Von blöden Sprüchen über gezielte Fiesheit und Übergriffigkeit bis zu unfairen männlichen Allianzen: Wie kann es sein, dass Frauen es ganz nach oben schaffen und dabei auch heute noch regelmäßig Unglaubliches erleben müssen? Anna Sophie Herken, Christina Sontheim-Leven und Bettina Weiguny berichten, wie Topmanagerinnen sich in den männlichen Machtgebieten der Wirtschaft gegen alltäglichen Sexismus und systemische Hürden behaupten.
Sie haben mit über 50 namhaften Managerinnen, Unternehmerinnen und Gründerinnen gesprochen, die hier offen und unverblümt schildern, wie sie sich durchboxen und welche Gegenstrategien sie sich zurechtlegen. Vor dem Hintergrund einer an vielen Orten neu erstarkenden »Maskulinität« starten sie einen kraftvollen Call to Action.
. Anna Sophie Herken will durchsetzen, dass Frauen in Führung endlich nicht nur als Thema der Fairness anerkannt wird, sondern auch der Performance und des wirtschaftlichen Erfolgs.
. Christina Sontheim-Leven will strukturelle Ungleichbehandlung stoppen, damit sie nie wieder über »gescheiterte« Top-Frauen lesen muss oder ihre Ideen trotz Expertise erst aufgegriffen werden, wenn ein Mann sie vorträgt.
. Bettina Weiguny will, dass die Generation ihrer Töchter den CEO-Posten genauso selbstverständlich für sich beansprucht wie Männer das tun, und Kollegen bei übergriffigem Verhalten nicht durchkommen mit »Das war doch nicht so gemeint«.
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Treffende Beschreibung des Managerinnenalltags
Bewertung am 23.11.2025
Bewertungsnummer: 2661669
Bewertet: eBook (PDF)
Vielen Dank an die Autorinnen Anna Sophie Herken, Christina Sontheim-Leven und Bettina Weiguny sowie an all die Managerinnen, Unternehmerinnen und Gründerinnen, die in diesem Buch so offen und ehrlich Einblick in ihren beruflichen Alltag geben.
Das Buch zeichnet ein beeindruckend authentisches Bild davon, welchen Herausforderungen Frauen auf dem Weg ins Topmanagement begegnen – und wie diese auch in den höchsten Ebenen weiterwirken. Viele der geschilderten Situationen erkenne ich leider aus eigener Erfahrung wieder. Lange war ich der Überzeugung, dass die Ursachen dafür bei mir persönlich liegen, und habe mich oft gefragt, was ich falsch mache. Die Lektüre hat mir gezeigt, dass den Erlebnissen häufig strukturelle und systemische Probleme zugrunde liegen – und die enthaltenen Lifehacks haben mir wertvolle Impulse gegeben, wie ich solchen Situationen künftig souveräner begegnen und mich besser unterstützen kann.
Ein klarer Lesetipp – für alle weiblichen, und insbesondere auch männlichen, Führungskräfte.
Change the system, not the women!
Bewertung am 20.11.2025
Bewertungsnummer: 2659141
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Man sollte meinen, wir seien weiter in der gesellschaftlichen Entwicklung!
Doch das Buch "Machtgebiete" von Anna Sophie Herken, Christina Sontheim-Leven und Bettina Weiguny ist hochrelevant Es bietet einen kraftvollen und aufrüttelnden Einblick in die Erfahrungen von Frauen in Führungsetagen der deutschen Wirtschaft.
Der Sammelband basiert auf Interviews mit über 50 Managerinnen, Unternehmerinnen und Gründerinnen, die offen schildern, mit welchen Herausforderungen sie noch immer konfrontiert werden: alltäglicher Sexismus, systemische Benachteiligung und die subtilen wie offensichtlichen Machtspiele männlicher Kollegen. Dass einige wenige dies nur anonym tun, zeigt, wie verbreitet das Thema in unseren Unternehmen noch immer ist. Anhand vielfältiger Fallbeispiele wird deutlich, wie groß der Handlungsbedarf bleibt, um nicht nur Fairness, sondern echte Chancengleichheit und Leistung in Führungskreisen zu verankern.
Die Stärke von "Machtgebiete" liegt in der Unverblümtheit und Ehrlichkeit der Schilderungen. Hinter verschlossenen Türen habe ich Vieles schon gehört, aber so offen noch nie gelesen. Am besten gefällt mir, dass die Autorinnen auch locker 100 Frauen gefunden hätten, die ihre Erfahrungen geteilt hätten, wenn sie nicht hätten abgeben wollen. Man merkt beim Lesen, wieviel Kraft und Energie Frauen in Führungspositionen auch heute noch aufwenden müssen, um die vielen kleinen Sticheleien, Grenzüberschreitungen, Diffamierungen und Abwertungen nicht an sich ranzulassen. Energie, die sie nicht für die eigentliche Aufgabe haben, oder die über die Zeit eben auch zermürbt. Ich erinnere mich noch gut daran, wie es mir erging, als ich bei meinem Leben im Ausland das Gefühl hatte, ein riesiger, unbewusster Energiefresser war plötzlich nicht mehr da. Ich hatte so viel mehr Energie für die wichtigen Themen, dass ich es kaum glauben konnte. Und das nur, weil ich in einer femininen Gesellschaft als Frau die Norm war, nicht die Andersartige.
„Machtgebiete“ ist klar zu empfehlen für alle, die sich mit Geschlechtergerechtigkeit im Berufsleben beschäftigen oder sich auf den eigenen Karriereweg vorbereiten möchten. Die Geschichten sind nah am Leben und oft berührend, manchmal erschütternd, aber immer motivierend – sie machen Mut, eigene Grenzen zu hinterfragen und sich nicht mit falschen Kompromissen abzufinden. Und es zeigt dass wir ein systemisches Problem in der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft haben. Wer verstehen will, wie Leadership in Zukunft diverser und fairer werden kann, erhält mit diesem Buch wertvolle Impulse und ehrliche, konstruktive Denkanstöße.
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