Was braucht es eigentlich, um eine Heldin zu sein?Eine preisgekrönte Geschichte über Freundschaft - eindringlich und herrlich leichtHero fürchtet, ihrem Namen niemals gerecht werden zu können. Denn wie kann sie eine Heldin sein, wenn sie sich nicht einmal traut, etwas gegen das Mobbing an Aria zu unternehmen? Aria ist neu an der Schule, er kommt aus einem anderen Land und spricht kein Wort. Nie. Trotzdem freunden sich Hero und ihre beste Freundin Jaz mit ihm an. Immerhin können sie sich gemeinsam mit ihm im Kopierraum verstecken, wenn der fiese Mobber Rufus mal wieder hinter Aria her ist. Als Hero und Jaz eines Tages erfahren, dass ausgerechnet Aria - der Junge ohne Worte - bei einem nationalen Schreibwettbewerb gewonnen hat, sind sie baff. Können sie ihm helfen, nun auch seine Stimme wiederzufinden? Und wird er ihnen dann seine Geschichte erzählen?
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Passau
5/5
17.03.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannend, besonders, romantisch - dieses Jugendroman ist kein Durchschnittbuch
Liebe Leser/innen,
dieses Buch ist kein Durchschnittsroman. Er regt zum Nachdenken an, ist spannend, besonders und romantisch. Aria ist ein Flüchtling aus dem Iran. In der neuen Schule spricht er leider nicht. Er wird von einem Burschen sehr gemobbt und der packt ihn auch oft, weil er glaubt, Aria hat sein Tagebuch gestohlen. In dem stehen pikante Details. Doch Hero, ein Mädchen aus der Schule und ihre Freundin Jaz halten zu Aria. Sie freunden sich an mit ihm.
Dann gewinnt Aria einen Poempreis für ein Gedicht. Und der schräge Papa von Hero will mehr der Talente von Aria wecken. Er ist begeistert von ihm und lädt ihn mit dem Vater und dem Bruder ein. Nun soll Aria öffentlich mit dem Gedicht bei einem Wettbewerb auftreten. Doch Aria gerät in Panik und handelt anders, als erwartet ... Ob das doch noch gut geht? Laßt euch überraschen.
Es ist ein Buch für Jugendliche, ältere Kinder und Erwachsene. Ich will weitere Bücher von Maryam Master lesen.
Viele Grüße
Linda aus Passau (Sekretärin)
p.s. Mir gefallen auch Bücher von Katja Brandis (Woodwalkerreihe, Seawalkers, usw.), I. Abedi, Tanya Stewner (Alea Aquarius-Reihe, Liliane Susewind-Reihe), Astrid Lindgren, usw.
LeLiPä
5/5
21.08.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein berührendes Jugendbuch
Die Geschichte spielt in einer australischen Kleinstadt, in der die zwölfjährige Hero mit ihren Eltern ein weitestgehend unaufgeregtes Leben führt. Das empathische Mädchen bemerkt die Stimmungsschwankungen ihres Vaters, der als Professor für Literatur an einer Hochschule lehrt, durchaus, weiß aber damit umzugehen. Stets an ihrer Seite ist ihre beste Freundin Jaz, alias Jasmin. Gemeinsam „überstehen“ sie so manch unglücklichen Schultag, wenn Schulhofmobber Rufus wieder unterwegs ist und Schülern das Leben zur Hölle machen möchte.
Vieles ändert sich, als der ebenfalls zwölfjährige Aria, der aus dem Iran geflüchtet ist, in Heros Klasse kommt. Aria spricht nicht und weckt somit die Neugier an seiner Person bei Hero und Jaz. Rufus hingegen nimmt es zum Anlass und mobbt ohne Ende.
Die Kapitel in der Geschichte sind abwechselnd aus der Sicht Heros und Arias geschrieben. Die Leserinnen und Leser erfahren häppchenweise und durch immer länger werdende Kapitel Arias Details über seine Vergangenheit.
Heros Vater hat großes Interesse an dem Jungen, der nicht spricht. „Worte haben macht. Wenn du nur die richtigen wählst. Und sie in die richtige Reihenfolge setzt. Und einen kleinen Teil deiner Seele in sie hineinatmest – dann kannst du Magie erschaffen.“
Er schlägt die Teilnahme Arias an einem Poetry-Wettbewerb vor. Aber wie soll das funktionieren, wenn Aria nicht redet? Doch eines Tages beginnt er zu sprechen.... langsam, leise und mit wenigen Worten.... „Wort für Wort“ Gleichbedeutend mit dem Mut, seine Fluchterfahrungen zu verarbeiten, die tiefe Narben hinterlassen haben.
Ein berührendes Jugendbuch über die Macht der Worte, junge HeldInnen und die Bedeutsamkeit über den Zusammenhalt der Menschen.
