Bestsellerautor Helmut Vorndran präsentiert einen neuen, abgründig bösen Franken-Krimi voller unerwarteter Wendungen.Ein Mann überrascht in seiner Wohnung eine Einbrecherin und wird von ihr erschossen. Kurz darauf stirbt in einem Altersheim der Großvater des Opfers, auch er kaltblütig ermordet. Doch welche Feinde kann ein Hundertjähriger haben? Von der Täterin fehlt jede Spur, die wenigen Hinweise führen ins Nirgendwo. Lagerfeld, Kira, Haderlein und Ermittlerferkel Presssack stehen vor einem Rätsel, das nur durch eine Reise weit in die Vergangenheit gelöst werden kann.In »Rattenharpyie« entführt Helmut Vorndran, der Meister des Frankenkrimis, seine Leser in die dunklen Abgründe der deutschen Nachkriegszeit. Basierend auf wahren Begebenheiten, verknüpft dieser Roman ein lange zurückliegendes Verbrechen mit einem aktuellen Mordfall und schickt das Ermittlerteam aus Bamberg auf eine gefährliche Spurensuche. Skurrile Charaktere, bissiger Humor und messerscharfer Spürsinn prägen diesen außergewöhnlichen Kriminalroman, der von Oberfranken bis in die Schweiz und nach England führt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Christiane
aus Bremen
5/5
06.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Brilliant, Superspannend, Hammer!
Im Juli 2025 hat der Autor Helmut Vorndran gemeinsam mit dem Verlag emons: den Kriminalroman „Rattenharpyie“ auf den Büchermarkt gebracht. Das starke Cover mit dem Blick des Raubvogels passt perfekt zur Geschichte und in das Genre.
Von diesem Autor habe ich bereits „Die Quokka-Insel“ gelesen und das war großartig. Dementsprechend war meine Erwartungshaltung hoch. Schnell habe ich den Einstieg in die Geschichte gefunden. Ein Mann überrascht eine Einbrecherin in seiner Wohnung und wird von ihr erschossen. Nur wenig später stirbt der Großvater des Opfers. An seinem 100 Geburtstag. In einem Altenheim. Was will der Täter uns damit sagen? Er oder sie ist auf und davon. Kira, Haderlein, Lagerfeld und das Ferkel Pressschwein stehen vor einem Rätsel. Je mehr sie ermitteln, desto rätselhafter werden die Morde. Schnell wird klar, die Lösung liegt tief in der Vergangenheit begraben und schon bald stoßen sie auf ein Verbrechen aus der NS-Zeit. Liegt hier der Schlüssel zur Lösung?
Irrwitzig, leicht und locker, bildhaft und flüssig empfinde ich den Schreibstil von Helmut Vorndran, der es mit „Die Quokka-Insel“ auf Anhieb in den Olymp meiner Lieblingsautoren geschafft hat. Alleine um den Schreibstil einmal zu kennenzulernen, empfehle ich eines seiner Werke zu lesen. Jeder, der Sinn für intelligenten Humor und unerwartete Wendungen an der richtigen Stelle hat, wird seine helle Freude an seinen Texten haben.
Vom ersten bis zum letzten Buchstaben ist dieser Krimi unglaublich spannend. Helmut Vorndran wechselt die Erzählstränge immer dann, wenn ich unbedingt wissen möchte, wie es denn nun weitergeht. Folge ich der Ermittlungsarbeit, wechselt er zu den Ermittlern und erzählt mir eine herrlich amüsante Geschichte mit ihnen. Am besten, und dafür alleine lohnt es sich schon das Buch zu lesen, ist der Austausch zwischen Kira Sünkel und dem Autofahrer an der Benzin-Tankstelle, wo es um den Vergleich von E-Autos zum klassischen Verbrenner geht. Diese Szene ist ein Hit und gehört ausgezeichnet.
Alles in allem hat Helmut Vorndran mit „Rattenharpyie“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, um den der Leser gar nicht herumkommt. Er ist mörderisch spannend, irrwitzig und sowas von lesenswert, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es jemanden gibt, der dieses Werk nicht lieben wird. Von mir bekommt der Autor 5 blitzeblank polierte Lesesterne und eine klare Leseempfehlung.
