Produktbild: Lavender House
Band 1

Lavender House

28

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Book Tropes

Queer Romance + weitere

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

03.06.2025

Verlag

Second Chances Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

22,3/15/2,5 cm

Gewicht

634 g

Farbe

Dunkellila / Flieder

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Jeannette Bauroth

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9890609-1-3

Beschreibung

Rezension

„Wenn es ein Verbrechen ist, einen großartigen, spannenden, queeren Whodunit im Stile von Agatha Christie zu schreiben, dann ist Lev AC Rosen in allen Punkten schuldig!"
Florian Valerius, @literarischernerd, Buchhändler und Bookfluencer

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Book Tropes

  • Queer Romance
  • Found Family
  • Second Chance

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

03.06.2025

Verlag

Second Chances Verlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

22,3/15/2,5 cm

Gewicht

634 g

Farbe

Dunkellila / Flieder

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Jeannette Bauroth

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9890609-1-3

Herstelleradresse

Second Chances Verlag
Eisenbahnweg 5
98587 Steinbach-Hallenberg, Thüringe
DE

Email: info@second-chances-verlag.de

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  • Bewertung

    aus Korbach

    5/5

    23.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein queerer Krimi mit Sonderfall...

    Wer Schimanski noch kennt, kommt hier wohl voll auf seine Kosten. Ein derber Kriminalist, der nicht mehr bei der Polizei sein darf, weil er sich ein wenig unflätig benommen hat, rutscht in ein Milieu, dass genau nach seiner Kragenweite ist. Ein vermeintlicher Todesfall, den er aufklären soll, wird zu einer Reise ins Unbekannte, denn hier erwartet ihn nicht nur ein sonderbarer Fall, sondern es könnte zu einem goldenen Käfig für den abgehalfterten Kommissar werden. Die Personen, die gemeinsam in einem Haus leben und um die Tote trauern, werden hier wunderbar beschrieben. Einzelne, sonderbare Charakter, Andy, wie ihn seine Freunde nennen, schwankt zwischen Mord und tragischem Unfall und lange Zeit kommt er nicht hinter das Geheimnis dieses Falles, in den er mehr oder weniger bei Nacht und Nebel hineingeschliddert ist. Eine tolle Story, ein nicht alltäglicher Fall und ein Schreibstil, der einen unaufhörlich weitertreibt! Eine Story, deren Schreibweise in einer Leserschaft zunehmend Anhänger finden wird! Von mir daher 5 von 5 Sternen. Ein nicht-actiongeladener Krimi; mal ganz anders als das, was es sonst auf dem Büchermarkt zu finden gibt!