Was mir besonders gut gefiel:
Die Darstellung, wie aus zunächst umher tanzenden Buchstaben in Arias Kapiteln einzelne Sätze und am Ende tief greifende Texte wurden.
CorniHolmes
5/5
05.06.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein wundervolles Buch!
Den Namen Hero zu tragen, kann ein echter Fluch sein. Dieser Meinung ist zumindest Hero Jean Rodriguez, die sich überhaupt nicht wie eine Heldin fühlt und bezweifelt, dass sie sie jemals in sich finden wird. Wie gerne wäre sie heroisch. Vor allem dann, wenn ihr Mitschüler Aria mal wieder von Rufus Brutalus, dem größten Schultyrann, gemobbt wird. Aria geht erst seit kurzem in ihre Klasse. Er ist aus dem Iran nach Australien geflüchtet und ein ziemliches Rätsel. Er hat freundliche Augen und manchmal ein verschmitztes Lächeln, aber keine Worte. Aria spricht nie. Dennoch freunden sich Hero und ihre beste Freundin Jaz mit ihm an. Als sie eines Tages erfahren, dass ausgerechnet ihr stummer neuer Freund ein preisgekrönter Poet ist, können sie es kaum glauben. Und mehr noch: Aria möchte unbedingt bei einem Poerty-Slam auftreten. Denn tief in ihm schlummert eine Geschichte, die erzählt werden möchte. Hero und Jaz sind sofort bereit, Aria bei der Suche nach seiner Stimme zu helfen. Ob sie wohl erfolgreich sein werden?
Ich habe es nun schon mehrmals in meinen Rezensionen geschrieben und kann es gar nicht oft genug erwähnen: Der Woow Books Verlag ist für mich immer ein Garant für herausragende Kinderbücher. In meinem Regal steht mittlerweile eine breite Palette an echten Schätzchen, die einfach „Woow“ sind. Und „Wort für Wort“ bildet da definitiv keine Ausnahme. Bereits das tiefblaue Cover mit seinen schimmernden Elementen begeistert auf Anhieb und die Geschichte dahinter steht dem in nichts nach.
Die im Iran geborene Autorin Maryam Master präsentiert hier einen außergewöhnlichen Kinderroman, welcher kongenial von Isabel Abedi ins Deutsche übersetzt wurde. Wort für Wort entfaltet sich hier eine Reinste-Achterbahnfahrt-Geschichte, die fesselt, berührt, schockiert, unheimlich gut unterhält und lange nachklingt.
Obwohl die Erzählung nur etwas über 200 Seiten umfasst, behandelt sie eine Vielzahl an wichtigen und teils schweren Themen, ohne überladen, bedrückend und hoffnungslos zu wirken. Neben Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Poesie thematisiert Maryam Master auch Mobbing, psychische Erkrankungen, selektiver Mutismus, Krieg, Flucht und Verlust. Dies tut sie auf eine so bewundernswerte Weise, vor der man nur den Hut ziehen kann: Eindringlich und realistisch, aber auch mit jeder Menge Leichtigkeit, Sensibilität und überraschend viel Humor. Sie zeigt uns, wie heilsam und machtvoll Worte, Liebe und Freundschaft sein können und dass es sich lohnt, nach vorne zu schauen und niemals aufzugeben.
Die Charaktere sind allesamt hervorragend getroffen. Vielfältig, teils ziemlich schräg und überaus liebenswert. Im Fokus stehen die drei besten Freund*innen Hero, Aria und Jaz, die unterschiedlicher kaum sein könnten, aber zusammen unschlagbar sind: Die vermeintlich mutlose und wunderbar selbstironische Hero, die die Heldin in sich entdeckt. Der stumme, aber nicht wortlose Aria, der seine Stimme findet. Und Jaz (mein persönliches Highlight), deren selbstbewusste und erfrischende Art man einfach lieben muss. Das Buch wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Hero und Aria geschildert. Während Heros Kapitel einem öfters ein Schmunzeln entlocken (ihre Selbstironie habe ich beim Lesen richtig gefeiert), kommen Arias Erzählungen oft sehr erschütternd daher und gehen ans Herz.
Die Spielereien mit dem Schriftbild runden das Ganze perfekt ab und dass man nebenbei auch noch einiges über die persische Kultur lernt, ist das i-Tüpfelchen obendrauf.
Fazit: „Wort für Wort“ ist eine schmerzlich-schöne Geschichte über die Macht der Worte und die heilende Kraft der Freundschaft. Ein großartig erzählter Kinderroman für alle ab 11 Jahren! Berührend, ehrlich, einfühlsam und trotz ernster Themen herrlich leicht und unterhaltsam. Ich habe dieses Buch von den ersten Worten an geliebt. Es war mein erstes Werk von Maryam Master und sicherlich nicht mein letztes. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
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