Ein feinsinniger Kriminalroman mit historischen Bezügen.
Kurz bevor Kunsthistorikerin Anna Bentorp für ein Jahr nach Dublin aufbricht, wird sie mit einem mysteriösen Mordfall konfrontiert, der sich um den Diebstahl eines wertvollen Kirchenschatzes aus dem Jahr 1800 bei Bonn rankt. Sie übergibt die Informationen an den Diakon der heute noch existierenden Kirche. Tatsächlich kann dieser bei Grabungen einen Teil des kostbaren Schatzes bergen. Doch damit rückt er ins Visier skrupelloser Täter ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Christiane
aus Bremen
4/5
19.11.2025
Buch (Taschenbuch)
Vielschichtig, Komplex, Historisch!
Margarete von Schwarzkopf hat im September den Kriminalroman „Das schwarze Kreuz“ gemeinsam mit dem emons: Verlag herausgebracht. Das Cover ist einfach Klasse. Der Titel, die Farben, die Bildgestaltung und das Motiv passen gut zur Geschichte und in das Genre. Es handelt sich um den 9. Fall mit der Kunsthistorikerin Anna Bentorp. Er kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Mit Vorkenntnissen macht es mehr Spaß.
Anna Bentorp plant eine Reise nach Dublin. Während sie sich auf die Reise vorbereitet, findet sie einen ungeöffneten Brief. Neugierig, wie sie ist, öffnet sie ihn. Der Brief liefert Hinweise auf einen wertvollen Kirchenschatz und auf einen Mord, der im Jahr 1801 passiert sein soll. Anna übergibt den Brief den Diakon der Kirche. Dieser führt tatsächlich Grabungen durch und findet einen Teil des beschriebenen Schatzes. Dabei rückt er in das Visier eines skrupellosen Täters…
Dies ist mein erster Krimi mit Margarete von Schwarzkopf und ihrer Anna Bentorp. Es ist nicht ganz einfach, den Einstieg zu finden und so brauche ich eine Weile, bis ich in der Geschichte Fuß gefasst habe. Zwei Handlungsstränge und ein paar Nebenstränge fordern meine volle Konzentration. Dafür geizt die Autorin nicht mit Spannung. Vom ersten bis zum letzten Buchstaben genieße ich alle ca. 380 Seiten. Vielschichtig, detailliert, fundiert, historisch und politisch sind die Verben, die den Krimi am besten beschreiben.
Alles in allem hat Margarete von Schwarzkopf mit „Das schwarze Kreuz“ einen Kriminalroman auf den Büchermarkt gebracht, den es sich zu lesen lohnt. Wer Lust auf ein komplexes Rätsel in unterschiedlichen Zeiten hat und sich für Kunst interessiert, der ist hier richtig. Von mir bekommt die Autorin 4 verdiente Lesesterne und eine Leseempfehlung.
Lese-Abenteurerin
aus Oberösterreich
4/5
24.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Vielschichtiger historischer Krimi
Meine Meinung
Der Autorin ist mit „Das Schwarze Kreuz“ ein eng verwobener, packender Krimi mit historischem Hintergrund sehr gut gelungen.
Ich kannte die Reihe um Anna Bentorp bislang nicht und hatte daher Anlaufschwierigkeiten, die Personen und ihre Beziehungen zueinander einzuordnen. Wahrscheinlich wäre eine Lektüre der Krimis in aufsteigender Chronologie hilfreich gewesen.
Zwei Handlungsstränge mit etlichen Nebensträngen sorgten bei mir ein wenig für Verwirrung, zumal sehr viele Namen vorkamen und ich mir ein Personenregister dringend gewünscht hätte, um die Ereignisse in der Vergangenheit und Gegenwart besser auseinanderhalten zu können. Es ist meiner Ansicht nach kein Krimi, der sich flott liest, weil höchste Konzentration gefordert ist, um nicht die Übersicht über die Personen und Handlungsstränge zu verlieren. Generell empfand ich den Schreibstil - auch in den Passagen der Jetztzeit - als ein wenig rückwärtsgewandt und betulich. Mir persönlich gefällt ein moderner, flotterer Schreibstil besser.
Historische Besonderheiten der wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten der Region um Münster und Bonn wurden recht anschaulich dargestellt und hier vor allem der Zeitraum um 1801 bis ungefähr 1820. Ich konnte mein Wissen auf diese Art erweitern, was mir sehr gut an diesem Krimi gefiel.
Mein Fazit
Wer auf der Suche nach einem historischen Krimi in eher klassisch-konservativer Schreibart ist, dem sei „Das Schwarze Kreuz“ empfohlen.
Lese-Abenteurerin
aus Oberösterreich
4/5
24.10.2025
Buch (Taschenbuch)
Vielschichtiger historischer…
Vielschichtiger historischer Krimi Meine Meinung Der Autorin ist mit „Das Schwarze Kreuz“ ein eng verwobener, packender Krimi mit historischem Hintergrund sehr gut gelungen. Ich kannte die Reihe um Anna Bentorp bislang nicht und hatte daher Anlaufschwierigkeiten, die Personen und ihre Beziehungen zueinander einzuordnen. Wahrscheinlich wäre eine Lektüre der Krimis in aufsteigender Chronologie hilfreich gewesen. Zwei Handlungsstränge mit etlichen Nebensträngen sorgten bei mir ein wenig für Verwirrung, zumal sehr viele Namen vorkamen und ich mir ein Personenregister dringend gewünscht hätte, um die Ereignisse in der Vergangenheit und Gegenwart besser auseinanderhalten zu können. Es ist meiner Ansicht nach kein Krimi, der sich flott liest, weil höchste Konzentration gefordert ist, um nicht die Übersicht über die Personen und Handlungsstränge zu verlieren. Generell empfand ich den Schreibstil - auch in den Passagen der Jetztzeit - als ein wenig rückwärtsgewandt und betulich. Mir persönlich gefällt ein moderner, flotterer Schreibstil besser. Historische Besonderheiten der wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten der Region um Münster und Bonn wurden recht anschaulich dargestellt und hier vor allem der Zeitraum um 1801 bis ungefähr 1820. Ich konnte mein Wissen auf diese Art erweitern, was mir sehr gut an diesem Krimi gefiel. Mein Fazit Wer auf der Suche nach einem historischen Krimi in eher klassisch-konservativer Schreibart ist, dem sei „Das Schwarze Kreuz“ empfohlen.
