartig. Wow, das war ein Ritt durch Themen, die es in sich haben: Leihmutterschaft, Fruchtbarkeit, ungewollte Mutterschaft, lesbische Beziehung, Migration aus Russland, Familie, ein lang gehütetes Geheimnis und ein Inzest Thema. Den Roman habe ich inhaliert und in einem Schwung gelesen, weil hier wirklich alles gepasst hat: der Aufbau des Romans, die Art wie sich die Protagonist*innen und die Zeitebenen abwechselten und ineinander verstrickten, die weiteren Themen im Kontext mit Russland, einerseits eine Freundschafts- und andererseits auch eine Familiengeschichte über drei Generationen mit einem wirklich schlimmen Geheimnis. Der Roman bietet Überraschungen, hält Unerwartetes bereit und hat dabei Tiefgang.

  • MarieOn

    5/5

    09.09.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    So unterhaltsam wie erstaunlich

    Eva schrie seit halb fünf in der Früh, jetzt war es halb acht. Robert konnte morgens einfach gehen, um Hochbeete in der Südstadt anzulegen. Lisa hat schon alles versucht Bauchmassage, Schaukeln, Kümmelöl, Fliegergriff, Wickeln, Nippel in den Mund, aber nichts half. Bald müsste sie zum letzten Mittel greifen, ihre Mutter Taja anrufen. Sie hat magische Kräfte. Doch nachdem sie Eva mit russischen Liedern beruhigt hätte, würde sie das Bad mit Chlorbleiche schrubben und versuchen Eva in Kaliumpermanganat zu baden. Am Ende würden sie sich wieder anschreien, die Türen zuschlagen und Eva würde weinen. Der Preis für ein ruhiges Kind war hoch. Lisa ist vor zwanzig Jahren mit ihrer Mutter nach Deutschland gekommen. Zuvor lebten sie in Nikel in der Arktis. Als Lisa neun war, hatte die Mutter Jörg im Internet kennengelernt. Mutters Deutschkenntnisse beschränkten sich auf: „Hitler kaputt.“ und „Halt, bitte nicht schießen.“ Ein Wissen, das sie in russischen Spionagefilmen aufgeschnappt hatte. Eine befreundete Dolmetscherin half und als Jörg sie in Nikel besuchte, entflammte er. Sechs Monate später zogen sie nach Görlitz. Lisa hat es zwischenzeitlich auch mit dem gebrochenen Singen russischer Lider versucht und siehe da, Eva ist eingeschlafen. Lisa geht ins Bad, wäscht sich und trägt Wimperntusche auf, gleich kommt ihre Hebamme. Aljona hat keine Kinder, weil sie kein Interesse an Penissen hat, sagt sie. Seit Lisa das weiß, schminkt sie sich für Aljona und würzt ihre Fantasien mit Aljonas Berührungen, aber damit ist jetzt Schluss, denn Aljona geht für mehrere Monate zurück nach Russland. Fazit: Wlada Kolosowa hat eine Geschichte von Frauen über drei Generationen erzählt. Ihre Mutter musste in ihrer Heimat einen herben Verlust hinnehmen und gebar Lisa erst spät. Die Migration nach Deutschland brachte ihr keine guten Erfahrungen. Die Autorin hat sie als stolze, kühle, theatralische, kleine Frau gezeichnet, die zu Übergriffigkeit neigt. Die Hebamme Aljona ist eine distanzierte Frau mit einer guten Beobachtungsgabe und vielen Geheimnissen. Lisa selbst ist als junge Mutter mit sich selbst beschäftigt und schert sich nicht so um die Gefühle anderer. Zwischen ihrer Mutter und ihr kommt es, wie zwischen Mutter und Großmutter zu verletzenden verbalen Rangeleien. Die Autorin verfügt über eine feine Beobachtungsgabe und hat ihre Geschichte mit so schweren Themen wie Leihmutterschaft und ungewollte Kinderlosigkeit gewürzt. Nebenbei hat sie ein Bild Russlands gezeichnet, das einerseits seine Bevölkerung hungern lässt und andererseits für das Gebären und den Krieg wirbt. Die von den Plakaten strahlenden Soldaten gehören der bestbezahlten Berufsgruppe im ganzen Land an. Die Schwerindustrie hat das Land teilverwüstet. Trotz der schweren Thematik ist die Geschichte locker, flockig und selbstironisch erzählt, ohne ins Oberflächliche abzurutschen. Ein unterhaltsamer Roman, der mich stellenweise in Erstaunen versetzt hat.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    13.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Starker Roman über Mutterschaft, Muttersprache und Herkuft