rem member
aus munich
5/5
25.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Eine Spur in die Vergangenheit…
Eine Spur in die Vergangenheit Der erfolgreiche Schweizer Geschäftsmann Zurbriggen wird nach seiner Rückkehr aus den Vereinigten Staaten ermordet in seinem Luzerner Haus aufgefunden. In einem noblen Altersheim in Oberfranken wird an einem hundertjährigen Rentner ebenfalls ein grausames Verbrechen verübt, das Parallelen zu dem Schweizer Fall aufweist. Die Verbindung der beiden Männer wird der Bamberger Mordkommission schon bald klar, doch die Aufklärung wird eine ziemlich knifflige Angelegenheit, die vor allem die Bamberger Kripo tief in die Vergangenheit führt! „Rattenharpyie“ ist ein packender Krimi, der bis weit in eine dunkle Vergangenheit zurückführt. Obwohl dieser Krimi von Helmut Vorndran Teil einer Reihe ist, war ich angenehm überrascht diesen auch, ohne die Vorgängerbände zu kennen, gut lesen zu können. Schon der Blick des Vogels auf dem Cover lässt düsteres ahnen und die menschlichen Abgründe, die sich in der Geschichte zeigen, haben es in sich. Spannend fand ich auch den regionalen Bezug, da ich diese Ecke Frankens sehr gut kenne, aber nicht viel von den historischen Ereignissen von damals wusste. Im Buch bekommt man einen Einblick über die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs und deren Folgen. Ein Tagebuch bringt alles ans Licht und sorgt für eine grandios spannende Story. Was ein Flugzeugstützpunkt in England, ein grausam ermordeter 100-Jähriger in Oberfranken und ein toter reicher Geschäftsmann in der Schweiz miteinander zu tun haben, wird im Krimi auf absolut spannende Weise enthüllt. Das Bamberger Ermittlerteam ist absolut sympathisch, allerdings ist der Chef eine etwas gewöhnungsbedürftige Persönlichkeit. Der fiktive Fall verbirgt einige interessante historische Hintergründe, die auch mit Bildern und Landkarten unterstrichen werden. Das ganze fügt sich am Ende zu einer schlüssigen Aufklärung zusammen und ist wie ich finde, sehr clever konstruiert. Aufgefallen ist mir der Krimi eigentlich aufgrund des auffallenden schönen Covers, ein richtiger Eyecatcher, gefällt mir sehr gut. Mein Fazit: Für mich war dieser Krimi ein absoluter Pageturner, der mich von Anfang bis zum Schluss fasziniert und absolut gut unterhalten hat. Werde mich jetzt mit Sicherheit auch mal um die Vorgängerbände kümmern, Franken ich komme!
Bewertung
5/5
24.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Einfach nur fantastisch, beste Unterhaltung. Skurril, rabenschwarz und abgrundtief böse.
Leider war dies mein erster Krimi von Helmut Vorndran, was ich sehr bedauere. Denn dieser Krimi bietet einfach beste Unterhaltung.
Eigentlich fängt alles ganz harmlos mit einem Päckchen an, das Melissa Stafford in der Nähe von Chicago erhält. Was hat es bloß damit auf sich?
In der Schweiz wird ein Mann in seiner Wohnung von eine Einbrecherin erschossen. Warum? Was wollte Sie von ihm? Den genannten Namen kennt er nicht! Kurz darauf stirbt in einem Altersheim der Großvater des Opfers, auch er kaltblütig ermordet. Doch welche Feinde kann ein Hundertjähriger haben?
In der Schweiz ermittelt ein taffer Kommissar, der bald darauf die Spuren entdeckt, die nach Deutschland führen. Er nimmt Kontakt mit den dortigen Ermittlern auf. Hier stehen Lagerfeld, Kira, Haderlein und Ermittlerferkel Presssack vor einem Rätsel, das nur durch eine Reise weit in die Vergangenheit gelöst werden kann.
Mich haben die verschiedenen Handlungsstränge begeistert. Nach und nach werden diese zusammengeführt. Wir erleben eine Reise in die Vergangenheit, und werden mit einer unfassbaren Bosheit von bestimmten Menschen konfrontiert. Immer wieder gibt es Wendungen, die man so nicht erahnen konnte.
Die Dialoge sind einfach nur genial. Man muss sie einfach öfter lesen und auf der Zuge zergehen lassen.
Das Ende hat mich sehr überrascht, war aber absolut schlüssig.
Mehr kann ich hier einfach nicht widergeben, da mir die richtigen Worte fehlen.
Von mir eine absolute Leseempfehlung.
Jürg K.
4/5
24.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch das überrascht
Ein Mann überrascht eine Einbrecherin in seiner Wohnung und wird von dieser erschossen. Im Altersheim stirbt kurz darauf der Grossvater des Opfers. Auch er kaltblütig ermordet. Welche Feinde hat ein Hundertjähriger? Von der Täterin fehlt bislang jede Spur. Die Ermittler Lagerfeld, Kira, Haderlein mit Ermittlerferkel Presssack stehen vor einem Rätsel. Helmut Vorndran hat eine Bombengeschichte geschrieben die skurril, rabenschwarz und abgrundtief böse ist. Der Auftakt zu diesem Krimi ist kaltblütig. Die Figuren sind herrlich überzeichnet, aber nie plump, dies ist ein Markenzeichen des Franken-Krimi-Meisters. Dadurch erhalten die Figuren ihre Realität, die sie so besonders machen. Alle Spuren in dieser Geschichte führen ins Nirgendwo, sondern auch in dunkle Kapitel der Geschichte. Das macht den Krimi unterhaltsam, und auch nachdenklich. Beim Lesen kommt nie Langeweile auf, dafür sorgen die guten Dialoge und die gekonnt eingebauten Wendungen. Dieser Krimi ist ein Muss für Fans von Ein Muss für Fans von skurriler Spannung, fränkischem Charme und bitterböser Gesellschaftskritik. Beim Lesen wünsche ich viel Spass und Vergnügen.