  • misspider

    5/5

    14.10.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Queer, Cozy, Noir

    Das Buch fängt die nostalgische Atmosphäre der 50er Jahre perfekt ein und schafft einen queeren Krimi im Noir-Feeling, der seinesgleichen sucht. Bei einer Razzia wurde Evander "Andy" Mills in einer eindeutigen Situation auf der Toilette erwischt und daraufhin aus dem Polizeidienst entlassen. Da kommt der Auftrag aus Lavender House, dem Sitz der Familie und des Seifenimperiums Lafontaine gerade recht. Es stellt sich heraus, dass Lavender House ein Zufluchtsort für queere Menschen ist, und nach dem Mord an der Matriarchin wird Andy mit den Ermittlungen betraut. Nach und nach lernt Andy die Familienmitglieder und Bediensteten kennen, aber er entdeckt auch die nie gekannte Freiheit, die in Lavender House herrscht, wo alle offen zeigen und leben können wie und wer sie sind. Doch die Freiheit kommt nicht ohne ihren Preis, denn nach außen hin muss die Familie den Schein waren, und so ist Lavender House zugleich ein goldener Käfig. Mich hat an der Geschichte vor allem der Krimiteil gereizt, der einem "Locked Room" Rätsel gleicht. Das die Queerness einen derart großen Raum einnimmt war mir anfangs nicht bewusst, aber sie hat die Geschichte ungemein bereichert und einzigartig gemacht. Und obwohl sie fortwährend präsent war, wirkte sie kein bisschen aufgesetzt oder zu gewollt, sondern fügte sich perfekt ins Geschehen ein und vermittelte einen glaubwürdigen Eindruck davon, wie queere Menschen zu der damaligen Zeit von der Gesellschaft behandelt wurden: verurteilt, verfolgt und ausgestoßen. So war Lavender House Fluch und Segen zugleich, bot es doch letztlich nur eine geschützte Blase, außerhalb derer man sich immer noch verstellen und verstecken musste. Und ausgerechnet dieser Schutz kippt, als klar wird dass jemand von den Bewohnern einen Mord begangen hat und man auch hier nicht mehr sicher ist. Mit Spannung habe ich Andys Ermittlungsarbeit verfolgt, bei der wir die einzelnen Personen, ihre Motivation und Ansichten kennenlernen und so immer tiefer in das Geflecht aus Täuschung und Intrigen eindringen, dass Lavender House umgibt. Wem kann man hier trauen? Die Ermittlungen bringen Andy außerdem dazu, sein eigenes Leben, sein bisheriges Handeln als Polizist - oder besser gesagt seine Unterlassungen - zu überdenken und so wird aus Angst Stärke und Entschlossenheit, die Dinge zu ändern. Mich hat das Buch absolut gefesselt und ich würde mich riesig freuen, wenn es ein baldiges Wiedersehen mit Andy gäbe.

  • MoMe

    5/5

    19.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein gesellschaftskritischer und atmosphärischer Kriminalroman

