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Ruf der Leere Roman | Vom Autor des Erfolgsromans »Hundswut« | Düsteres Setting in bayrischer Hütte | Über menschliche Abgründe und die Grenzen von Moral | Erinnert an Andrea Maria Schenkels »Tannöd«

122

15,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.12.2025

Verlag

HarperCollins Taschenbuch

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

18,2/12,4/3,5 cm

Gewicht

326 g

Farbe

Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-365-01138-6

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

23.12.2025

Verlag

HarperCollins Taschenbuch

Seitenzahl

384

Maße (L/B/H)

18,2/12,4/3,5 cm

Gewicht

326 g

Farbe

Kaffee

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-365-01138-6

Herstelleradresse

HarperCollins Taschenbuch
Valentinskamp 24
20354 Hamburg
DE

Email: vertrieb@harpercollins.de

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  • Alrik Gerlach

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    02.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wenn Moral im Wald verloren geht

    Wochenendhütte, Freundesgruppe, unterschwellige Spannungen – der perfekte Ort, um alles eskalieren zu lassen. Ruf der Leere schmeißt den Leser ohne Vorwarnung in eine Situation, die sich anfühlt wie ein schlechter Traum, aus dem man nicht aufwacht. Die Prämisse ist brutal einfach und genau deshalb so wirkungsvoll: Einer darf leben, alle anderen nicht. Entscheidet euch. Was dabei passiert, ist kein klassischer Thriller mit Schockeffekten, sondern ein psychologischer Abstieg. Gespräche kippen, Blicke werden schwer, Loyalität bekommt plötzlich einen Preis. Jede Figur trägt ihr eigenes Päckchen, und es dauert nicht lange, bis klar wird, dass Moral ein ziemlich dehnbarer Begriff ist, wenn es um das eigene Überleben geht. Manche Szenen treffen unangenehm genau, weil sie so erschreckend menschlich sind. Parallel dazu läuft die Perspektive des Vaters, der merkt, dass sein Sohn verschwunden ist. Diese zweite Ebene bringt Luft zum Atmen – und gleichzeitig neue Beklemmung. Die distanzierte Vater-Sohn-Beziehung, die langsam seziert wird, verleiht der Geschichte emotionale Tiefe und sorgt dafür, dass das Grauen nicht nur im Wald stattfindet, sondern auch im Inneren. Daniel Alvarenga schreibt schonungslos, aber nie effekthascherisch. Kein Blutbad um des Blutbads willen, sondern psychischer Druck, der Seite für Seite wächst. Kleine Beobachtungen, unausgesprochene Gedanken und diese fiese Stille zwischen den Dialogen machen das Buch so intensiv. Hundswut-Fans erkennen die Handschrift sofort, Neulinge werden merken: Das hier ist nichts für nebenbei. Am Ende bleibt ein flaues Gefühl im Magen und die leise Frage, die man sich lieber nicht ehrlich beantwortet: Wen würde man selbst auswählen – und warum?

  • Antje Wree

    aus Heidesee

    5/5

    01.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Gruselige Leere in den Menschen

    Der Hauptprotagonist in diesem Buch ist wohl Felix, Sohn eines reichen, aber doch desinteressierten Vaters, Mutter verstorben, jüngere Schwester und Stiefmutter nur etwas älter als er selbst. Um dies noch fortzuführen, Felix ist hochintelligent und manipulativ, er lügt und betrügt, andere und irgendwie auch sich selbst, was er aber nicht merkt. Mich hatte dieses Buch bereits in der Leseprobe gepackt, einige Abgründe waren durchaus erkennbar, aber diese Psychospielchen, die am Ende das ganze Buch ausmachen, waren anfänglich nicht einmal zu erahnen. Dieses Buch ist psychisch abgründig bis ganz nach unten. Auch wenn am Ende irgendwie nichts offenbleibt, hat für mich doch einiges noch kein Ende. Was mit Laura geschah, ist eindeutig oder auch eine Psychose, eine Einbildung? Ich hätte mir ernsthaft noch ein paar Seiten mehr gewünscht. Der Schreibstil ist eingängig und verständlich, dass noch einige Erklärungen in zeitlichen Zusammenhängen durchaus gutgetan hätten. Den Autor werde ich auf jeden Fall verfolgen und ich bin schon jetzt gespannt, ob es ein nächstes Buch gibt und ob es den Leser auch in tiefste moralische Abgründe mitnimmt.

