Luisa, 15, als Baby aus Peru adoptiert, wächst behütet in einem wohlhabenden Elternhaus auf. Sie hat eine besondere Fähigkeit: Luisa kann im Dunkeln sehen. Als sie im nahen Wald einen jungen Obdachlosen entdeckt, schließt sie ihn ins Herz. Tim lässt sich von ihr versorgen und sogar verstecken, denn er hat allen Grund, unsichtbar zu bleiben. Durch Luisas Gabe wird sie zur Komplizin und gerät in ein Netz aus Lügen und Verbrechen, das sich immer enger zuzieht.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
hamburg.lesequeen
aus Bargfeld-Stegen
5/5
25.11.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ingrid Noll is back!
NACHTEULE
Ingrid Noll
ET: 20.8.25
Die 15-jährige Luisa wächst behütet in einem Haus am Waldrand auf. Dass sie adoptiert wurde, weiß sie seit ihrem vierten Lebensjahr. Durch ihre indigenen peruanischen Wurzeln fällt sie in ihrem kleinen Dorf jedoch immer auf.
Luisa ist hochintelligent, in der Schule erfolgreich und gilt dort schnell als „Streberin“. Das stört sie wenig – Partys und Jungs interessieren sie ohnehin nicht besonders. Viel lieber streift sie nachts durch den Wald, um Wildtiere zu beobachten. Dabei hilft ihr eine außergewöhnliche Gabe: Sie kann im Dunkeln sehen und sogar lesen.
Bei einer ihrer nächtlichen Streifzüge begegnet sie Tim, einem jungen Obdachlosen, der sich im angrenzenden Wald ein Lager eingerichtet hat. Luisa beginnt, ihn mit Lebensmitteln zu versorgen, doch Tim zeigt kaum Dankbarkeit. Stattdessen drängt er sie dazu, Zigaretten und andere Dinge zu beschaffen – und schreckt selbst nicht davor zurück, bei den Nachbarn einzubrechen.
Tim übt eine gefährliche Faszination auf Luisa aus, erst recht, als er ihr den ersten Kuss gibt. Schritt für Schritt gerät sie in seinen Bann und wird zunehmend in kriminelle Machenschaften verstrickt.
Was für ein großartiger Roman aus Ingrid Nolls Feder! Ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen und konnte es kaum aus der Hand legen. Mit NACHTEULE knüpft Noll an die Stärke ihrer früheren Werke an: spannend, abgründig und mit feinem Gespür für menschliche Abgründe. Eine Coming-of-Age-Geschichte, Beziehungsgeschichte und Krimi in einem.
Fazit:
Ingrid Noll is back!
Große Leseempfehlung.
5/5
Eva Fl.
aus Franken
5/5
24.10.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Nachts gut sehen können birgt…
Nachts gut sehen können birgt auch Gefahren. Luisa ist ein Teenager mit 15 Jahren, die von ihren wohlhabenden Eltern als Baby aus Peru adoptiert wurde. Durch ihre besondere Fähigkeit im Dunkeln zu sehen, ist sie nachts gerne in der Natur draußen, um Tiere zu beobachten, kann dies aber ebenso gut anderweitig einsetzen. So entdeckt sie Tim, einen Obdachlosen, der im Wald übernachtet. Aufgrund ihrer sozialen Ader gewährt sie ihm im Elternhaus Unterschlupf, wodurch sie sich schon bald immer wieder in Widersprüche verstrickt. Von Ingrid Noll habe ich schon unzählige Bücher gelesen, seit meiner Jugend begleitet sie mich mit ihren Büchern und ich freue mich immer wieder, wenn es ein neues Buch von ihr gibt. Ich kenne ihren Schreibstil daher gut und mag diesen unheimlich gerne. Das Buch liest sich sehr angenehm und unterhaltsam. Es ist gut verständlich, unterhaltsam geschrieben. Durch die wohlhabenden Eltern, die auch sehr viel Wert auf Etikette legen, merkt man Luisa das auch sprachlich an. Das kommt im Buch auch immer wieder zum Ausdruck, was mir gut gefallen hat. Dennoch bringt Ingrid Noll auch den Jugendslang mit dem Buch unter, was ihr in meinen Augen wirklich gut gelungen ist. Die Geschichte war sehr unterhaltsam, spannend und kurios. Teilweise ging es mir so, dass ich Luisa gerne davon abgehalten hätte, den Obdachlosen Tim im Haus unterzubringen. Denn man merkte ein Stück weit, dass da was nicht ganz passt, er wohl kriminelle Energie hat. Umso interessanter war es zu lesen, wie geschickt sie manches anstellt. Für mich war das ganz große Unterhaltung. Ich habe lange kein Buch so extrem schnell verschlungen wie dieses. Eine wunderbare Mischung aus Spannung und Unterhaltung. Von mir gibt es hier 5 von 5 Sternen und eine absolute Empfehlung.
