Stimmungsvoll, packend, leidenschaftlich: Band 2 der großen Montmartre-Saga der SPIEGEL-Bestseller-Autorin
Paris 1889: Elise Lambert und Valérie Dumas wurden am selben Tag geboren. Sonst haben die beiden Frauen nicht viel gemeinsam. Nach der Eröffnung des Moulin Rouge steigt Elise Lambert rasch zum Star des Tanz-Ensembles auf. Darunter leidet ihre Freundschaft mit der Tänzerin La Goulue. Obwohl der Maler Toulouse-Lautrec sie durch seine Werke immer bekannter macht, betrachtet La Goulue Elise zunehmend als Konkurrentin. Die Situation eskaliert, als sich ein reicher Adeliger für Elise interessiert. Unterdessen heiratet die aus gutem Hause stammende Valérie Dumas auf Drängen ihres Vaters den konservativen Künstler Baptiste Germain. Sie findet sich nur mühsam in den engen Schranken dieser Ehe zurecht und kämpft weiter um ihre eigene Zukunft als Malerin. Können Elise und Valérie ihre großen Träume verwirklichen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Monika Schulze
5/5
05.05.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine wundervolle Fortsetzung
Nachdem mich Band 1 von Montmartre von @lacrossemarie so geflasht hat, musste ich natürlich wissen, wie es mit Elise und Valérie weitergeht.
Tatsächlich hat sich ja am Ende von Band 1 schon abgezeichnet, dass beide eine andere Richtung einschlagen würden und das hat es wirklich in sich. Ich hatte ja beide total liebgewonnen und wünschte ihnen nur das Beste, aber Marie Lacrosse macht es ihren Protagonistinnen nicht so einfach. Es gibt Höhen und Tiefen und ich habe so mitgefiebert, dass ich mich gar nicht mehr vom Buch lösen konnte. Für mich ging es in dieser Fortsetzung deutlich mehr um die persönlichen Schicksale und weniger um reale geschichtliche Ereignisse, aber das fand ich sehr schön und auch stimmig Die Figuren sind einfach immer so gut ausgearbeitet und nahbar, dass es fast so ist, als würde man liebe Freundinnen begleiten
Das Ende ist dieses Mal relativ offen und würde Platz für einen weiteren Band bieten, den ich sehr gerne gelesen hätte. Aber auch, wenn ich mir für Elise ein anderes Ende gewünscht hätte, konnte ich es gut akzeptieren, weil es zur Geschichte und zum Charakter passte. Trotzdem war ich sehr traurig, dass ich die beiden schon verlassen musste, gern hätte ich noch mehr über sie und ihre Leben gelesen.
Bewertung
5/5
01.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Ein sehr lesenswertes Buch!
Dieses Buch ist nun der 2. Band von der großen „Montmartre-Saga“ und da mir der erste Teil schon so gut gefallen hat, war ich nun sehr gespannt darauf, wie es in Paris im Jahr 1889 mit den beiden Frauen Elise Lambert und Valérie Dumas, die damals am selben Tag geboren wurden, doch aus völlig unterschiedlichen Welten stammen, weitergeht.
Ich wurde nicht enttäuscht, denn hier in dieser Fortsetzung, die direkt an den ersten Teil anknüpft, habe ich während des Lesens erneut die dichte Stimmung des Pariser Künstlerviertels miterleben dürfen.
Die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil, sie hat wieder sehr gut recherchiert und Wahrheit und Fiktion miteinander verwoben. Im Mittelpunkt stehen weiterhin Elise und Valérie, die zu damaliger Zeit regelrecht für ihr Glück kämpfen mussten.
Elise arbeitet inzwischen im berühmten Moulin Rouge und wird dort schnell zu einem gefeierten Star des Tanzensembles, doch ihr wachsender Erfolg sorgt auch für jede Menge Spannungen, besonders mit der Tänzerin La Goulue, die für Elise eine Rivalin ist und durch die Aufmerksamkeit eines reichen Adeligen gerät sie dann auch noch in eine schwierige Situation…
Ich möchte hier nicht allzu viel von der Geschichte verraten, um niemandem etwas vorwegzunehmen, doch auch Valéries Geschichte geht spannend weiter, denn trotz der Einschränkungen, die Valérie nun hat, versucht sie weiterhin ihren Traum von einer Karriere als Malerin nicht aufzugeben und auch für ihre Selbstständigkeit zu kämpfen.