Gertie G.
aus Wien
5/5
24.07.2025
eBook (ePUB 3)
Fesselnd bis zur allerletzten Seite
Dieser 15. Krimi aus der Reihe rund um Franz Haderlein und seinem Team hat mich bis zur letzten Seite gefesselt. Warum?
Renatus Gräber, ein ehemaliger Rechtsanwalt, der den Abschaum der Menschheit erfolgreich verteidigt hat, wird am Abend seines 100. Geburtstag ermordet. Nein, nicht nur ermordet, sondern regelrecht hingerichtet, denn in seinem Appartement in der Seniorenresidenz findet man nur mehr seinen Kopf auf dessen Stirn ein kryptisches Zeichen eingeschnitten worden ist. Der Rest liegt einige Kilometer weiter auf einem Acker, in dessen Boden Dutzende Fragmente aus Aluminium zu finden sind.
Keine leichte Aufgabe für Franz Haderlein, César Huppendorfer, Bernd „Lagerfeld“ Schmitt und Neo-Kommissarin Kira Sünkel. Warum tötet jemand einen Hundertjährigen und warum auf diese Weise? Ja, die Liste der Feinde ist lang, aber .....
Fast gleichzeitig wird der geschiedene Wolfgang Zurbriggen in seinem Haus in Meggen am Vierwaldstättersee erschossen. Als die Schweizer herausfinden, dass der Tote eigentlich Deutscher mit dem Nachnamen Gräbner ist, weil er den Namen seiner Frau angenommen hat, greift Ermittler Roland Büchel zum Telefon und Lagerfelds Telefon läutet.
Großvater und Enkel erschossen, auf beider Stirn ein Zeichen, das entfernt an die Freimaurer erinnert- an Zufall glaubt hier keiner. Doch was steckt hier dahinter? Noch ahnt keiner, was das mysteriöse Zeichen darstellen soll.
Meine Meinung:
Dieser Krimi ist ganz nach meinem Geschmack!
Zum einem, weil er auf zwei Zeitebenen, nämlich Anfang April 1945, als der Zweite Weltkrieg in den letzten Zügen liegt, aber von NS-Deutschland umso erbitterter geführt wird und in die Gegenwart, in der in Franken und in der Schweiz jeweils ein Mann getötet werden, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, werden, spielt. Und zum anderen, weil das Team um Franz Haderlein wieder zu besonderer Hochform aufläuft. Das liegt nicht nur am altbewährten fränkischen Humor, wenn Oberchef Robert „Fidibus“ Suckfüll seinen Mitarbeitern erklärt, sie müssen aus Umweltschutzgründen auf Elektro-Autos umsteigen.
„Entschuldigung, VW? Warum kriegen wir kein richtiges Auto?“ (Bernd „Lagerfeld“ Schmitt)
Auch der Neuzugang von Kira Sünkel trägt auf Grund ihrer Herkunft von der Bundeswehr bzw. Flugunfalluntersuchungskommission das Ihre dazu bei. Nicht nur, dass sie zu Bernd und Ermittlerferkel Presssack bei deren Erscheinen das eintrainierte „Rühren“ entgegenschleudert, gibt sie Nachhilfeunterricht in Sachen Elektroauto an der Tankstelle. Tja, die militärischen Umgangformen lassen sich nicht leicht ablegen, sind aber eloquent,
Natürlich dürfen auch die üblichen Charaktere wie Marina „Honeypenny“ Hoffmann, der verhasste Rechtsmediziner Siebenstädter oder Heribert Ruckdeschl von der Spusi nicht fehlen.
Doch bei allem Humor wird auch nicht auf die ernste Seite in diesem Krimi vergessen: Dass Piloten der Royal Airforce und der US Airforce nach einem Absturz über deutschem Gebiet von aufgebrachtem Mob gelyncht bzw. nicht als Kriegsgefangene gemäß der Genfer Konvention behandelt worden sind, sondern von der SS brutal ermordet worden sind, obwohl den meisten Deutschen schon längst klar gewesen sein muss, dass der Krieg verloren ist. Zum Kriegsgeschehen hat Autor Helmut Vorndran penibel recherchiert. So gibt es neben Fotos, unter anderem von den B-17 Flying Fortresses, Karten von deren Heimatflughafen in Sudbury/UK und den anderen Schauplätzen, die uns neben Oberfranken, der Schweiz und UK auch nach Illinois/USA führt.
Besonders berührt hat mich, dass der Autor dieses Buch der Besatzung der „Lonesome Polecat“ gewidmet hat, die am 8. April 1945 über Herreth abgestürzt und Vorbild für diesen Krimi ist.
Fazit:
Mir hat dieses Zusammenspiel von Vergangenheit und Gegenwart, das mich bis zur letzten Seite gefesselt hat, sehr gut gefallen, weshalb ich hier eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne gebe.
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