Lebendig und kraftvoll – über die wohl umstrittenste Figur der Griechischen Mythologie
Gemieden. Verfolgt. Gequält.
Medea sehnt sich nach einem anderen Leben. Seit ihrer Kindheit ist sie von ihrer Schwester getrennt, von ihrer Mutter gemieden und von ihrem Bruder und Vater verfolgt und gequält worden. Und das alles wegen eines einzigartigen und gefährlichen Talents: der Hexerei.
Unerbittlich. Mächtig. Magisch.
Doch als ein tollkühner junger Held, Jason, auftaucht, um das berühmte Goldene Vlies einzufordern, das ihr Vater so vehement beschützt, sieht Medea ihre Chance zur Flucht. Ihr Angebot, Jason bei der Überwindung der von ihrem Vater auferlegten Prüfungen zu helfen, setzt eine Reise in Gang, die jedes Quäntchen ihrer Stärke, Magie und Loyalität auf die Probe stellen wird; eine Reise, auf der sie gegen Monster kämpfen, Könige entthronen und sich verlieben wird.
Aber als sie mit dem ultimativen Verrat konfrontiert wird, wird Medea zu einer Verzweiflungstat getrieben, die so brutal ist, dass sie das Leben aller Beteiligten zerreißt...
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Medea - Eine Geschichte die unter die Haut geht ..
K.a.t.l.93 (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 26.02.2026
Bewertungsnummer: 3059396
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
https://kathasbuechereck.blogspot.com/2026/02/medea-die-hexe-von-kolchis-rosie-hewlett.html
Meinung:
Diese Geschichte ist kaum an Tragik zu überbieten!
Ihr wisst, ich liebe alles, was mit Mythen und Legenden zu tun hat. Besonders die griechische Mythologie fesselt mich mit all ihren Göttern, Monstern und Geheimnissen.
Medea, die Hauptfigur aus dem neuen Buch von Rosie Hewlett, kannte ich so noch gar nicht. Vielleicht als Randfigur einer anderen Geschichte, aber hätte ich im Vorfeld gewusst, was diese Frau alles durchleben musste, hätte ich mich wohl schon früher mit ihr beschäftigt! So unglaublich fesselnd die Geschichte von Medea auch ist, so tragisch und düster ist ihre Figur selbst.
Es geht um eine junge Frau, die als einzige aus ihrer Familie mit magischen Kräften geboren worden ist. Sie wurde von Hekate, der Göttin der Unterwelt, aus einem Akt der Langeweile mit Kräften gesegnet, die sie nur dank Zirze, ihrer Tante, verstehen gelernt hat. Sie wird die meiste Zeit nur ausgenutzt aufgrund ihrer magischen Kräfte und muss sich ständig rechtfertig, bis sie auf Jason trifft. Er ist einer von den Argonauten und möchte das goldene Vlies von Medeas Vater, der König von Kolchis erkämpfen. Was als zarte Liebe zwischen Jason und Medea beginnt, schlägt schon bald in eine gefährliche, ungesunde Obsession um ..
Ich habe das Buch gelesen und parallel gehört. Beides hat mich gefesselt, lag aber nicht nur an dem angenehmen Schreibstil, sondern auch an der spannenden Geschichte selbst. Die Hauptprotagonistin ist eine Frau die wie Hekate selbst, viele Gesichter hat.
Anfangs wirkte sie auf mich eher kühl und unnahbar, bis Jason kam, der mehr Schein als Sein ist. Oft hatte ich das Bedürfnis, Medea einfach nur zu schütteln und zu schreien: „Siehst du es nicht? Er hält dich für dumm!“ Bis zu dem Moment, als es unausweichlich wurde. Ich habe wirklich oft selbst mit Medea und ihrer – man muss es fast so sagen – Naivität mitgelitten. Das Ende hat mich dann sehr überrascht und mich emotional noch einmal tief mitgenommen. Eine grandiose Geschichte über eine Frau, die bis zum Schluss nie wirklich verstanden wurde!
Positiv/Negativ:
+ Toller und vor allem fesselnder Schreibstil, sowohl für mich als Hörerin des Hörbuchs als auch als Leserin des Prints.
+ Die unterschiedlichen Orte, die Medea gemeinsam mit den Argonauten und Jason bereist, geben mir das totale „Greek Myths“ Feeling. Mit all den geheimnisvollen Wesen aus der griechischen Mythologie kommt hier wirklich jeder Liebhaber voll auf seine Kosten.
