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  • Produktbild: Eine Chance ist ein höchstens spatzengroßer Vogel
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Eine Chance ist ein höchstens spatzengroßer Vogel Roman | Eine bewegende russisch-jüdische Familiengeschichte, ein literarischer Glücksfall.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.08.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

20,7/12,9/2 cm

Gewicht

290 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00769-0

Beschreibung

Rezension

Große Kunst ist das und sehr bewegend ... Ein wunderbarer Roman. ("WDR Westart")
Die Autorin, denkt man sich beim Lesen, muss eine der drei zuhörenden Schwestern sein. Es mag in ihr, denkt man sich, auch etwas von der Mutter dieser drei stecken: Marina, die schon schreibt, bevor sie weiß, dass sie eine Schriftstellerin sein könnte. Das Schreiben ist einfach das, was sie tut. ("Berliner Zeitung")
Eine ungewöhnliche, packend erzählte und sprachlich souveräne Mutter-Tochter-Geschichte. ("Bücher am Sonntag (Beilage NZZ am Sonntag)")
Wenn die Welt zusammenbricht, flüstert einem dieser leise Roman zu, braucht man sehr dringend eine zweite Welt, an die man stattdessen glauben kann. ("Der Tagesspiegel")
Raffiniert, amüsant und ernsthaft zugleich. ("Das Magazin")
So virtuos und unverwechselbar ist die Geschichte einer Herkunft kaum einmal erzählt worden. Hier sieht man so deutlich, was Literatur vermag. ("ORF Ö1 "Ex Libris"")
Präzise und mit warmem versöhnlichen Tonfall erzählt. ("Bayern 2 "Büchermagazin"")
Ein ungemein gelungenes Buch. ("SRF 2 Kultur")
In extremer Verdichtung und luftiger Poesie treibt Yulia Marfutova die Geschichte voran, spielt das Ungefähre der Erinnerung gegen die gelebte Gegenwart aus. ("KN online")

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Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.08.2025

Verlag

Rowohlt

Seitenzahl

144

Maße (L/B/H)

20,7/12,9/2 cm

Gewicht

290 g

Farbe

Grau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-498-00769-0

Herstelleradresse

Rowohlt Verlag GmbH
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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  • Eva

    5/5

    13.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein literarischer Geniestreich

    Marfutova, Yulia Eine Chance ist ein höchsten spatzengroßer Vogel … und Marina ergreift diese Chance. Sie möchte von Anfang an weggehen, und erst nach und nach lernt sie, dass die jüdische Herkunft ihrer Mutter ihr dabei helfen könnte. Es fallen Wörter wie Zionismus und Antizionismus, Perestrojka und und Sochnut. Je nach Erzählperspektive wird die Sprache intellektuell, naiv, manchmal auch zum inneren Monolog. Die Sprache greift so virtuos ineinander wie die Zeitebenen. Denn Zeit ist ja niemals linear, es ist immer eine Gleichzeitigkeit. Das Vergangene ist nie vergangen, es ist immer bei uns. So wie die Geister in der Zeit, die Stimmen, die verschiedenen Akteure. Da sind die Mäuse, sie erzählen die Geschichte. Denn wer soll sie sonst erzählen, die Geschichten, wenn nicht die Mäuse, die sich so schmal machen können, dass sie durch die kleinsten Ritzen gelangen? (S. 97) Sie erzählen, uns, 17, 16 und 10, von Marina und ihrer Mutter Nina, von Vera und ihrem Vater, der die Lampe genannt wird, weil er nicht sprechen und nicht aufstehen kann. Sie erzählen von den 1980er-Jahren in der Sowjetunion und der jüdisch-russischen Familiengeschichte. Die Mäuse müssen erzählen, denn Nina, Marinas Mutter, sagt kein Wort. Ist alles wahr? Kann das alles so gewesen sein? Es gibt keinen kongruenten Erzählstrang, es sind Stückchen, die uns hingeworfen werden, aus denen sich ein Bild zusammensetzt. Aus desolaten Verhältnissen, Hoffnung, dem festen Glauben an die Träume und die Geister. Dazwischen ist eine junge Frau, die ihre Stimme und ihren Weg sucht, fest gewillt die spatzengroße Chance zu ergreifen, sobald sie sich zeigt. Dieser kurze Roman ist Migrationsgeschichte, hohe Erzählkunst und Experiment. Wie kann die Erzählung der Vergangenheit funktionieren, wann ist es Fiktion und wann kann es wahr sein? Dabei entsteht so viel Raum für Assoziationen und Interpretationen, für Freude an der Sprache und fürs Recherchieren. Der Text fordert sogar explizit dazu auf. Der Anfang war etwas hakelig, aber dann war ich voll im Buch. das ist die schönste Form von Sprache, Emotion, Magie und der Härte des Lebens. Traurig, humorvoll, hart, perspektivisch spannend und so vielschichtig, wie das Leben eben ist. 1000 Dank für diese absolute Bereicherung in meinem Lesejahr und auf der Berghütte.

