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Hasenprosa Roman | Ein Kippbild zwischen Abenteuer und Memoir, Magie und Alltag

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.12.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

183

Maße (L/B/H)

18,8/11,8/1,6 cm

Gewicht

188 g

Farbe

Pastell Gelb

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47523-2

Beschreibung

Rezension

»Maren Kames’ Buch Hasenprosa ist ein ausgeflipptes Teil, schmal, aber anspruchsvoll, aber witzig.« ("Frankfurter Rundschau")
»Man schaut nach der Lektüre anders in die Welt.« ("Neue Zürcher Zeitung")
»Maren Kames’ Hasenprosa ist absurde Literatur im klügsten Sinne: Ein rasanter, schriller und wilder Roman – hochkomisch noch dazu. Unbedingt lesen!« ("der Freitag")
»Ein neues sprachliches Abenteuer einer Autorin, deren Bücher nicht in herkömmliche Schubladen passen.« ("3sat, Kulturzeit")
»[Ein] irres Kunstwerk, ein Wortwirbel, eine Abenteuergeschichte …. Hasenprosa erzeugt die unmittelbare Erfahrung von Literatur, die im Sicherheitsabstand zum oft so plattfüßigen deutschen Realismus steht, unberührt von sachbuchhaftem Problembewusstsein.« ("DIE ZEIT")
»Was für ein sprachsprühendes Vergnügen!« ("Deutschlandfunk Kultur")
»Diese Hasenprosa ist reich, neu und humorvoll ... Gute, sehr andere Literatur. Dafür hundert Punkte, zweihundert Häschen, tausend Herzchen.« ("Der Tagesspiegel")
»Unbedingte Leseempfehlung, auch und gerade für Realismusadepten!« ("Die Presse. Spectrum")
»Alles in diesem Buch ist durchdrungen von einem genuin poetischen Zugriff auf die Welt und die Sprache. Kames erzählt … mit übermütigem Sprachwitz, beneidenswerter Selbstironie und einem unwiderstehlichen Hang, im Alltäglichen das Absurde und Lächerliche anzunehmen: Es ist das kleine Wunder dieser Hasenprosa , wie darin das Leichtfüßige und das Schwere, das Lastende und das Schwebende nebeneinander besteht, ohne dass es jemals unangemessen oder gar anrüchig wird.« ("republik.ch")
»Ich war so erfrischt ... So viel Lust am Klang, an der Rhythmik, am reichen Vokabular.« ("NDR Kultur")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.12.2025

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

183

Maße (L/B/H)

18,8/11,8/1,6 cm

Gewicht

188 g

Farbe

Pastell Gelb

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47523-2

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    Book Circle Community

    5/5

    23.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Literatur aus einer anderen Dimension

