Produktbild: Der brennende Obstgarten

Der brennende Obstgarten Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.07.2025

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

291

Maße (L/B/H)

19,4/12,3/2,2 cm

Gewicht

302 g

Farbe

Grau

Auflage

1

Originaltitel

The Orchard on Fire

Übersetzt von

Barbara Rojahn-Deyk

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-83866-8

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

10.07.2025

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

291

Maße (L/B/H)

19,4/12,3/2,2 cm

Gewicht

302 g

Farbe

Grau

Auflage

1

Originaltitel

The Orchard on Fire

Übersetzt von

Barbara Rojahn-Deyk

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-83866-8

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

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  • Bewertung

    4/5

    19.08.2025

    Buch (Taschenbuch)

    ein tiefgründiger und berührender Roman

    Shena Mackays Roman „Der brennende Obstgarten“, veröffentlicht 1953, entfaltet eine berührende Geschichte über die Kindheit, Freundschaft und die Herausforderungen, die mit dem Erwachsenwerden einhergehen. Der Roman spielt in der ländlichen Idylle Englands und erzählt von der achtjährigen April, die mit ihren Eltern in ein heruntergekommenes Café zieht. Die Autorin schafft es, die Komplexität der kindlichen Wahrnehmung und die Schwierigkeiten, die mit dem sozialen Umfeld einhergehen, auf einfühlsame Weise darzustellen. Die Beziehung zwischen April und ihrer besten Freundin Ruby ist zentral für die Erzählung. Gemeinsam erkunden sie ihre Umgebung, schaffen sich Rückzugsorte und stellen sich den Herausforderungen des Heranwachsens. Mackay thematisiert die Zerbrechlichkeit der Kindheit durch die Augen von April. Ihre Unschuld wird durch die Begegnungen mit Erwachsenen, die oft unverständliche oder sogar bedrohliche Verhaltensweisen zeigen, in Frage gestellt. Zum Beispiel hat April Schwierigkeiten, sich gegen Mr. Greenidge zu wehren, der zunächst freundlich, aber bald aufdringlich wird. Dies spiegelt die verwirrenden Erfahrungen wider, die Kinder im Umgang mit Erwachsenen machen. Mackay beleuchtet die sozialen Herausforderungen, die sich aus den Nachwirkungen des Krieges ergeben. Themen wie Gewalt, Verwundung und die Suche nach Identität werden durch die Charaktere erfahrbar. Rubys blaue Flecken und Schrammen sind symptomatisch für die Probleme, mit denen Kinder in dieser Zeit konfrontiert waren, sei es aufgrund familiärer Konflikte oder gesellschaftlicher Normen. Mackays Schreibstil ist geprägt von einer poetischen Sprache, die die Emotionen und Gedanken der Protagonistin eindringlich einfängt. Die bildhafte Beschreibung der ländlichen Umgebung und der Charaktere verstärkt das Gefühl von Nostalgie und Melancholie. Die Erzählweise ist sowohl eindringlich als auch zart, was die Lesenden dazu einlädt, sich in die Welt der Kinder hineinzuversetzen. „Der brennende Obstgarten“ ist ein tiefgründiger und berührender Roman, der die Herausforderungen und Schönheiten der Kindheit in einer komplexen sozialen Umgebung beleuchtet. Shena Mackay gelingt es, die Zerbrechlichkeit von Kindheit und Freundschaft in einer nachkriegszeitlichen Gesellschaft eindrucksvoll darzustellen. Durch die Augen von April erleben wir eine Geschichte von Mut, Unterstützung und der Suche nach einem Platz in einer oft verwirrenden Welt. Insgesamt ist das Buch nicht nur ein Porträt einer bestimmten Zeit, sondern auch eine universelle Erzählung über das Erwachsenwerden und die Kraft von Freundschaft. Als Leser wird man ermutigt, über die Bedeutung von Kindheitserinnerungen und zwischenmenschlichen Beziehungen nachzudenken.

  • drawe

    aus Landau

    5/5

    07.09.2025

    eBook (ePUB)

    Sommer einer Kindheit

    London, Sommerferien, und die Lehrerin April Harlency, geschieden und einsam, sitzt in ihrer kleinen Wohnung in einem heruntergekommenen Haus und einem ebenso ungepflegten Garten. Sie denkt zurück an einen Sommer ihrer Kindheit und beschließt, den Ort dieses Sommers wieder aufzusuchen: sie fährt nach Stonebridge in Kent. Stück für Stück verliert sie sich in Kindheitserinnerungen, die die Autorin mit der Gegenwart vermengt, und der Leser geht mit April zurück ins Jahr 1953. Eine Zeit, in der im idyllischen Stonebridge Schilder in den Fenstern hingen wie: „Zimmer zu vermieten. Keine Schwarzen. Keine Iren. Keine Haustiere.“ Die ländliche Idylle hat also ihre Schattenseiten. April genießt zunächst die Sonnenseiten, und dazu gehört die Freundschaft mit der eigenwilligen und aufsässigen Ruby. Die Mädchen finden in einem verlassenen Obstgarten einen alten Eisenbahnwaggon, der nun ihr geheimes Nest und ihr Treffpunkt wird. Sehr schnell erkennt April aber die Schattenseiten. Ruby ist vernachlässigt, schlecht ernährt, schlecht angezogen und wird misshandelt. Und auch für April verliert sich der Zauber des Paradieses: sie steht den Übergriffen eines älteren und beliebten Dorfbewohners hilflos gegenüber. Dieses Nebeneinander von Idylle und Gewalt, von Paradies und tatsächlicher Realität erzählt die Autorin in einer wunderschönen, immer ruhigen Sprache. Es gelingt ihr bewundernswert, immer die Perspektive der 8jährigen April zu wahren, die vieles noch nicht versteht und daher nur in Andeutungen wiedergeben kann. Dadurch hat das Buch auch seine humorvollen, komischen Seiten, aber der Autorin gelingt es mit ihrer einfühlsamen Sprache, immer die Bedrohung der Idylle und der Kindheit vor Augen zu halten. Die Fragilität und Verwundbarkeit der Kindheit wird vor der Folie der sozialen Gegebenheiten der Nachkriegszeit umso deutlicher. Über allem liegt der melancholische Ton der Erinnerung und die Trauer um Verlust und nicht genutzte Möglichkeiten. Ein leiser, sprachlich wunderschöner, berührender Roman.

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