  • rockchickdeluxe

    5/5

    13.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Marfutova, Yulia Eine Chance…

    Marfutova, Yulia Eine Chance ist ein höchsten spatzengroßer Vogel … und Marina ergreift diese Chance. Sie möchte von Anfang an weggehen, und erst nach und nach lernt sie, dass die jüdische Herkunft ihrer Mutter ihr dabei helfen könnte. Es fallen Wörter wie Zionismus und Antizionismus, Perestrojka und und Sochnut. Je nach Erzählperspektive wird die Sprache intellektuell, naiv, manchmal auch zum inneren Monolog. Die Sprache greift so virtuos ineinander wie die Zeitebenen. Denn Zeit ist ja niemals linear, es ist immer eine Gleichzeitigkeit. Das Vergangene ist nie vergangen, es ist immer bei uns. So wie die Geister in der Zeit, die Stimmen, die verschiedenen Akteure. Da sind die Mäuse, sie erzählen die Geschichte. Denn wer soll sie sonst erzählen, die Geschichten, wenn nicht die Mäuse, die sich so schmal machen können, dass sie durch die kleinsten Ritzen gelangen? (S. 97) Sie erzählen, uns, 17, 16 und 10, von Marina und ihrer Mutter Nina, von Vera und ihrem Vater, der die Lampe genannt wird, weil er nicht sprechen und nicht aufstehen kann. Sie erzählen von den 1980er-Jahren in der Sowjetunion und der jüdisch-russischen Familiengeschichte. Die Mäuse müssen erzählen, denn Nina, Marinas Mutter, sagt kein Wort. Ist alles wahr? Kann das alles so gewesen sein? Es gibt keinen kongruenten Erzählstrang, es sind Stückchen, die uns hingeworfen werden, aus denen sich ein Bild zusammensetzt. Aus desolaten Verhältnissen, Hoffnung, dem festen Glauben an die Träume und die Geister. Dazwischen ist eine junge Frau, die ihre Stimme und ihren Weg sucht, fest gewillt die spatzengroße Chance zu ergreifen, sobald sie sich zeigt. Dieser kurze Roman ist Migrationsgeschichte, hohe Erzählkunst und Experiment. Wie kann die Erzählung der Vergangenheit funktionieren, wann ist es Fiktion und wann kann es wahr sein? Dabei entsteht so viel Raum für Assoziationen und Interpretationen, für Freude an der Sprache und fürs Recherchieren. Der Text fordert sogar explizit dazu auf. Der Anfang war etwas hakelig, aber dann war ich voll im Buch. das ist die schönste Form von Sprache, Emotion, Magie und der Härte des Lebens. Traurig, humorvoll, hart, perspektivisch spannend und so vielschichtig, wie das Leben eben ist.

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