Produktbild: Machtfaktor Karlsruhe

Machtfaktor Karlsruhe Das Bundesverfassungsgericht im System des Grundgesetzes

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

17.07.2025

Verlag

Campus eBooks

Seitenzahl

139 (Printausgabe)

Dateigröße

4792 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783593462165

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

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Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

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Ja

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Barrierefreiheit

  • navigierbares Inhaltsverzeichnis
  • alle Texte können angepasst werden
  • logische Lesereihenfolge eingehalten
  • kurze Alternativtexte (z.B. für Abbildungen) vorhanden
  • hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
  • entspricht der Vorgabe EPUB Barrierefreiheit 1.0 AA
  • keine Vorlesefunktionen des Lesesystems deaktiviert
  • Navigation über vorher / nachher Elemente
  • ARIA-Rollen vorhanden
  • Landmark-Navigation vorhanden

Erscheinungsdatum

17.07.2025

Verlag

Campus eBooks

Seitenzahl

139 (Printausgabe)

Dateigröße

4792 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783593462165

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Alexander Thiele zeichnet die…

LichtundSchatten am 26.07.2025

Bewertungsnummer: 2950669

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Alexander Thiele zeichnet die Entwicklung nach, in der das Bundesverfassungsgericht zu einer Art “letztem Schiedsrichter” in politischen Streitfragen geworden ist. Er erklärt, dass das Gericht wesentliche Beiträge zur Stabilisierung der deutschen Demokratie geleistet habe – indem es Grundrechte, Menschenwürde und demokratische Prinzipien sichert(e). Gleichzeitig kritisiert Thiele, dass der Einfluss des Gerichts in bestimmten Phasen den politischen Gestaltungsspielraum zu stark eingeschränkt habe, insbesondere wo das Grundgesetz keine zwingende Veranlassung dafür gab. Er plädiert dafür, der Politik in Zukunft mehr Raum zur autonomen Entscheidungsfindung zu lassen und die Tendenz, “Karlsruhe” als Ersatz-Entscheider zu instrumentalisieren, zu überwinden. Das Buch stellt klar, dass die Autorität des BVerfG auf seiner Funktion als “Hüter der Verfassung” beruht, aber die Gefahr besteht, dass eine Überbetonung des Gerichts zu einer automatischen “Verrechtlichung” der Politik führt und parlamentarische demokratische Entscheidungsprozesse schwächt. Der Autor skizziert gut und verständlich eine Reihe von Urteilen, wobei mich insbesondere jene zum Wirtschaftssystem interessierten. Das Bundesverfassungsgericht argumentiert im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft und lässt sich dabei eine breite Palette an Möglichkeiten offen, um alles an neue Tatbestände anpassen zu können. Man muss hier wirklich ab und an lesen: „Die Aufgabe besteht darin, die grundsätzliche Freiheit wirtschafts- und sozialpolitischer Gestaltung, die dem Gesetzgeber gewahrt bleiben muss, mit dem Freiheitsschutz zu vereinen, auf den der einzelne Bürger gerade auch dem. Gesetzgeber gegenüber einen verfassungsrechtlichen Anspruch hat.“ (BVerfGE7,377(400). Dem kann ich nur zustimmen und erweiternd fragen, nach welchen Kriterien Verfassungsrichter und auch normale Richter ausgewählt werden. Nach meiner Auffassung ist auch hier ein ideologischer Durchgriff festzustellen, der Richter instrumentalisiert und gängelt. Politik ist heute überall präsent. Sollte es nicht eine völlig neutrale Richterschaft geben und wie könnte man das sicherstellen? Ja, wie könnte man Richter prüfen auf ihre Funktion, neutral zwischen allen Stühlen zu sitzen - so wie das auch Journalisten tun sollten! Malu Dreyer rief 2024 zum Kampf gegen die AfD auf nachdem die unwahren Aussagen über das Potsdamer Treffen verbreitet wurden. Die AfD klagte dagegen, aber ein Urteil des Landesverfassungsgerichts gab Dreyer recht. Sie habe damit nicht gegen die Neutralitätspflicht verstoßen. Die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht wurde ebenfalls abgewiesen. Zurückgewiesen wurde die Klage hier jedoch nicht aus inhaltlichen, sondern aus formalen Gründen. DiePartei habe die falsche Klageart gewählt. Eine inhaltliche Prüfung der Neutralitätspflicht erfolgte erst gar nicht. Man sieht, das mögliche AfD Verbot scheint die nächste große Aufgabe für das BVG zu werden, da Parteien nicht gewillt sind, diese Partei mit entsprechenden Maßnahmen unnötig zu machen. Insgesamt ein tief nachdenklich stimmendes, sehr informatives Buch, das mich weiter gebracht hat und nachwirkt.