Jürg K.
4/5
17.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Kurzweilig, unterhaltsam
Die Geschichte beginnt kurz vor dem Aufbruch der Kunsthistorikerin Anna Bentorp nach Dublin. Als sie in einen Mordfall verwickelt wird. Dabei geht es um den Diebstahl eines wertvollen Kirchenschatzes aus dem Jahr 1800 bei Bonn. Die Informationen, die sie hat, übergibt sie dem Diakon der heute noch existierenden Kirche. Er kann einen Teil der Beute sichern und gerät dadurch in den Fokus von skrupellosen Tätern. Zum Lesen ein feinsinniger Kriminalroman mit historischen Bezügen. Die Stärke dieses Romans liegt an den Schauplätzen, Kirchengewölben und den Archiven. Dies alles wird sehr gut Beschrieben und für den Leser sehr bildlich vorstellbar. Der Kriminalfall wir von Seite zu Seite spannender. Authentizität und Tiefe wird durch das Einbinden von kunsthistorischen Elementen erzeugt. In diesem Roman werden Geschichte, Kultur und eine Ermittlerin, die mit Intuition und Verstand überzeugt beschrieben. Das Buch überzeugt durch Spannung und Substanz. Sehr empfehlenswert.
Gertie G.
aus Wien
5/5
23.09.2025
eBook (ePUB 3)
Fesselnd bis zur letzten Seite
Als Kunsthistorikerin Anna Bentorp ihren Schreibtisch wegen der bevorstehenden Professur in Dublin zusammenräumt, entdeckt sie unter anderem den Brief von einer Studentin namens Anja Großknecht, der schon seit 2017 unbeantwortet unter zahlreichen Papieren schlummert. Sie weist auf einen Diebstahl von sakralen Kunstgegenständen, die nicht mehr aufgetaucht sind und möglichen Mord hin, der während der Napoleonischen Kriege im Jahr 1801 in der Nähe von Bonn, inTrondorf, stattgefunden hat. Anna findet das Thema zwar interessant, kontaktiert den Diakon von Trondorf Gregor Bauers, um mehr über die Gegenstände zu erfahren und versucht Anja Großknecht zu erreichen, die seit sieben Jahren spurlos verschwunden zu sein scheint. Eine klare Sache für die Polizei, daher kontaktiert sie Hans Schumann, mit dem sie schon in der Vergangenheit mehrere Verbrechen aufgeklärt hat. Damit ist Anna Bentorp einmal aus dem Spiel und reist nach Irland.
Für Schumann und seinen Kollegen Markus Fechter aus Hannover beginnt nun die Suche nach der Vermissten Anja Großknecht, die letztlich zu einem Cold Case wird, der nun brandheiß wird. Denn Anja wird nicht die Einzige sein, die in diesem mysteriösen, mehr als 200 Jahre zurück liegenden Verbrechen, ermordet wordrn ist. Auch Diakon Bauers gerät in das Visier skrupelloser Täter.
Meine Meinung:
In diesem 9. Fall spielt Margarete von Schwarzkopf ihre ganze Klasse aus! Auch wenn Anna Bentorp nicht persönlich ermittelt, so sind es ihre Neugier sowie ihr Gerechtigkeitssinn, die den Anstoß dazu geben, die alten Verbrechen und die damit verbundenen aktuellen aufzuklären. Crimen criminem invocat - ein Verbrechen zieht ein anderes nach sich - sagten schon die alten Römer.
Hauptrolle diesmal darf der Diakon Gregor Bauers spielen, der durch seine umfangreichen Kenntnisse der Kirchenbücher sowie der Geschichte des Kunstraubs von anno 1801, die Polizei unterstützt.
Mir hat dieser Krimi außerordentlich gut gefallen, der durch seine komplexen Handlungsstränge, die auf mehreren Zeitebenen spielt, besticht. Seit Jahren beschäftige ich mich mit Napoleon, der ganz Europa mit seinen Eroberungskriegen überzogen hat. Seine Raubzüge durch Residenzen besiegter Fürsten, Museen sowie Kirchen und Klöster sind legendär. Auch die Säkularisierung von Klöstern und der Missbrauch von Kirchen als Pferdeställe ist gut bekannt.
Daneben spricht Margarete von Schwarzkopf Themen wie #metoo, Kunstfälschungen und Kunstgegenstände zweifelhafter Provenienz an. Ein Thema, das sich durch die gesamt Reihe rund um Anna Bentorp zieht.
Ich hätte noch Dutzende Seiten weiterlesen mögen. Hoffentlich spinnt Frau Autorin die Reihe weiter.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Kunstkrimi, der auch ohne die tatkräftige Unterstützung von Anna Bentorp, fesselt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung für die gesamte Reihe.
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