    Ein Buch wie ein Kindheitssommer – ausschweifend, »sturzoffen« und leuchtend. So kündigt es der Klappentext an, doch was sich zwischen den Seiten verbirgt, ist weit mehr als das. Hasenprosa ist eine Sprachlandschaft, ein akustisches Experiment, eine Reise quer durch Erinnerungen, Zeiten und Räume. Eine Erzählerin zieht aus – warum genau, bleibt in der Schwebe –, nimmt ihre Meilenstiefel und Reisesocken mit und macht sich auf den Weg. Auf der Rückbank: ein Hase. Die Reise führt ins knalldunkle All, in die Vergangenheit, zum Meeresgrund, durch Kindheitserinnerungen und Familiengeschichten. Zwei Großmütter tauchen immer wieder auf, eine hell, eine dunkel, eine heile, eine verletzte. Ein Großvater mit furchigen Händen. Ein Bruder mit seinem Baum. Es geht um Märchen, Träume, Musik, Wissenschaft, Geschichte – Glenn Gould erklingt, Billie Eilish rauscht vorbei, Lionel Messi dribbelt durchs Universum. Doch wer hier eine lineare Erzählung erwartet, wird enttäuscht. Hasenprosa ist weniger ein Roman als ein sprachliches Experiment, das sich jeder klassischen Struktur entzieht. Der Text springt zwischen Assoziationen, Zitaten, Wortspielen und Lautmalereien hin und her, erschafft neue Orte, dreht sich in Schleifen und verflüchtigt sich wieder. Es gibt keinen klaren Plot, aber Motive, die sich durchziehen: die Großmütter, die Erinnerungen an Kindheit, die Gespräche mit dem Hasen, die Suche nach Sprache, nach Bedeutung, nach einem eigenen Klang. Dieses Buch ist herausfordernd. Vieles bleibt rätselhaft, manches erschließt sich erst beim lauten Lesen, manches vielleicht nie. Wissenschaftliche Anspielungen, literarische und popkulturelle Referenzen tauchen auf und verschwinden wieder, ohne dass immer alles erklärt wird. Wer sich darauf einlässt, wird mit einer einzigartigen Sprachexplosion belohnt – voller Rhythmus, Poesie, Witz und Sinnlichkeit. Für mich war Hasenprosa eine anspruchsvolle, aber faszinierende Lektüre. Ich musste viele Abschnitte mehrmals lesen, um den Klang und die Struktur zu erfassen. Gleichzeitig hat mich das Buch mitgerissen, denn ich mag Texte, die sich nicht sofort erschließen, sondern etwas von mir fordern. Wer literarische Experimente liebt, für den ist dieses Buch eine Entdeckung. Eine Leseempfehlung für alle, die Lust auf sprachliche Abenteuer haben

  • Bewertung

    5/5

    11.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    „Insgeheim, meine ich, ist der Hase der Meister von allem gewesen“

    „Hasenprosa“ von Maren Kames ist der mit Sicherheit außergewöhnlichste Titel der Shortlist des deutschen Buchpreises 2024. Alleine eine gattungstheoretische Einordnung scheint unmöglich. Das Buch wirkt wie eine bunte Aneinanderreihung von Momentaufnahmen, mal in sehr kurzen, mal in sehr langen Sätzen, mit vielen Absätzen, Emoticons, einer Vielzahl von Songtexten, Bildern, Ausschnitte aus Youtubevideos ... und das alles ohne dabei einen inhaltlich roten Faden zu bilden. Was passiert also in diesem Buch? Es ist ein Roadtrip, mit einem sprechenden, besserwisserischen, vielleicht sogar allwissenden Hasen, soweit so gut. Allerdings hat dieser Roadtrip offensichtlich kein Ziel, wir fahren durch die Zeit, durch die Familiengeschichte, durch die Kunst, durch ihre Träume… Man hat das Gefühl gleichzeitig Musik aus dem Radio zu hören, die Känguru-Chroniken zu lesen, Donnie Darko zu schauen und das alles in einem Planetarium. Selten war ein kurzes Buch so überfordernd und gleichzeitig so erfüllend. Die Buchvorstellung des deutschen Buchpreises hat es wohl am besten zusammengefasst mit „ein literarischer Overkill“. Für Freunde der komplexen Narratologie und Intermedialität, das ideale Buch.