    Mit einer gewissen Schwermut starte ich in diesen ruhigen Kriminalroman und lerne Evander Mills in einer Bar kennen. Er ist ein ehemaliger Polizist und schließt gerade gedanklich mit seinem Leben ab. Bei einer Razzia wurde er auf der Herrentoilette bei unzüchtigem Verhalten erwischt und in der Konsequenz aus dem Polizeidienst entlassen. Doch das Schlimmste daran ist, dass nun alle Kollegen von seinem strenggehüteten Geheimnis wissen, was das Leben gefährlich macht. Denn in San Francisco des Jahres 1952 sind queere Menschen ständig willkürlicher Gewalt und Diffamierung ausgesetzt. Auch dürfen sie in vielen Jobs nicht arbeiten und müssen bisweilen um ihr Leben fürchten. Andy, wie Evander auch gern genannt werden möchte, ist der Ich-Erzähler und schon auf den ersten Seiten spüre ich die Ungerechtigkeit. Denn Andy ist ein anständiger Mann, was er gleich zu Anfang beweist, als eine Frau in der Bar von ihrer Begleitung bedrängt wird und Andy einschreitet. Kurz darauf wird die Begegnung mit Pearl Velez sein Leben eine neue Richtung geben. Denn sie bittet ihn, den Tod der Seifenfabrikantin Irene Lamontaine zu untersuchen. Dazu ist äußerste Diskretion geboten, denn im Lavender House hat Irene eine ganz eigene Familie gegründet. Damit betrete ich kurz danach Lavender House, den zentralen Schauplatz. Es ist nicht nur eine geschützte Zuflucht für queere Menschen, sondern auch der Wohnsitz einer Wahlfamilie, in der jeder frei und unbefangen leben kann. Um das Haus und seine Bewohner vor Neugierigen zu schützen, liegt es gut abgeschottet außerhalb der Stadt. Nach und nach lerne ich die Mitglieder dieser besonderen Familie und ihre Beziehungen zu- sowie untereinander kennen. Auch das Hauspersonal wird in den Fokus gerückt. Damit legt Lev AC Rosen den Grundstein für einen tiefgründigen und sensiblen Kriminalroman, der sich mit der Frage beschäftigt, wer ein Interesse daran gehabt haben könnte, dass Irene Lamontaine stirbt. Oder war es doch nur ein Unfall? In Lavender House vermittelt Lev AC Rosen authentisch die entstehende Atmosphäre, wenn aus einer versteckten eine offen gelebte Liebe werden kann, auch wenn dies in einem geheimen Leben passieren muss, um alle Mitglieder der Familie vor Repressionen in der realen Welt zu schützen. Denn der Schein nach außen ist alles, um schadlos in dieser homophoben Zeit leben zu können. Doch ist ein geschützter Ort mit der Möglichkeit, so zu sein wie jeder ist, nicht trotzdem ein goldener Käfig, weil alles nur an diesem Platz möglich sein kann? Mit dieser Frage beschäftigt sich auch Andy, während er seine Ermittlungen zum Tod von Irene aufnimmt. Andy ist gründlich bei seiner Arbeit und so legt er Stück für Stück die komplexen Charaktere dieser Familie frei und enthüllt diverse Konflikte sowie interessante Geheimnisse. Der Schreibstil ist angenehm klar und hat den nüchternen Ton eines Kriminalbeamten. Die Handlung ist interessant angelegt und ich rätsle gern ein wenig mit. Immer wieder werden mir Hinweise dargeboten und mit jedem Stückchen Erkenntnis kommen Andy und ich der Wahrheit näher. Andy kann nur als Detektiv ermitteln, sodass seine Mittel beschränkt sind. Das macht seine Ermittlungsarbeit faszinierend, aber auch ruhig. Es gibt keine intensiven Spannungsspitzen und dennoch nimmt mich die bedrückende Atmosphäre über die Ungleichheit und den gesellschaftlichen Druck mit. Lev AC Rosen verzichtet auf Klischees und hält einen bewegenden Appell für Toleranz und Selbstakzeptanz. Die Auflösung kommt fast ebenso leise daher und offenbart dennoch eine Tragik, die schmerzt. Gut gefällt mir, dass alles seinen Abschluss findet, gleichzeitig aber auch ein Neuanfang ermöglicht wird und der Grundstein für eine faszinierende Reihe gelegt ist. Fazit: Ein emotionaler Kriminalroman mit gesellschaftlichem Tiefgang, starken Charakteren und einem bewegenden historischen Setting.

  • Christina P.

    aus Hamburg

    5/5

    14.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Emotional überzeugender Whodunnit in einer damals stark queer-feindlichen Gesellschaft

    Dieses Buch ist für mich ein Lese-Highlight, mit welchem ich anfangs gar nicht gerechnet hatte und das ich an dieser Stelle sehr gerne weiterempfehle. Dass mich das Buch dermaßen überzeugen konnte liegt weniger an dem schlüssig konstruierten Kriminalfall selbst, sondern vielmehr an der Kombination des Falls mit dem ganzen Drumherum. Angesiedelt ist die Erzählung im San Francisco der 1950er Jahre. Eine Zeit, in der Homophobie den Menschen das Recht gab, andere zu entlassen, aus der Wohnung zu werfen oder ungesühnt bis zur Unkenntlichkeit zu verprügeln. Nicht viele führen ein Doppelleben, mit der steten Angst, bei einer Razzia erwischt oder anderweitig für ihr vermeintlich schändliches Verhalten angeprangert zu werden. In dieser Situation befindet sich Evander (Andy) Mills, vor wenigen Tagen noch angesehener Polizist, bis ihn seine Kollegen mit heruntergelassener Hose in einem Club erwischten. Buchstäblich kurz vor seinem Freitod als letzten Ausweg engagiert ihn eine Frau, die sich als Ehefrau der kürzlich verstorbenen Besitzerin des Lamontaine-Seifenimperiums herausstellt. Irene Lamontaines Tod wurde als Unfall deklariert, doch Pearl glaubt nicht daran und möchte, dass Andy als Privatermittler den mutmaßlichen Mord aufklärt. Der Start eines klassischen Whodunnit (Wer hat es getan? Angelehnt an die klassischen Kriminalromane im Stile von A. Christie, A.C. Doyle u.a.). Was die Handlung so überaus spannend macht ist der queere Einschlag in Kombination mit der damaligen Zeit. Nicht nur Andy muss einige Male ziemlich einstecken, auch andere haben zu kämpfen oder bereits ihre Strategien entwickelt. Beim Lesen werden Situationen geschildert, in welche Nicht-Betroffene wahrscheinlich nie gekommen wären, was einem die Problematik dadurch erst so richtig bewusst macht. Egal, ob man queer ist oder nicht, so manche Situationen im Roman nehmen wohl jeden emotional mit. Gleichzeitig lernt Andy nun die queere Welt aus einer für ihn neuen Sicht kennen, ebenso wie neue Love Interests, denn Andy kann sich optisch definitiv sehen lassen. Ein emotional packender, stellenweise schockierender Roman mit vielfältigen Charakteren und einem Whodunnit, der wunderbar zum Mitermitteln einlädt und durchaus plausibel wirkt.