Anna
5/5
25.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Immer wieder ein Vergnügen
Ingrid Noll ist schon cool. Seit vielen Jahren schreibt sie Bücher, die auf den Bestsellerlisten landen. Ich habe sie nicht alle gelesen, aber viele. Unterhaltsam waren sie alle. Zu gern lässt sie ihre Figuren in Situationen schlittern, die besondere Maßnahmen nach sich ziehen. Und meistens gibt es dabei Tote.
Ob dies auch in „Nachteule“ zutrifft, werde ich nicht verraten. Aber auch ihre Heldin Luisa, gerade einmal 15 Jahre alt und als peruanisches Kind von deutschen Eltern adoptiert, gerät in eine Schieflage. Da sie die Fähigkeit besitzt, im Dunkeln sehen zu können, entdeckt sie nachts im Wald einen jungen obdachlosen Mann und verliebt sich ihn. Sie kann gar nicht anders, als sich um ihn zu kümmern. Doch besagter Tim benutzt Luisa für seine Zwecke, und die sind alles andere als ehrenwert.
Die fast 90-jährige Ingrid Noll schafft es mühelos, sich empathisch in die 15-jährige Luisa einzufühlen. Das Mädchen ist eine Außenseiterin und fühlt sich nun von Tim beachtet und ernstgenommen. Kein Wunder, dass sie alle Hebel in Bewegung setzt, um ihm zu helfen. Ihre Naivität ist manchmal kaum auszuhalten und doch glaubwürdig. Immer weiter schlittert sie in Tims Machenschaften hinein, und verlässt die gut behütete und gut situierte Welt aus der sie kommt.
Es gibt viele Twists und stets ist man ganz nahe an Luisa dran, die als Ich-Erzählerin fungiert. Ich habe „Nachteule“ sehr gerne gelesen. Was mir besonders gefallen hat, war die Kurzweile. Hier ist kein Satz zuviel und auch keiner zu wenig. Die Emotionen schlagen beim Lesen Wellen. Das Ende ist überraschend und ein echter Knaller. Große Empfehlung für alle, die es unblutig, spannend und emotional mögen.
.
@ivyliestalles
aus Niedersachsen
5/5
03.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Überraschend!
Nachdem ich „Tea Time“ von der Autorin gelesen habe, war mir klar, ich möchte mehr von Ingrid Noll lesen.
In „Nachteule“ begleiten wir die 15 jährige Luisa. In Peru geboren, wurde sie adoptiert und ist in Deutschland aufgewachsen.
Und sie hat eine besondere Fähigkeit: sie kann in der Dunkelheit sehen.
Ich musste mich zu Beginn etwas orientieren, mich in Luisas Gedankenwelt einfinden. Aber als das geschafft war, stand meinem Lesevergnügen nichts mehr im Weg.
Gekonnt verknüpft Ingrid Noll die unterschiedlichsten Themen wie Alltagsrassismus, toxische Beziehungen, Freundschaft.
Ich würde dieses Buch nicht als Krimi bezeichnen, aber wir haben es mit Mord zu tun und wie sich diese Geschichte entwickelt, hätte ich nicht gedacht.
Wir werden Zeuge, wie die heile Welt von Luisas Familie zu bröckeln beginnt. Und wie sie versucht Halt in etwas anderem zu suchen.
Luisa trifft auf den Obdachlosen Tim, lässt ihn heimlich bei sich wohnen und sie wird Zeuge, wie um sie herum plötzlich einige Verbrechen begangen werden, die sie nicht zuordnen kann.
Die Mischung aus Krimi, Coming-of Age und Beziehungsgeschichte, hat mir extrem gut gefallen und mich sehr gut unterhalten.
Ingrid Noll zeigt uns eine Luisa, die auf ihre eigene Art zu kämpfen hat. Wohin gehöre ich? Wer steht mir zur Seite?
Auf sehr unterhaltsame Weise bringt uns die Autorin Luisas Nöte näher. Der Druck von Aussen, die Anforderungen, was passiert, wenn man plötzlich nicht mehr so „funktioniert“ wie früher.
Eine richtig tolle Geschichte mit Twist. So manche Begebenheit habe ich so nicht kommen sehen.