  • Kaffeeelse

    Thalia Book Circle Community

    4/5

    10.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hasenwissen

    „Hasenprosa“ Ein interessantes Buch. Experimentell. Eigenwillig. Künstlerisch. Sprachgewaltige Bilder einer Schau nach innen und außen innerhalb einer skurrilen Interaktion mit einem Hasen. Ein Gespräch mit einem Hasen. Ja. Richtig gelesen. Wie man auf so etwas kommt. Keine Ahnung. Hat es mir gefallen. Ja. Irgendwie schon. Durch das Experimentelle. Das etwas Punkige. Das Wilde. Das Ungeschliffene. Dann aber auch wieder poetisch. Mit den Worten spielend. Teilweise sprachlich sehr schön. In dieser Mischung einzigartig und genial. Inhaltlich bin ich dagegen etwas zwiegespalten. Natürlich präsentiert „Hasenprosa“ auch Blicke auf die Erzählerin und deren Familie. Aber diese Blicke sind ungeordnet und sporadisch. Sie erscheinen immer wieder. Diese Blicke nach innen. Werden aber irgendwie nicht auserzählt. Sind traumhaft. Schemenhaft. Deuten eine Auseinandersetzung an. Aber formulieren diese Auseinandersetzung nicht vollkommen aus. So dass alles etwas sequenziell bleibt. Doch auch dies hat seinen Zauber. Zwischen diesen Blicken nach Innen gibt es die vielen Blicke nach Außen auf dieser Reise durch Raum und Zeit mit dem Hasen. Informationen tauchen auf. Machen neugierig. Erhellen. Aber verwirren auch etwas. Wie kommt man zu so einer Zusammensetzung von nicht immer völlig zusammenpassenden Dingen. Informationen zu Kunst, Kultur und Wissenschaft und dann wieder diese Blicke nach Innen. Ein Hin und ein Her. Springend. Galoppierend. Und rasant. Garniert mit den Gesprächen mit dem Hasen, der einen recht eigenen Humor aufweist. Eine recht eigenwillige Konversation, die damit aber klug diese Blicke nach innen und außen garniert und untermalt. Diese Reise durch Raum und Zeit mit diesem Hasen und beginnend mit den Worten »Wenn das alles gewesen ist, ziehe ich aus!«, ruft da eine und macht sich in ihren Meilenstiefeln, ihren Reisesocken davon, könnte als ein gewisses Ausklinken verstanden werden, ein Revoltieren gegen das Starre, in dem es dieses Starre durch eine aus dem Raum und der Zeit gefallenen und etwas punkigen Geschichte karikiert und mit diesen Blicken nach innen und außen garniert. Vor allem ist aber diese Idee der Konversation mit dem Hasen, der Reise durch Raum und Zeit ein gewagtes und absolut interessantes Lese- und Schreib-Experiment, dass meiner Meinung nach völlig zurecht gewürdigt gehört.  „Hasenprosa“ ist kein Buch, welches eine laufende Geschichte erzählt, macht damit die Lektüre nicht ganz so einfach, wenn man sich aber darauf einlassen kann, wird man mit dieser doch recht experimentellen und auch sprachgewaltig-poetischen Schreibe der Maren Kames belohnt.

  • kaffeeelse

    aus D

    4/5

    10.06.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hasenwissen „Hasenprosa“ Ein…

    Hasenwissen „Hasenprosa“ Ein interessantes Buch. Experimentell. Eigenwillig. Künstlerisch. Sprachgewaltige Bilder einer Schau nach innen und außen innerhalb einer skurrilen Interaktion mit einem Hasen. Ein Gespräch mit einem Hasen. Ja. Richtig gelesen. Wie man auf so etwas kommt. Keine Ahnung. Hat es mir gefallen. Ja. Irgendwie schon. Durch das Experimentelle. Das etwas Punkige. Das Wilde. Das Ungeschliffene. Dann aber auch wieder poetisch. Mit den Worten spielend. Teilweise sprachlich sehr schön. In dieser Mischung einzigartig und genial. Inhaltlich bin ich dagegen etwas zwiegespalten. Natürlich präsentiert „Hasenprosa“ auch Blicke auf die Erzählerin und deren Familie. Aber diese Blicke sind ungeordnet und sporadisch. Sie erscheinen immer wieder. Diese Blicke nach innen. Werden aber irgendwie nicht auserzählt. Sind traumhaft. Schemenhaft. Deuten eine Auseinandersetzung an. Aber formulieren diese Auseinandersetzung nicht vollkommen aus. So dass alles etwas sequenziell bleibt. Doch auch dies hat seinen Zauber. Zwischen diesen Blicken nach Innen gibt es die vielen Blicke nach Außen auf dieser Reise durch Raum und Zeit mit dem Hasen. Informationen tauchen auf. Machen neugierig. Erhellen. Aber verwirren auch etwas. Wie kommt man zu so einer Zusammensetzung von nicht immer völlig zusammenpassenden Dingen. Informationen zu Kunst, Kultur und Wissenschaft und dann wieder diese Blicke nach Innen. Ein Hin und ein Her. Springend. Galoppierend. Und rasant. Garniert mit den Gesprächen mit dem Hasen, der einen recht eigenen Humor aufweist. Eine recht eigenwillige Konversation, die damit aber klug diese Blicke nach innen und außen garniert und untermalt. Diese Reise durch Raum und Zeit mit diesem Hasen und beginnend mit den Worten »Wenn das alles gewesen ist, ziehe ich aus!«, ruft da eine und macht sich in ihren Meilenstiefeln, ihren Reisesocken davon, könnte als ein gewisses Ausklinken verstanden werden, ein Revoltieren gegen das Starre, in dem es dieses Starre durch eine aus dem Raum und der Zeit gefallenen und etwas punkigen Geschichte karikiert und mit diesen Blicken nach innen und außen garniert. Vor allem ist aber diese Idee der Konversation mit dem Hasen, der Reise durch Raum und Zeit ein gewagtes und absolut interessantes Lese- und Schreib-Experiment, dass meiner Meinung nach völlig zurecht gewürdigt gehört. „Hasenprosa“ ist kein Buch, welches eine laufende Geschichte erzählt, macht damit die Lektüre nicht ganz so einfach, wenn man sich aber darauf einlassen kann, wird man mit dieser doch recht experimentellen und auch sprachgewaltig-poetischen Schreibe der Maren Kames belohnt.

