Produktbild: Staatsfeinde

Staatsfeinde Rechte Subkulturen in Ostdeutschland seit den 1970er Jahren

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.01.2026

Abbildungen

mit 5 Abbildungen

Verlag

Ch. Links Verlag

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

21,6/14,9/4,6 cm

Gewicht

746 g

Farbe

Weiß / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96289-237-1

Beschreibung

Rezension

»Stefan Wellgraf hat einen großen Stein in den Teich geworfen, der noch lange Wellen schlagen sollte.« Henry Bernhard ("Deutschlandfunk Andruck")
»erhellend und eine notwendige historische wie soziale Erweiterung der Perspektiven« Erhard Schütz ("der Freitag")
»für all jene eine faszinierende Lektüre, die sich für Fankultur interessieren. [...] Wellgraf liefert eine beeindruckende Menge an Material, über das weiter diskutiert werden kann.« Christoph Biermann ("11 Freunde")
»Kein Wohlfühlbuch, aber eines, das hängen bleibt, Diskussionen auslöst und den Blick schärft.« ("Instagram")
»das Buch [ist] ein Gewinn für die Debatte über den Rechtspopulismus im Osten und verdient eine breite Leserschaft« Marlen Hobrack ("der Freitag")
»ein gewaltiges Buch« Gerrit Bartels ("radio3 vom rbb")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

13.01.2026

Abbildungen

mit 5 Abbildungen

Verlag

Ch. Links Verlag

Seitenzahl

560

Maße (L/B/H)

21,6/14,9/4,6 cm

Gewicht

746 g

Farbe

Weiß / Schwarz

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96289-237-1

Herstelleradresse

Christoph Links Verlag
Prinzenstraße 85 D
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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Wenn einfache Erklärungen plötzlich nicht mehr reichen

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 24.01.2026

Bewertungsnummer: 3023557

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kein Buch für bequeme Gewissheiten. Schon nach den ersten Seiten sitzt da dieses leise Unbehagen, weil vertraute Erklärungen plötzlich wackeln. Rechte Gewalt im Osten, klar, DDR, Autoritarismus, das kennt man. Und dann kommt Stefan Wellgraf und dreht das Ganze einmal sauber auf links. Statt der immergleichen Schuldzuweisung an einen angeblich allgegenwärtigen Gehorsam rücken hier aufmüpfige Jugendliche ins Zentrum. Typen, die anecken wollten, die Stress suchten, die keinen Bock auf staatliche Bevormundung hatten. Gerade diese Reibung mit dem System wird zur Brutstätte für spätere rechte Radikalisierung. Ein Gedanke, der erstmal hängen bleibt und dann immer schwerer wiegt. Besonders stark sind die biografischen Passagen. Ehemalige Skinheads, Hooligans, junge Männer voller Wut, Leere und verletztem Stolz. Keine Entschuldigung, kein Verharmlosen, aber ein ehrlicher Blick auf soziale Brüche, Demütigungen und das tiefe Misstrauen gegenüber Eliten. Da entsteht ein Bild, das weh tut, weil es nachvollziehbar ist. Wellgraf schreibt klug, ruhig und präzise. Keine belehrende Attitüde, keine moralische Keule. Stattdessen Feldforschung, Archivarbeit und ein feines Gespür für Zwischentöne. Man merkt, hier wollte jemand verstehen, nicht gewinnen. Am Ende bleibt das Gefühl, ein wichtiges Puzzleteil zur politischen Gegenwart bekommen zu haben. Kein Wohlfühlbuch, aber eines, das hängen bleibt, Diskussionen auslöst und den Blick schärft. Genau solche Bücher braucht es gerade.

Wenn einfache Erklärungen plötzlich nicht mehr reichen

Alrik Gerlach (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 24.01.2026
Bewertungsnummer: 3023557
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Kein Buch für bequeme Gewissheiten. Schon nach den ersten Seiten sitzt da dieses leise Unbehagen, weil vertraute Erklärungen plötzlich wackeln. Rechte Gewalt im Osten, klar, DDR, Autoritarismus, das kennt man. Und dann kommt Stefan Wellgraf und dreht das Ganze einmal sauber auf links. Statt der immergleichen Schuldzuweisung an einen angeblich allgegenwärtigen Gehorsam rücken hier aufmüpfige Jugendliche ins Zentrum. Typen, die anecken wollten, die Stress suchten, die keinen Bock auf staatliche Bevormundung hatten. Gerade diese Reibung mit dem System wird zur Brutstätte für spätere rechte Radikalisierung. Ein Gedanke, der erstmal hängen bleibt und dann immer schwerer wiegt. Besonders stark sind die biografischen Passagen. Ehemalige Skinheads, Hooligans, junge Männer voller Wut, Leere und verletztem Stolz. Keine Entschuldigung, kein Verharmlosen, aber ein ehrlicher Blick auf soziale Brüche, Demütigungen und das tiefe Misstrauen gegenüber Eliten. Da entsteht ein Bild, das weh tut, weil es nachvollziehbar ist. Wellgraf schreibt klug, ruhig und präzise. Keine belehrende Attitüde, keine moralische Keule. Stattdessen Feldforschung, Archivarbeit und ein feines Gespür für Zwischentöne. Man merkt, hier wollte jemand verstehen, nicht gewinnen. Am Ende bleibt das Gefühl, ein wichtiges Puzzleteil zur politischen Gegenwart bekommen zu haben. Kein Wohlfühlbuch, aber eines, das hängen bleibt, Diskussionen auslöst und den Blick schärft. Genau solche Bücher braucht es gerade.

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Staatsfeinde

von Stefan Wellgraf

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