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Demokratie braucht Erziehung Warum der Widerstand gegen autoritäre Strömungen schon in der Kindheit beginnt - Das neue Buch des Bestseller-Autors

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

26433

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.09.2025

Verlag

Kösel

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,3/11,7/1,5 cm

Gewicht

178 g

Farbe

Beige

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-466-31246-7

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

26433

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

24.09.2025

Verlag

Kösel

Seitenzahl

176

Maße (L/B/H)

18,3/11,7/1,5 cm

Gewicht

178 g

Farbe

Beige

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-466-31246-7

Herstelleradresse

Kösel-Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • Bewertung

    5/5

    15.11.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Ein wichtiges und hochaktuelles Buch!

    Immer wieder wundere ich mich über Ratgeber und Sachbücher rund um das Thema Erziehung, die ihren Fokus auf den Mikrokosmos der Familie beschränken, ohne einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Als diene Erziehung in erster Linie dazu, den Familienalltag in geregelte Bahnen zu lenken und das elterliche Burnout zu verhindern. Doch die meisten Eltern wissen intuitiv: Erziehung ist viel mehr und hat vor allem eine gesamtgesellschaftliche Relevanz. Kein Wunder, dass ich mich vom neuen Buch des Kinderarztes und Spiegel-Bestsellerautors Herbert Renz-Polster sofort angesprochen gefühlt habe. In Demokratie braucht Erziehung legt Renz-Polster eindringlich dar, dass politische Haltungen schon in der frühesten Kindheit ihren Ursprung haben. Er argumentiert, dass verletzliches, allein gelassenes Kindsein ein fruchtbarer Nährboden sein kann für das Bedürfnis nach klaren Hierarchien, starken Führungsfiguren oder übermäßig vereinfachten Erklärungen, wie sie in populistischen oder autoritären Ideologien oft anklingen. Die zentrale These des Buchs: Das Familienklima – wie wir tagtäglich mit unseren Kindern umgehen – hat direkte politische Konsequenzen. Für Eltern kleiner Kinder ist das besonders relevant, denn es macht deutlich, dass ein bedürfnisorientierter Erziehungsstil nicht nur das Wohlergehen des Kindes sichert, sondern langfristig auch unsere demokratische Gesellschaft stärkt. Und es zeigt auf, was für einen wichtigen Beitrag wir mit der Erziehung unserer Kinder leisten! Ein flüssig geschriebener, in der Argumentation gut nachvollziehbarer und klar strukturierter Essay, den ich absolut empfehlen kann!

  • Tintenweberin

    aus Dahlen

    5/5

    08.11.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Wichtig und lesenswert