Es war wirklich manchmal richtig heftig und mich hat es auch regelrecht sprachlos gemacht, zu lesen, wie die Frauen damals all ihre Rechte an die Männer abtreten mussten, sobald sie geheiratet haben. Aber auch ledige Frauen hatten kein leichtes Leben und wie die Männer sich aufgeführt haben, hat mich richtig wütend gemacht.
Es gab viele dramatische Entwicklungen und daher war die Geschichte wirklich sehr spannend und emotional.
Doch ich denke, dass sie noch nicht zu Ende erzählt ist und daher hoffe ich auf einen 3. Band , denn auch ich interessiere mich sehr für die Malerei und bin gespannt, wie sie sich weiterentwickelt.
Ein großes Lob an die Autorin, die mir mit dieser Fortsetzung wieder wunderschöne Lesestunden beschert hat. Auch ein Dankeschön an den Goldmann Verlag, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben!
Bewertung
aus Wermelskirchen
5/5
15.03.2026
Buch (Taschenbuch)
Frauenschicksale
Auch der zweite Band der Montmartre-Reihe hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein faszinierender historischer Roman, der allerdings deutlich schwerer und intensiver ist als der erste Band. Wer hier eine reine Wohlfühlromanze im historischen Paris erwartet, wird überrascht sein. Die Autorin schildert schonungslos, wie wenig ein Frauenleben damals wert war. Ob verheirate oder ledig, Frauen hatten kaum Kontrolle über ihr eigenes Schicksal. Ich habe schon einige historische Romane von Marie Lacrosse gelesen und man kann sich ihrem lebendigen Erzählstil kaum entziehen. Da werden auch 600 Seiten schnell zum Pageturner.
Sehr eindringlich erzählt Marie Lacrosse vom Schicksal der Frauen anhand zweier Frauenfiguren aus ganz unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Erschütternd fand ich vor allem das damalige Eherecht. Sobald eine Frau den Ehevertrag unterschrieben hatte, wurde sie rechtlich nahezu zum Besitz des Mannes. Valerie wird von ihren Eltern mehr oder weniger gezwungen, den älteren reichen Baptiste zu heiraten und wenn man dann liest, wie er sie behandelt, nur weil sie als Malerin ihren eigenen Weg gehen möchte… das fand ich schon alles sehr erschütternd.
Parallel dazu lesen wir über den Weg von Elise und den Schattenseiten von Montmartre. Die schöne Welt von Tanz und Ruhm hat auch dunkle Seiten. Als Tänzerin im Moulin Rouge gerät Elise immer wieder in Konkurrenzsituationen und Konflikte. Dabei versucht sie mehr für sich selbst einzustehen, was nicht einfach ist. Ihre Schwester Simone hat ganz andere Probleme. Sie ist in die Prostitution geraten und darüber erfahren wir sehr viel in diesem Roman.
Es ist ein intensiver historischer Roman, der zum Teil erschüttert, aber grade deshalb sehr fesselnd ist. Persönliche Schicksale werden fast immer mit historischen Details verbunden.
Von mir eine klare Leseempfehlung, auch wenn das Ende etwas abrupt wirkt und viele Fragen offenlässt.
SusanK
aus Osnabrück
5/5
15.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Frauenleben in der Belle Epoque
Paris 1889. Elise Lambert ist zum gefeierten Star des Moulin Rouge aufgestiegen, doch ihre ehemalige Freundin La Goulue wird neidzerfressen zu einer erbitterten Feindin. Valérie Dumas wird aus finanziellen Gründen von ihrer Familie in eine arrangierte Ehe gezwungen, in der ihr widerlicher Ehemann ihr eine selbstbestimmte Tätigkeit als Kunstmalerin mit brutaler Gewalt verbietet. Auch Elises Schwester Simone kann nicht selbstbestimmt leben, sondern wird von ihrem Ehemann in die Prostition gezwungen.