+ Ich weiß immer noch nicht, wie ich Medea finden soll. Einerseits ist sie in meinen Augen eine starke und viel zu oft missverstandene junge Frau, andererseits hat sie so viele grausame Dinge getan – und wofür? Für einen Möchtegernhelden, der sich auf Grundlage ihrer Taten einen Namen gemacht hat? Tja, genau das ist mein Zwiespalt. Und gerade deshalb bin ich so fasziniert von der Figur Medea, sowohl positiv als auch negativ.
+ Eine tragische Geschichte – dieses Mal aus der Perspektive einer Frau. Ich kann Medea stellenweise so gut verstehen! Ihr Leben lang ist sie von Narzissten umgeben, wird enttäuscht, geschlagen und innerlich gebrochen. Dass ihre Entscheidungen nicht richtig sind, steht außer Frage. Aber nachdem ich weiß, was wirklich dahintersteckt, kann ich sie zumindest nachvollziehen. Diese innere Zerrissenheit – eine Figur gleichzeitig zu lieben und zu hassen – funktioniert für mich so gut, dass ich jetzt schon weiß: Ihre Geschichte wird noch lange in mir nachhallen. Meisterhaft geschrieben, liebe Rosie!
+ Ein persönliches Highlight! Diese Geschichte hat einfach alles: spannende Elemente, die mich bis zum Ende gefesselt haben, Momente voller Schock, Trauer und Hingabe. All das hat Medeas Geschichte in mir ausgelöst.
Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut! Es braucht nicht viel, nur das richtige Motiv, und das hat es definitiv!
Empfehlung:
Suchst du eine Geschichte, die tragisch ist und emotional richtig in die Tiefe geht? Oder bist du eher der Abenteurer, der auf Reisen gehen will, um Könige zu stürzen und Monster zu besiegen? Keine Sorge, du musst dich nicht entscheiden! In „Medea – Die Hexe von Kolchis“ von Rosie Hewlett bekommst du beides. Eine absolute Empfehlung von mir!
Ein fesselndes Buch über Medea
Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 31.01.2026
Bewertungsnummer: 3031600
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Das Buch Medea Die Hexe von Kolchis von Rosie Hewlett erzählt die Geschichte um die mythologische Figur der Medea neu, nämlich aus der Sicht von Medea selbst. Medea kann hexen. Aus diesem Grund wird sie von ihrem Vater und ihren Bruder, der sie einst einmal in ein Schwein verwandelt hat, gequält. Sie will fliehen und sieht ihre Chance in Jason, der das goldene Vlies von Medeas Vater einfordert. Medea hilft im dabei, verliebt sich und schenkt ihm seine ganze Liebe. Jason verfolgt im gesamten Buch seinem Ziel, König zu werden und dafür geht Medea über Leichen. Doch die Liebe bröckelt, Medea wird von Jason verraten und ihr Zorn bricht aus.
Das Buch hat mich richtig umgehauen. Es war so spannend zu lesen und Jasons Verhalten gegenüber Medea hat mich so wütend gemacht. Sie hat soviel für ihn getan und er verdreht die Tatsachen immer zu Medeas Lasten. Natürlich rechtfertigt dies nicht Medeas Taten am Ende, ich will hier nichts vorneweg greifen. Der Mythos ist von der Autoren fesselnd aus Sicht Medeas nacherzählt worden.
Die Schreibweise ist flüssig und leicht zu lesen. Bei mir flogen die Seiten nur so dahin, vermutlich, weil ich von dem Buch so gefesselt war.
Sehr gut. Kann ich nur empfehlen.
Meinung aus der Buchhandlung
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Ein Experiment der Hekate, das nach hinten losgeht...
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Story hat mich sofort gepackt. Eine tragische Figur, deren Schicksal durch Ausgrenzung und Misshandlung aufgrund ihrer Zauberkräfte im Grunde schon vorbestimmt war. Mit dem Tod ihres Bruders stößt sie die Tür zur Finsternis auf und lässt sich nach und nach davon verschlingen. Die Liebe, die sie anfangs antrieb, entpuppt sich später als ziemlich toxisch. Sie wird durch diese Liaison immer mehr in den Abgrund getrieben. Letztendlich mündet alles in Wahnsinn und sie tut Unaussprechliches…
Psychologisch ist ihre Figur absolut nachvollziebar, eine geschundene Seele, die auf einen narzisstischen Mann trifft, der sich von ihrer Macht angezogen fühlt und sie für sich nutzen will. Immer wieder bringt er sie in auswegslose Situationen. Es ist ihm völlig egal welchen Preis sie dafür zahlt.
Düster, fesselnd und gewürzt mit einem Hauch von Spice!
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