EIN NEUER BLICK AUF BATMANS GESCHICHTE
Alles beginnt im Gotham City des Jahres 2030, wo sich der alt gewordene Bruce Wayne an sein Leben erinnert: An das Jahr 1957, in dem seine Eltern sterben. An seine Ausbildung und Missionen im Vietnamkrieg. An seine ersten Begegnungen mit Superman und Catwoman in den 1970ern und auch an seine folgenschweren Auseinandersetzungen mit dem Joker und Ra's al Ghul ...
Eine Batman-Origin wie keine andere: Die komplette Serie von Top-Autor Mark Russell (Batman: Urban Legends, The Flintstones) und der preisgekrönten Comic-Legende Mike Allred (iZombie, Silver Surfer) in einem Band.
ENTHÄLT: BATMAN: DARK AGE 1-6
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73 Jahre Lebensgeschichte - einfach episch
Hemeraner am 14.05.2025
Bewertungsnummer: 2490195
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Dark Age ist eine alternative Geschichte über das Leben des Dunklen Ritters. Zwar gibt es zig Varianten, aber der vorliegende Band ist einer, der lange nachhallen wird. Er verknüpft die Lebensgeschichte Batmans bzw. Bruce Waynes von dessen Kindheit bis ins hohe Alter als etwa 80jähriger mit realen Ereignissen wie dem Vietnamkrieg und dem Fall von Saigon vom 30.04.1975, was in der sonstigen Comichistorie ausgeblendet wird.
Dark Age ist sowohl optisch als auch storytechnisch ein Kleinod, das bis auf wenige kleine Ausreißer, die ohne Bezug zur Story eine Agenda durchdrücken was bei DC obligatorisch ist, zu überzeugen weiß. Eingebettet ist die Lebensgeschichte in Rückblenden des dement werdenden Bruce Wayne des Jahres 2030. Seine Aufgabe ist es, ein leeres Buch mit seinen Erinnerungen zu füllen.
Die Origin Geschichte wurde dann von den 30ern in die 50er verlegt. Der gemeinsame Nenner zu anderen Origin-Geschichten ist die Ermordung der Eltern nach einem Kinobesuch. Danach weicht die Geschichte aber erheblich von denen anderer ab. Während der junge Master Bruce sich ansonsten schon recht früh meines Wissens nach der Verbrechensbekämpfung widmen will und nach einem Fall in eine Fledermaushöhle schon lange klar ist als was, driftet die Story hier in den Realismus ab. Wayne Enterprises wird durch den Vorstand geleitet und ist Hort des organisierten Verbrechens. Dort hat man keinen Bock drauf, dass Bruce mit 18 den Laden übernehmen würde und versucht ihn dementsprechend auszuschalten. Man hat aber nicht mit der Beharrlichkeit des Butlers Alfred gerechnet, der diesen mit Effizienz zu beschützen vermag - jedoch nicht immer vor sich selbst. Nach Außen hin bekommt Bruce nämlich als Milliadärssohn vom Unternehmen einen fürstlichen Lebensunterhalt zugesichert und junge Leute ohne Führung und mit viel Kohle (auch die ohne) bauen in ihrer Jugend oft Mist. So ist Bruce keine Ausnahme. Rebell um des Rebellsein willens. Schlägereien, klauen, saufen, Mutproben. Immer hauen ihn seine Legionen von Anwälten raus oder ein Fuffi an die korrupten Bullen des GCPD. Bis er an einen Unbestechlichen gerät.
Kurz vor seinem 18. Geburtstag winkt dann der Jugendknast. Und da die Vereinigten Staaten "Freiwillige" für die "militärische Operation" in Vietnam benötigen, kommt er in die "Grüne Hölle". Dort unterrichtet ihn Colonel Ra's al-Ghul...
73 Jahre Lebensgeschichte episch zu erzählen ist nicht einfach. Und doch gelingt es hier. Der Leser begleitet Bruce Wayne durch sämtliche Stationen seines Lebens. Freund wie Feind, Wegbegleiter, Teams, Liebschaften... Waynes erste Liebe ist die Psychologin Chase Meridian, seine ständigen Begegnungen mit Selina Kyle, Robin, der Joker, The Mad Hatter, der Riddler, Pinguin, Justice League... (fast) alle sind sie da. Da die Geschichte 73 Lebensjahre umspannt, sehen wir natürlich auch die nächste Generation und den Verlust von Freunden. Man erlebt wie eine Stadt in den Abgrund gerät, dort lange verweilt und schließlich langsam, oft scheint es vergebens, dagegen angekämpft wird. Da es sich um eine Alternativwelt handelt, kann man sich hier natürlich richtig austoben und erlebt Wendungen, die man so vielleicht nicht erwartet hätte...