Marie Lacrosse, Pseudonym der deutschen Bestseller-Autorin Marita Spang für ihre historischen Romane, legt mit "Montmartre - Traum und Schicksal" den zweiten Band ihrer Dilogie um die beiden künstlerisch begabten jungen Frauen Elise und Valérie vor, die im Paris zum Ende des 19. Jahrhunderts ihren Träumen nachjagen und sich doch ihrem Schicksal ergeben müssen. Was für ein passend gewählter Titel für die wunderbare Fortsetzung!
NIcht umsonst hat sich Marie Lacrosse für die beiden Frauen Elise und Valérie als Hauptfiguren entschieden, die zwar am gleichen Tag von derselben Hebamme entbunden wurden, die aber perfekt für die sozialen Gegensätze und damit einem Kernthema der Belle Epoque stehen. Elise, in bitterer Armut aufgewachsen, und Valérie, aus einer wohlhabenden Familie stammend, sind beide künstlerisch talentiert und träumen von einer Karriere als Tänzerin bzw. Kunstmalerin - und für beide scheinen sich ihre Träume zu erfüllen. In der dargestellten Zeit der kulturellen Blüte findet sich - von der Autorin wunderbar erzählt - eine faszinierende Künstlerszene mit berühmten Künstlern wie Henri de Toulouse-Lautrec, Vincent van Gogh oder Edgar Degas und die schillernde Scheinwelt der Cabarets, allen voran das berühmt-berüchtigte Moulin Rouge.
Trotz moderner Tendenzen und neuen Fragen der sozialen Gerechtigkeit herrschten weiterhin konservative Meinungen vor; Frauen waren dem Manne untergeordnet und ihrem Streben nach Anerkennung wurde abfällig ("Malweiber") bis gewaltbereit begegnet.
Die Autorin hat genauestens recherchiert und entführt ihre Leser*Innen in ein Paris, das bildgewaltig vor dem inneren Auge entsteht. Das geschilderte Treiben im weltbekannten Moulin Rouge, auch der Bau der Basilika Sacré-Cœur, die Gebäude der Haussmann-Ära (im Gegensatz zu den Slums am Montmartre) und die Vorkommnisse beim Bau des Panama-Kanals stehen im Zusammenhang mit klangvollen Namen, die mit Leben gefüllt werden. DIe gesellschaftspolitischen Umstände spiegeln sich in den Handlungen wieder und ziehen die Leser*Innen tief in die Welt des Montmartre.
Brillant ausgearbeitet mit psychologisch genauem Blick sind auch die Figuren, und zwar nicht nur die, die wie Elise und Valérie im Mittelpunkt der Handlung stehen, sondern auch die zahlreichen Nebenfiguren. Sie sind mehrdimensional, entwickeln sich weiter und bleiben absolut authentisch. Zu jedem Zeitpunkt habe ich mit den zahlreichen starken Frauen, die in der realen Geschichte leider zu oft untergehen, mitgefiebert und mitgelitten und konnte das Buch nicht aus der Hand legen, bevor sich für alle eine zufriedenstellende Lösung ergeben hatte.
Großes Können beweist die Autorin auch dabei, die fiktiven Figuren und ihre Handlungen in die reale Geschichte einzufügen und historische Persönlichkeiten darin ebenso schlüssig handeln zu lassen.
Der Roman ist in vier Teile gegliedert, die Kapitel werden in personaler Erzählweise aus der Sicht der Frauen erzählt, die die Leser*Innen emotional mitreißend auf ihrer Suche nach einem selbstbestimmten Leben begleiten. Eine Karte des Montmartre Ende des 19. Jahrhunderts, aussagekräftige Zitate, ein Personenverzeichnis, in dem Historische Persönlichkeiten ausdrücklich gekennzeichnet sind, befinden sich am Anfang des Buches sowie eine Abgrenzung von Wahrheit und Fiktion durch die Autorin (was ich besonders hervorheben möchte!), Informationen zu Stilrichtungen der Malerei, eine Liste der erwähnten Kunstwerke und ein Quellenverzeichnis am Ende runden das Gesamtwerk ab.
