Auf der Fahrt der MS «Stadt Solothurn» von Solothurn nach Biel geht ein betagter amerikanischer Tourist über Bord. Der Hundertjährige wird tot aus der Aare geborgen. Die Lehrerin Marielle Rochat ist die einzige Augenzeugin des Geschehens.
Ihr Verhalten weckt bald den Argwohn der Solothurner Kripochefin Katrin Friis. Als sich der Verdacht gegen sie verdichtet, taucht Marielle Rochat unter. Friis verfolgt die Spur der jungen Frau quer durch das Drei-Seen-Land. Auf der Suche nach dem Tatmotiv treten nach und nach dunkle Geheimnisse zutage, deren Ursprung achtzig Jahre zurückliegt.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
Bewertung
5/5
15.09.2025
eBook (ePUB 3)
3Seen und ein Todesfall
sehr spanendes buch. da ich von der gegend bin wo es sich im buch handelt fesselte mich das buch und ich las es in einem tag durch.
es ist sehr mitreisend geschrieben. ich wollte immer gerade wissen wie es weitergeht und wer der mörder ist.
Lupede
5/5
31.07.2025
eBook (ePUB 3)
Krimi mit Tiefgang und Tempo
Auch dieser Band überzeugt mit einer fesselnden, mitreissenden Geschichte und einer Prise Gesellschaftskritik. Politische Themen sind wie gewohnt klug und unaufdringlich eingewoben. Ein spannender Krimi, der unterhält und zum Nachdenken anregt – absolut lesenswert.
Bewertung
4/5
06.02.2026
eBook (ePUB 3)
Tödliches Geheimnis
Typisch Gasser,Schpannungsbogen bis zum Schluss.------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Bewertung
3/5
04.08.2025
eBook (ePUB 3)
Krimi-als-Nationalcharakter
Wie die anderen Romane von Christof Gasser ist auch dieses kurze Buch oft ein spannender Page-turner: Ein lebendiger Plot mit sympathischen Ermittlern und reich an lokaler Geschichte und Landschaft. Aber die kruden antiamerikanischen historischen Themen machen es auch für diesen (schweizerisch-amerikanischen) Leser eher klobig. Das Problem ist nicht, dass das Buch kritisch gegenüber den USA und den Amerikanern (auch den britischen und französischen Verbündeten) im Zweiten Weltkrieg ist. Natürlich ist nationale Kritik angebracht, wenn sie faktenbasiert ist. Und natürlich ist faktenbasiertes amerikanisches Unrecht in der Weltgeschichte keine Mangelware.
Der Antiamerikanismus tendiert hier jedoch eher zu Zynismus, moralischem Relativismus, pauschalen Stereotypen über den nationalen Charakter und sogar zu falschen Gleichsetzungen zwischen der alliierten und der deutschen Seite des WW2-Konflikts. Man muss den Kampf der Alliierten im Zweiten Weltkrieg gegen ein eroberungswütiges, totalitäres und völkermordendes Regime nicht moralisch relativieren, um eine ehrliche Abrechnung mit dem von den Alliierten begangenen spezifischen Unrecht zu machen. Es wäre zum Beispiel ein Kinderspiel gewesen, ein zu Recht negatives Bild von US-General Patton (einer Kleinfigur dieses Romans) zu zeichnen. Dieser General hat neben seinen militärischen Leistungen auch Verstöße gegen die Genfer Konvention gegenüber Kriegsgefangenen geduldet oder gefördert. In der Nachkriegszeit zeigte er sich als virulenter Antisemit, der kein Interesse an der Entnazifizierung der Deutschen hatte. Und so weiter.
Gassers politisches Thema ist nicht die Darstellung solches spezifischen Unrechts, sondern der schlechte Nationalcharakter der Amis tout court, die Kern-Schurkerei eines bösen Volks, die durch den Mythos des guten (weißen) US-Militärhelden übertüncht wurde. Es wird suggeriert, dass die deutschen WW2-Soldaten nur das Pech hatten, auf der falschen Seite der Geschichte zu stehen. (Es stimmt zwar, dass solche politischen Aussagen nur aus dem Mund einer von Gassers Figuren stammen, aber der gesamte Roman entwickelt sich in einer Weise, die diese Aussagen als Teil der Autorenperspektive erscheinen lässt).
Dem Leser wird der Eindruck vermittelt, dass die alliierten Soldaten genauso viel oder sogar noch mehr als die Deutschen und die Russen randalierten und Frauen sexuell missbrauchten. (Solche amerikanischen Übergriffe kamen in Frankreich tatsächlich vor, und zwar in größerem Umfang, als lange Zeit zugegeben wurde. Und es stimmt, dass beschuldigte schwarze US-Soldaten rassistisch zum Sündenbock gemacht wurden und kein ordentliches Verfahren erhielten.) Diese Art von konkreten Geschichte sollte ohne Siegers Beschönigung aufgearbeitet werden. Aber Gassers Behandlung dieser Episode -- und des Zweiten Weltkriegs im Allgemeinen -- verdeckt die Tatsache, dass das Ausmaß des Missbrauchs auf beiden Seiten zahlenmäßig nicht vergleichbar ist und dass zum Beispiel die sexuellen Übergriffe auf Zivilisten auf der Seite der Achsenmächte oft programmatisch waren, während sie auf der anderen Seite häufiger ein individuelles Phänomen in Verletzung von Anordnungen waren.
Es gibt mehrere Gründe, die gegen diese Art von Geschichte-als-Nationalcharakter, sprechen. Zum einen verdeckt sie die Tatsache, dass jede Nationalität zum Schurken werden kann, wenn sie zu stolz und hemmungslos wird. Die Japaner waren z.B. in einigen früheren Kriegen ziemlich anständig gegenüber ihren Kriegsgefangenen, aber im Zweiten Weltkrieg oft brutal. Der „Nationalcharakter“ kann solchen Unterschied nicht erklären. (Ironisch dass eine von Gassers Figuren die Amerikaners Motivation für den Zweiten Weltkrieg so darstellt, als ginge es nur um Geld, wenn ich nicht mehr zählen kann, wie oft ich mit pauschalen Stereotypen über die Schweiz im Zweiten Weltkrieg konfrontiert bin, dass es nur ums Gold ging.)
Ich ziehe es jedoch vor, mich mehr auf das literarische Problem mit Krimi-als-Nationalcharakter zu konzentrieren: Die Stereotypen haben den Spaß an dem Roman fast verdorben. Gassers Thema der Falschheit des amerikanischen Helden taucht ziemlich früh im Roman auf, und von da an WUSSTE ich, welche großen Wendungen die Handlung am Ende des Buches nehmen würde. Ich las weiter und hoffte, der Roman würde überraschen, aber leider entwickelte es sich als Formel.
Bewertung
aus Stäfa
5/5
06.09.2025
Buch (Taschenbuch)
Christof Gasser
Ein Christof Gasser-Krimi, einfach wieder sensationell. Ein bisschen kenne ich Solothurn und die Umgebung und kann mir die Örtlichkeiten der Geschehen gut vorstellen. Das Buch konnte ich fast nicht aus den Händen weglegen.
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