    Wlada Kolosowa hatte mich mit ihrem einzigartigen Roman „Der Hausmann“ (unbedingt lesen!) sehr begeistert, daher habe ich mich sehr auf ihr neues Buch „Mutters Sprache“ gefreut. Allein schon das Cover ist ein Hingucker, inhaltlich darf man es mit dem „Hausmann“ allerdings nicht vergleichen.   Die Protagonistin Lisa kam vor 20 Jahren mit ihrer Mutter aus Russland nach Deutschland. Sie fühlt sich gut integriert und möchte eigentlich nichts mehr von ihrer alten Heimat wissen. Doch mit der Geburt ihres Kindes bröckelt die mühsam errichtete „deutsche Fassade“, denn dummerweise lässt sich ihre kleine Tochter nur von Schlafliedern in russischer Sprache beruhigen. Mit der Muttersprache erwachen auch verdrängte Erinnerungen an die Kindheit im hohen Norden Russlands in Lisa.   Als ihre Hebamme Aljona, die ein Geheimins hat, überstürzt nach Russland aufbricht, kommt Lisa mitsamt Baby mit ihr, um ihre alte Großmutter noch ein letztes Mal zu sehen. Dass bei der Reise hinter den Polarkreis auch ihre heimlichen Gefühle für Aljona eine Rolle spielen, ist ein anderes Thema … Die Handlung spielt hier im aktuellen Kontext des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Da Direktflüge unmöglich sind, müssen Lisa und Aljona eine beschwerliche Reise mit Bus und Bahn auf sich nehmen. Dabei wird nicht nur die bedrückende politische und gesellschaftliche Stimmung im heutigen Russland spürbar, sondern auch die düstere Atmosphäre der Nachwendezeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.   Dank verschiedenen Perspektiven und Rückblicken liest sich dieser Roman spannend, erfordert jedoch auch große Aufmerksamkeit. Erst nach und nach schließt sich der Kreis der Geschichten um die drei Frauen. Vereinzelt hätte eine Straffung den Lesefluss verbessert.   Wlada Kolosowa schreibt gewohnt gut; besonders bei den Passagen über die Heftigkeit der Mutterschaft trifft sie vieles ungeschönt auf den Punkt.   „Der Nutzungsberechtigte ihres Uterus ist zum Eigentümer ihres Lebens geworden. Er gab den Rhythmus ihrer Tage vor: linke Brust, rechte Brust, überschüssige Milch auskotzen lassen, wickeln. Er bestimmte, wann sie schlafen, essen, duschen konnte. Noch nie hatte sie sich so sehr einem anderen Wesen unterordnen müssen. Aljona wurde klar, dass der Schlüssel, den Verstand zu verlieren, darin lag, nicht weiter als einen Tag in die Zukunft zu denken.“   "‘Nichts hält einen so lebendig, als sich nützlich zu fühlen’, sagte sie. Doch nachts, wenn das Baby sie ständig aufweckte, fühlte sich Aljona nicht lebendig, sondern wie eine Untote. Wenn sie gerade eingeschlafen war und das Baby zwanzig Minuten später wieder in einem Crescendo krächzte, verstand sie, dass Mütter ihre eigenen Kinder misshandeln, sogar töten konnten. Sie verstand es wirklich.  War sie ein Monster? Oder ging es allen Müttern manchmal so, und der Unterschied zwischen Mütter-Monstern und Müttern war bloß der, dass Letztere einen Bremsmechanismus besaßen, der ihre Gedanken nicht Realität werden ließ?"   „Mutters Sprache“ ist ein berührender, starker Roman über Mutterschaft, Herkunft und Sprache, für den ich 4 Sterne vergebe und sehr hoffe, bald wieder etwas Neues von Wlada Kolosowa lesen zu dürfen!

Kundinnen und Kunden meinen

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