"Montmartre - Traum und Schicksal" ist meiner Meinung nach perfekte Unterhaltung mit einem großartigen Mehrwert durch genau recherchiertes Geschichtswissen, das sich quasi nebenbei erfahren lässt. Ich vergebe glänzende fünf Sterne und empfehle das Buch unbedingt weiter. Hoffentlich gibt es bald Neues aus der Feder von Marie Lacrosse.
Bewertung
5/5
12.01.2026
Buch (Taschenbuch)
Ausflug ins Paris des 19. Jahrhunderts
Das Buch ist der zweite Band der Dilogie um die Mädchen Elise und Valérie. Der erste Band ist am 23.4.2025 erschienen und trägt den Titel „Montmartre – Licht und Schatten“. Dieses Buch solltet Ihr auf jeden Fall vorher lesen, denn Teil 2 schließt sich direkt an.
️
Wir schreiben das Jahr 1889. Die Weltausstellung in Paris ist vorbei, der Eiffelturm gebaut und die Männer regieren die Welt. Die beiden jungen Frauen Elise und Valérie haben weiterhin mit Freud und Leid zu kämpfen.
Elise ist zwischenzeitlich eine erfolgreiche Tänzerin im Moulin Rouge, wenngleich sie auch nicht so erfolgreich ist, wie ihre beste Freundin La Goulue. Doch kleinreden lässt sich Elise nicht mehr und so zerbricht ihre Freundschaft, weil La Goulue es nicht ertragen kann, dass auch ihre Freundin für reiche Verehrer nicht unsichtbar ist.
Valérie, die Tochter aus gutem Hause, hat hingegen mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Sie muss sich ihrer Familie zuliebe in eine arrangierte Ehe fügen, die alles andere als rosig ist. Dabei hat sie doch eigentlich nur ein Ziel: ein selbstbestimmtes Leben als Künstlerin. Doch es hat sich nicht viel getan in der Kunstwelt. Nach wie vor gelten Frauen als nicht annähernd so talentiert wie Männer und werden einfach nicht ernst genommen.
In dieser Fortsetzung lernen wir auch Simone, die Schwester von Elise, etwas besser kennen, was mir sehr gut gefallen hat.
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Und ich wurde ein weiteres Mal hineingesogen in das Paris des 19. Jahrhunderts und habe die beiden jungen Damen wieder sehr gern durch Paris begleitet. Man merkt allen Charakteren wirklich an, dass sich die Autorin viel Zeit für deren Entwicklung und für die Hintergrundrecherche genommen hat. Alle Figuren im Roman wirken absolut authentisch und ich konnte wirklich wieder total in die Geschichte eintauchen. Marie Lacrosse ist ihrer Linie aus Band 1 treu geblieben und hat viele historische Persönlichkeiten eingearbeitet, dieses Mal auch einige damals berühmt berüchtigte Anarchisten. Sie hält sich dabei relativ nah an den überlieferten Fakten und hat die Figuren perfekt in die fiktive Handlung eingebettet.
Die Kunstszene war zur damaligen Zeit sehr von Männern dominiert. Frauen wurden wirklich erst sehr spät mit großem Zähneknirschen in der Kunstwelt akzeptiert, jedoch leider nicht respektiert. Umso mehr hat es mich gefreut, dass Marie Lacrosse in diesem Roman auch den damals abschätzig als „Malweiber“ bezeichneten Künstlerinnen viel Platz einräumt. Ich habe nebenher wieder viel nachgeschlagen und Kunstwerke dieser Malerinnen recherchiert, was das Leseerlebnis sehr für mich bereichert hat.
Komplettiert wird die Fortsetzung wieder durch eine Karte von Paris, ein Glossar mit den wichtigsten Hauptpersonen sowie einem Nachwort der Autorin, in dem sie erklärt, was real und was Fiktion ist. Das hat es für mich perfekt abgerundet.
️
Band 2 der Dilogie hat mich genauso begeistert wie Band 1, weil nahtlos an dessen Handlung angeknüpft wird. Die fiktiven und realen Persönlichkeiten sind erneut perfekt miteinander verwoben und das Lesen hat mir genauso viel Spaß gemacht, wie beim ersten Teil. Daher gibt’s von mir wieder eine absolute Leseempfehlung!
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