Ich wäre sehr gerne noch länger bei Luisa geblieben und hätte sie so gerne noch eine kleine Weile begleitet.
Für mich ein sehr gelungenes Buch, bei dem man viel zwischen den Zeilen lesen kann.
Eine Leseempfehlung von mir.
4,5 Sterne von mir.
Giselas Lesehimmel
aus Landshut
5/5
02.09.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Glanzleistung von der Krimi-Queen Noll
Meine Meinung
>>Denn die einen sind im Dunkeln,
Und die anderen sind im Licht,
Und man siehet die im Lichte,
Die im Dunklen sieht man nicht.<< (aus der Dreigroschenoper von Berthold Brecht)
Die 15-jährige Luisa hatte das große Glück, als Baby von einem liebevollen, wohlhabenden Ehepaar adoptiert zu werden. Da sie aus Peru stammt, fällt sie in der Schule, aufgrund ihres anderen Aussehens, auf. Das intelligente Mädchen wird als Streberin bezeichnet, das jeden Tag von ihrem Vater zur Schule gefahren wird.
Ihre Fähigkeit, im Dunkeln zu sehen, halten sie und ihre Eltern geheim. Sie beobachtet gerne Nachts im Wald die Tiere; besonders einen Fuchs, der sich immer näher an sie heran traut. Als sie den verwahrlosten Obdachlosen Tim entdeckt, der sich im Wald ein ärmliches Lager errichtet hat, kommt ihr das gerade recht, da sie mal Sozialarbeiterin werden möchte. Sie versorgt ihn mit Lebensmitteln und unterstützt ihn bei seinen kriminellen Aktivitäten, die einen immer heftigeren Ausmaß annehmen. Luisas Fähigkeit im Dunkeln zu sehen, weiß Tim für seine Verbrechen gut zu nutzen. Luisa entwickelt viel Einfallsreichtum, wenn es darum geht, für Tim aus der elterlichen Küche Lebensmittel zu entwenden. Ihre Mutter ist stets der Meinung, ihre Tochter vertilgt alles selber und empfiehlt ihr mehr Maß und Ziel zu halten.
>>Mäßig wird alt, zuviel stirbt bald.<< (Seite 157)
Wie aus einem unbescholtenen Mädchen eine Mittäterin wird, fand ich unheimlich spannend. Vor allem kann Luisa sich nie sicher sein, ob Tim, (oder wie immer er heißen mag) die Wahrheit sagt. Er beantwortet kaum Fragen und wenn, dann ziemlich vage. Für Zigaretten ist dem Obdachlosen, an den Luisa ihr Herz verloren hat, kein Einbruch zu gefährlich.
>>Er lügt, wie wenn's gedruckt wär, und stiehlt, wie wenn's erlaubt wär. << (Seite 162)
Die Ehe ihrer Eltern gerät in eine Schieflage und Luisa macht sich große Sorgen, was aus ihr wird, sollten sie sich trennen.
Ich musste mehrmals schmunzeln über Luisas Mutter, die stets für jede Lebenssituation eine Redewendung parat hatte. Sie liebt Opern sehr und so manche Zitate daraus kommen in der Geschichte vor, was mir sehr gut gefallen hat.
Fazit
Ingrid Noll ist eine Meisterin darin, einzigartige sowie skurrile Personen zu zeichnen und diese mit einem Krimi zu verbinden. Der bildliche Schreibstil hat mich an die Seiten gefesselt und erst wieder losgelassen, als ich das Buch zufrieden zugeklappt habe. Das Ende hat mich kalt erwischt. Damit habe ich im Leben nicht gerechnet. Besonders der Verlauf des Ehedramas nimmt eine ungeahnte Wendung.
Von mir eine klare Empfehlung. Danke, Ingrid Noll. Es war mir ein Fest.
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
5/5
02.09.2025
Hörbuch (CD)
Ingrid Noll hat mich mit diesem Buch wieder begeistert
Ich sage dazu nur - einfach hervorragend von der ersten bis zur letzten Seite - die Autorin begeistert mich immer wieder - auf jeden Fall ein Lesemuss! Die Geschichte wird aus Sicht von Luisas geschildert. So erleben wir hautnah ihre Gedanken, Gefühle, usw kennen - sind bei den Erlebnissen, Begebenheiten und ihren Entscheidungen mit dabei. Mit jeder Seite wurde es für mich spannender. Mehr mag ich gar nicht über den Verlauf des Inhalts berichten - einfach lesen!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.