Cahan Du-Nahere und seine Schutzbefohlenen Udinny und das Kind haben die erste Begegnung mit den als unvorstellbar grausam verschrienen Holzgehauenen des Wyrdwood wie durch ein Wunder überstanden. Mehr noch ... die Asten schienen sogar etwas Besonderes in ihnen zu sehen. Welches Geheimnis birgt die so unscheinbar wirkende Geistliche, die nun offenbar in der Gunst der Holzgehauenen steht? Eines der vielen Geheimnisse, die es für Cahan nun zu lüften gilt, während die Cotta-Rai Jagd auf sie machen und in den düsteren Tiefen des Wyrdwood nach wie vor eine gewaltige Macht lauert, die nur darauf wartet, fei gelassen zu werden. Ganz so wie die Rai in Cahan, die auf ihre Chance wartet ...
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Es bleibt spannend, phantasievoll und komplex
PMelittaM aus Köln am 24.01.2026
Bewertungsnummer: 3024010
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der Waldläufer Cahan Du-Nahere und die Geistliche Udinny haben das Kind der Leoric, der Vorsteherin des Dorfes Haran, zurückgebracht, und würden nun gerne ihr Leben geruhsam weiterleben. Doch vor allem Cahan hat sich Feinde gemacht, die sich nun rächen wollen, und auch die Bewohner:innen Harans geraten in große Gefahr.
Im Original besteht die Reihe aus drei Bänden, für die deutsche Übersetzung wurde der erste Band in zwei Bände aufgeteilt. „Götter des Wyrdwood“ ist somit der zweite Teil des ersten Trilogiebandes. Ich hoffe sehr, dass auch die zwei weiteren Originalbände ins Deutsche übersetzt werden, bisher, Januar 2026, ist allerdings noch nichts angekündigt worden.
Schon im „Wächter des Wyrdwood“ konnte man erkennen, dass die Geschichte sehr komplex und nicht immer einfach zu lesen ist. Es gibt viele Wörter und Begriffe, die uns fremd sind, und leider weder ein Personenverzeichnis noch ein Glossar. Für mich wird der Roman dadurch zusätzlich interessant, zumal man vieles aus dem Kontext verstehen kann, man muss sich halt ein bisschen Zeit nehmen und aufmerksam lesen.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, so dass man auch Einblick in Geschehnisse auf Seiten der Antagonist:innen bekommt. Außerdem gibt es kleinere Rückblenden in Cahans Vergangenheit. Da sich dieses Mal viel in dem Dorf Haran abspielt, lernt man einige Bewohner:innen näher kennen. Diese hatten sich bisher immer eher abwertend Cahan gegenüber verhalten, der außerhalb des Dorfes lebt, doch auf die eine oder andere Art muss sich das nun ändern, da sie alle in Gefahr kommen. Natürlich gibt es auch wieder Szenen, die im Wald spielen, und auch hier gibt es Charaktere, die wichtig werden. Auch Venn, dey man bereits aus dem Vorgängerband kennt, hat eine wichtige Rolle. Cahan mochte ich weiterhin sehr gerne, in diesem Band musste ich ziemlich mit ihm mitleiden.
Am Ende gibt es ein paar Überraschungen, wobei ich eine davon schon habe kommen sehen, die eine spannende Überleitung zum nächsten Band bilden. Ich hoffe sehr, dass dieser auch auf Deutsch erscheinen wird!
„Götter des Wyrdwood“ bietet wieder spannende Unterhaltung und eine sehr phantasievolle aber auch komplexe Geschichte, die etwas Aufmerksamkeit erfordert, diese aber absolut wert ist. Genrefans sollten sich das nicht entgehen lassen.
Genau die Art von Fantasy, die wir brauchen!
Sue aus Uelzen am 18.04.2025
Bewertungsnummer: 2469191
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
"Es gab unter den Bewohnern Harans ein Sprichwort : 'Kein guter Baum bleibt unbeschnitten.' Er wusste es nicht, in jenen nebligen, wärmeren Tagen, die auf die Mangelzeit folgten, aber die Axt senkte sich bereits herab. Viele würden ihr zum Opfer fallen."
Mit "Götter des Wyrdwood" haben wir (nach wirklich unnötig langem Warten) nun endlich die zweite Hälfte des ersten Bandes von RJ Barkers Wyrdwood-Trilogie bekommen.
Übersetzt von Michaela Link.
Zu dem zweiten Teil kann ich inhaltlich leider nicht viel sagen ohne euch dabei zu spoilern. Um eine Idee der Story zu bekommen, lest ihr vielleicht meine Rezension zum ersten Teil.
Ich bin auf jeden Fall bisher absolut begeistert von Barkers Wyrdwood Saga! Wenn ich den Vergleich zu den "Knochenschiffen" ziehe, ist es nochmal eine Schaufel Kreativität obendrauf. Die Welt ist noch interessanter und "voller"! Es gibt unheimliche, wunderschöne, magische Wälder mit den verschiedensten Kreaturen und Wesen. Ich konnte nur staunend durch diese Welt wandern. Die Welt ist geprägt durch ihre Religion und ihre Götter - alte wie neue - und verschiedenster Sagen rund um die Waldbewohner. Die Religion übt durch die Rai die alleinige Macht aus. Diesen Rai-Priestern, wohnt eine unglaubliche Macht inne, die sogenannte Cotta. Ich sage hier absichtlich wohnt, denn diese Macht scheint eine Art von eigenem Bewusstsein und eigenem Überlebenswillen zu haben. Sie ist wirklich furchteinflößend und schrecklich, jedoch überaus genial von Barker erdacht. Hier hat er wirklich sehr großen Einfallsreichtum bewiesen!
Abschließend bleibt mir nur zu sagen, dass DAS genau die Art von High Fantasy ist, die ich lesen will! Ohne Liebesgedöhns, ohne Spice! Einfach nur eine fantastische Welt, mit kreativen Wesen und Magie. In der Freundschaft und Loyalität eine wichtige Rolle spielt und nicht von einer Lovestory zerstört wird.
Von mir gibt es daher dafür eine bedingungslose Leseempfehlung an all jene, deren Herzen für die Fantasy schlagen.
"Sein Leben lang war er vor sich selbst weggelaufen, davor, wer er war. Und manchmal musste man aufhören wegzulaufen. Begreifen, dass es keine Bedeutung hatte, wer man war, dass es allein darauf ankam, wer man sein konnte."
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