  • Betty Literatur

    4/5

    10.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Hasenprosa -Maren Kames…

    Hasenprosa -Maren Kames Shortlist Deutscher Buchpreis 2024 „Der Himmel war lila. Die Sterne nickten wieder. Die Wiese unter uns schmatzte zufrieden.“ Ein Albtraum oder ein Märchen? Die Erzählerin begibt sich auf Reisen in die Vergangenheit in rasender Geschwindigkeit und mit atemloser Prosa. In dem grenzenlosen Spiel in Zeit und Raum, dem „Rutschen ins Erdinnere“ und dem Durchstreifen der Galaxien erleben sie und ihr Begleiter, eine sehr gebildeter Hase, verschiedene Erdzeitalter. Während die Erzählerin auf den Grund ihres Herzens taucht, werden vor allem die Erinnerungen an die Großeltern, ihren „Wandverwandtschaften“, wach. Der Hase? Ich weiß nicht, ob er eine tiefere Bedeutung hat. Er ist einfach da. Das ist auch gut so, denn er ist ein sicherer Begleiter. Die überbordende Lust am Sprachspiel „…denn als ich mir derart zurückgelassen probeweise und für den Sowiesobedarf einen Engel morste, gingen zwei Buchstaben verloren, ein anderer schlich sich zielstrebig nach vorne, und so war, was ich herausbekam, letztendlich ein Igel.“ ist überwältigend, ich kann nicht sagen welche Wortneuschöpfungen mir am besten gefallen haben. Herrlich ist auch das Spiel mit fehlender Sprache. „Es taugte nichts.“ Neben der „Donner down memory lane“ fließt auch Gesellschaftskritik ein. „Es hing eine Dringlichkeitspenetranz und Wichtigtuerei in der Luft, dass es nicht zum Aushalten war…“ Aber vor allem liebt Maren Kames, die Experimente mit der Sprache, sie schreibt nicht, sie „scribbelt“, widersetzt sich literarischen Traditionen, liebt absurde und skurrile Elemente, sie nutzt die Leichtigkeit, den Humor und die Absurdität jedoch durchaus zur Ergründung tiefer Themen. Hasenprosa gibt es tatsächlich auch als literarische Gattung, geprägt durch Christian Morgenstern: „Der Hase schreibt, wie er schreibt. Man nennt es Hasenprosa.“ Auch das sprachliche Vorbild Friederike Mayröcker wird durch passende Zitate gewürdigt. Ich mag dieses wunderbare Buch sehr.

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