  • Christina P.

    aus Hamburg

    5/5

    14.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Emotional überzeugender…

    Emotional überzeugender Whodunnit in einer damals stark queer-feindlichen Gesellschaft Dieses Buch ist für mich ein Lese-Highlight, mit welchem ich anfangs gar nicht gerechnet hatte und das ich an dieser Stelle sehr gerne weiterempfehle. Dass mich das Buch dermaßen überzeugen konnte liegt weniger an dem schlüssig konstruierten Kriminalfall selbst, sondern vielmehr an der Kombination des Falls mit dem ganzen Drumherum. Angesiedelt ist die Erzählung im San Francisco der 1950er Jahre. Eine Zeit, in der Homophobie den Menschen das Recht gab, andere zu entlassen, aus der Wohnung zu werfen oder ungesühnt bis zur Unkenntlichkeit zu verprügeln. Nicht viele führen ein Doppelleben, mit der steten Angst, bei einer Razzia erwischt oder anderweitig für ihr vermeintlich schändliches Verhalten angeprangert zu werden. In dieser Situation befindet sich Evander (Andy) Mills, vor wenigen Tagen noch angesehener Polizist, bis ihn seine Kollegen mit heruntergelassener Hose in einem Club erwischten. Buchstäblich kurz vor seinem Freitod als letzten Ausweg engagiert ihn eine Frau, die sich als Ehefrau der kürzlich verstorbenen Besitzerin des Lamontaine-Seifenimperiums herausstellt. Irene Lamontaines Tod wurde als Unfall deklariert, doch Pearl glaubt nicht daran und möchte, dass Andy als Privatermittler den mutmaßlichen Mord aufklärt. Der Start eines klassischen Whodunnit (Wer hat es getan? Angelehnt an die klassischen Kriminalromane im Stile von A. Christie, A.C. Doyle u.a.). Was die Handlung so überaus spannend macht ist der queere Einschlag in Kombination mit der damaligen Zeit. Nicht nur Andy muss einige Male ziemlich einstecken, auch andere haben zu kämpfen oder bereits ihre Strategien entwickelt. Beim Lesen werden Situationen geschildert, in welche Nicht-Betroffene wahrscheinlich nie gekommen wären, was einem die Problematik dadurch erst so richtig bewusst macht. Egal, ob man queer ist oder nicht, so manche Situationen im Roman nehmen wohl jeden emotional mit. Gleichzeitig lernt Andy nun die queere Welt aus einer für ihn neuen Sicht kennen, ebenso wie neue Love Interests, denn Andy kann sich optisch definitiv sehen lassen. Ein emotional packender, stellenweise schockierender Roman mit vielfältigen Charakteren und einem Whodunnit, der wunderbar zum Mitermitteln einlädt und durchaus plausibel wirkt.

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