Alexander Thiele zeichnet die…

LichtundSchatten am 26.07.2025
Bewertungsnummer: 2950669
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Alexander Thiele zeichnet die Entwicklung nach, in der das Bundesverfassungsgericht zu einer Art “letztem Schiedsrichter” in politischen Streitfragen geworden ist. Er erklärt, dass das Gericht wesentliche Beiträge zur Stabilisierung der deutschen Demokratie geleistet habe – indem es Grundrechte, Menschenwürde und demokratische Prinzipien sichert(e). Gleichzeitig kritisiert Thiele, dass der Einfluss des Gerichts in bestimmten Phasen den politischen Gestaltungsspielraum zu stark eingeschränkt habe, insbesondere wo das Grundgesetz keine zwingende Veranlassung dafür gab. Er plädiert dafür, der Politik in Zukunft mehr Raum zur autonomen Entscheidungsfindung zu lassen und die Tendenz, “Karlsruhe” als Ersatz-Entscheider zu instrumentalisieren, zu überwinden. Das Buch stellt klar, dass die Autorität des BVerfG auf seiner Funktion als “Hüter der Verfassung” beruht, aber die Gefahr besteht, dass eine Überbetonung des Gerichts zu einer automatischen “Verrechtlichung” der Politik führt und parlamentarische demokratische Entscheidungsprozesse schwächt. Der Autor skizziert gut und verständlich eine Reihe von Urteilen, wobei mich insbesondere jene zum Wirtschaftssystem interessierten. Das Bundesverfassungsgericht argumentiert im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft und lässt sich dabei eine breite Palette an Möglichkeiten offen, um alles an neue Tatbestände anpassen zu können. Man muss hier wirklich ab und an lesen: „Die Aufgabe besteht darin, die grundsätzliche Freiheit wirtschafts- und sozialpolitischer Gestaltung, die dem Gesetzgeber gewahrt bleiben muss, mit dem Freiheitsschutz zu vereinen, auf den der einzelne Bürger gerade auch dem. Gesetzgeber gegenüber einen verfassungsrechtlichen Anspruch hat.“ (BVerfGE7,377(400). Dem kann ich nur zustimmen und erweiternd fragen, nach welchen Kriterien Verfassungsrichter und auch normale Richter ausgewählt werden. Nach meiner Auffassung ist auch hier ein ideologischer Durchgriff festzustellen, der Richter instrumentalisiert und gängelt. Politik ist heute überall präsent. Sollte es nicht eine völlig neutrale Richterschaft geben und wie könnte man das sicherstellen? Ja, wie könnte man Richter prüfen auf ihre Funktion, neutral zwischen allen Stühlen zu sitzen - so wie das auch Journalisten tun sollten! Malu Dreyer rief 2024 zum Kampf gegen die AfD auf nachdem die unwahren Aussagen über das Potsdamer Treffen verbreitet wurden. Die AfD klagte dagegen, aber ein Urteil des Landesverfassungsgerichts gab Dreyer recht. Sie habe damit nicht gegen die Neutralitätspflicht verstoßen. Die Klage vor dem Bundesverfassungsgericht wurde ebenfalls abgewiesen. Zurückgewiesen wurde die Klage hier jedoch nicht aus inhaltlichen, sondern aus formalen Gründen. DiePartei habe die falsche Klageart gewählt. Eine inhaltliche Prüfung der Neutralitätspflicht erfolgte erst gar nicht. Man sieht, das mögliche AfD Verbot scheint die nächste große Aufgabe für das BVG zu werden, da Parteien nicht gewillt sind, diese Partei mit entsprechenden Maßnahmen unnötig zu machen. Insgesamt ein tief nachdenklich stimmendes, sehr informatives Buch, das mich weiter gebracht hat und nachwirkt.

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Machtfaktor Karlsruhe

von Alexander Thiele

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