    Eine zentrale Feststellung dieses aktuellen und unglaublich wichtigen Buches ist folgende: " Kindheiten sind politisch." Das untermauern der Kinderarzt Herbert Renz-Polster und sein Bruder Ulrich Renz in "Demokratie braucht Erziehung- Warum der Widerstand gegen autoritäre Strömungen schon in der Kindheit beginnt " sehr ausführlich. Es war sehr erhellend und aufrüttelnd, dieses Buch zu lesen. Denn hier gibt es Antworten auf Fragen, die mich schon lange beschäftigen. Warum gibt es aktuell einen enormen Rechtsruck? Warum ist die AfFD in Ostdeutschland so "beliebt" und warum wählen vor allem Männer rechts? Woher kommt die Ablehnung von Menschen mit Migrationshintergrund, von allem, was anders ist? Das ist nur ein kleiner Ausschnitt der Fragen, es gibt noch so viel mehr. Die Antwort liegt, wie der Titel schon verrät, in der Erziehung und in den Kindheitserfahrungen. Die Autoren gehen von einem Kleeblatt der Kindheit aus, das aus vier Entwicklungsfragen besteht : Fragen nach der Sicherheit, nach Wert und Anerkennung, nach Zugehörigkeit und nach Wirksamkeit. Anhand dieses Kleeblatts untersuchen sie die rechten Strömungen in Deutschland (Ostdeutschland) und den USA, da der Rechtsruck hier sehr aktuell ist. Spannend fand ich den Einblick in die Kindheiten von Trump, Vance und Musk als Extrembeispiele. Es wird auch die Spaltung Deutschlands, die damit einhergehenden Unterschiede in Krippen- und Kinderbetreuung, die Wiedervereinigung und die Erziehungswende und die immernoch bestehende Chancenungleichheit zwischen Ost und West thematisiert. Alle Thesen sind durch Fußnoten fundiert und ausführlich erklärt. Immer wieder wird ein Bogen zum Kleeblatt gespannt. Es ist natürlich keine leichte Lektüre, aber eine unglaublich wichtige! Hier wird "der Weg aus den Windeln in die Wahlkabine" aufgezeichnet und eindrücklich erläutert, wie die Erfahrungen der Kindheit unser Verhältnis zur Demokratie prägen. Denn die Autoren halten fest, dass jeder in einer Diktatur leben kann... "Freiheit und Demokratie erfordern menschliche Kompetenzen, die erst einmal da sein müssen." Jeder, der sich für die oben genannten Themen interessiert, sollte unbedingt einen Blick in das Buch werfen - es lohnt sich, Argumente gegen rechts zu sammeln, um schlagfertig zu antworten.

  • Willi Schewski

    aus Flensburg

    2/5

    30.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    „Demokratie braucht Erziehung“ – mit blinder Stelle

    Kindheit prägt politische Haltungen. Das zeigen Herbert Renz‑Polster und Ulrich Renz in Demokratie braucht Erziehung. Sie analysieren fundiert, wie frühe Erfahrungen Autorität, Abgrenzung und Verschwörungsglauben bei Erwachsenen beeinflussen. Doch eine wichtige Dimension fehlt – und schwächt die Analyse. Würdigung: Das Buch leistet viel. Es zeigt: Wer heute nach strenger Autorität ruft oder Verschwörungstheorien anhängt, wuchs oft in unruhigen Familien auf. Renz‑Polster und Renz richten den Fokus präzise auf Rechtspopulismus und autoritäre Einstellungen, etwa bei der AfD-Wählerschaft. Sie verstehen Erziehung als politische Kraft, nicht nur als private Angelegenheit. Damit treffen sie einen Nerv der Gegenwart. Kritik – und wo es hakt: Das Buch bleibt unvollständig. Es behandelt nicht, wie bestimmte religiöse Prägungen demokratische Haltungen beeinflussen können. Die KFN-Studie 20241 (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen, N=1.200, bundesweite Stichprobe, Befragung Neuntklässler) zeigt: 45,8 % der befragten muslimischen Jugendlichen bevorzugen einen islamischen Gottesstaat; 69,8 % wünschen eine religiöse Führung statt demokratischer Mitbestimmung. Diese Zahlen verdeutlichen ein Phänomen, das politische Bildung und Prävention nicht ignorieren dürfen. In Schulen, Stadtteilen und Milieus mit muslimischer Mehrheit zeigen sich zum Teil Spannungen: Respekt gegenüber Lehrkräften, religiöse Kleidung (z. B. Kopftuch, sofern unfreiwillig getragen) oder Hierarchien können Einfluss auf demokratische Sozialisation haben. Das Buch beleuchtet diese Aspekte nicht. Warum das eine Lücke ist: Ohne die Debatte über religiöse Prägungen bleibt die Analyse unvollständig. Wer Kindheit und politische Haltung untersucht, muss alle kulturellen und religiösen Faktoren berücksichtigen, nicht nur den rechten Rand. Fazit: Demokratie braucht Erziehung ist scharf, fundiert und engagiert. Es öffnet den Blick für den Einfluss von Kindheit auf politische Einstellungen. Wer jedoch Demokratie umfassend stärken will, sollte auch die Wirkung anderer autoritärer Prägungen analysieren.

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