Einfach top!
Batman von Anfang bis Ende...im Schnelldurchlauf! ;-)
MiraBellenbaum aus Biberach an der Riß am 13.05.2025
Bewertungsnummer: 2489971
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Liebe Leserinnen und Leser,
hiermit möchte ich Ihnen meine Rezension zum Band Batman – Dark Age zur Verfügung stellen.
Bruce Wayne ist im Jahr 2030 im Altersheim und soll seine Geschichte aufschreiben, so lange er sich noch daran erinnert. Die Geschichte beginnt ganz am Anfang, als kleiner Junge, so wie man es bereits von etlichen Autoren erzählt bekommen hat. Der Unterschied hier ist nicht, dass es auch alternative Geschichten und Erzählungen sind, sondern das sein gesamtes Leben von jung bis alt erzählt wird.
Bruce Wayne lebt sein Leben und genießt es auch in vollen Zügen. Wenn er beispielsweise in einem Coffee Shop einem Comedian zuhören möchte und es ihm dann verwehrt wird, lässt er den Laden einfach kurzerhand kaufen und löst so das Problem. Er verhält sich absolut nicht Batman-like, hat aber auch bei jeder Gerichtsverhandlung eine Armada an fähigen Anwälten, die ihn da rausholen. Bruce verlässt sich ständig auf andere und lebt sein Leben.
Diese Sichtweise alleine widerspricht meiner Sichtweise eines Batman. Ich mag Batman als guten Menschen, aber diese Sichtweise ist eben schlichtweg eine Alternative, die auch ihre Reize hat.
Irgendwann ändert sich sein Leben, seine Sichtweise auf das Leben und die auf Feinde, Freunde & Co. Quasi im Schnelldurchlauf wird das Leben mit vielen anderen Charakteren wie Superman, Ra´s al Ghul, Cawoman, Nightwing, etc. erzählt und durchleuchtet. Einzelne Jahre werden erwähnt, Fixpunkte aufgezeigt, etc.
Wie liest es sich, wenn man Batman kennt, vielleicht sogar schon sehr gut kennt? Es gibt ja viele Geschichten, auch alternative Geschichten (Erde Eins als Beispiel) um Batman, aber auch diese hier hat ihren Reiz, da sie eben nicht geradlinig und einen bequemen Einschlag hat. Sie ist eher auch mal unbequem, man schämt sich teilweise für das Verhalten von Batman, alles passiert aber eben im Schnelldurchlauf.
Als geneigter Batman-Neuling kann man den Band ebenfalls lesen (meiner Meinung nach), denn die Geschichte ist ja nicht in Stein gemeißelt, so wie auch andere Alternativgeschichten. Die im Band vorkommenden Charaktere werden nur angekratzt, nicht eingehend durchleuchtet. Man ist quasi nicht so ganz warm mit Superman & Co., aber dennoch sollte das Buch auch für Neulinge gut funktionieren. Der letztgenannte Punkt kann natürlich auch ein Nachteil sein, da man die Charaktere eben nur oberflächlich kennenlernt und somit keine richtige Bindung aufbauen kann.
Dark Age funktioniert aber auch ohne diese massive Bindung, die andere Bücher aufbauen.
Insgesamt empfand ich Batman Dark Age als sehr flüssig lesbar. Es hat mir trotz der mir nicht immer passenden Grundeinstellung von Batman insgesamt sehr gut gefallen. Die Zeichnungen von Michael Allred sind oftmals schick, manchmal aber auch nur zweckmäßig.
Als Fazit lässt sich für mich festhalten, dass mir Mark Russell und Michael Allred 2 Abende das Leben deutlich versüßt haben. Batman Dark Age hat mir in der Summe echt gut gefallen. Ob man es gelesen haben muss, kann ich schwerlich beurteilen, aber mir hat es Spaß gemacht.
Ich gebe dem Softcover verdiente 5 Sterne. Mir hat es echt sehr getaugt.
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