  • Theso

    5/5

    30.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Wie weit darf man gehen? – Eine Frage der Moral

    Dieses Buch ist grandios! Es zieht einen förmlich in den Bann und bereitet ein Leseerlebnis das nachhallt. Das Cover nimmt bereits vorweg, dass es eher eine düstere Thematik ist, auch wenn durch die Gestaltung sowie den Titel noch nicht wirklich Rückschlüsse auf den Inhalt gezogen werden können. Zudem würde ich das Buch nicht als Roman bezeichnen, sondern viel mehr in die Kategorie Thriller einordnen. Denn die Geschichte beschreibt eine lebensbedrohliche Spannung und die Bedrohung für die Protagonisten steigert sich Zusehens. Für einen Roman spricht, dass die Charaktere, vor allem der Hauptperson Felix, tief angelegt sind. Als Lesender fühlt man mit diesen mit und bekommt Einblicke in die verschiedenen Facetten des Menschlichen. Aber egal in welches Genre man dieses Buch nun einordnen möchte, Daniel Alvarenga schafft es durch den Wechsel der Perspektiven sowie Zeitebenen eine Spannung aufzubauen, die es schwerfallen lässt dem „Ruf der Leere“ nicht zu folgen und es aus der Hand zu legen. Die inhaltliche Thematik über Moral und Ethik verstärkt den Spannungsfaktor und dass der:die Lesende selbst beginnt sich Gedanken zu machen – wie weit würde ich gehen. Wo liegen die Grenzen der Moral und wie weit sind die Protagonisten bereits zu gehen bzw. evtl. sogar schon längst gegangen, diese Frage wird schichtenweise im Verlauf der Erzählung aufgedeckt, bis man am Ende fast schon sprachlos zurück bleibt. Dieses Buch steht auf jeden Fall schon auf der Besorgungsliste für die nächsten Geburtstags-/ Weihnachtsgeschenke, die anstehen. Eine klare Leseempfehlung für alle, die psychologische Thriller und den Nervenkitzel lieben und sich der Frage widmen wollen, wo verläuft die Grenze der Moral!

  • Leseeule Tati

    5/5

    26.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Beklemmend, intensiv und lange nachhallend...

    Eine Gruppe junger Menschen verbringt ein Wochenende in einer abgelegenen Waldhütte. Eigentlich soll es eine ausgelassene Party werden, doch die Stimmung kippt abrupt, als ein alter, geheimnisvoller Mann auftaucht und behauptet, er sei der Tod. Er stellt eine grausame Forderung: Einer darf leben. Alle anderen müssen sterben! Doch wer wird gewählt? Und nach welchen Maßstäben? Was folgt, ist kein klassischer Thriller, sondern ein psychologisch hochintensiver Spannungsroman. Im Mittelpunkt stehen Moral und Ethik, Loyalität und Schuld, Angst und die Frage, wie viel unsere Werte wirklich zählen, wenn es ernst wird. Was bedeuten Freundschaft und Zusammenhalt, wenn das eigene Überleben auf dem Spiel steht? Wie verändern Eifersucht, Begehren, Lügen und Intrigen den Blick auf Menschen, die man zu kennen glaubte? Unerfüllte Erwartungen reißen tiefe Risse in Beziehungen, die einst selbstverständlich schienen. Besonders stark fand ich, dass die verschiedenen Protagonistinnen und Protagonisten selbst zu Wort kommen und aus ihrer jeweils eigenen Perspektive erzählen. Die Figuren wirken real, widersprüchlich und zutiefst menschlich. Die wechselnden Perspektiven sowie das Spiel zwischen Vergangenheit und Gegenwart verleihen der Geschichte zusätzliche Tiefe. Mit jeder neuen Wahrheit verschieben sich die moralischen Grenzen ein Stück weiter. Der Schreibstil ist klar und gut lesbar, dabei durchgehend düster und bedrückend. Die Spannung baut sich leise, fast unmerklich auf: durch Dialoge, innere Konflikte, eine unheilvolle Dynamik zwischen den Figuren und gezielte Wendungen. Das unerwartete, offene Ende bleibt im Kopf und wirkt lange nach. „Ruf der Leere“ ist ein intensives, psychologisches Buch, das fordert, verstört, berührt und nachhaltig zum Nachdenken zwingt.

  • Bewertung

    5/5

    18.01.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Abgründe

    Es war eine Freude, dieses Buch zu lesen. Was für eine großartige Ansammlung von Abgründen ist Daniel Alvarenga in seinem Buch „Ruf der Leere“ gelungen. Vor allem in Felix, aber auch in einigen seiner Begleiter:innen geht es ganz schön komplex vor, und wir erfahren das alles, bis auf die Perspektive des Mannes, der behauptet, der Tod zu sein. Natürlich spoilere ich jetzt nicht, wie das Setting sich weiter entwickelt hat. Alvarenga hat seine Geschichte perfekt komponiert bzw. dirigiert. Alles ist in einem klaren, zum Teil schonungslosen Stil geschildert. Die Erzählperspektiven wechseln sich ab. Und daran orientiert werden die Erlebnisse des Tages auf der Hütte zeitlich präzise eingeordnet geschildert, außerdem Ereignisse der vorangegangenen Monate, die für Felix und Laura wichtig waren und zur Situation geführt haben, in der wir ins Buch starten. Ein spannendes Psychogramm, ein tolles Buch. Und auch das Buchcover passt gut zur drohenden Unbill.

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